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Diskutiere im Thema Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 16

    Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Wenn ADHS eine andere Art die Welt zu sehen bedeutet, bedeutet das dann nicht auch gleichzeitig, dass die Medikamente die Welt für uns auch verändern?

    Wirkt sich das nicht ebenso auf alle Beziehungen aus?

    Und eben auch auf die Persönlichkeit?

    Haben meine Freunde dann eine neue Freundin? Habe ich dann nicht mit meiner Wahrnehmung auch gleichzeitig neue Freunde?

    Diesen Thread erstelle ich, in der Hoffnung die Ursache meiner zahlreichen Freundschaftsabbrüche in der letzten Zeit zu finden. Leider wurde mir überwiegend gekündigt und nicht umgekehrt. Da es sich da um lanjährige Freundschaften handelt und ich einige zu meinen besten Freunden zählte, geht mir das sehr nah.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Das Medikament hilft mir mich zu konzentrieren, zu lesen und auf reizüberfluteten Plätzen nicht völlig neben mir zu stehen.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Macht es auch einen anderen Menschen aus mir und den anderen?

  3. #3
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Sicherlich verändern die Medikamente ein bissel die Welt um einen herum. In meinem Fall waren es über einen längeren Zeitraum die Antidepressiva, die meiner Welt die Traurigkeit nahmen und sie vielleicht ein bissel Hoffnungsvoller machten, was du dann daraus machst liegt nicht bei den Medikamenten, sondern an dir. Freundschaften muss man pflegen und daran arbeiten. Neue Freunde kriege ich nicht automatisch durch das Medikament, es kann mir den Weg bereiten, mir vielleicht gewisse Ängste nehmen, aber laufen muss ich immer noch alleine.......

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Hallo zusammen,

    schwierige Frage.

    Also ich bin mit den Medis immer noch die selber Person

    Aber ich bin durch MPH gelassener und geordneter geworden und ich nehme meine Umwelt und die Mitmenschen nicht mehr so sehr als Bedrohung war.

    Also, MPH hat mich nicht zu einem anderen Menschen gemacht, aber was entscheidend ist, ich habe nun bessere Möglichkeiten Stressfaktoren besser einzuordnen.
    Also, nicht ich habe mich verändert, sondern ich habe nun mehr Möglichkeiten, mit belastenden Situationen und Problemen anders umzugehen.

    LG Nicci

  5. #5
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Hallo Zusammen,

    genau das gleiche habe ich ich mich auch gefragt, als es hieß vom Doc ich solle mit Elontril beginnen.

    Gut ich stehe gerade erst am Anfang...merke irgendwie noch keinen Unterschied
    (außer dem Unbehagen vor dem Medikament), mein Doc meinte das dauert schon eine Weile
    bevor man was von dem Medikament spürt).

    Ich bin da sehr gespannt was es bewirkt, habe da auch die Frage;
    verändere ich mich, wie wird dies auf meine Freundin wirken, was passiert im Büro usw.

    Aber die Hoffnung überwiegt, das bei mir die Anspannung und die Selbstzweifel abflachen.

    Gruß,
    Marco

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Frage ist, ob du nun besser unterscheiden kannst und dich nicht mehr so ausnutzen lässt, weil du Manches bemerkst, was vorher untergegangen ist. Und diese "Freunde" es ebenfalls bemerken und sich sagen, dass bei dir nix mehr zu holen ist.

  7. #7
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Als ich vor 1,5 Jahren mit MPH angefangen habe, hat sich meine Wahrnehmung auch etwas verändert.
    Aber ich bin dadurch kein anderer Mensch geworden.Ich konnte die Welt um mich rum nur einfach besser wahrnehmen. Vieles kam vorher einfach nicht bei mir an.
    Ich habe seitdem einen klaren Kopf und keine so drastischen Stimmungsschwankungen mehr. Das war / ist wirklich sehr schön.

    Und deswegen fühle ich mich wohl.


    Ist doch ein gutes und langbewährtes Medikament.

    Ich finde das immer so schlimm, dass rund um das Thema so viel Panik gemacht wird.
    Ich könnte mir vorstellen, dass irgendwelche Homöopathen aus Geldgier die "bösen Pharmakonzerne" an den Pranger stellen.
    Dann können sie uns überteuert ihre Mondwässerchen und Salze verkaufen. (Bei mir stets ohne Wirkung)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Naja. Ich kann nur von mir reden...

