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Diskutiere im Thema Ohne Medikamente - leben mit ADS? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Wildfang schreibt:


    Wieso Legende? Jetzt bis du mal mit Quellen dran. Meines Wissens ist das Stand der Forschung.
    Es ist noch nicht eindeutig geklärt.

    Siehe auch: GenetikADHS

    Siehe auch: http://books.google.de/books?id=glXs...italin&f=false

    Wildfang schreibt:
    Zumindest ich regiere paradox, sowohl auf Stimulanzien als auch auf Benzodiazepine... das muss dann halt an was anderem liegen und nicht am ADHS ... tja ....

    Es gibt eine Million Quellen die diese "Legende" weiterverbreiten, und zwar durchaus neuere und nicht nur komische Seiten sondern auch seriöse ... wie sich die Forscher alle Irren können ... ärgerlich.
    Die Antwort findest du über den Link.

    Wildfang schreibt:
    ... eigentlich ist mir der Tread langsam zu blöd und zu Zeitaufwendig. Wenn du die aufputschende Wirkung willst OK, bei mir wirkt's eben anders: Beruhigend und zwar schon in keinen Dosen. Punkt.
    Ich will dich nicht ärgern. Ich wollte nur allgemein etwas richtig stellen. Wenn dir das zu blöd ist, laß uns die Diskussion hier schließen.
    Geändert von pseudo ( 3.02.2012 um 17:09 Uhr)

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Das ist doch Schwachsinn was dieser Dr.Eisenberg (in dem link) schreibt-sorry dass ich das so krass ausdrücke.

    Ich kenne genügend Erwachsene, mich eingeschlossen, auf die sowohl Strattera als auch MPH (Wirkung auf Noradrenalin bzw. Dopaminspiegel) zwar antriebssteigernd und den Fokus schärfend, aber nicht euphorisch wirkt. Und es macht bei der passenden Dosis auch nicht schläfrig, sondern dämpft etwas und beruhigt...und soweit ich weiß haben "Nicht-ADHSler" diese beruhigende Wirkung eben nicht. Und das wird dann als paradox bezeichnet.

    Die genauen Mechanismen wie sich das mit den Neurotransmittern im einzelnen verhält sind soweit ich weiss nicht abschließend geklärt.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    In dem oben genannten Link bezieht sich dieser Prof. Eisenberg auf eine "Untersuchung", die seine Mitarbeiterin mit ihren eigenen Kinder und fremden Kindern durchgeführt hat. Ingesamt waren das 14 Kinder. Ich sage jetzt mal nicht, was ich davon halte, dass man Kindern ohne ADHS Diagnose Medikamente wie MPH zu "Testzwecken" gibt.

    Es kann gut sein, dass die paradoxe Wirkung bei Kindern nicht vorhanden ist. Meiner Meinung nach würde das sogar Sinn machen, denn die Gehirne von ADHSlern sind unterentwickelt und daher entwicklungstechnisch auf der Stufe von Kindern. Wenn man nun Erwachsenen MPH gibt, putscht das auf, denn deren Gehirne sind weiterentwickelt. Die ADHS Gehirne nicht, daher reagieren ADHSler auf MPH wie Kinder, auf sie wirkt MPH beruhigend und damit ist im Vergleich zu anderen Erwachsenen die MPH Wirkung paradox.
    Ich habe keine Ahnung, ob man das so sagen kann, denn ich bin kein Mediziner.

    Die Vorgehensweise, die in dem Link oben von Prof Eisenberg geschildert wird, erscheint mir sehr unwissentschaftlich und unseriös.
    Das überzeugt mich nicht.

    Von renommierten ADHS Experten wird MPH bei einigen ADHSlern auch zum Schlafen eingesetzt, in geringer Dosis. (Wildfang, das würde deiner Überdosierungstheorie dann widersprechen. Wobei die Müdigkeit ja auch bei einer Überdosierung vorkommen könnte. Ich kann dazu nix sagen, da ich kein MPH nehme)

    Und Cola, Kaffee, Nikotin und diverse andere Suchtmittel werden aufgrund der paradoxen Wirkung von vielen ADHSlern als Selbstmedikation eingesetzt.
    Ich dachte vor meiner ADHS Diagnose, dass Cola bei mir einfach viel später wirkt als bei anderen, weil ich erst nach Stunden vermeintlich wacher wurde. Heute weiß ich, dass zu der Zeit die Wirkung des Koffeins nachlässt und ich vorher durch die Cola ruhiger war.

    EDIT: Der Link zu dem Buch wurde nachträglich eingefügt, das sehe ich erst jetzt. Nunja, die Autorin ist eine Anhängerin Hüthers. Das sagt alles und ich bin damit aus dieser Diskussion auch raus.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Na, nun muss ich doch wieder antworten ... hätt ich selber drauf kommen können. Das wird eigentlich nur noch in Seiten vom Kaliber Caffee - äh, wie hieß es noch gleich? ... verbreitet ....

