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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Ich habe gerade das Problem , dass mir eine Frau, die ich echt unheimlich gern mag ihre Hilfe angeboten hat, aber ich schäme mich so für mein Chaos. Andereseits kann ich die Hilfe wirklich gut gebrauchen.

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Flitz schreibt:
    Ich habe gerade das Problem , dass mir eine Frau, die ich echt unheimlich gern mag ihre Hilfe angeboten hat, aber ich schäme mich so für mein Chaos. Andereseits kann ich die Hilfe wirklich gut gebrauchen.
    Du kannst dich weiterhin für deinen Output, d.h. dein Chaos schämen oder aber du ergreifst diese Chance, spingst über deinen Schatten und lässt dir auf der Inputebene helfen. Nur, wenn du bereit bist, anderen zu sagen, was deine Probleme sind, wird sich dein Leben ändern. Erst wenn du dich mit deinen Schwächen auseinandersetz und aufhörst dich zu schämen, dich selber wegen dieser Schwächen fertig zu machen, kannst du dein Leben ändern.

    Ich habe es getan. Ich habe Freunden von meinen Problemen erzählt. Eine Freundin hat mir geholfen mein Büro aufzuräumen. Es war nicht leicht, sie zu fragen und ihre Hilfe dann auch anzunehmen, aber es hat sich gelohnt.

    Scham und Schuldgefühle bringen dich nicht weiter. Die blockieren dich nur.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hi Fliegenpilz.

    Meine längste Freundin hab ich schon gefragt, die hat gesagt sie hilft mir nicht, weil es zwei Tage später doch schon wieder unordentlich ist-und sie denkt, dass mir die Hilfe auf Dauer nichts bringen würde. Da habe ich ihr Recht gegeben. Stimmt ja auch irgendwie schon. Andererseits wäscht man ja auch seine Klamotten und die werden ja auch wieder schmutzig:-) Das Beispiel ist mir aber nicht rechtzeitig eingefallen, sollte ich vielleicht noch nachreichen? Da hatte ich auch schon Scham und die ist jetzt nach der Antwort irgendwie größer geworden.

    Es ist meine Hundesitterin, die mir ihre Hilfe angeboten hat. Sie ist um die 60 Jahre alt und hat glaube ich, zwei erwachsene Söhne, ihr Mann ist vor 3 Jahren an Krebs gestorben. Sie ist so unglaublich offenherzig. Ich mag diese Frau so gerne! Und habe ihr gestern alles erzählt, wie ich ticke, warum ich so unordentlich bin. Sie war die Erste die es voll und ganz nachvollziehen konnte und hat mir dann spontan Hilfe angeboten. Ich bin auch in ihrer Ornithologiegruppe, wir verstehen uns einfach gut. Ich bin nicht verliebt in sie, ich mag sie nur einfach wirklich gerne, kann mir sofort entspannen in ihrer Nähe.

    Ich würde so gerne über meinen Schatten springen können-aber es ist echt schwer für mich-und ich habe noch nicht herausgefunden, was genau mich eigentlich hindert.

    LG Flitz

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Versuch doch mal nicht einfach nur mit ihr aufzuräumen sonder ein System zu entwickel. Also: Mit den großen Objekten Anfangen, in Kisten, dann zu den kleienrn drucharbeiten ... oder sonst was in der Art. Und dann muss sie dich nur noch anstupsen dass du das System anwendest.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Habt Ihr denn da ein bestimmtes System, dass man sich gut merken kann?

    Also ich habe hier etliche Bücher: "Ohne Chaos geht es auch" , "simplify your Life, "das ADS Erwachsenenbuch". Da stehen tolle Tips drin, nur an der Umsetzung hapert es

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hey Fliegenpilz, das Kuchen- Beispiel ist echt super!

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Danke, Schnuff!

    @ Flitz: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Hilfe. Sie könnte dir z.B. helfen erstmal eine Grundordnung reinzubringen.
    Meine Freundin und ich wir haben mein Büro erstmal zusammen aufgeräumt. Sie hat dann Plätze für bestimmte Dinge festgelegt und wir haben die Sachen dann dort reingeräumt.
    Außerdem hat sie mir ein System für Teile meiner Unterlagen eingerichtet. Sie hatte da eine coole Idee.
    Sie hat sich sehr viel Zeit genommen und wir haben erstmal gemeinsam geschaut, was gemacht werden soll und was meine Probleme sind.
    Ich hatte aber auch sehr konkrete Vorstellungen und konnte meine Probleme benennen.

    Was sind denn deine Probleme bei der Ordnung?

  8. #38
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo Fliegenpilz,

    das hast du wirklich SUPER toll beschrieben, so toll, dass ich mich gleich ein bisschen besser leiden kann. DANKE!!!!
    Ja, uns fehlt halt eine Zutat und deswegen gibts Probleme. Aber dann backen wir halt was anderes - köstlicher Gedanke.

