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Diskutiere im Thema Helfen Medikamente bei der Bildung? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Hey

    Mir gehts letzte zeit immer schlimmer, ich nehme noch keine medikamente ein.
    Helfen Medikamente bei der Bildung? Oder bin ich zu faul???

    Wo ist das problem?

    Hab nicht gewusst das ich ADHS habe und immer wieder wollte ich schule abbrechen, danach habe ich durch forschung im internet ADHS in mir erkannt. ... was ich will ist die bestätigung meiner Vorstellung...

    Hmm?

    Ich spüre immer innerlich i-was das ich nichts machen kann, ich kann nichts vernünftiges machen, ich sitze nur am laptop um i-was zu machen...
    Aber in wirklich will ich wie anderen sein, schön für FachAbitur lernen, bücher lesen oder i-was machen was bildung angeht also nicht von heute auf morgen sondern tag zu tag sich ausbilden lassen.... (nimmt es nicht buchtäblich an... nattürlich will ich nicht wie anderen sein! )
    Ich kann nicht meine Interesse folgen die werden schnell langweilig und sinnlos...

    Helfen wirklich die Medikamente dagegen? Was kann man sonst ausser medikamenten machen(ausser alkohol und ähnliches!)?
    Ich habe im mitte April Termin bei Neurologen...

    DANKE!!!!!!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Das ist ja echt noch lange hin mit deinem Termin. Vielleicht willst du mal anrufen und fragen, ob man den Termin vorverlegen kann?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    der weg zum Neurolgen ist erst der schritt leider.....du musst erst noch eine Diagnose bekommen....bist du dazu einen termin bekommst kann es je nach dem wo ein Jahr dauern.....bin auch leider in der prozedur.....hab den fragenbogen den ich bekommen hab ans Uniklinikum Bochum geschickt.....jetzt darf ich noch bis zu einem Jahr warten.
    Und wenn ich dann die Diagnose hab bekomm ich Medikamente, je nach Medikamment wirst du eine verbesserung erleben. Hab ich von vielen erwachsenen Adslern gehört....allerdings musst du dich mit dem ADS auch selber beschäftigen und dich über die eigenschaften erkundigen. Ich z.b. geh zu einer selbsthilfegruppe für ADS in meiner Stadt.
    Das hat bissher sehr gut geholfen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Krass wie kompliziert das bei euch zu sein scheint.

    Ich bin hier in Berlin einfach zum nächsten Neurologen gegangen (allerdings ohne eigenen ADHS-Verdacht):

    Erster Termin (nach 3 Wochen Wartezeit) = Anfangsverdacht + mir den Auftrag geben selber im Internet über ADHS zu lesen
    Zweiter Termin (nach 2 Wochen) = Tests gemacht und gesprochen + Rezept für Medikinet bekommen.

    War mein Weg die Ausnahme von der Regel?!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    hallo,

    ja, es würde mich auch brennend interessieren ob die Medikamente (der Wille ist da, der Geist leider schwammig) etwas an der Interaktion von Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis verändern, so das vorher unverständliches plötzlich verstanden wird und vor allem wieder abgerufen werden kann.

    @xilef
    Scheinbar hast du wirklich "Glück" gehabt das es so fix bei dir voran ging. Ich habe bisher wohl auch noch eine recht "kurze" Wartezeit (mit 5 Monaten - Termin zur medikamentösen Einstellung ist in ca. 2 Monaten), die mir aber wie die Ewigkeit vorkommt. Das gleich nach der Diagnose ein Rezept für dich ausgestellt wurde wundert mich ein bisschen - aber wenn es klappt, bei dir gut wirkt und vom Fach kommt, umso besser.

    Ich bekam nach der Diagnose erstmal den "Auftrag", jemanden zu suchen, der mich medikamentös behandelt (Diagnose war bei einer Psychologin - die dürfen das ja nicht) und nachdem ich eine Ansprechstelle gefunden hatte, wollten die, dass ich noch einen weiteren ansässigen Neurologen/Psychiater habe, der mich "überwacht". Den habe ich glücklicherweise schon, er hat mir aber kein Rezept für Medikinet o.ä. ausgestellt sondern erstmal meine Antideppressiva umgestellt. Zudem stehen noch weitere Tests an. Vielleicht rufe ich noch mal an und erkundige mich ob ein früherer Termin möglich wäre. Vielleicht habe ich Glück, aber die Warscheinlichkeit ist eher gering - wenn nur diese elende Ungeduld nicht wäre (von den immer näher rückenden Prüfungen und dem Stoff im neuen Semester nicht zu reden).

