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Diskutiere im Thema Hat jemand Erfahrung mit Elontril? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #51
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Einige Posts vorher (Seite 2) hat Atta es als "paradox effekt" beschrieben.

    Das hatte meine Neurologin auch gesagt - nur ist mir der Begriff wieder entfallen (wenn man sich nicht alles sofort notiert)

    Für eine Woche war ich mal auf der Akut-Station und mir wurde Tavor verabreicht, wie auch meinen Zimmergenossinnen. Im Gegensatz zu mir haben die nur
    im Bett gelegen und geschlafen. Ich war hellwach und hätte Bäume ausreissen können. Die Ärztin sagte mir, dass bin nicht ich, sondern das Medikament.
    Doch ich habe mich endlich in meinem Leben mal wieder nach mir angefühlt. So voller Energie und Tatendrang. Leider nur für einen kurzen Augenblick, da
    Tavor ein "Teufelszeug" ist. Schade eigentlich.


    Habe mal bei Wiki geforscht und einen kleine AHA!-Effekt gehabt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxe_Reaktion

    Paradoxe Reaktion

    Als paradoxe Reaktion wird in der Medizin die Reaktion des Körpers auf einen Wirkstoff bezeichnet, die das Gegenteil des beabsichtigten Effekts bewirkt. Beispiele sind etwa das Auftreten von Schlaflosigkeit nach der Einnahme eines Schlafmittels oder von vermehrter Angst nach der Gabe eines angstlösenden Medikaments.
    Paradoxe Reaktionen sind unter anderem häufig an von ADS/ADHS betroffenen Personen zu beobachten.[1] Bei 1,2 % der Kinder, die vor diagnostischen Eingriffen den Wirkstoff Phenobarbital erhalten haben, wird eine paradoxe Reaktion beschrieben.[2] Auch bei Benzodiazepinen können solche Reaktionen beobachtet werden.[3] Der umgekehrte Effekt, dass nämlich eine stimulierende Substanz auch dämpfend wirken kann, wurde bei Coffein beschrieben.[4]
    Von der paradoxen Reaktion abzugrenzen sind immunologische Arzneimittelreaktionen sowie Effekte, die nach Toleranzentwicklung (vgl. Entzugssyndrom) auf bestimmte Substanzen entstehen. Auch die Erhöhung der Suizidgefahr in der Anfangsphase der Gabe von bestimmten Antidepressivaist keine paradoxe Reaktion im eigentlichen Sinne.[5]
    Einzelnachweise [Bearbeiten]





    Jetzt ist mir auch klar, warum bei mir eine extreme Müdigkeit auftritt, nach dem ich diese Energie-Drinks zu mir genommen habe.

    LG

    Tanja
    Geändert von asia ( 6.09.2012 um 11:52 Uhr)

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Hallo Gratia,

    seit einem Jahr nehme ich anstelle von tgl. 450 mg Venlafaxin eine Tablette Elontril (also 150 mg); das Venlafaxin habe ich hauptsächlich wegen der Nebenwirkungen ("chemische Kastration") abgesetzt, außerdem habe ich während der Therapie 25 kg zugenommen, ohne meine Essgewohnheiten zu verändern.
    Elontril ist auch kein SSRI (Serotonin Aufnahme - Hemmer), sondern ein Stoff, der ursprünglich zur Raucherentwöhnung entwickelt worden war.

    Auszug aus dem Waschzettel: "Elontril 150mg Tabletten" enthält den Wirkstoff Bupropion, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antidepressiva. Es ist auch ein Mittel zur Raucherentwöhnung. Bupropion hemmt selektiv die neuronale Wiederaufnahme von Katecholaminen (Noradrenalin und Dopamin), hemmt nur minimal die Wiederaufnahme von Indolaminen (Serotonin) und bewirkt keine Hemmung der beiden Monoaminooxidasen."

    Du hast also mehr Dopamin und Noradrenalin im Gehirn als sonst, darauf beruht die Wirkung; außerdem macht's mich ein wenig "speedig", das bilde ich mir zumindest ein.Mir jedenfalls hilft das Zeug ganz gut - das unterscheidet sich ja leider immer von Fall zu Fall bei diesen Medikamententypen - und die Libido scheint sich auch zu erholen.
    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

    Viele Grüße,
    Tom

    PS: abgenommen hab ich leider nix, trotz Elontril; bei mir ist ein halbes Jahr fasten angesagt, bis mein Gewicht wieder okay ist!

