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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #61
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo Tom, hallo Flitz, hallo Parker,

    ich stimme euch allen zu - jeder muss einen Weg gehen, und ich als die Einzige offensichtlich, die noch nie Medis genommen hat und es auch im Moment nicht plant, finde es sehr spannend, von euren sehr verschiedenen Weisen zu lesen.

    Ad Tom - Mir war schon klar, dass du es selbstironisch meinst, aber ich weiß auch, dass in Selbstironie viel Wahres steckt, und wir uns in tiefster Seele damit trotzdem herrlich verletzen können.

    Flitz, ich muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich lese, dass du vor der Ruhe Angst hast. Da sind sie eben die typischen Züge - man gerät in Panik, wenn etwas anders ist als sonst... Ich hätte genau davor auch wahnsinnige Angst, obwohl ich es genau so wenig leiden kann, umtriebig und rastlos zu sein.

    Aber das Tolle ist, wenn ich hier eure Erfahrungen lese, kann ich mir selber ein paar davon sparen. Cool. Ich gehe jetzt wieder im Sport meinen "Power-Beruhigungs-Riegel" und Motivationsschub holen, das hat gestern so wunderbar geklappt. Und seit ich weiß, wie mein Gehirn tickt, verstehe ich es endlich und kann den Sport vielleicht eine Weile als "Ersatz-Medi" nehmen. (Solange, wie ich ihn denn durchhalte....)

    Ich wünsche euch allen einen guten und ganz eigenen positiven Tag. (Ach ja, heute läuft auf dem ipod: Lebensplanung - ein super Entspannungsthema! )

  2. #62
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Wie... läuft auf dem I-Pod??? Kan man darauf jetzt auch fernsehen? In sachen technik bin ich echt ne Pflaume!

    lg Flitz

  3. #63
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo zusammen,ich nehme ein Antidepressivum als Medi, MPH habe ich nicht vertragen und ich möchte es nicht mehr ausprobieren. War wahrscheinlich überdosiert und bin in einen psychotischen Zustand gekommen. Ich habe aber den Eindruck, dass mir Anafranil nicht nur gegen Depression hilft, die jetzt abgeklungen ist, sondern insgesamt irgendwie die Gehirnchemie bei mir ausbalanciert, jedenfalls geht es mir sehr viel besser als die letzten Jahre (vor der Diagnose). Ich fühle mich wohl und es ist auch mit der Konzentration einigermaßen ok! es gibt ja nicht nur MPH, sondern auch noch andere Möglichkeiten, und Anafranil ist ein älteres AD, das auf sämtliche Neurotransmitter wirkt, also auch auf Dopamin, ich erkläre mir das jedenfalls so... auch wenn noch einige Nebenwirkungen da sind und es mir eigentlich wegen Depression verordnet wurde, möchte ich im Moment nicht mehr ohne Medikament sein, weil ich die innere Ruhe so genieße! Ansonsten habe ich mir auch Sport auferlegt mindestens einmal pro Woche, habe das jetzt auch etwas schleifen lassen, aber das macht schon etwas aus, gerade auch wegen Antriebslosigeit (siehe anderer Thread), ich muss mich öfter etwas anstupsen, um in die Gänge zu kommen... hab davon auch oft gelesen und mache das jetzt einfach, auch wenn ich mal keine Lust habe, ich gehe zum Unisport, das ist günstig und es ist ein fester Termin in der Woche.Liebe Grüße an Euch alle!

