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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Liebe Leute.

    Ich bin jetzt in der Mitte meines Lebens, die meiste Zeit davon habe ich Therapie gemacht. Ich habe immens viel an mir gearbeitet und viel verändert und erreicht. Und mich in letzter Zeit sogar beruflich gewagt etwas auf die Beine zu stellen. Ich war auf gutem Wege.

    Da ich durch meine Unorganisiertheit und meine Auffälligkeiten während Gespräche (reinplatzen, schnell reden usw.) extrem in Stress gerate und auch viel Zeit vergeude und auch Menschen, die ich eigentlich gewinnen möchte, verliere, habe ich mich nun aufgerafft doch einen ADHS Spezialisten aufzusuchen.

    Seitdem geht es mir noch schlechter. Ich habe ein schlechtes Verhältnis zu meinem Arzt und die Medikamente, die ich nehme machen mich schläfrig. Ich soll sie noch 4 Wochen nehmen, um nachzuspüren, ob sie bei mir einen positiven Effekt haben. In dieser Zeit muss ich beruflich pausieren, weil ich sonst bei der Arbeit einschlafe.

    Ich fühle mich zurück versetzt, in meine Krankheitszeiten, von denen ich mich längst erfolgreich verabschiedet habe. Ich möchte weitergehen. möchte eindlich leben, etwas tun, beruflich tätig sein. Und jetzt?

    Ich frage mich, ob es nicht doch ohne Medikamente gehen kann?

    Gibt es hier Leute, die ähnliche Probs haben und Medikamente ablehnen?
    Wie geht Ihr mit Eurem mangelndem Organisationstalent als Zeitfresser und Eurer schnellen Erschöpfung beruflich um? Erklärt Ihr privat den Leuten, was mit Euch los, ist, wenn Ihr sie mal wieder nicht ausreden lasst?

    Freue mich über Antwort.

    LG Flitz

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hey Flitz, also ich soll jetzt bald Medikamente nehmen,was genau weiß ich noch nicht. Du hast gefragt wie andere mit ihrem mangelnden Organisationstalent umgehen. In erster Linie ist erstmal die Frage,was für ne Arbeit hast du,wie viel körperliche Belastung,wie viele psychische Belastung, wie viel Verantwortung musst du übernehmen.

    Ich habe nen großes Problem Papierkram zu ordnen geschweige denn wieder zu finden. Aber meine Arbeit mache ich irgendwie komischerweise sehr gut,da mir total bewusst ist wie wichtig sie für mich ist und das eigentlich meine ganze Existenz davon abhängt. ich träume sehr viel auf der Arbeit, habe aber immer ein kleines Notizbuch dabei,was mich wichtiges nie vergessen lässt. Meine ganze überschüssige Energie backe ich in meine Arbeit rein und zwischen durch wenn ich merke das ich zu aktiv werde und ich mich überrenne oder zu sehr in Träume gerate, nehme ich mir 10 Minuten auszeit und stelle mir ein Stopp Schild im Kopf vor oder analysiere was ich gerade die letzte zeit gemacht habe und wieso.

    Ganz wichtig,alles hinterfragen wieso du gerade das tust , wieso du gerade dich so verhältst oder wieso du gerade an das denkst und dich so hineinsteigerst. wirklich du musst immer wieder dir die frage stellen,wieso tue ich das gerade wirklich,warum und was ist der Grund!!!!!

    Wenn du lernst zu verstehen wieso du dich gerade so benimmst oder wieso du gerade an das denkst, geht es viel leichter daran zu arbeiten das du nicht mehr so denkst oder dich so benimmst,verstehst was ich meine?????

    Ein Psychologe sagte mir immer:

    "Jede Reaktion und darum gehts,jedes Gefühl(Wohlbefinden) hat den Ursprung von einem Gedanken. Man kann nicht sagen mir gehts schlecht und ich weiß nicht warum,oder ich reagiere so,aber ich weiß nicht warum. Es hat alles seinen Grund der aus einem Gedanken entstanden ist!!!!! "


    Lerne deine Gedanken zu kontrollieren und wenn du merkst das du dich da irgendwas hinein steigerst,stoppe dich wie z.B. ne Spaziergang (vorgetäuschten toilettengang auf der Arbeit)....

    Ich schweife gerade vom Thema ab :-P.

    Zum Thema Medis
    Ich glaube schon das sie ne positive Wirkung haben und auch viele Nebenwirkungen,jeder Mensch ist anders und die Wirkung bei jeden Menschen unterschiedlich ,aber ne Frage an alle, kann es sein das da nicht vielleicht auch ein gewisser Placeboeffekt eine Rolle spielt,also ist jetzt mehr eine Frage an euch,was haltet ihr davon???