    Des Medikament verändert mich selber nicht. Auch nicht meine Freunde, Bekannten oder Verwandten. Was ich als Erstes wahr nahm, war, dass ich selber meine Gedanken strukturierter und geordneter wiedergeben kann. Aber es immer noch meine Gedanken sind. Es verwunderte viele in meiner Umgebung, da es kein Herumgeplörre um den heißen Brei mehr ist oder erlenlange Beschreibungen bzw. Gleichnisse, die ich während meiner Antwort erst mühsam zusammenbauen musste. Jetzt ist der Inhalt, die Gleichnisse und Bildnisse gleich, aber wenn ich antworte, schon von Beginn quasi zusammen abgestimmt, bzw. aufgebaut sind oder Zwischengedanken, die ich plötzlich habe, nicht mitten im Satz hinzugefügt, sondern nach dem Satz konstruktiv ergänzt werden ohne, dass ich die Hälfte am Ende vergesse.

    Zudem stimme ich "Nicci" zu, dass ich meine Umgebung nicht mehr so bedrohlich wahr nehme. Auf der Arbeit hatte ich bei manchen mitarbeitern oft bis stets das Gefühl, dass deren Meinung über mich negativer Art sei in Fällen, wo ich angesprochen werde. Jetzt mit MPH wird diese nicht wundersam von mir so aufgenommen, als würde ich hochgelobt werden, sondern solange ich nicht beleidigt werde (Ironie oder Sarkasmus erkenne ich gut, wenn jemand versucht sich so über mich lustig zu machen, denn ich wuchs, fast tagtäglich mit Ironie und Sarkasmus konfrontiert, auf) erscheint es mir als neutrale Aussage. (Beispiel: Teamsitzung: "*Name*, das machst du? *Name*, magst du das machen? *Name* macht ja dies. Und hierfür haben wir ja den Bufdi..." Da fühlte ich mich herablassend angesprochen oder suchte einen Haken in der Aussage, wo ich in einer ganz ähnlichen Situation während einer späteren Teamsitzung mit MPH nur abnickte, zustimmte und diese Aufgabe in meinen Terminkalender eintrug.) Könnte sein, dass man mit MPH weniger zwischen den Zeilen lesen kann, doch bestätige ich dies bisher nicht. Nur, dass meine leichte Paranoia kaum bis garnicht mehr auftritt und ich mich nicht mehr beruhigen muss, dass es keinen Sinn ergeben würde, wenn die Situation auf einen selber bezogen sein könnte und das Ergebnis einem schaden könnte. Aber wer kann dies beurteilen, wenn man früher immer in Problematiken geraten ist, die man sich nicht erklären konnte und diese sich aus alltäglichen Umständen entwickelten ohne, dass man direkt involviert war. Man also vorsichtig/achtsam gegenüber allen Wahrscheinlichkeiten geworden ist um diese vorzeitig erkennen zu können. Man sich somit wenigstens ein geringes Potential an Kontrolle bewahren will. Jederzeit die Angst im Nacken gehabt, dass ich es irgendwie versemmel, weil ich irgendetwas übersehe oder nicht genug beachte (Flüchtigkeitsfehler). Oder in meinem Fall noch einige Zeit in der Schule ich von Mitschülern oft genug verarscht oder reingelegt wurde ohne dass ich am Ende mitbekam, warum sie lachten. Bis ich damals bedacht genug wurde, deren Verhalten zu kennen, dass sie es nicht mehr schafften oder wenn doch, ich hinterher darüber schmunzelte.


    Das sind zwei Beispiele, zumal es etliche mehr gibt, in denen ich mich nicht verändert habe oder meine Kontakte, sondern es sich änderte, wie ich etwas aufnehme, verarbeite und wieder gebe. Der Inhalt ist der Selbe, die Verpackung und die Qualität ist anders.

    Was ich für mich fest halte: Ich habe nicht mehr das Gefühl unterhalb meiner Leistungen zu tümpeln und mir selber im Wege zu stehen, dass ich unnötig Energie fast ungebraucht verpuffen lasse, sondern dass ich endlich in der Lage bin meine Intelligenz (und möge die noch so gering sein, das ist mir egal) so umzusetzen und in Bahnen zu formen, dass ich mein Potential gezielt nutzen kann...

    In dem ich konstruktiv auf mein Umfeld achte und gleichzeitig ein gutes Feed-Back geben kann, wenn gewollt. Dass ich Aktionen für mich organisiere und oft genug es besser schaffe als vorher Hinweise zu geben, die Erleichterung oder Zeitgewinn bringen. Habe ich vorher auch gekonnt und auch gemacht, aber nicht in der Qualität und wenn doch, ich hinterher vollkommen geschlaucht gewesen bin. Dann anfing vor mich her zu träumen. Ein Gespräch auf der Arbeit in dem ich aufpassen musste, hat mich jedes Mal stark angestrengt, was jetzt selbst während der Teamsitzung, indem bis zu 12 Personen sitzen, weniger der Fall ist und ich zudem wirklich produktiver teil genommen habe.