  4. #64
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    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Liebe Flitz, ich hab gerade nochmal im Strang gelesen und wollte nochmal auf Dich eingehen... ich hab auch Probleme mit dem Haushalt und hab mich da lange auch geschämt. Aber wenn Du die Möglichkeit hast, dass jemand Liebes gemeinsam mit Dir da eine Schneise schlägt, spring über Deinen Schatten und nimm die Hilfe an! Wir können das einfach nicht so wie andere, ich sehe das auch total an meinem Vater und seinem Arbeitszimmer... bei mir ist auch sofort wieder Chaos am nächsten Tag, aber kurzzeitig erfreue ich mich dann auch an der Ordnung. Meine Mutter hat mir geholfen, ein System zu entwickeln für die Wohnung, also nicht alles durcheinander machen, sondern einen Wochenplan mit täglich zwei bis drei Aufgaben, z.B. Bad putzen, Wäsche waschen, bügeln... und meine Mutter räumt auch mit mir auf, wenn sie zu Besuch ist. ich weiß nicht, ich "sehe" einfach irgendwie nicht, was zu tun ist, während sie ganz selbstverständlich überall Ordnung macht, aussortiert, für alles einen Platz findet, etc...Und Zeitgefühl hab ich auch überhaupt nicht! nach der ADS-Diagnose hat mir mein Papa erstmal eine Armbanduhr geschenkt, vorher hab ich keine getragen (wollte frei sein am Handgelenk (irgendwie sind die Smilys nicht mehr da!)... Naja, das war schonal eine Maßnahme. dann ahb ich mir einen richtig guten Kalender gekauft, wo ich die Zeit in der Woche auch wirklich räumlich sehe (also nicht zB so Planer, wo jeder Tag eine Seite hat, oder eine ganze Woche auf einer Seite, sondern jeder tag der Woche mit Uhrzeit von morgens bs abends). So wird Zeit irgendwie für mich plastischer! Wie bei so nem Stundenplan...Soweit mal, bestimmt fällt mir gleich noch was ein... [smiley]

  5. #65
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    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Die Ausgangsfrage war ja, wie ohne Medikamente klar kommen... ein paar Ansätze hab ich wie gesagt, aber klar, ich frage mich auch oft, wie ich langfristig belastbarer werden kann, will eben auch etwas machen, beruflich auf einen grünen Zweig kommen. Bin ich auch in der Mitte des Lebens, schließe gerade mein Studium ab - und bin auch oft wahnsinnig erschöpft. Im Moment hab ich noch viele Freiheiten und nehme mir dann die Zeit, die ich zum Regenerieren brauche, ich würde auch gern beruflich eine gute Nische finden, wo ich relativ frei arbeiten kann, aber trotzdem in gewissen Strukturen eingebunden bin. Hoffe meine Unoranisiertheit noch besser ausgleichen zu können. Achte sehr auf mich, was Ernährung, andere Menschen angeht, bin konsequenter geworden... Sorry, ich bin heute irgendwie redselig!

  6. #66
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    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo Wühlmaus,

    redselig ist doch auch mal schön. Kennen wir doch alle kaum.
    Und außerdem hatte Flitz ja wohl genau den Wunsch, zu hören, wie die Leute mit ihrer Sitution umgehen.

    Und Flitz: Klar kann man auf dem ipod Filme gucken - aber ich habe beim Sporteln gehört, nicht geguckt, SO multikask bin ich nämlich nun wirklich nicht.
    So, die muss ich ziehen, damit ich nicht nur Sportunfälle vermeide, sondern genügend Schlaf bekomme, sonst sitze ich morgen mit Kopf auf der Platte inner Schule...

    Gute nacht!

  7. #67
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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hi Wühlmaus.

    Brauchst Dich doch nicht für deine Redseligkeit entschuldigen! Ich finde alles sehr hulfreich, was Du da schreibst!

    Ich habe vorgestern die Frau von der ich schrieb eingeladen. Sie hat mir geholfen, das Bad und die Küche zu machen, aber da wo ich hätte eigentlich Hiolfe gebraucht, am Schreibtisch wollte sie nicht ran. Ein richtiges System hat sie mir auch nicht gezeigt, nur eben geholfen beim Aufräumen. Aber das war in diesem Fall,auch hilfreich, weil ich Sonntag Besuch kriege.
    Ich dachte eigentlich ich wäre hinterher stolz auf mich, wenn ich über meinen Schatten springe. Sie sagte mir auch mehrmald, dass alles okay sei und sie mir das nicht angeboten hätte, wenn sie es nicht machen wolle. Aber ich habe so ein schlechtes Gewissen! Die Frau ist um die 60 und hat einen Knieschaden und ich habe sie sogar wischen lassen. Ich bot ihr allerdings auch an, es später selbst zu machen, aber sie wollte das nicht. "Später" weil ich mal wieder ziemlich schnell erschöpft war und eine Pause brauchte, während sie da weiter rumräumte und putzte. Nee, ich komme mir einfach so mies vor. ich kann das irgendwie gar nicht genießen. Für mich war das irgendwie ne schlimme Erfahrung. Ich kam mir vor wie ein Kind, dabei bin ich erwachsen.
    Ich brauche wohl noch ne Zeit diese Erfahrung zu verarbeiten.

