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Diskutiere im Thema Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Moin Moin

    Dies ist vollkommen ernst von mir gezeigt und zwar habe ich Sorgen um meine Dosierung vom Medikinet Adult...

    Ich habe mich an eine wirksame Dosis rangetastet, doch bemerke ich, dass ich zwischen 20 und 30mg nur müde und müde werde. Garnicht aus den Quark komme. So als hätte ich was Sedierendes eingenommen. Nun ja. Ich habe mich jetzt so rangewagt, dass die morgendliche Dosis schon 50-60mg sind und ich etwa 13 Uhr +/- 30 Minuten nochmal 50-60mg einnehme. Ich verspüre keinerlei Nebenwirkungen, im Gegenteil habe ich seit Kind an einen essentiellen Tremor, der unter diesen Dosierungen sich stark verringert oder völlig verschwindet. Auch mein gelegentliches Muskelzucken im Nacken, welches ab und zu auftrat, wenn ich im Auto an der Ampel warte, ist weg...

    Ich bin echt verunsichert, da ich dann schon 100-120mg zu mir genommen habe. Abends zum Schlafen lege ich dann nochmal 10-20mg nach. Dann lege ich mich hin und schlummer wie ein Baby. Bin dann morgens wenn mein Wecker klingelt wach und ausgeruht. Mir ist bewusst, dass 80mg die Höchstdosis sein sollen, aber bemerke ich davon kein zufrieden stellendes Ergebnis.

    Was ich bisher bemerkte:
    -Ich kann still sitzen bleiben und während der Arbeit der Teambesprechung vollständig aufnehmen und zuhören. Dazu dann passend mein Feed-Back geben oder eine Frage einwerfen. Ich gehe zufrieden daraus, anstatt mit dampfenden Kopf, wo ich trotz des Wollens, kaum was mitbekommen habe.
    -Ich schaffe es meine Gedanken zu ordnen und auch im Gespräch diese geordnet auszusprechen. Dank dessen, da ich meinem Gesprächspartner ohne Probleme zuhören kann und das was er/sie sagt auch aufnehme und sich nicht nur ein Mund von meinem Gesicht bewegt...
    -Ich bin entspannt, motiviert, fühle mich wohl, da ich endlich es schaffe das Chaos in mir und außerhalb von mir zu ordnen...
    -Ich fahre nicht mehr so rasant und riskant Auto und fühle mich nicht mehr so auf dem Sprung. Ich schaffe es mir Zeit zu nehmen...
    -Ich erkenne, wie unordentlich meine Wohnung ist und schaffe es dies planmäßig wieder sauber zu machen und zu halten
    -Mein Konsum an Zigaretten ist zurückgegangen und wenn, dann schmöke ich eine jetzt vier- oder fünfmal so lange, da ich diese jetzt wirklich genieße
    -Ich bin geduldiger und aufmerksamer gegenüber mir (zum Beispiel Hygiene), meiner Umwelt (fängt bei der Wohnung an bis zu öffentlichen Plätzen) und meinen Mitmenschen (Im Kontakt/Gespräch)

    Das klingt in meinen Augen super, wenn es so gut wirkt, aber trotzdem macht es mir Angst, diese hohe DOsis dazu zu benötigen (Habe es niedriger versucht), auch wenn ich weder Nebenwirkungen spüre oder vermerke und dann noch Beschwerden aus der Kindheit an verschwinden, wie der Tremor (also Zittern der Hände, je nach Stresslevel Gankörperzittern)

    Warum ich dies hier jetzt schreibe? So genau weiß ich es nicht, aber ich bitte um einen objektiven Rat. Vielleicht wollte ich es auch nur von mir los werden. Ich befürchte auch, wenn ich da nach über drei Jahren Hin- und Her aufgrund der mir helfenden Dosis, der Arzt bzw. die Ärztin mir Unverantwortlichkeit unterstellt (und vielleicht ist es auch so) und mich dann ganz ohne im Regen stehen lässt...

    Zur Nebeninformationen: Ich habe früher (Dies ist der Zeitraum von Anfang 18 Jahren bis 22 Jahren) viele Drogen genommen und Alkohol getrunken habe. Jetzt habe ich über ein Jahr lang clean gelebt außer Nikotin und Koffein. Meine Ärztin weiß dies. Ich will weder wieder zu Drogen greifen, die mir schaden, im Endeffekt nicht helfen und eher eine Qual sind, noch will ich mich mit mir selber herumquälen, wenn ich ohne mir selber im Wege stehe. Ich fange im Sommer meine Ausbildung wieder an (steht sicher fest) und ich habe diese schon einmal abbrechen müssen. Ich will es nicht riskieren, dies wieder zu verhauen, da ich dann deutschlandweit gesperrt wäre...

