@SherlaHolmes

Erstmal vielen Dank, dass du meinen Beitrag übersichtlich geordnet findest

Naja. In einem guten Feedback gehören drei kleine Dinge: Wie ich die Situation, den anderen wahr genommen habe und welches Gefühl in mir ausgelöst wurde, so wie welcher Wunsch sich daraus entwickelte dies beizubehalten oder zu ändern. Vollkommen Kritikfrei...

Beispiel: Ich habe gesehen, wie du nicht Sicherheitsbestimmungen zur Nutzung der Kettensäge eingehalten hast und mir wird mulmig dabei. Ich habe direkt Angst, dass dir dabei was passiert. Ich wünsche mir, dass die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Eventuell kann man dann noch ne Konsequenz folgen lassen ^^

Ich bin seit Jahrenden, seit Kindheit in bestimmten Mustern gefangen, die ich individuell blitzschnell verändern musste. Will sagen, in der Schule musste ich mich anders verhalten und fühlen, als zu Hause, beim Sport, bei Freunden oder Verwandten. Je nach Person war mein Muster anders, bis ich das scheinbar Richtige für mich fand :Ich war früher mit ner Freundin ab und spazieren und wusste nicht, wie ich mich bei ihr verhalten solle. Ihr Zitat: "Jedes Mal scheint es, dass ein anderer Toby vor mir steht"

Und je nachdem waren etwa destruktive Muster (Beispiel Paranoia) angebracht und woanders nicht, dass ich stetig wissen musste, wo ich mich nach welchem Plan verhalte um möglichst schadlos davon zu kommen oder im Gegenteil etwas erreichen kann (Beispiel:Sportturnier)

Doch ist es so, dass jedes Muster irgendwie auch mal an die Oberfläche will und von unten drückt, dass ich immer Energie aufwende mich auf mich zu konzentrieren und keine bestimmten Schemata zu benutzen, die zu einseitig jetzt nicht mehr funktionieren.

Um zu lernen, wer ich wirklich bin und so umsetze, dass ich mich presentiere, lernte ich mit Elontril. Nahm es 7 Monate ein, bis ein Krampfanfall dies von Seiten meiner Ärzte beendete (Tagesdosis lag bei 600 bis 900mg am Tag). Währenddessen habe ich mich mit vielen Ängsten konfrontiert gehabt (Hatte bis Anfang 2011 schwerste Angst vor der Dunkelheit, die ich mit Elontril und Meditation annahm. Dauerte einige Stunden, aber hinterher war die Angst weg...

Die Ängste, die ich mit MPH nicht habe, die habe ich alle während der Zeit mit Elontril und gleichzeitiger Meditation überwunden. Tauchten wieder auf über die Monate ganz ohne Medikamente, Doch nu in einem minimalem Ansatz (Furcht fühle ich hingegen schon gerne, das ist etwas anderes, in dessen Zustand du noch Nachdenken kannst aber trotzdem gewarnt wirst).

Und nun ja. Es klingt kurios, aber Medikinet Adult bekomme ich erst seit diesem Monat. Mir wurde nach einem Hin- und Her seit Oktober (Hier wollte mir eine andere Ärztin dies verschreiben, aber da ich wegen dem Beruf umzog, konnte sie Nichts mehr machen) dann erst vor wenigen Wochen ein Rezept ausgestellt bekommen gehabt...

Doch mag ich anmerken, dass ich erst mit 20 Jahren diagnostiziert wurde, davor eine Lebensstrategie aufgebaut habe und viele Erfahrungen im Bezug zu mir, der Umwelt und anderen Menschen gesammelt habe und ich all dies Wissen endlich zum bedeutendsten Großteil in Übersicht habe und ich jeden Gedanken von mir schon überprüft habe, in welches Muster dieser tendiert. Kommt durch Erziehung? Eventuell Selbstkontrolle und Selbstdisziplin, den ich aus jahrelangem Kampfsport mitnahm...