    Nächstes Mal frage ich auch meine Mutter, weil sie mir eben noch näher steht und dann kann eich das einfach besser annehmen.

    Ich habe einen risiegen Plan quer über meine Zimmertür. Allerdings ohne Zeiten, weil ich immer so langa brauche die Zeiten einzupalnen. Aber hast Recht, das sollte ich mal wieder machen, Besonders wegen der "Hyperfokussierung" ist das auch wichtig. Fange ich gleich mit an.


    LG Flitz

  8. #68
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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    P.S. In wie fern hast Du MPH denn nicht vertragen?

    Ich dachte ja, ich sei jetzt nicht mehr müde. Aber gestern war ich mit meiner Hündin auf der Alster (habt Ihr bestimmt im Fernsehen gesehen, dass Hamburger Alster zugefroren ist oder?)
    und da wurde mir auf einmal ganz heiss und schwindelig. Ich nehm die jetzt fast drei Wochen und außer Schwindel und Müdigkeitsattacken kommt nichts bei rüber


    Mir macht es auch etwas Angst, wenn ich lese, dass andere davo Halsentzündungen und Entzündungen in den Beinen kriegen. Ich hatte ja letztens so einen merkwürdigen hautasuschlag, von dem ich auch nicht wußte, wo er herkommt. Mir behagt diese Medikament gar nicht. Aber ich nehme es "widerwillig" weiter, in der Hoffnung, dass es bei mir doch noch positive Wirkungen zeigt.


    LG Flitz

  9. #69
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 352

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    @flitz

    ob das Entzündungen waren kann ich nicht sagen. Mir fiel (auch meiner Freundin) nur diese sehr starke ausbildung von sehr vielen blauen Äderchen auf, weiss nicht wie ich es sonst beschreiben kann. Das wurde aber nach Reduzierung der Dosis besser.
    Ich möchte auch noch ganz klar sagen- ich bin kein "Gegner" von Mph. Auch reagiert jeder Körper anders auf ein medikament. Mir hat es im psych. Bereich sehr geholfen und man sollte den nutzen abschecken.
    Für mich stellt sich die Frage, da ich persönlich körperlich so auf des mph reagiere und ich nicht mehr berufstätig bin, ob ich einen Weg finde mit weniger und anderen "Hilfsmitteln" klar zu kommen.
    Das mit den Halsproblemen hatte ich hier schon beschrieben:
    ist also schon wirklich langwierig, war auch beim HNO Arzt deswegen. An der Zahl der Antworten kann man auch abschätzen wie wenig von dieser Art nebenwirkung betroffen sind.
    Darum die Bitte, nicht einfach verallgemeinern, jeder ist halt anders....

    Ich versuche im Moment die stärkere Unruhe durch Wandern (Bewegung) und auch lesen (der Anfang fällt immer sehr schwer, lese nur sehr spannenede Bücher, irgendwann bin ich dann auch "drin"), Musik hören (MP3 Player) zu kompensiern.

    Lg Tom

  10. #70
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo Tom!

    Ich meinte ja gar nicht nur Dich, aber wenn ich jetzt wieder mit den Verdachtsfällen, die aber noch nicht ganz erforscht sind, anfange, möchten andere dafür wieder die Quelle haben und ich weiß nicht mehr, wo ich das her hab, auf jedenfall auch nicht von den MPH Gegnern. Deswegen habe ich Deine Beine angeführt. Es gibt da einige Annahmen auf dem Gebiet, während das Prakinsonproblem ja mittlerweilse wiederlegt ist, meinen andere, MPH könne das Herzinfarktrisiko evt. erhöhen. (so jetzt hab ichs doch gesagt.). Das macht mir dann schon Angst, da ich als Übergewichtige, da sowieso schon anfällig wäre.

    Aber dies soll ja nicht der Thread sein, so es um MPH geht, sondern wie es auch ohne gehen kann.


    Wie Du es machst, find ich gut. Beim Sport beleib ich nie lange dabei, aber ich bin auch viel draußen mit meiner Hündin und arbeite mit ihr und mit meinen Ornithologie-Gruppen. Dabei bin ich sogar hyperfokussiert. Das mit dem Lesen kenne ich auch: Die Bücher müssen von Anfang an spannend sein, sonst halte ich nicht durch.

    LG...


    Flitz....denn mal weg!

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