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Diskutiere im Thema Elontril im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 22

    Elontril

    Hallo Zusammen,

    ich bin neu im Forum (siehe auch meine Vorstellung). Ich wurde für den Beginn der Therapie auf Elontril
    eingestellt. Puh, schon nicht leicht sich selber einzugestehen das man diese Hilfe benötigt.
    Fühlt man sich doch "normal", das man das andere "normale" ja nicht kennt.

    Wenn ich mir so den Beipackzettel und Nebenwirkungen durchlese bekomme ich Panik.
    Da steht was von Krampfanfälle und im Internet liest man Dinge wie, wurde mal Verboten / abgesetzt.
    Todesfälle in den USA usw.

    Bin durch diese Dinge sehr verunsichert, habe schon ein wenig Angst bzw. habe großes
    Unbehagen davor. Wie seht Ihr das, sollte ich das beim nächsten Arztbesuch sagen ?
    Oder sollte man dem Mittel seine Chance geben ? Wie gesagt, bin ein absoluter Neulinng
    im Bereich Psychopharmaka. (Ausser mal eine Aspirin habe ich sonst noch nie Medikamente
    nehmen müssen)

    Sorry für meine Fragen, aber dieses Kopfkino will dazu einfach nicht aufhören....

    Gruß,
    Marco

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Elontril

    Hallo Marco!

    Das kenne ich. Und ich kann dir unmöglich sagen: "Ja, nimm´s ein, is nicht schlimm!"

    Bei mir war das früher so, dass ich dann ganz akribisch beobachtet habe, ob nun eine der Nebenwirkungen kommt. Wäre das so bei dir, würde das ja bloß Unbehagen verursachen. Ich finde also auf jeden Fall, du solltest mit dem Arzt Rücksprache halten! Sicher wird er dir dazu was sagen bzw. dich etwas beruhigen! (Is ja sein Job. )

    Du weißt sicher, dass einfach jegliche Nebenwirkung darin aufgelistet ist, die jemals aufgetreten ist, auch, wenn vielleicht nicht zu 100% geklärt werden konnte, ob diese beim jeweiligen Patienten allein an der Einnahme dieses Medikamentes lag.
    Die Herstellerfirma sichert sich damit rechtlich ab.

    Wenn dein Arzt das Medikament tatsächlich für gefährlich halten würde, hätte er es dir sicher nicht verordnet. Denn, mal von seinem Wohlwollen dir gegenüber abgesehen, will ja auch er nicht vor Gericht landen. Zudem gibt es ja auch Gründe, warum das Medikament in Deutschland trotz dieser aufgelisteten Nebenwirkungen seine Zulassung hat. So einfach soll das ja in Deutschland gar nicht sein (hab ich mal so am Rande mitbekommen).

    Ich hab mal ein Medikament eingenommen, in dem stand als Nebenwirkung "plötzliche, ungeklärte Todesfälle". Klar hat mir das einen Schrecken eingejagt, aber, mir ging es damals so schlecht, dass ich dachte "gut, das ist dann das Restrisiko, das ich in Kauf nehme" und ich habe vor allem versucht, mich von dieser "Erwartungshaltung" (wo bleiben die furchtbaren Nebenwirkungen?) abzulenken. Natürlich würde man das eben nicht "übermerken", wenn durch das Medi etwas schief läuft im Körper. Und für den Fall ist natürlich ganz klar: Sofort Arzt anrufen! Und wenn es eben nachts ist, lieber einmal mehr den Notdienst als einmal zu wenig.
    Mit dem behandelnden Arzt damals hatte ich auch gleich nach Studieren der Packungsbeilage telefonisch Rücksprache gehalten und der hatte mir auch genau oben Geschriebenes ("rechtliche Absicherung des Herstellers") gesagt.

    Also, so hatte ich das Problemchen für mich gelöst.

    Ich hoffe, ich konnte weiter helfen. Abnehmen kann dir die Entscheidung natürlich niemand.

    Und: Ich finde, es ist überhaupt kein Drama Psychopharmaka zu nehmen. Es ist viel schlimmer, sich allzu lange nicht eingestehen zu können, dass man Hilfe braucht und sich dadurch nur stetig schlechter zu fühlen. Jeder braucht mal Hilfe!

    LG, Schoko

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Elontril

    ps: Mir fiel noch ein kleines Beispiel ein. Ich bin eine Frau über 30. In diesem Alter besteht ein erhöhtes Risiko durch die Antibabypille eine Thrombose zu bekommen. Das Risiko besteht aber (auch für jüngere Frauen) generell. Was mache ich also nun?
    Natürlich bereitet mir das Unbehagen. Wenn ich das Risiko fokussiere, macht mir das sogar echt Angst.
    Aber, ich setze meine Prioritäten und versuche darauf zu vertrauen, dass ich Nebenwirkungen schon nicht "übermerken" werde und dann schnellstmöglich handeln werde.

    Medikamente sind keine Bonbons. Das darf man auch nicht vergessen. Immer mit dem Arzt seine Bedenken klären und dann seine Entscheidung fällen hinsichtlich Nutzen-/Risikoverhältnis.

    Nicht, dass das eben falsch rüber kam (so in der Art als hätte ich sogar dem Tod ins Auge geblickt. ha ha).

    Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir die Daumen, dass das Medi bei dir hinsichtlich der gewünschten Wirkung gut anschlägt.

    LG

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Elontril

    MaBe schreibt:
    Hallo Zusammen,

    Wenn ich mir so den Beipackzettel und Nebenwirkungen durchlese bekomme ich Panik.
    Da steht was von Krampfanfälle und im Internet liest man Dinge wie, wurde mal Verboten / abgesetzt.
    Todesfälle in den USA usw.

    Gruß,
    Marco
    MaBe du brauchst keine Panik bekommen. Ich selber habe auch schon Elontril genommen. Dein Arzt wird dir sicherlich am Anfang eine kleine Dosis verschrieben haben. Ich habe damals mit 150 mg angefangen. Nebenwirkungen können auftreten, wie Kopfschmerzen, Magen-Darmprobleme, aber ist bei Antidepressiva normal und legt sich nach einiger Zeit. Falls nach ca. 14 Tagen keine Besserung auftritt kann es gut sein, dass es nicht das richtige Medikament ist. Nicht immer findet man auf anhieb, dass richtige Antidepressiva für sich. Rede dann einfach mit deinem Arzt darüber wie du dich fühlst.

    Die Todesfälle die du meinst beziehen sich auf Dosierungen von 600 mg, unter anderem wurde oder wird das Medikament auch zum Abgewöhnen vom Rauchen eingesetzt.

    Wie gesagt Nebenwirkungen können auftreten müssen aber nicht und sind bei jedem unterschiedlich. Also keine Panik.
    Geändert von Bella34 (27.01.2012 um 14:20 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Elontril

    Vielen Dank für Worte,

    ich bin für den Anfang auf 150mg / eine Tablette (morgens) angepeilt worden durch meinen Doc.
    Er sagte auch in dem Gespräch das anfangs sowas wie Magenprobleme, Kopfschmerzen, Unwohlwsein
    auftreten können. Dies kann auch durchaus mal bis zu 2-3 Wochen dauern, bis man sich daran gewöhnt
    hat. Nur die Sache mit den "Krampfdingen" wurden nicht erwähnt.

    Ich bin dann auch noch ein wenig verschreckt da die Packung Elontril ein Reimport ist...sprich auf der
    italienischen Verpackung "bappen" Aufkleber in Deutsch drauf.

    Ich denke ja auch das dies mal wieder so eine Kopfkino Sache ist, ihr habt ja recht...gerade in Deutschland
    werden Medikamente sicherlich nicht leichtfertig zugelassen.

    Ich werde einfach in der kommenden Woche mit dem Doc drüber sprechen.

    Lieben Dank euch beiden. (Ihr habt mein Kopfkino ein wenig entschleunigt...)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 56

    AW: Elontril

    Hallo MaBe,

    ich kann Deine Skepsis sehr gut nachvollziehen! Auch ich habe eine Zeit lang Elontril (Wirkstoff Buproprion) genommen.
    Es hat bei mir eigentlich ganz gut gewirkt, aber nicht gegen die ADS. Vielmehr war es spitzenmäßig gegen Depression,
    vor allem aber hat es mir sehr, wirklich sehr gut, antriebssteigernd gewirkt.
    Allerdings auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen, die mich dazu gebracht haben es nicht weiter zu nehemen.
    Anfangs war es total verwirrend, dieses Medikament. Ich war total neben der Spur und hatte wirklich Angst Auto zu fahren!
    (Das habe ich dann auch so gut wie möglich gemieden) Als ich "gewöhnter" war, musste auch schon die Dosis erhöt werden, da weder Neben- noch Wirkung eintraten.
    Dann allerdings beides stark vorhanden. Sehr fit, vor allem bei einnahme zu morgendlichen Kaffe. Aber auch erhöter Blutdruck, bis hin zum Nasenbluten, starker Haarausfall,
    erhöhte Desorientiertheit und Reizbarkeit traten auf.
    Für mich war es, salopp gesagt, "Eine Kanne Kaffe in Tablettenform".
    Doch wie es immer so ist, reagieren Menschen unterschiedlich! Als Rauchentwöhnungsmittel wäre es für mich eben auch nicht in Frage gekommen, denn ich habe gar mehr geracht.
    Also sei einfach achtsam, achte auf Deinen Puls und sprich mit Deinem Doc wenn es zu Nebenwirkungen kommen sollte!

    viel Erfolg,

    M.E. alias EulA

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 56

    AW: Elontril

    Ach vergessen, zu den Todesfällen und Krampfattacken, da möchte ich Dich beruhigen!
    Diese traten, wie Bella34 schon sagte, erst bei Dosierungen ab 600mg auf. Und ganz entscheidend, sie traten auf, bei unretardierten Formen von Buproprion!!
    Also solltest du nicht gerade vorhaben die Tabletten zu zermahlen und 4 stück auf einmal zu nehmen, würde ich mir diesbezüglich weniger den Kopf zerbrechen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Elontril

    Ehrlich gesagt ich musste es als ich auf 300 mg gegangen bin auch Absetzen, weil ich dann Darmprobleme bekommen habe, fand ich sehr schade, weil es gegen meine Depressionen sehr gut geholfen hat.

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