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Ich nehme Elontril seit 3,5 Jahren, 300mg, ursprünglich gegen Depressionen - da hilft es mir auch recht gut. Nebenwirkungen habe und hatte ich nie, zum Glück. Allerdings auch keine Wirkung auf den Antrieb (es hat mich auch nie schlaflos gemacht, bzw. nicht mehr als ohne Elontril) oder die Konzentration. Ich hatte davor schon alle möglichen anderen Antidepressiva, aber keines habe ich so lange genommen wie Elontril. Möchte auch dabei bleiben, eben weil es durchaus antidepressiv wirkt.

    LG
    Polarnacht

  4. #54
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Hi zusammen,

    nun möchte ich auch mal wieder einen Beitrag verfassen. Ich war lange lange Zeit nicht hier.

    Ich war im Juni für 3 Wochen auf einer Akutstation in Kassel, weil ich mir meinen Eigenverdacht auf ADS (ohne Hyperaktivität) bestätigen lassen wollte. Meine Psychiaterin in Göttingen hatte bei mir ambulant Sorgen, dass es aufgrund meiner Diabetes, meinem Speed-Entzug, den ich gerade hinter mir hatte und meiner immer wieder auftretenden Depressionen besser wäre, dafür in eine Klinik zu gehen. Gesagt - getan....mit dem Ergebnis, dass es mich kaum weiter gebracht hat.

    Mein Eigenverdacht auf ADS wurde zwar zu 90% bestätigt nach diversen Tests einschliesslich der Beobachtung meiner Person, allerdings wurden keine Medikamente verabreicht.
    Es wurde aufgrund meiner schlechten Schilddrüsenwerte (Überfunktion), die ich allerdings kannte und selbst verursacht hatte vor 10 Jahren (Verdopplung der SD-Medis, da dadurch viel besseres Allgemeinbefinden; damals wusste ich nix von ADS; es war also wieder Selbstmedikation und Medikamenten-Missbrauch zur Symptomlinderung) also statt die Diagnose ADS zu stellen und zu behandeln, vordergrundig die Diagnose Hashimoto gestellt. Und ich bin fast ausgeflippt, da ich nicht deshalb dort war, da ich ja in Behandlung bei einem Nuklearmediziner bin und von dort aus bereits die Dosis der SD-Medis verringert wurde und noch weiter verringert wird.

    Egal ich komme wieder zurück zum Thema.....ich bat darum, mir wenigstens Elontril zu verschreiben, da ich ja wusste, dass es auch bei ADS eingesetzt wird. Es wurde abgelehnt, ich hätte nen Kopfstand auf dem Flur machen können, nein es war nicht drin. Wegen meiner schlechten SD-Werte und weil ich zuerst eine MRT-Untersuchung durchführen lassen sollte zum Ausschluss einer Hashimoto-Enzephalopathie. Das ist übrigens eine Schädigung des Gehirns, evtl. verursacht durch falsch dosierte SD-Medis.

    Stattdessen wollten Sie mir einen Mix aus Tavor, Mirtazapin und Seroquel verschreiben. Ich bin dort fast ausgeflippt, weil ich ihnen dort von meiner u.a. Antriebslosigkeit und Schläfrigkeit berichtete und nicht noch "ruhig" gestellt sein wollte. Ich fand keinerlei Gehör. Letzten Endes bin ich nach 3 Wochen "ohne Erfolg" auf irgend etwas wieder nach Hause gefahren, allerdings auf eigenen Wunsch, da ich ja freiwillig dort war und jederzeit gehen konnte. 3 Wochen, die ich dort war und Hoffnung hatte, dass die Experten dort doch schon irgendwie auf mein ADS aufmerksam werden und mein Leid erkennen.

    Ich also wieder nach Hause und zu einem anderen Psychiater/Neurologen gegangen, mit dem Kurzbericht vom KH in der Tasche. Er sagte mir, dass er erst die festgestellte Diagnose ADS benötigt, um mir Medis wie Medikinet aufzuschreiben. Ansonsten dürfte er das nicht. Ausserdem meinte er auch, dass ich zuerst wohl die MRT-Untersuchung machen lassen soll. Meine Bitte, wenigstens
    Elontril aufgeschrieben zu bekommen, kam er allerdings sofort nach.

    Ich dachte erst, ich habe mich verhört....*freu*. Endlich ein kleiner Lichtblick zur Hilfe.

    So nehme ich also das Elontril 300 seit ca. 3 Monaten, wobei ich allerdings ein paar Tage anfangs nur 150 mg genommen habe. Wie hier schon beschrieben, wirkte es die ersten 2-3 Tage so ähnlich wie eine geringe Menge Speed: ich war wacher, besser gelaunt. Das war allerdings nur ein paar Tage so. Nun kam es mir schon fast vor, als wenn ich NICHTS nehmen würde und habe es kurzerhand für ca. 3-4 Tage weg gelassen.