    Sich also Nichts verändert hat, aber meine gedankliche Umsetzung eine andere ist ohne darauf zu verzichten meine Sicht der Dinge zu ändern oder weniger Details wahr zu nehmen. So dass ich dieser Überflutung an Eindrücken nicht mehr hilflos ausgeliefert bin...


    Nur eine Frage stelle ich mir: Wie werde ich lernen OHNE MPH die Qualität für mich selber so hochzuhalten und mein volles Potential zu nutzen. Dass ich auch ohne motiviert bin, da ich bisher ohne nur gelernt habe oder wusste, dass ich es hätte besser machen können. Selbst wenn es gut gewesen ist...

    Doch zur Zeit, bin ich zufrieden und fühle mich wohl!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    Mefa
    Frage ist, ob du nun besser unterscheiden kannst und dich nicht mehr so ausnutzen lässt, weil du Manches bemerkst, was vorher untergegangen ist. Und diese "Freunde" es ebenfalls bemerken und sich sagen, dass bei dir nix mehr zu holen ist.
    oh shit.. das wär schlimm aber hatte ich auch schon befürchtet, zumindest teilweise

    Mabe, du stehst noch davor. Mit persönlich hat Elontril nicht geholfen. Aber wenn du gerade auch mit Depressionen zu kämpfen hast, ist es bestimmt zum Einstieg keine schlechte Idee. Beobachte dich und erzähl mal von deiner neuen Wahrnehmung.

    e.

    So lese jetzt schnell mal weiter
    Geändert von SherlaHolmes (27.01.2012 um 22:44 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Medikamentenwirkung: Eine andere Art die Welt zu sehen und zu sein?

    na du schreibst ja sehr sortiert. Super! Habe mich in Vielem wiedergefunden.
    In dem ich konstruktiv auf mein Umfeld achte und gleichzeitig ein gutes Feed-Back geben kann, wenn gewollt.
    Das tat ich ungewollt. Habe früher über die Respektlosigkeit anderer mir gegenüber komplett weggesehen. Jetzt spreche ich es an, weil es sich eben nicht mehr verdrängen lässt und ich meinem Gefühl mehr vertraue. Wohlmöglich der Grund für den rasanten Verlust vieler Sympathisanten von mire.

    khaosf
    Jetzt mit MPH wird diese nicht wundersam von mir so aufgenommen, als würde ich hochgelobt werden, sondern solange ich nicht beleidigt werde (Ironie oder Sarkasmus erkenne ich gut, wenn jemand versucht sich so über mich lustig zu machen, denn ich wuchs, fast tagtäglich mit Ironie und Sarkasmus konfrontiert, auf) erscheint es mir als neutrale Aussage.

    Bei dir wirkt das also so, dass du generell nicht mehr in alten Gefühlsmustern gefangen bist? Das ist interessant! Und ich beneide dich fast. Du erkennst sogar deine destruktiven Irrwege ? (Paranoia) Ganz ohne Therapeut? Den Bereich den du da beschreibst, konnte ich noch nicht ausmerzen. Hast du denn den Film "ohne Limit" gesehen? Er nutzt die Droge auch um alte Strukturen zu durchbrechen und gewinnt mit der Droge (Ritalin/Kokain?), nutzt sie zur Reflektion und langfristigen Lösungsstrategie.

    Aber ich bin durch MPH gelassener und geordneter geworden und ich nehme meine Umwelt und die Mitmenschen nicht mehr so sehr als Bedrohung war.
    Auch weniger Ängste? Wie lange nimmst du es schon?

    Nur eine Frage stelle ich mir: Wie werde ich lernen OHNE MPH die Qualität für mich selber so hochzuhalten und mein volles Potential zu nutzen.

    Das wäre zu wünschen. In dem Film funktioniert es, aber so weit wird es dann doch nicht funktionieren.

    Auch eine Idee, aber ob die wirklich Geld im Hinterkopf haben? Die Homöopathen? Vielleicht haben die auch einfach selbst kein Adhs und wissen nicht, was bei uns los ist.

    Und Bella, ich sprach ja auch von alten Freunden Dass jetzt keine neuen zum Fenster reinfliegen hatte ich bereits erkannt
    Geändert von SherlaHolmes (27.01.2012 um 22:53 Uhr)

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