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Mir ist bei deinem Posting irgendwie nicht ganz klar, ob du jetzt zweifelsfrei an einer ADHS-Sympthomatik leidest? Bist du noch im Diagnoseverfahren oder wie ist das zu verstehen, dass du nach einer langen Therapiezeit endlich einen ADHS-Spezialisten aufgesucht hast?

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    aber ne Frage an alle, kann es sein das da nicht vielleicht auch ein gewisser Placeboeffekt eine Rolle spielt,also ist jetzt mehr eine Frage an euch,was haltet ihr davon???
    Absolut. MPH gehört zu den Medikamenten mit der stärksten Placebo-Wirkung überhaupt ... kannst du bei Krause schön nachlesen und siehst es hier im Forum: Ich halte viele von den beschrieben Anfangs-Nebenwirkungen für negatives Placebo ... wenn ich meine Herz ängstlich belausche darf ich mich nicht wundern dass der Blutdruck raufgeht. Jedes zwacken wird dm MPH zugeschrieben. Aber auch manche Euphorische positive Wirkung ... wenn ich mich beobachte wie ich arbeite kann ich auch in einen Hyperfokus bei sonst unmöglicher Routine geraten.

    Aber die Placebowirkung (einschließlich eingebildeter Nebenwirkungen) verflüchtigt sich nach ein paar Wochen, im Alltag bleibt die echte Wirkung übrig. Deswegen der mantraartige Tipp. Ein paar Wochen probieren, Dosis nicht zu hoch und gucken. Na, und wenn's nach ein, zwei Monaten nichts bringt ... dann eben nicht, di Welt ahrt davon nicht unter.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    @pseudo.

    Das ist ganz einfach ich bin jahrelang mit der falschen Diagnose herumgelaufen, die manchmal aber ähnliche Symptome wie ADHS hat, treten diese Symptome nun in bestimmten Zeiten in den Vordergrund, können Diagnosen auch verwechselt werden. Das war bei mir der Fall. Ich habe daraufhin jahrelang Therapie gemacht und auch sehr viele gute Erfahrungen mit Meditation gesammelt. Die Therapien haben mir sehr geholfen. Ich habe sowohl Psychotherapie als auch Verhaltenstheraüpie gemamacht. Die Meditation sehe ich als Fortführung der Verhaltenstherapie, . Diese habe ich leider sehr vernachlässigt und möchte sie nun wieder üben, denn genau, was "der Musiker" schreibt übt man hier: Seine Geistbewegungen zu beobachten. Ich habe aber immer gemerkt, dass meine Mitpatienten doch anders ticken als ich. Dann habe ich einen Film über ein Kind mit ADHS/Hypoaktivität gesehen. In diesem Film wurde praktisch meine ganze Lebsngeschichte dargestellt, woraufhin ich alles, was mit ADHS zu tun hat, aufgesogen habe. Dann entschloß ich mich zu einem "Spezialisten" zu gehen, um mich professionell auf ADHS untersuchen zu lassen.
    Ich bin auf ein ADHS - Internetforum gestossen, wo mir u.a. dieser Arzt empfohlen wurde.

    Dieser hat dann die ADS Diagnose bei mir gestellt!

    Auf nachfrage wegen der "fehlenden Dauerunruhe", lieferte er mir die Erklärung, dass "ADHS" nichts weiter als eine "Konzentrationsstörung" sei und die Ausprägung bei Erwachsenen sehr sich sehr verschieden auswirke. Das habe ich ihm jetzt eben so geglaubt, weil er ja als "Fachmann" gilt. Allerdings ziert er sich sehr die "schriftliche Diagnose" herauszurücken, was mich dann auch wioeder zweifeln läßt.

    Wie dem auch sei: Selbst wenn es "nur eine Konzentrationsstörung" sein sollte, beeinträchtigt sie mich. So und nun habe ich den Faden verloren:-)

    LG Flitz

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo Flitz,

    wenn du ein schlechtes Verhältniss zu deinem Arzt hast und du dich nicht gut aufgehoben beim ihm fühlst, dann würde ich dir raten ihn zu wechseln.

    Welches Medikament nimmst du den ? MPH ?...

    @@Musiker hat recht "Die Macht der Gedanken"....

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    @der Musiker: Ja genau diese Probleme habe ich auch. Ich muss ständig irgendwelche Papiere suchen. Wegen meiner Diskalkulie habe ich auch großen Schiss vor der Abrechnung und vor Finanzämtern. Wegen meiner Unordnung mag ich keine Freunde einladen. Probleme bei der Arbeit habe ich auch überhaupt nicht. Man mag es kaum glauben, aber ich gebe Entspannungskurse und Klangmassagen". ich habe sozusagen "aus der "Not eine Tugend" gemacht:-) Die Arbeit ist der einzige Ort, wo ich selbst sehr entspannt bin. denn ich muss mich in eine entspannte Haltung bringen, um diese Arbeit machen zu können:-) Das Problem ist, termine zu machen. der Haushalt wächst mir über den Kopf, dann muß ich noch mit der Hündin raus (die ich über alles liebe und die mir sehr gut tut!), dann vergesse ich ständig Dinge oder verlege sie. ich bin einfach total unstrukturiert. das raibt mir zeit und Nerven!

