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Diskutiere im Thema Toleranz-Entwicklung bei Methylphenidat / MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    Toleranz-Entwicklung bei Methylphenidat / MPH

    Guten Morgen allerseits!

    Wie sieht es eigentlich mit dem Gewöhnungseffekt bei MPH aus?

    Für viele scheint MPH ja eine echte geistige Gehhilfe darzustellen -> aber wie lang kann dieser Effekt erhalten bleiben?

    Kann man diesbezüglich Ritalin und co eher mit der Wirkungsweise von Alkohol vergleichen oder eher mit der von Coffein?

    Bei Kaffee gibt es ja bekanntermaßen einen sehr schnell einsetzenden Toleranz-Effekt. Schon nach kurzer Zeit ist man bei einer Kanne pro Tag angelangt um eine halbwegs spürbare Wirkung zu erzielen (wenn nicht sogar mehr)

    Alkohol verhält sich da ja anders. Ja, vielleicht wird man etwas trinkfester -> aber im Endeffekt setzt die Wirkung immer ein. Man wird nicht Alkohol-resistent.

    Daher meine Frage: Verliert MPH mit der Zeit seine Wirkung?

    Lg

  2. #2
    infected me !

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    hallo pgras

    also ich nehme mph seit ende nov


    und am anfang war ich voll happy und voll euphorisch,und total optimistisch was die zukunft anbelangt---------------------------so war ich vorher nie !!!!!!!!!!!!

    jetzt aber habe ich das gefühl dass alles sich so in etwa einpendelt,wie es früher einmal war...

    habe genauso wenig antrieb wie früher,werde nicht richtig wach usw------- ich weiss nicht ob es an mir liegt oder an der dosierung ,aber ich habe genauso mal schlechte tage----überwiegend schlechte---
    wie vor den medis---leider

    wenn ich dann mal einen tag pause mache zb ist es ganz grausig----------da merke ich erst wie krass ich damals jeden tag unterwegs war1000 gedanken---alle durcheinander

    und danach die tage habe ich schreckliche rebounds...

    es fühlt sich so an als wenn ich einen konstanten spiegel halten müsste ,um keine rebounds zu bekommen----

    aber ich bin auch ne frau und du nich........hab mir hier im forum sagen lassen ,dass die wirkweisen zyklusbedingt sind bei frauen.....

    keine ahnung welche schwankungen bei männern so auftauchen.....

    aber wenn ich zb mal eine schwankung mal wieder hinter mir habe,is alles wieder gut und ich bin dem mph wieder so dankbar dass es wirkt...

    hoffe ,dass ich alle deine fragen beantworten konnte....

    liebe grüsse evakäfer

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Hallo pgras,

    bei mir ist es ähnlich wie bei evakäfer.

    Am Anfang absolute Euphorie und ein Gefühl von " so soll es sein, so kann es bleiben" aber nach und nach kehrt der Alltag zurück. Bei mir bleibt aber schon ein zeitweises Gefühl von innerer Ruhe aber auch das unterliegt den monatlichen Schwankungen.

    Allerdings muß ich auch sagen, dass ich außer MPH zu nehmen eine Menge für mich tue und dieses erst durch die Einnahme möglich geworden ist, weil ich sonst den Hintern nicht hochbekommen hätte. Ich erwarte keine Wunder und von daher paßt es für mich sehr gut. Und die Dosis endlos in die Höhe zu schrauben ist nicht mein Ding.

    Für manche Menschen ist die Wirkung selber auch nicht so doll spürbar aber für Ihre Umwelt umsomehr!

    Liebe Grüße

    Laura

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Hi ihr,

    wisst ihr was ich glaube?
    Das ist so, wie wenn man Schmerzen hatte und die verschwinden... erstmal genießt man die Schmerzfreiheit ganz intensiv und bewusst... irgendwann ist sie aber wieder selbstverständlich. Kein Genuss mehr... keine Freude dass der Schmerz nachgelassen hat... aber trotzdem ist man schmerzfrei!

    Vllt muss man sich das immer ins Gedächtnis rufen...

    Und ausserdem scheinen mir sehr stressige Situationen tatsächlich die Wirksamkeit zu hemmen... vllt. auch Hormonschwankungen... Wir sind eben ein sehr komplexer Organismus... da scheinen feine Veränderungen der internen "Chemie" manchmal große Wirkung zu haben...