    MfG
    Chaoticus

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    medikamente sind das eine (die konzentration ist da/mich beruhigen sie)
    das tun, an sich arbeiten, strukturieren, planen - das andere.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Smile schreibt:
    medikamente sind das eine (die konzentration ist da/mich beruhigen sie)
    das tun, an sich arbeiten, strukturieren, planen - das andere.
    hallo,

    ja, ohne eigene Anstrengungen passiert nichts, dass ist mir vollkommen bewußt. Es wäre seltsam, wenn einem das Wissen ohne eigenes zutun in den Kopf fliegt, sich selbst systematisiert und sich selbstständig anwendet, wenn benötigt.

    Bei mir verhält es sich so, dass ich die Dinge an sich verstehe, sie aber nicht wieder rekonstruieren kann (nur mit Lücken, durcheinander oder durch eigene Fantasie/Vorstellung/Intuition ergänzt). Ich habe in vielen Fachbüchern über AD(H)S gelesen, dass es "recht typisch" ist, dass das Zusammenspiel zwischen dem "Hauptspeicher" / Kurzzeit- und der "Festplatte" Langzeitgedächtnis (bzw. viele der Autoren/innen sprechen auch vom funktionierenden Arbeitsgedächtnis) gestört ist und das Informationen in geringerem Maße abgelegt werden können, sich eine Art "Stau" bildet und durch andere Informationen überschrieben/negiert werden.
    Dies war (für mich) eine sehr einleuchtende Erklärung meines Hauptproblems. Ich fühle mich dadurch wirklich wie ein Sieb, weniges bleibt hängen und der Rest wird irgendwie "falsch" und wirr ergänzt und führt zu keinem akzeptablen Ergebnis. Gerade bei Wissen das aufeinander aufbaut, ist es wichtig die Vorstufen richtig zu kennen und anwenden zu können. Dies gelingt mir jedoch überhaupt nicht. Ich habe immer das Gefühl alles schon mal gehört zu haben (und das eigentlich sehr häufig) doch bekomme kein klares Bild wieder zusammen - wie ein Puzzle bei dem 2/3 der Steine fehlen und 3/4 des Restes mit anderen gedrittelten Puzzeln gemischt wurde.
    Auf solchem Durcheinander kann ich kein Wissen aufbauen und bin sehr verzweifelt darüber, da ich im Moment des Erklärens (also wenn mir jemand Inhalte vermittelt) eigentlich nie Probleme damit habe (sofern eben kein Umfangreiches Grundlagenwissen notwendig wird, dass bei mir nicht haften bleibt) und ich die Konzentration halten kann und es entsprechend "spannend" finde.

    Sicher hat der ein oder andere auch Probleme dieser Art - gerade wenn man beruflich etwas machen will bei dem es wichtig ist sich mit gelernten Wissensressourcen weiter zu entwickeln scheint es mir unmöglich ein Ziel längerfristig verfolgen zu können. Schon nach kurzer Zeit ist alles wie weggewischt, trotz ewigem lernens und Wiederholungen, verschiedener Lerntechniken und Methoden.
    Falls dies jemandem bekannt vorkommt und der/diejenige eine deutliche Verbesserung der so geschilderten "Lernfähigkeit" erfahren hat (oder eben auch nicht), dann würde ich mich über eine diesbezügliche Äußerung sehr freuen.

    MfG
    Chaoticus

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Hallo,

    ich hab so ziemlich alle Varianten durch, also keine Medikamente, diverse Antidepressiva, MPH allein, und MPH in Kombi.

    Vor der Diagnose hab ich mich irgendwie durchgewurstelt und viel kompensiert, auf Kosten meiner körperlichen und vor allem psychischen Gesundheit. Das geht inzwischen altersbedingt nicht mehr, ich halte die Belastungen meines früheren Lebensstils immer weniger gut aus.

    Keine Medis:
    chaotisch, ablenkbar, kann nicht zuhören, unterbreche ständig, bin schnell den Tränen nahe, kann trotz Motivation ganze Wochen verplempern ohne dass was weitergeht - ausser dass ich von der eigenen Unfähigkeit Depris bekomme. Stimmungsschankungen, sehr geringe Frustrationstoleranz.

    Antidepressiva:
    nach viel Herumsuchen einige Präparate gefunden, die mich emotional ein bisschen stabiler machen. Gegen Ablenkbarkeit und Impulsivität (quasseln und unterbrechen) helfen die aber gar nicht, auch nicht für die Konzentration. Bin damit also ein etwas belastbareres Huhn ohne Kopf.

    MPH allein:
    hab ich in einer psychisch hoch belasteten Phase und mit wenig Kenntnissen über ADHS gemacht, dabei wohl keinen Anfängerfehler ausgelassen.