Besiege dich selbst um über andere zu siegen oder eher: "Erkenne dich selbst um andere zu erkennen"

Nun habe ich meine Überlebensstrategie, die mir enorme Fähigkeiten bringt, die ich dann dank des MPH nicht in verschiedene Muster aufbaue, sondern (dies mache ich zur Zeit, wenn ich abends meditiere, bisher aber nur in irgendeiner Form mit Elontril oder jetzt MPH hinbekomme) als ein Gefilde verknüpfe, welches dann meine vollständige Persönlichkeit darstellt und ich nicht nach Flicken oder kleinen Mustern mein Leben richte, die nur kurzzeitig in bestimmten von mir mal analysierte Situationen passen...

Meine Ziele mit MPH, die ich objektiv betrachte hinbekomme:
-Meine Seelen-,Geist-.Persönlichkeitsflicken passend zusammen ordnen und strukturieren. (Ein Mensch besteht aus mehr als nur ein "Gesicht"
-Den Papierkram zum Umzug schaffen und dann den Umzug selber organisieren
-Mein Bundesfreiwilligendienst gut machen (Ok, machte ich vorher auch gut, aber wenn man immer weiß, dass man mehr leisten kann ist man motivierter dabei (Ich auf jeden Fall) und mir passieren weniger Flüchtigkeitsfehler oder ich vergesse Aufträge zu machen...
-Meine kommende Ausbildung, die im Sommer anfängt (Darauf freue ich mich so sehr drauf) und danach Studium
-GANZ WICHTIG: Ich bleibe abstinent und mit MPH habe ich garkein Bedürfnis irgendwie mir was reinzuhauen. Unter Elontril hatte ich zudem noch aufgehört zu rauchen (5 Monate) und an meinen Fingernägeln zu kauen->tat ich schon im Kindergarten, aber lange Fingernägel stören mich kräftig, wenn ich Gitarre spiele. So hielts nen Monat ^^

Also Quasi, den massiven Grundstock errichten um später so arbeiten zu können, wie ich es mir vorstelle...

Doch im Grobem und Ganzem waren viele Sachen damals Impulsentscheidungen, die mich reinritten. Auch wenn ich vorher las, welche Auswirkungen etwas hat und ich mit diesen Leben konnte, wurde es schlussentlich nur eine Erweiterung meiner Impulse. Schlimmstes Beispiel Ohne irgendetwas: Ich war monatelang mit den Eltern im Krieg, bei dem jeder den anderen kaputt machte, aber niemand klein beigab. Ich las, dass Selbstverletzungen endorphine auslösen und einen vom Gesehen ablenken können, dass ein so starker Impuls alle Impulse unterbricht bzw. abbricht. Nun ja. Es funktionierte wirklich so, wie ich es damals gelesen habe. Ich habe mich seit über einem Jahr nicht mehr geritzt. Der jeweilige Drang hörte mit Elontril auf, kam zwischendurch kurz wieder, aber nicht auf mich beeinflussend und mit dem MPH ist dieser Gedanke auch wieder weg.

Also zur ursprüglichen Frage, ob das Medikament Menschen verändert. Ich würde ein klares Nein sagen und wie gesagt deren Bewertung und Möglichkeit mit sich selber und der Umgebung umzugehen.

Homöophatie ist in meinen Augen gerne nutzbar wenn es darum geht, dass ein Inffekt oder ein Schnupfen durch ankurbeln des Immunsystems bekämpft wird, wo es nötig ist, dass der Patient hierbei positiv denkt. Zumal bewiesen ist, dass Optimisten in dem Bezug seltenst krank werden. In ihren Gebieten super einzuwenden ohne Frage finde ich, aber kann ich noch so positiv mit meinem ADHS umgehen und Leistungen erbringen, die generell reichen, mein ADHS wird nicht besser, mein Umgang mit ADHS kann besser werden, doch ab einem gewissen Punkt helfen in meinen Augen für eine Übergangszeit nur Stimulanzien, damit ich mir wirklich dann immer bewusst bin/sein kann, dass dies meine Leistung ist.

Ich hoffe, dass ich mit dem Beitrag bisschen helfen kann...

Lieben Gruß, der Khaosfalke