    Was ich noch hinzufügen kann, wäre, dass bisher jedes Medikament oder jede Droge von mir fast erschreckend hoch dosiert wurde, damit es wirkte oder spürbar gewesen ist... Von Anfang an, als ich vor über fünf Jahren die ersten Male in meinem Leben Substanzen konsumier
    Geändert von Khaosfalke (20.01.2012 um 14:43 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    Beitrag AW: Keine Angst

    na du. es ist schon erstaunlich wie genau du dich und deine verhaltensweisen kennst. deine ängste sind auf jeden fall verständlich. ich denke, dass du stets von der angst begleitet wirst. angst abhängig zu sein. egal wovon. was macht es denn auch schon aus, ob ich durch legale oder illegale oder gerade noch vertretbare substanzen, einigermassen in dem dschungel das alltäglichen wahnsinns bestehen kann.
    habe keine angst, du bist auf einem sehr guten weg. ich würde mir eine psychotherapeutische unterstützung für dich wünschen. einen menschen mit dem du offen reden kannst, du weisst, was ich mit offen meine. ich biete dir gern meine aufmerksamkeit an. benutze sie, wenn du es für richtig hälst. schattenlicht

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Danke sehr für deine Antwort

    Doch in meinen Augen ist der beste Therapeut ein guter Freund mit dem man durch dick und dünn geht. Mit dem man schon einige Tiefs durchquert hat und sich auch ab und zu aufs derbste gestritten hat, doch sich stets wieder zusammen gefunden bzw. sich zusammengerauft haben...

    Quasi jemand der einen auch ohne Worte versteht. Also ein echter Freund halt ^^

    Und ich habe jahrelang mich selber und meine Umwelt analysiert, da bin ich zum Experte geworden. Denn wenn man stets Scheiße gebaut hat oder unverhofft rein geraten ist und man garnicht wusste wieso sowas schon wieder passiert ist oder wieso man plötzlich so viel Ärger von den Eltern etwa bekommt, obwohl man meint Nichts getan zu haben, dann überlegt man sich, wie es dazu kam und in welchem Kontext man selber dazu steht. Ich bin ein Mensch, der Probleme anpackt oder es wenigstens stets versucht und dazu muss oder sollte man vorher wissen, wodran dies liegt und genau den Grund wissen bzw. ergründen. Dann habe ich generell versucht die Situation zu bessern oder mein Verhalten so zu ändern, dass ich garnicht in Problematiken reinrutsche. So oft, wie ich mich bewahren konnte, so oft bin ich trotzdem in ungünstige Lagen geschlittert...

    Aber je mehr ich zu meiner Frage oben andere Texte suche, finde und lese, desto öfter finde ich die Information, dass es garnicht so wenig Leute gibt, die sehr hohe Dosen zu sich nehmen...
    Beruhigt mich bisschen, doch bleibe ich achtsam...

    Es stimmt, dass ich manche Befürchtungen im Bezug habe, doch ist dies wohl normal und manche Zweifler und Sorgen sind manchmal doch positiv, da diese einem helfen eine Situation von allen Seiten zu beleuchten, da die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man sich die Lage schön redet und/oder sich selber belügt...

    Vielen Dank für dein Angebot und falls ich es als notwendig erachte, melde ich mich

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Mit dem Schlaf ist dass bei mir genau so gewesen.

    Ich habe so am Tag 11-13 Stunden geschlafen. Und als ich angefangen habe Medikinet Adult zu nehmen hat sich auch mein Schlaf verringert. Daraus folgt natürlich, dass ich weniger schlafe. Und daraus folgt dass ich den ganzen Tag müde bin bzw war.

    Das hat sich nach einiger Zeit verbessert, weil ich mich wahrscheinlich an den Schlafrhythmus gewöhnt habe.

    Mittlerweile Schlafe ich halt max 10Std... was immer noch sehr viel ist..

    Was die Dosierung angeht ist das halt so eine Sache... Hast du keine Verbesserungen (die Sachen die du bemerkt hast) wenn du max 80mg am Tag nimmst?

    Ich dachte immer die Höchstdosis ist 1mg/pro KG?

    Dosierungssachen würde ich mit dem Arzt besprechen.. evtl andere Medis.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Stimme dir da zu. Viele empfinden ja, dass Medikinet "schwächer" wirkt als andere Medis. Klar ist es gut, wenn du dich mit jetzt mit deiner Dosierung gut fühlst, allerdings ist die Angabe einer Höchstdosis sicherlich nicht ohne Grund. Es kann kaum gesund sein, so hoch zu dosieren.
    Frag doch einfach mal deinen Arzt, vllt ist ein anderes Präparat besser für dich geeignet!

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Ja, ich werde morgen abend zu meiner Ärztin fahren und nachhaken. Da hat sie offene Sprechstunde (Ich habe meinen Termin nächsten Monat absagen müssen, da ich zu der Zeit für ne Woche auf einem Seminar sein werde und sie hatte dann keinerlei Alternativtermine frei).

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sorge um meine Dosierung (Medikinet adult)

    Sie hat mir nochmal genug verschrieben und mir ne Überweisung geschrieben an die Uni-Klinik. Unter Diagnose/Verdachtsdiagnose "ausgeprägtes ADHS", "unter insg. 120mg [...] gut kompensiert...", sowie beim Auftrag "Schnellmetabolisierer ?". Bei Fragen und Problemen kann ich mich weiterhin an sie wenden, aber sie selber macht nur bis 60mg am Tag...

    Den Termin habe ich im Februar...

    Mal sehen was kommt ^^

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