    Okay Leute....da merkte ich es....es half mir doch, wenn auch nur wenig. Aber immerhin. Also nehme ich es nun durchweg seit 3 Monaten. Was die Nebenwirkungen betrifft: Mundtrockenheit die ersten beiden Monate jeden Tag, das wird nun langsam besser. Schlafprobleme hatte ich keine. Allerdings ist ein "Mittagsschläfchen" nicht möglich, da man wohl innerlich etwas aufgeputscht ist, was ich allerdings nicht merke.

    Was ich hatte war dann nach ein paar Tagen eine auftretende Übelkeit vom Magen her. Die war echt blöd und liess mich fast abbrechen mit dem Medikament. Dank eines netten Users hier bekam ich den Tipp, mit der Einnahme des Elontril gleichzeitig Magnesium zu nehmen.....und BINGO...die Übelkeit war ab sofort weg. Ich nehme es allerdings auch weiterhin so in der Kombi.....es klappt bis heute.

    Einfluss auf die Libidio hat das Elontril nicht. Wie hier schon beschrieben war das Fluoxethin da wesentlich einflussreicher. Ja es war eine chemische Kastration, so kann man es nennen.

    Allerdings habe ich keine Antriebssteigerung und Appetitveringerung gemerkt. Ich habe nach wie vor meine Heisshungerattacken, besonders auf Schokolade, schon morgens, wenn ich die Augen aufmache.

    Apropo morgens...ich habe das Gefühl, dass das Elontril erst ab mittags zu wirken beginnt, was ja völliger Blödsinn ist lt. meinem Arzt. Es ist ein Retardmedikament, was über den ganzen Tag kontinuierlich freigegeben wird. Nur es ist tatsächlich so, dass ich mich ab Mittags/Nachmittags viel viel wacher und besser fühle als am Vormittag. Aber immer noch sehr weit vom Wohlbefinden und "Normal"-Zustand entfernt.

    So im Groben würde ich sagen, dass das Elontril bei mir an die 10-20% der ADS-Symptome lindert, aber nicht voll verbessert. Ich bin nach wie vor antriebslos, müde hoch drei, Stimmungsschwankungen über den Tag verteilt, Fressattacken auf Süsses, emotional instabil und weinerlich und fühle mich bei Kritik sofort "angepisst".

    Ich lese übrigens gerade das Buch "Lass mich - doch verlass mich nicht". von Cordula Neuhaus.....ein tolles Buch. Da könnte überall mein Name stehen .

    Ach Leute ich bin so platt. Sorry fürs Jammern.

    lg

    Heike

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Heike schreibt:
    . Ich bin nach wie vor antriebslos, müde hoch drei, Stimmungsschwankungen über den Tag verteilt, Fressattacken auf Süsses, emotional instabil und weinerlich und fühle mich bei Kritik sofort "angepisst".

    Hallo Heike,

    genau so habe ich mich mit Elontril gefühlt. Erst nach dem ich es langsam abgesetzt habe, fühlte ich mich besser.

    Mein Therapeut kam in diesen Zustand nicht mehr an mich ran und wir haben erst einmal eine Zwangspause eingelegt.
    Bei der letzten Stunde hatte ich nur noch geheult. Naja. Ist auch der einzige Ort, wo ich endlich mal die Maske fallen lassen kann.

    Doch ist es auch eine Überlegung, ob es noch der richtige Therapeut ist, wenn ich erst einmal meine Diagnose ADS erhalten habe!?

    Schade finde ich auf der anderen Seite, dass die Ärzte gleich die gewünschten Medis verschreiben, ohne sich weiter Gedanken zu machen,
    ob es auch das Richtige für den Patienten ist. Das Problem mit dem Medikamenten-Missbrauch wurde in dem Kurzbericht bestimmt nicht erwähnt.
    Hier hatten die Ärzte in der Klinik vollkommen recht.
    Aber auch wenn man keine Probleme mit Tablettensucht hat, wird einen viel zu schnell etwas verschrieben. Als Patient ist man Laie und hat nicht
    die Erfahrung eines guten Apothekers. Die auch dem Mediziner fehlt, der das Rezept ausstellt.

    LG

    asia

  6. #56
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Hi Asia,

    danke für deine Info. Bei mir war es nur so, dass ich mich bereits VOR dem Elontril so mies gefühlt habe bzw. noch viel mieser. Also ein bisschen hilft es mir schon, das muss ich zugeben.

