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Diskutiere im Thema MPH / Methylphenidat und Fahrtauglichkeit im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    MPH / Methylphenidat und Fahrtauglichkeit

    Hallo Foris,
    wißt ihr, ob man auf MPH fahrtauglich ist?
    Wie ist das, wenn einen die Polizeibeamten bei einer Routinekontrolle zum Urin- und/oder Bluttest bitten?
    Gibt es ein Attest vom verschreibenen Arzt, der belegt, daß man das MPH ärztlich verordnet bekommt?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: MPH und Fahrtauglichkeit

    Hallo Ungeheuer,

    geh mal über die Suchfunktion. Das Thema wurde schon sehr ausführlich in einem Thread besprochen. Inkl. Erfahrungen mit den Drogentests, rechtliche Sachen etc.

    Ich persönlich habe ein kurzes Schreiben von meinem Doc in der Brieftasche, in dem steht, dass ich mit MPH bzw. Amphetamin-Saft behandelt werde und keine Einschränkung meiner Fahrtüchtigkeit zu erwarten ist.

    Wenn die Polizei aber wegen auffälligen Fahrens auf mich aufmerksam wird, nützt das dann allerdings auch nichts mehr.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: MPH und Fahrtauglichkeit

    Ich kann nur absolut jedem dazu raten, bei einer Polizeikontrolle nicht zu erwähnen, dass man mit Methylphenidat oder Amphetamin-Saft oder sonstige Arzeimittel zu sich nimmt. Die Beamten sind sehr darauf geschult, dass sich Leute verbal in Sachen verstricken, wo sie nur noch sehr sehr schwer wieder raus kommen. Es ist keine Ordnungswidrigkeit wenn man mit diesen Medikamenten (sofern vom Arzt verschrieben) ein Fahrzeug führt. Wird euch aber unsichere Fahrweise vorgeworfen oder seit ihr vielleicht über eine rote Ampel gerauscht, kann euch das sehr schnell als Verkehrsstraftat ausgelegt werden. § 316 StGB Trunkenheit im Verkehr

    Ihr seid nicht verpflichtet den Beamten Auskunft über irgendwas zu geben. Führerschein + Fahrzeugschein vorzeigen und vielleicht noch den Alko-Test machen. Das wars dann auch. Ich werde weder einen Pinkeltest machen, noch lass ich mir in die Augen leuchten oder mache irgendwelche Konzentrationstest. Auch halte ich dem Beamten nicht mein MPH Rezept unter die Nase. Da wird er nur interessierter. Sollten die Medikamente natürlich auftauchen, ist es angebracht das Rezept als "Besitzerlaubnis" vorzuzeigen. Ich würde aber niemals im Auto irgendwo sichtbar Medikamente lagern. Wenn es sein muss in die Hosen/Jacken/Handtasche.

    Sollte es zu einer Blutabnahme kommen, werde ich vermerken lassen, dass ich nicht damit einverstanden bin, körperlich wehren aber nicht.

    Ihr könnt es wirklich nur schlimmer machen, wenn ihr irgendwas sagt. Mit MPH fahren ist und bleibt ein Risiko, dass euch irgendwas falsch ausgelegt wird. Ich wurde schon einmal massiv unter Druck gesetzt von Beamten, die unbedingt wollten dass ich zugebe, etwas mit Drogen zu tun zu haben/gehabt zu haben/Leute kenne die damit handeln/konsumieren etc. Das ist nicht schön kann ich euch sagen.


    Die Chance ist gering, dass man überhaupt auffällt. Sollte es aber zu einer Kontrolle kommen werde ich mich genau so verhalten, da ich kein Risiko eingehen möchte.

    Gruß

    der bob

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: MPH und Fahrtauglichkeit

    Das Problem ist, daß ich wegen THC schon eine MPU hatte.
    Pinkeln würde ich ohnehin nicht, aber die Blutentnahme kann man letztlich nicht verweigern. Dann würde ich das Attest am Besten vorlegen, falls es zur Blutabnahme kommt.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: MPH und Fahrtauglichkeit

    Ungeheuer schreibt:
    Das Problem ist, daß ich wegen THC schon eine MPU hatte.
    Pinkeln würde ich ohnehin nicht, aber die Blutentnahme kann man letztlich nicht verweigern. Dann würde ich das Attest am Besten vorlegen, falls es zur Blutabnahme kommt.

    Verweigern nicht, aber bis es zur Blutentnahme kommt, braucht es doch einen Anfangsverdacht und eine Anordnung vom Staatsanwalt, sofern nicht Gefahr im Verzug vorliegt.

    Das Attest wird auch nicht viel helfen. Außerdem glaube ich kaum, dass dein Arzt wirklich beurteilen kann, ob du immer fähig bist, ein Fahrzeug zu führen. Im Falle eines Falles hilft dir das Attest gar nicht weiter, damit kann man höchstens die Ordnungswidrigkeit abwenden (geht aber halt nur ohne Auffälligkeit).

    Viele Leute lehnen die Blutentnahme nicht eindeutig ab, dann vermerkt der Beamte wohl öfter mal "freiwillig" und schon braucht er auch keine Erlaubnis einholen.

    bob

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 113

    AW: MPH / Methylphenidat und Fahrtauglichkeit

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Polizeibeamten immer behaupten, die Pupillen würden nicht oder nicht genügend reagieren. Das wurde mir mal bei strahlendem Sonnenschein zum Vorwurf gemacht.
    Außerdem glaube ich kaum, dass dein Arzt wirklich beurteilen kann, ob du immer fähig bist, ein Fahrzeug zu führen
    Das vielleicht nicht, aber ausschlaggebend ist doch, ob die Dosierung fahrtauglich angemessen ist.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 113

    AW: MPH / Methylphenidat und Fahrtauglichkeit

    Nun werde ich ab Mo. auf Medikinet adult retard eingestellt. Meint ihr, ich sollte die ersten Tage das Auto stehen lassen? Oder ist das grad am Anfang irrelevant, da die Dosis vermutlich relativ niedrig sein wird?

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: MPH / Methylphenidat und Fahrtauglichkeit

    Hallo Ungeheuer,

    Wenn dann würde ich in der Anfangszeit das Auto stehen lassen. Grade wenn du noch nicht genau weißt, wann die Wirkung zu Ende geht oder welche plötzlichen Nebenwirkungen bei dir auftreten. Das ist aber eine Einzelfallentscheidung. Ich habe Freitags mit der Einnahme begonnen und bin Montag wieder gefahren. Und Montags war mir schon klar, dass ich viel viel besser Auto fahre, wenn ich MPH genommen habe. Plane lieber ein paar Tage einen Fahrdienst ein für die Wege die du mit dem Auto fahren musst, da bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

    Sprich das am Besten mit deinem Arzt ab.

    Wie gesagt: Bei MPH meckert so lange keiner, wie keine Auffälligkeiten auftreten. Merkst du bei dir, dass diese bei dir auftreten, lass das Auto so lange stehen. Sicher ist sicher!

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