    Die von dir zitierte Seite ist von Walter Alfred Siebel betrieben, einem Noologen ... oder Noosmatiker ... oder was auch immer. Auf alle Fälle unseriös. Ach ja ... 14 Kinder, randomisiert ausgesucht - tstst. Statistisch belastbar, ich bin beeindruckt.

    In den 50ern wurden die Versuche die Eisenberg anmahnt gemacht, nur zu Info. So wurde doch die Wirkung auf ADHS-Kinder gefunden: zufällig. Man wollte allen ernsten Kinder mit MPH zum besseren lernen bringen.... Neuro-Enhancement ist nix neues.

    ---

    Nebenbei: Es sind 19 Gene zweifelsfrei identifiziert die zu ADHS beitragen:

    11q23.1, 4p16.1-p15.3, 5q35.2, 9q34.2, 7p12.2-3, 10q24-q26, 16q12.2, Xp11.3, Xp11.4-p11.3, Xp11-q12, 22q11.21, 4q32.1, 12q21.1, 6q14.1, 17q11.2,15q11.2-q12, 20p12.3, 4q12

    (hoffentlich hab ich mich nicht vertipp )

    EDIT: Jetzt kommt noch der Neininger-Link dazu ... warum nimmst du eigentlich noch MPH????

    Geändert von Wildfang ( 3.02.2012 um 19:04 Uhr)

  5. #25
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Wildfang schreibt:
    Zumindest ich regiere paradox, sowohl auf Stimulanzien als auch auf Benzodiazepine... das muss dann halt an was anderem liegen und nicht am ADHS ... tja ....
    Kann ich für meinen Part nur bestätigen. Auch und gerade bei Benzodiazepinen.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Hallo!

    Ich finde es nicht gut, dass Ihr meinen Thread sprengt, wollte ich nur mal sagen. Ihr könnt gerne einen neuen Thread aufmachen, über die paradoxe Wirkung. Hier sollte eigentlich eine Diskussion darüber entstehen, wie es auch ohne Medikamente gehen könnte. Ich hoffe Ihr habt Verständnis ffür meine Strenge.

    LG Flitz

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Ich finde es nicht gut, dass Ihr meinen Thread sprengt, wollte ich nur mal sagen. Ihr könnt gerne einen neuen Thread aufmachen, über die paradoxe Wirkung. Hier sollte eigentlich eine Diskussion darüber entstehen, wie es auch ohne Medikamente gehen könnte. Ich hoffe Ihr habt Verständnis ffür meine Strenge.
    *lol* da hast aber Recht ... na ja, wir haben eben ADHS ...

    Im Ernst, Sorry, hat sich halt so entwickelt ...

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 105

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Ist ja okay, kann mir ja auch passieren. war auch nur n Hinweis.

    LG Flitz

  9. #29
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    sorry war jetzt länger nicht aktiv im Forum,

    pseudo zu deiner Frage. ich wurde 2009 in einer Psychiatrie auf ADHS getestet (da war ich 19 Jahre alt) es war ein test wo man d und p in einer reihe durchstreichen musste,reaktionstest und konzentrationstest am PC und ich musste mir verschiedene Sachen merken in verschiedenen Zeitabständen,und ich wurde bewusst zwischen durch abgelenkt.

    der Test wurde erst ohne MPH durch geführt,dann hatte ich drei Wochen MPH stationär genommen und der Test nochmal unter MPH durchgeführt. der erste Test war positiv,also entsprach ein ADHS´ler und der zweite Test unter MPH Einfluss hat sich verbessert,ich war konzentrierter und die typischen ADHS Symptome zurück gegangen.

    trotzdem haben mir die Ärzte in der Klinik gesagt ich soll in eine Klinik in Bochum die eine ADHS Abteilung hat und darauf spezialisiert sind.hab aber dann ein Mädchen kennen gelernt und meine Erkrankung da ich super verliebt war,habe ich dann im Hintergrund geschoben und die Therapie abgebrochen.

    Und ich kann auch nicht sagen wie das MPH damals bei mir gewirkt hat da ich es unter stationären Bedingungen genommen habe,hatte dann natürlich regelmäßigen Schlaf,keinen Arbeitdruck deswegen kann ich das nicht vergleichen ,weil ich in der Klinik eh viel schlafen konnte und gute Therapien hatte.