    Außerdem habe ich immernoch das Problem, dass ich in großen Gruppen mit unangemessenen Fragen hereinplatze oder mich ewig in ein Thema verstricke und den Laden aufhalte usw. Trotz Kommunikationsseminare und Meditation. Ich weiß worauf ich achten muß und mache trotzdem immer wieder den gleichen Fehler. Es ist schrecklich! und andere denken, ich bin einfach nur rücksichtslos. Sie können ja nicht ahnen, wie ich mich schon immer zwinge, die Klappe zu halten und den richtigen Moment abpassen möchte, wie ich innerlich schon ungeduldig auf meinem Stuhl herumrutsche, auch fange ich dann mit einem Körperteil an zu wippen oder an den Fingern zu knibbeln. Das bekommen die anderen ja gar nicht mit. Die denke nur: "Die schonwieder, kann die nicht mal warten?"


    Ich denke, ich werde meinen Fokus sehr darauf legen, mich einfach so wie ich bin, in die Arme zu nehmen. weiniger kämpfen, als akzeptieren. jetzt nicht in dem Sinne von "Resignation", sondern mir die Erlaubnis geben, so planlos sein zu dürfen. Ich muß dann natürlich meine Erwartungen an meine Arbeitsleistung nach unten regulieren. Mit den Freunden könnte ich ja vielleicht offen mit meiner Konzentrationsstörung umgehen? Dann wäre das Leben immernoch stressig, aber ich hätte mir schonmal jede Menge Druck genommen. nd dann gehts ja vielleicht auch ohne Medis. (?)

    Aber ich werde jetzt erst noch die Medis 4 Wochen durchziehen und schauen, ob sie mir vielleicht helfen.



    Lg Flitz
    Geändert von Flitz ( 3.02.2012 um 10:46 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    @Wildfang.

    Ich glaube nicht, dass bei mir die Nebenwirkung ein Placebo-Effekt ist: ich bin nach 1 Stunde Einnahme so dermaßen schläfrig geworden, dass ich mich nicht auf den Beinen halten konnte. Ich habe erst hinterher von der Nebenwirkung "Schläfrigkeit gelesen. Nun nach 10 tagen der Einnahme, legen sich die Müdigkeitssymptome allmählich. Ich denke, es liegt auch sehr daran, ob der Körper Medikamente gewöhnt ist. Ich nehme so gut wie keine! Ich löse ziemlich viel über Kräuterheilkunde-und die meisten Erkrankungen gehen nach meiner Erfahrung von alleine wieder weg. Ich nehme auch keine Antibiotika bei ner Grippe. Mein Körper ist nicht eingestellt auif solche Chemiekeulen, da können dann schon mal ungewöhnliche Effekte auftreten.

    Dennoch würde es mich interessieren, wer dieser Krause ist und wo ich das mit den Placeboeffekten durch MPH nachlesen kann. hast Du da nen Link oder ne Quelle?

    LG Flitz
    Geändert von Flitz ( 3.02.2012 um 10:43 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    @Bella 34: Ich habe gehört, dass andere Ärzte ein bischen knauserig sind, was die Verschreibung von Medis betrifft. Falls mir das Medikament nicht bekommt, bin ich weg. Darauf kannst Du Gift nehmen. Auf diese Machtspielchen nach dem Motto: "Wer ist hier der bessere ADSler?" die er mit mir spielt, hab ich definitiv keine Lust. Ich glaube der wäre auch froh mich los zu sein.

    LG Flitz

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Sich mit etwas zu identifizieren, weil man sich darin wiedererkennt, ist schon mal gar nicht so unüblich. Doch muss man vorsichtig sein dabei für sich selbst objektiv genug zu bleiben. Sonst besteht eventuell die Gefahr der Selbsttäuschung. Nur weil es gewisse Parallelen zwischen den Schilderungen in dem Bericht/Film mit deinem Leben gab, muss das jetzt nicht unbedingt bedeuten, dass du die gleichen Störungen aufweist. Aufmerksamkeitsstörungen sind Teil einer sehr großen Gruppe von Verhaltens- und Geistesstörungen. Darunter auch Depressionen und Schizophrenie, um nur zwei der Häufigsten zu nennen.

    Bisher hast du lediglich von den Nebenwirkungen der Methylphenidat Einnahme geschrieben. Hat denn das Medikament in irgend einer Weise einen positiven Effekt?

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