    Liebe Flitz, es ist lustig, dass ich nun hier lese, dass auch du Entspannungskurse gibst, da haben wir ja etwas gemeinsam.
    Ich nehme keine Medikamente. Aus diversen Gründen - 1. ich will Heilpraktikerin werden, ich stehe also auf Natur. 2. ich bin 43 Jahre ohne Medis ausgekommen, und ich will nicht eine andere werden, sondern nur anders mit mir umgehen. 3. ich fürchte mich vor Nebenwirkungen und Abhängingkeiten und 4. ich kenne genug Menschen mit ADHS, die es ohne Medis schaffen und glückliche Menschen sind.

    Was mich am meisten betroffen gemacht hat, ist die Aussage einer ADHS'lerin: "Wenn du keine Medikamente nimmst, dann hast du es halt nicht schlimm genug..."

    Uff - das war harter Tobak. Da entscheidet jemand, wie schlecht es mir geht, nur weil ich keine Pillen schlucken möchte? Also - wenn der Leidensdruck so groß ist, dass ich Medis nehmen möchte, dann tue ich es. Wenn ich das Gefühl habe, mein Leben hält auch noch andere Wege für mich bereit, dann gehe ich die. Da lasse ich mir von absolut niemandem erzählen, was richtig oder falsch ist. (So selbständig bin ich immerhin.)

    Aber es ist wirklich kein leichter Weg - ständig kommt jemand daher und erzählt dir: "So schlimm wird das doch nicht sein oder ".... ach, son ein bisschen Konzentrationsschwierigkeit, das hab ich auch..." oder "... wenn man sich nur gute Pläne macht, dann klappt das schon..." Kennst du das auch?

    Und das ist es, was mich am meisten irritiert und fertig macht - wenn ich von der Diagnose ADHS berichte - die Leute wollen es nicht gerne ernst nehmen. Schon gar nicht bei einem Erwachsenen. Du bist ein schlecht organisierter Chaot, mehr nicht...

    Also - drüber reden tue ich nur noch, wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber nimmt mich ernst, Medis - vorläufig nicht, solange es noch anderes zu probieren gibt. (Als nächstes gehts zur Hypnosetherapie).

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Weg!

  9. #39
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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hi Lilienthal!

    hab Dir ne PN geschickt. Finde ich super, dass Du es ohne Medis versuchst. Hast Du auch ein Problem mit dem Chaos und dem Zeitgefühl? Wie machst Du das denn, wenn Du auch noch nebenher arbeitest?

    @Fliegenpilz: Also mein Problem ist "fehlende Struktur" und das "fehlende Halten an Struktur".

    Ich habe auch das Problem, dass ich gar nicht weiß, wohin mit den Sachen und oft auch gar nicht weiß, was ich aufheben sollte und was nicht, vor allem bei Papieren. Und das ich aufräume und nächsten Tag eben weitermachen will, aber anstatt dass ich weiter aufräume wird das Aufgeräumte wieder unordentlich gemacht und so bin ich dann Monate dabei:-( Auch in meinen Schränken habe ich absolut kein System. Außer bei den Ordnern, die habe ich mir vorigen Monat mal vorgenommen, da ist einigermaßen System drin. Aber die Ordner an sich könnten auch mal ausgemistet werden.

    Außerdem hab ich absoliut kein Zeitgefühl und kann meinen Tag nicht gewinnnutzend planen, ständig fällt was über Bord. Außerdem hänge ich hxperfokussiert, wie jetzt, immer viel zu lang am Computer. dabei weiß ich genau, dass Computer ein Zeitfresser ist. und ich muss ja auch zwischendurch mit dem Hund raus. Ich habe schon einen dicken Zeitplaner an meiner Tür, vergesse aber häufog drauf zu schauen. hab auch überhaupt keine Übersicht über mein geld. Wenn es alle ist ist es alle.

    Ich brauche aber auch meine Freiheiten, meine Zeit für spontane Einfälle. ich finde nichts langweiliger, als ein routinertes Leben. tag ein, Tag aus immer alles vorgeplant haben, das würde mich wahnsinnig machen!

    Was ich brauche ist eine Planung, die auch das mit einschließt. Dann wäre ich glücklich, weil ich echt sonst die Übersicht verliere! Bzw. längst verloren hab.

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Das ist das Problem im Haushalt, wenn ich das schneller in Griff kriegen könnte, hätte ich auch mehr Zeit und wäre insgesamt viel entspannter.


    Naja und dann gibst eben noch die Dinge wie nicht warten können, ins Wort platzen, getrieben reden -ich denke schon, wenn man das gut erklärt, dass andere damit besser umgehen könnten. Ich hab zu ner guten Freundin gesagt, dass ist hirnorganisch bedingt, aber sie soll mich dann einfach stoppen und sagen, dasss sie auch mal was sagen will. war völlig okay für sie und sie fand es gut, dass sie jetzt Bescheid weiß. Ist sicherlich wirklich auch Sache der Absprache. Ansonsten vielleicht einfach dran arbeiten sich und seine Schwächen lieb zu haben, man hat ja noch andere Qualitäten. In der Situation für mich allerdings sehr schwer, ich werd dann wirklich traurig, wenn ich es nicht schaffe an mich zu halten oder mich zusammen zu fassen und andere nerve oder langweile. Ist schwierig damit in der Öffentlichkeit gut umzugehen.

    LG Flitz

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