    Und ja, das mit der Selbstmedikation bzw. Medi-Missbrauch wurde natürlich nicht erklärt in dem Kurzbericht. Da stand nur "selbstindizierte Überfunktion". Na toll. Warum und weshalb ich das tat wurde nicht erklärt.

    Ja unsere Ärzte täten gut daran, mal genauer hinzusehen und zu hinterfragen. Da würde ich mich sehr freuen. Ich wurde als "fordernd" und "distanzlos" in der Psychiatrie dargestellt, weil ich z. B. bei einer beginnenden eitrigen Mandelentzündung Antibiose wollte und zwar genau diese mit Namen benannte. Weil ich doch schon tausend Antibiotika ausprobierte und nur eines bei dieser
    Mandelentzündung half. Also nannte ich den Namen des Medikamentes und forderte das ein. Was passierte? Der Psychiater schmetterte mich ab mit der Bemerkung "Das müssen Sie mich entscheiden lassen". Dabei habe ich das ganz lieb und anstädndig zu ihm gesagt. Ich meine, was nützt es denn, wenn wir fast 1 Woche verlieren mit dem falschen Medikament und keine Besserung eintrifft?
    Und deshalb wurde ich distanzlos und fordernd diagnostiziert, natürlich im Rahmen einer komplexen Persönlichkeitsstörung. Aber ich schweife schon wieder ab.

    Also wie gesagt im Grossen und Ganzen habe ich das Gefühl, dass das Elontril mir weiterhilft, wenn auch nur ein kleines bisschen. Zumindest so lange, bis ich mal endlich Hilfe über
    andere Medikamente bekomme, denn ohne schaffe ich das alles nicht mehr. Verhaltens- und Gesprächstherapien sind bereits gelaufen bzw. laufen noch, aber ich benötige auch medikamentöse Hilfe.

    Ich wäre so dankbar, wenn das ein Arzt endlich mal kapiert bei mir. Aber je mehr ich hingehe und sage "bitte ich brauche Hilfe und bitte das Medikament so und so", desto mehr habe ich das Gefühl, dass sich alle Ärzte gegen mich stellen. Sie machen in dem Moment "zu", wenn ich das nur sage. Das ist sehr traurig.

    lg

    Heike

  7. #57
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Edit meinerseits:

    Liebe Mitglieder dieses Forums,
    Ich möchte mich aufrichtig für diesen negativen (und u.A. für ähnliche irreführenden Erfahrungen von Medikationen meiner Person im Forum) und konfus geschriebenen Berichten entschuldigen, den ich vor etwa einem halbe Jahr verfasst habe.

    Ich habe für mich in einer zweiten Probier- und (ersten adulten) medikamentösen Therapiephase, die mittlerweile bereits ein ganzes Jahr bis dato anhält, mittlerweile auf ein best-effektives Medikament zum alltäglichen Bedarf mit Erfolg einstellen lassen.

    Das Medikament Elontril, was ich sehr niveaulos gegenüber anderen Patienten, negativ und einzig allein bezogen auf mich öffentlich kritisch bewertet hatte, ist für andere Menschen mit Aufmerksamkeitsstörungen auch sehr hilfreich und erfolgsversprechend, man lese Erfahrungen und aktuelle Forschungen, die dieses ja auch bestätigen.

    Dem einen liegen Psychostimulanzien eher nahe, dem anderen helfen die bekannten anderen Medis, um sein Leben so zu gestalten, damit "alles" besser klappt, und so wie man sich es vorstellt und man am meisten von sich erwartet...was ohne einfach nicht klappt.

    Bitte nochmals viele Mitglieder um Entschuldigung für die Fehlstudie meinerseits, denn solche Aussagen spiegeln sich nebenher mal erwähnt überhaupt nicht in meiner Persönlichkeit u. Charakter wieder. Dennoch ergänzend:

    Elontril:


    Es haben sich nach einem halben Jahr kontinuierlicher Einnahme von je 300mg pro Tag, auch sehr, sehr positive und erwähnenswerte Besserungen bei mir, in punkto Hirnleistung, Vigilanz, Konzentration und Nikotinabhängigkeit gezeigt.
    Logisches Denken und das Bewältigen verschiedenster Lebenssituationen bekam ich "im Vergleich" zu ohne Medikamenten "viel leichter" in den Griff. Auch der Tabakgenuss wurde viel weniger, was dem Körper zudem zu Gute kam.

    Aufgrund vieler Nebenwirkungen, größtenteils bezogen auf unerwarteter "psychotischer Phasen" und anderen unschönen psychischen Veränderungen, sah ich mich gezwungen, mit Absprache meines Hausarztes und meines Fachneurologen / Psychologen, diese Elontril Anwendung umgehend zu beenden.