    Wie ich sagte war frisch verliebt und habe alles abgebrochen. aber die Probleme wurden dann immer mehr im laufe der zwei Jahre. das ich vor nen paar Monaten doch die Klinik in Bochum aufgesucht habe und vor nen paar Wochen da auch ne Testung jetzt hatte,die haben zwar die unterlagen von mir aus der anderen Psychiatrie,aber die wollen mich trotzdem nochmal testen weil dies ja ne spezialKlinik ist. ich warte jetzt auf meine ergebnisse und bin gespannt wie meine Therapie aussehen wird!!!!!

    Meine Macke ist wenn ich mit nem Arzt rede,ich frage den immer Löcher in den Bauch!!!!!!!!!!!

    Da ich zwar aus guten finanziellen Haus komme,aber mein Vater ein Alkoholproblem hatte und häusliche Gewalt in meinem Elternhaus vorkam,frage und die Ärzte,ist das jetzt ein ADHS was von einer Stoffwechselstörung im Gehirn verursacht wird( wie ist üblicherweise der Fall ist),oder habe ich einen psychischen schaden davon getragen was ich früher erlebt habe und sich wie ADHS äußert???? Gut ich war schon als Kind ein totaler Träumer,hatte als Kind heftige Wutanfälle und so gut wie die meisten Symptome von ADHS passen jetzt und früher zu mir.

    Also wenn ich MPH bekommen werde will ich das auf jeden Fall versuchen und hoffen das es mir helfen wird!!!!! Bei der testung 2009 hat es laut Ärzte geholfen, aber wie ich schon sagte es waren andere Bedingungen. Ich denke es macht viel auch aus,wie gut man mit seiner Arbeit klar kommt,wie man sich mit der Familie und Freunden versteht. Passieren negative Ereignisse die man nicht beeinflussen kann,wie Tod von nahen Menschen,Trennunggen,Arbeitver lust,Stress,Streit,können vielleicht die ADHS Symptome wieder stärker werden auch mit MPH und man denkt,das das MPH bei einem nicht wirkt???!!!!

    Weil ich denke das wir alle hier im Forum labiler sind wie die meisten(mit Anführungstrichen!!!!!!!!!)" gesunden" Menschen,und Schicksalsschläge nicht so gut weg stecken wie andere. Deswegen muss man immer schauen im leben und gerade wir mehr drauf achten was uns gut tut und was uns eher runterzieht. Sich von Sachen , Angewohnheiten und Menschen trennen,die einem nicht gut tun. und deswegen denke ich das MPH zwar bestimmt eine sehr positive Wirkung hat,aber noch tausend andere Faktoren eine große Rolle spielen!!!!!

    Ich arbeite z.B. im Schichtdienst und habe deswegen eh schon total die Schlafstörungen,hatte letzte Woche Nachtschicht, und mein Körper ist noch auf die Nachtschicht eingestellt,obwohl ich aber heute Frühschicht habe und um 6 Uhr wieder arbeiten muss,ich betone,wir haben gerade 2 uhr morgens :-) kann ich einfach immer noch nicht schlafen. und ich bin mal gespannt wenn ich MPH nehmen sollte,wie das auf meinem Schlaf wirkt,deswegen ist es in meiner Sache auch gerade über diese Nebenwirkung wie Schläfrigkeit schwer darüber unter MPH ein Urteil zu fällen,da ich auch schon ohne MPH aufgrund der Schichtarbeit Schlafstörungen habe!!!!!!

    Liebe Grüße an alle und es ist hier hamma interessant eure erfahrungen und Meinungen zu lesen!!!!!

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ohne Medikamente - leben mit ADS?

    Flitz schreibt:
    Ich frage mich, ob es nicht doch ohne Medikamente gehen kann?

    Gibt es hier Leute, die ähnliche Probs haben und Medikamente ablehnen?
    Wie geht Ihr mit Eurem mangelndem Organisationstalent als Zeitfresser und Eurer schnellen Erschöpfung beruflich um? Erklärt Ihr privat den Leuten, was mit Euch los, ist, wenn Ihr sie mal wieder nicht ausreden lasst?
    Vorneweg: Ich nehme Medikamente.

    Die Frage, ob es ohne Medikamente geht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.
    Ebenso machen sich die einzelnen Symptome bei jedem ADHSler anders bemerkt. Und da jeder Mensch unterschiedliche Stärken und Schwächen hat, gibt es unterschiediche Kompensationsstrategien. Was einem hilft, muss man selber herausfinden.