    LG
    happypill

  5. #5
    ErichW

    Gast

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    pgras schreibt:
    Daher meine Frage: Verliert MPH mit der Zeit seine Wirkung?
    Die mir bekannten "Langzeitschlucker" behaupten ziemlich unisono, es gäbe keinen Gewöhnungseffekt. Das wird auch indirekt durch die Literatur bestätigt, in der Gewöhnungseffekte keine große Rolle spielt.

    Ein weiteres Indiz ist, dass auch Suchtentwicklung ja mittlerweile kein Thema mehr ist.

    Von mir selber kann ich nur sagen, dass ich, solange ich MPH genommen habe, die nächste Dosis am Ende der Zeit genauso vergessen habe wie am Anfang. Meine wirksame Dosis hat sich zusätzlich sogar innerhalb der ca. 6 Jahre sogar verringert.

    Aber bei MPH gilt besonders, dass jeder Jeck anders ist. Es werden sich also wohl auch Leute finden lassen, bei denen es anders ist.

    FG Erich

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Das wird auch indirekt durch die Literatur bestätigt, in der Gewöhnungseffekte keine große Rolle spielt.
    Das steht so ganz direkt in der Literatur: Es gibt bei "normaler" Anwendung keinen Toleranzeffekt im medizinischen Sinne, lies nach bei Krause, bei Neuhaus, bei Stieglitz oder einer der vielen Artikel zu dem Thema. Das ist doch das Schöne: Eine Stimulans ohne Toleranzentwicklung.

    Aber man gewöhnt sich an die positive Wirkung. Einfach mal drei Tage weglassen dann fällt einem schon wieder ein warum man mit MPH angefangen hat ... aber auch das wird ja empfohlen: Ab und an, mindestens einmal im Jahr, eine Weile aussetzen und Dosis neu justieren (das kann dann rauf oder runter sein).

  7. #7
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Also ich nehme MPH schon seit Anfang dieses Jahres ...ähhhm, letzten Jahres und habe noch keine Gewöhnung bemerkt.
    Aber im Winter brauche ich etwas mehr. Manchmal ist die Wirkung etwas stärker. An was das liegt, das habe ich aber so richtig
    noch nicht herausgefunden. Wenn ich relaxt bin, dann scheint es manchmal besser zu wirken.
    Ich nehme 2x 5 mg, manchmal (Winter) 3x 5 mg.
    Hat das von euch auch einer, dass man irgendwie anders sieht, nach der Einnahme? Mehr Dreidimensional? Und schärfer?

    LG --hirnbeiß--

  8. #8
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Ich nehme MPH sein Jahren, zwar mit veränderter Dosis, weil ich noch al Jugendliche angefangen habe und sich da mein Körper noch verändert hat, jetzt aber schon ca 2 Jahe mit gleicher Dosierung und bei mir gewöhnt sich gar nix.

    Ich glaube das, was oft als "Gewöhnung" bezeichnet wird ist wirklich nur das Verblassen der Euphorie. Und manche vergessen oder verdrängen auch, dass diese Medikamente kein Heilmittel sind, sondern eine Hilfe.

    Depressionen verschwinden nicht, euer Charakter ändert sich nicht, MPH sorgt nicht dafür, dass ihr duch Zauberhand alle Probleme gelöst habt. Ich hatte eine Freundin, die hat die Dosis eigenmächtig imemr erhöht, weil sie nicht verstanden hat, dass sie ihre Probleme selbst in die Hand nehmen muss, dass die nicht einfach verschwinden.

    Für mich ist MPH der morgendliche Tritt, den ich brauche um anzufangen, eine Hilfe, damit ich dran bleibe und mich nicht gleich ablenken lasse von allem.

    Aber Therapie oder Neuordnung des Lebens, das kann es nicht ersetzen, daher fällt man nach einer Weile zurück in das Loch.

    Denke ich. Meine Meinung.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Toleranz-Entwicklung MPH

    Hallo,

    über die Gewöhnung kann ich noch nicht viel sagen, weil ich MPH erst seit Ende November nehme. Allerdings habe ich am Anfang zwei recht hohe Dosierungen bekommen, Morgens und Mittags. Nachmittags hatte ich dann einen derben Rebound und es ging mir gar nicht gut. Daraufhin haben sie die Dosierungen auseinander gezogen und nun nehme ich Morgens, Mittags und Nachmittags eine etwas geringere Dosis. Damit komme ich sehr gut zurecht. Einen kleinen Unterschied zum Anfang sehe ich schon, aber ich denke, dass es einem am Anfang einfach stärker aufgefallen ist, dass was "anders" ist (im positiven Sinne) und man sich an den postiven Efekt gewöhnt. Ich war mir gar nicht soo sicher wie positiv der Efekt ist, aber ich habe den Test den ich am Anfang der Therapie gemacht habe dann am Ende der Therapie wiederholt und das Ergebnis war echt extrem unterschiedlich. Mein erster Test (am Computer so ein Konzentrations und Reaktionstest) war eine reine Katastrophe und der zweite war im guten Durchschnitt. Das hat mich wirklich begeistert und mir gezeigt, dass es wirklich ein Unterschied ist, an den man sich aber eben auch gewöhnt.
    Mitlerweile merke ich aber sehr genau wenn die Wirkung des MPH nachlässt und sehe dann auch den Unterschied.