    Kombi aus AD und MPH:
    Das AD macht mich emotional stabiler, das MPH bringt mein Hirn in einen funktionstüchtigen Zustand. Ich bin deswegen kein Wunder an Disziplin und Konsequenz geworden, aber ich habe zumindest eine Chance, an Tag X wirklich das zu tun, was ich mir vorgenommen habe. Die Überwindungsschwelle bei Tätigkeiten mit wenig Belohnugscharakter (fast der ganze Haushalt) ist nicht mehr ganz so schrecklich. Öde Tätigkeiten mache ich deswegen nicht gern, aber ich mache sie wenigstens in kleinen Schritten. Ich nenne das "die Dinge trotzdem machen". Und ich habe durch die Kombi genügend Erfolgserlebnisse, dass ich seither nie mehr in die Depression gekippt bin.

    Lernen im Sinne von Text in den Kopf stopfen habe ich nie gekonnt und werde es auch nicht mehr lernen. Hab auf sämtliche Prüfungen erst auf den letzten Drücker gelernt und bin dann mit übervollem Kurzzeitgedächtnis (oder Hyperfokus) im Laufschritt zur Prüfung geeilt nach dem Motto: Jetzt bitte keine Störung, sonst ist alles Wissen wieder weg. Das hat sich durch die Medis nicht sehr viel gebessert. Ich hab aber Methoden gefunden, wie ich um das Auswendiglernen rumkomme bzw. mit welchen Tricks ich einen Bezug zum Stoff herstelle. Das passiert aber mehr auf der Ebene der Kenntnisse, die Medis verbessern nur das Durchhaltevermögen und die Aufmerksamkeitsspanne.

    Lernen mit konkretem, möglichst praktischem Bezug ist mir dagegen immer leicht gefallen und hat auch Spass gemacht. Die Inhalte sind aber nur so lange greifbar, wie ich sie brauche. So kann ich zb sprachlich immer noch ziemlich viel. Die korrekten Bezeichnungen für Satzteile und so Dinge kann ich aber nur, wenn ich jemandem Nachhilfe gebe. Für mich selbst brauchen die Wörter und Sätze keine Namen, es fühlt sich gut an oder eben nicht.

    Die Theorie sagt mir, dass mein Lernverhalten ziemlich typisch ist für ADHS. Reines Pauken ohne konkreten Bezug zum Stoff geht nicht, basta.

    Und was schließe ich daraus?

    Die oft sehr langen Wartezeiten bis zur Abklärung und allfälliger Medikation verkürzt mensch sich am besten durch den Erwerb von Kenntnissen über ADHS, dem Experimentieren mit Tricks und Strategien usw. Ohne Strategien und das hartnäckige Üben von Tricks, die gut funktionieren, helfen nämlich die besten Tabletten nichts. Man wird ja keine anderer Mensch durch die Medis, man kann sich nur besser und länger konzentrieren.

    Oh oh, schon sehr viel Text.

    lg
    lola

    P.S.: fehlt noch der übliche Disclaimer: Die beschriebenen Wirkungen beziehen sich ausschliesslich auf mein persönliches Erleben und können nicht verallgemeinert werden.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    Danke für eure Antworten, ja es ist tatsächlich so was ihr schreibt. man kann sich nicht voll auf die Medikamente verlassen. Ich habe das problem das meine motivation die gut war, die aus meinen willen stand - schnell auslöst, so das ich nicht mehr es wert finde. und will was anderes versuchen. ich habe gute umgebung mit gute Vorbilder die fleissig sind. Ich bin bereit fleissig zu sein aber wenn ich kein wert an die sache sehe was ich tue führt mich dazu das ich das nicht mehr mache... Motiv ist wichtig - warum mache ich das?

    Das andere Problem ist chaos im kopf und Fantasie... ablenkung.. das lenk von wichtigen dingen ab. ich habe keine ruhe im kopf.

    Die Neurollogen haben keine termine nur ab april... aber das werde ich noch schaffen..

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Helfen Medikamente bei der Bildung?

    sorry tichaot... wollte dich nicht angreifen.

    ich weiss nicht ob lernen besser geht mit medikamenten.

    bei sehr viel stoff / habe ich zusammengefasst und wieder zusammengefasst
    unwichtiges gestrichen.

    dinge, die ich einfach nicht konnte (diktate) - habe ich vernachlässigt - da ich schon etliches versucht hatte.

    auswendig lernen, na ja, das wurde kurz vor prüfung (die nacht durch - reingehämmert - ev. mit eselsbrücken)
    nach der prüfung war es weg (sind ja meistens dinge, die man später nachschlagen kann und wenn man es
    im groben beherrscht - gut genug (für mich)

    alles was ich über, für mich logische zusammenhänge kombinieren kann und auch
    verstehe, brauche ich nicht gross zu lernen - daher half es mir, mit menschen zu sprechen,
    die mir meine fragen beantworten konnten.

    oft lernte ich über skizzen, bebilderte lösungsvorschläge

    aber eben... bei mir ging es um den berufsschulabschluss - studieren oder gymi hätte ich wohl
    durch mein minimalistentum nicht gepackt.

    gruss

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