    Eines kann ich sagen, das Medikament hat einen sofortigen Effekt, doch es entwickelt sich über einen langen Zeitraum, wie viele ADs.

    --------------------------------------------

    Danke für die Aufmerksamkeit
    Beste Grüße vom Interpreed

  8. #58
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Also, ich nehme Elontril jetzt seit einigen Wochen und habe bemerkenswerte Veränderungen festgestellt. Vorneweg kann ja nochmal betont werden, dass Elontril m.E. kein "klassisches" Antidepressivum ist, da es nicht direkt in den Serotoninhaushalt eingreift. Allerdings gibt es ja auch die grobe Zweiteilung von angstlösenden und antriebssteigernden Antidepressiva, wobei Elontril ja offiziell zum Letzteren gezählt wird. Ist zum Teil sicher auch ne Frage der Zulassung. Wer nimmt Mirtazaoin schon (noch) gegen Depressionen? Naja, wie dem auch sei

    Was ich bisher an Vorteilen festgestellt habe sind vorallem subjektive Empfindungen:

    - Ich fühle mich "mehr bei mir", d.h. meine Aufmerksamkeit steht irgendwie stärker im Mittelpunkt meines Körpers, schwer zu beschreiben Vielleicht brauchen die "Informationen" auch einfach nicht mehr so lange, um die "entscheidenden Hirnarreale" zu erreichen..
    - So komisch es klingen mag: Ich empfinde Emotionen. Das ist schon relativ merkwürdig. Seit ein paar Wochen reagiere ich auf so gut wie jede Emotionalität im Fernsehen mit einer kurzen aber nicht unangenehmen Traurigkeit. Dies lässt sich auch nicht wirklich abstellen, kommt mir aber sehr gesund vor.
    - Ich hab weitaus weniger vorbehalte, unangenehme DInge zur Sprache zu bringen. Ich bin auf eine pragmatische Weise direkter und Impulsiver geworden. Vllt. haben stattdessen die Zwänge auch etwas nachgelassen. Das hat auch zur Folge, dass ich kein Blatt mehr vor den Mund nehme und so besser darstellen kann, wie ich bin und was ich will. (Allerdings hab ich auch wieder mit NLP angefangen )

    Es kommen sicher noch ein paar Dinge dazu, aber insgesamt muss ich schon sagen, dass es bei mir Früchte trägt. Dabei nehme ich bisher nur 150mg. Denke, in einem Monat werden wir die Dosis mal testweise erhöhen, um zu sehen, ob mehr mehr bringt

    Mein Eindruck verfestigt sich weiter, dass ich keine "originäre" Depression habe, sondern dass diese lediglich eine Reaktion auf meine (noch immer vorhandenen) Integrationsprobleme ist. (Gibt es dafür eigentlich einen psychologischen/psychiatrischen Fachausdruck oder kommt sowas nur in der Soziologie vor? *g*) Inwiefern Elontril meine Stimmungsschwankunen stabilisieren wird, bleibt abzuwarten. Ich habe zumindest gute Messmethoden, um dies festzustellen. ^^
    Geändert von Sgrhn ( 7.10.2012 um 14:41 Uhr)

  9. #59
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Hallo Gratia!

    Ich hatte auch "darauf gedrängt" & es auch bekommen. Zunächst ging damit für mich die Sonne auf. Ich war so zufrieden und leistungsfähig wie nie. Und das alles ohne Nebenwirkungen. Ich dachte, nun hätte ich endlich die Lösung.
    Und dann habe ich davon eine Psychose bekommen. So richtig mit akustischen und visuellen Halluzinationen. Dies bescherte mir einen 6wöchigen Beschluss, Fixierung und ein Leben mit Neuroleptika, die mich so depressiv machen, dass ich meine Tage nur noch mampfend im Bett verbringe.
    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Ich rate jedem die Finger davon zu lassen oder aber immerhin nur eine halbe 150er zu nehmen.
    Tut mir leid, dass ich das so offen schreiben musste, aber meine Erfahrung war schon erschütternd.

    Ich hoffe, Du findest eine andere Lösung für Dich oder aber verträgst es einfach besser als ich!

    Herzliche Grüße,

    Schoko

  10. #60
    Lysander

    Gast

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Elontril?

    Hallo Schokominza,

    das war bestimmt ganz schrecklich für Dich. Wie grauenvoll. Aber das passiert recht selten, habe ich gelesen. Oder stimmt das nicht?
    Ich weiß, der Satz hilft Dir nicht. Ich schrieb ihn, weil ich Elontril nehme. Eine Bekannte nimmt es seit einem Dreivierteljahr und es geht ihr gut damit.

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