    Meine Ärztin sagte zu mir, dass man im Zweifel irgendwann noch etwas höher dosieren könnte, aber ich bekomme 15 - 20 -10 mg, habe also auch 5 mg Kapseln hier und sie sagte, dass ich durchaus auch in Absprache mit meinem jetzigen Arzt schauen kann ob ich im Laufe der Zeit halt um 5 mg pro einnahme erhöhen möchte. Ich habe nicht verstanden ob das dann mit einem möglichen Wirkverlust zu tun hat oder ob sie meint, dass ich die Wirkung noch optimieren kann.

    Als ich meine Ärztin in der Therapie nach einem "Wirkverlust" fragte hat sie zu mir gesagt, dass es ja nicht so ist, dass sich ein "Spiegel" für langfristig aufbaut sondern sich das Medikament ja immer wieder abbaut und dann am nächsten Tag alles quasi wieder von neu aufgebaut wird. Das würde gegen die "Gewöhnungstheorie" sprechen. Aber den Vergleich mit dem Alohol finde ich interessant. Ich denke, dass das Problem ist, dass es einfach noch nicht genug Langzeitstudien bei Erwachsenen gibt.
    Eine wirkliche Antwort auf die Frage scheinen auch die Ärzte da nicht zu haben.

    LG

    Rose

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Toleranz-Entwicklung bei Methylphenidat / MPH

    Interessant, die verschiedenen Erfahrungen, die ihr mit den Meds gemacht habt, zu lesen!

    Wie schon richtig von Erich angeschnitten: Es kommt wohl auch sehr darauf an, weswegen man MPH nimmt bzw was für einen die tatsächlich positiven Effekte sind. Jemand, für den das Problem der fehlenden Aufmerksamkeit das Haupt-Übel darstellt, wird wohl andere Erfahrungen machen, als jemand, bei dem auch noch eine satte Depression mitwirkt.

    So wie ihr das schildert, sollt man eigentlich regelmäßig für Unterbrechungen im Konsum der Medis sorgen? Einmal im Jahr hört sich da meiner Meinung nach sogar nach sehr wenig an : 1 mal Pro Woche klingt für mich schon viel eher so, als könnte einem dadurch die positive Wirkung wieder bewusst werden?

    Aber wie wirkt sich das dann aus? Beginnt der Körper durchzudrehen, wenn man alle paar Tage einen Tag Pause macht?

    Eine weiterer Punkt, der damit auch zusammenhängt:
    Wenn man sich an die positive Wirkung so sehr gewöhnen kann, dass sie einem gar nicht mehr auffällt -> erscheint einem dann der Normal-Zustand, sprich ohne Medikamente, als schlechter wie zuvor?

    Mir können die Medikamente sicher sehr behilflich sein - allerdings ist es aktuell nicht so, als könne ich nicht mein Leben regeln.

    Um bei dem oft verwendet "MPH ist eine Gehhilfe"-Gedankenspiel zu bleiben:
    Ohne Medikamente ist es nicht so, als könne ich mich nicht vorwärtsbewegen. Ich humpel vielleicht und bin manchmal langsamer oder bewege mich etwas torkelnd und komme somit vom Weg ab - aber ich bewege mich trotzdem Richtung Ziel.

    Meine Angst: Wenn ich mir nun einen supercoolen MPH-Rollstuhl besorge oder eben eine andere Apparatur, mit der ich viel schneller vorrankomme - ich dadurch aber verlerne, ohne diesem Gerät zu gehen -> dann bin ich vielleicht nicht tatsächlich physisch abhängig, doch trotzdem wird mir der Spaß am normalen spazieren wohl genommen sein, da ich es mit Gerät viel leichter und angenehmer kennengelernt habe?

    Infolgedessen sind dann ja auch Pausen-Tage hier und da nur schwer einzuschieben, da man sich an denen noch viel schwerer tun wird als zuvor - da man ganz vergessen hat, was "normal" eigentlich wirklich bedeutet?

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