    Ich stelle mir ADHS als eine Art Input-Ouptut-Problem vor.
    Wenn ich einen Kuchen backen möchte, dann nehme ich das Rezept und suche ich mir die Zutaten zusammen, verrühre sie miteinander und schiebe alles in den Ofen. Raus kommt dann der Kuchen.
    Bei einem normalen Menschen läuft alles nach Plan, d.h. nach Rezept.
    Bei einem ADHSler nicht. Denn der ADHSler hat nicht alle Zutaten zur Verfügung. Und ohne Hefe kann man nun mal keinen Hefeteig machen.
    Der ADHSler kann sich anstrengen und sich viel Mühe geben bis zur Erschöpfung. Sein Kuchen wird nur Murks.
    Das führt dazu, dass der ADHSler das Rezept verändert. Er ändert die Mengenangaben in der Hoffnung, dass der Kuchen beim nächsten Mal besser wird. Eventuell hat er Glück und er kann einige fehlende Zutaten durch vorhandene ersetzen. Vielleicht hat er Freunde und Familie, die ihm helfen und ihm etwas von ihren Zutaten angeben. So schafft er er vielleicht, einen halbwegs genießbaren Kuchen zu backen.
    Wenn er aber Pech hat, macht er durch das Ändern des Rezeptes alles nur noch schlimmer. Er backt den Kuchen zu lange und heraus kommt Kohle.

    Bei der Behandlung von ADHS kann man in den unterschiedlichen Bereichen ansetzen. Zum einen kann man sich den Output anschauen und dadurch kann man eventuell herausfinden, was schiefgelaufen ist. Das macht die Psychotherapie. Sie schaut sich dabei auch das Rezept an. Jeder Mensch hat so ein Rezept, in dem er seine Erfahrungen, seine Erlebnisse, etc. einarbeitet. So können wir im Idealfall zukünftige Fehler vermeiden.
    Menschen, die viele Misserfolge hatten, haben ihr Rezept oft verschlimmert statt verbessert.
    Die Psychotherapie setzt genau da an. Wie sieht das Rezept aus, wie sieht der Kuchen aus? Und was muss sich ändern?

    Die medikamentöse Behandlung setzt beim Input an. Bei den Zutaten. Denn auch mit dem besten Rezept kann man ohne Hefe keinen Hefeteig backen.
    Medikamente können dabei die Hefe ersetzen. Das kann sehr hilfreich sein.
    Wenn aber noch andere Zutaten fehlen, die durch die Medikamente nicht oder nicht ganz ersetzt werden, dann kann man immer noch nicht einen gelungenen Kuchen backen.
    Ebenso kann es sein, dass das Rezept einfach falsch ist. Wenn man also versucht mit Hefe einen Kuchen zu backen, ohne den Teig aufgehen zu lassen, dann wird da wieder nur Murks bei rauskommen.

    Das Coaching setzt auch beim Input an. Dort wird geschaut, welche Zutaten man ersetzen kann. Bzw. ob man sich was leihen kann. Ob man Unterstützung bekommen kann. Statt Hefe würde das Coaching vielleicht einen Sauerteig ansetzen. Das dauert zwar etwas länger, aber immerhin kann man damit backen und die Hefe ersetzen. Statt Rührgerät lernt man im Coaching wie man mit Schneebesen den Teig verrührt. So lernt man nach und nach wie man im Leben besser klarkommt.

    Sicher kann man ohne Medikamente ein Leben mit ADHS gut leben. Das hängt ganz vom Rezept und den Ersatzmöglichkeiten für die Zutaten ab, die jeder einzelne zur Verfügung hat.
    Bei manchen Menschen kann das sehr gut funktionieren. Andere brauchen Medikamente. Wieder anderen hilft ein Coaching oder eine Psychotherapie.

    Ich erkläre meinen Mitmenschen "nur" den speziellen Inputbereich. D.h. ich sage, dass ich keine Hefe habe und frage, ob mir jemand Hefe gegen Schokolade tauscht, weil ich Unmengen von Schokolade habe. In der Arbeit z.B. erledige ich gerne Sachen, die mit Bewegung zu tun haben, während meine Kollegen eher Daten eingeben, was ich hasse. Ich sage nie, dass ich ADHS habe. Ich benenne das spezielle Problem z.B. dass ich oft was vergesse und sage auch, wie man mir am Besten helfen kann.

    Wichtig für uns ADHSler ist es, dass wir begreifen, dass wir andere und weniger Zutaten zur Verfügung haben wie unsere Mitmenschen. D.h. wir müssen andere Wege suchen, wie wir unseren Kuchen backen. Wir können das nicht so machen wie die Anderen. Aber wir dürfen uns auch nich zurücklehnen und sagen, dass wir ADHS haben und daher nur Murks produzieren können.
    Jeder muss für sich herausfinden, wo die indivuellen Probleme liegen und wie diese behoben werden können.

    Ja, ich habe fehlende Zutaten, aber das heißt nicht, dass ich keinen guten Kuchen backen kann. Und vielleicht backe ich gar keinen Kuchen, sondern einfach Muffins oder Kekse

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