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Diskutiere im Thema Fragen zu SNRI / Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    Fragen zu SNRI / Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern

    Hey ihr Lieben,

    ich war gestern bei meinem Neurologen und hab ihn a) von meiner nun klinisch bestätigten ADS-Diagnose erzählt und b) davon, wie sehr ich unter der Weihnachtszeit zu Hause gelitten habe.
    Daraufhin hat er vorgeschlagen, das Antidepressivum Venlafaxin einzustellen - im Hinblick auf die depressive und die ADS-Symptomatik. Nun soll(te) ich jeden Tag morgens und abends 75mg nehmen, um eine 24h Wirkung zu erreichen.
    Nun habe ich da ein wenig Bedenken, weil ich das Medi schon einmal bekommen habe, da war zwar die ADS noch unentdeckt, aber die Depression sollte behandelt werden. In dieser Zeit hat Venlafaxin alles nur noch schlimmer gemacht. Ich lag eigentlich nur apathisch und traurig rum und war zu nichts fähig. Ich habe dann irgendwann Fluoxetin bekommen, das etwas geholfen hat. Damit war's erstmal gut, bis ich es Anfang 2011 absetzte.
    Vor Venlafaxin wurde vor ca. 3 Monaten nochmal ein Versuch mit Fluoxetin (20mg) gemacht, als die Depris wiederkamen. Und diesmal (ich nahm in der Zeit schon MPH) habe ich es überhaupt nicht gut vertragen Es hat mich eher unruhiger (innerlich) und trauriger gemacht, also nicht mehr so gewirkt wie damals ohne MPH. Daher meinte mein Arzt, es wäre vllt einen Versuch wert, auch Venla noch einmal zu testen.
    Ich hab ziemliche Angst davor, dass es das wieder schlimmer macht. Und vor den Absetzerscheinungen. Mit MPH hab ich gar kein Problem, da ich es jeden Tag weglassen könnte. Dann wäre ich zwar die alte Chaotin, aber es gäbe wohl keinen so heftigen körperlichen Entzug, wie ich es oft bei SSRI und v.a. SNRI gehört hab... Fragt mich nicht wieso, aber ich denke bei sowas immer an eine mögliche Schwangerschaft, auch wenn das aktuell längst nicht geplant ist XD - es wäre aber echt blöde.

    Und wenn ich es versuche und es nicht gut geht, was haktet ihr von meiner Theorie, dass das evtl die serotonerge Komponente ist, die dann die Oberhand gewinnt udn in meinem Hirnstoffwechsel nicht von Vorteil ist? Das würde meiner Meinung nach die Verschlechterung unter Fluoxetin erklären... Ich hatte überlegt, es dann noch einmal mit Duloxetin (Cymbalta) zu versuchen, da es ja Serotonin und Noradrenalin ausgewogener beeinflusst. Kann es sein, dass das einen Versuch wert ist...? Habt ihr vielleicht Erfahrungen?

    Ich bin wirklich unsiche,r ob ich überhaupt wieder mit sowas anfangen will, aber einen Versuch wäre es ja vielleicht wert. Auch im Hinblick darauf, dass ich mir vorstellen könnte, dass ein Therapieversuch mit Bupropion (Elontril) und einem SNRI evtl. bei mir ausreichen könnte, um MPH überflüssig zu machen (nicht falsch verstehen, ich find MPH super, aus oben beschriebenen Grund und aufgrund der Wirksamkeit, von der ich bei Therapiestart unheimlich beeindruckt war, ich hatte nämlich schon alle Mdis verteufelt wegen paradoxer Wirkung ^^ Aber jetzt weiß ich ja, was los ist) und damit auch die ewige Diskussion um BTM-Rezepte und private Kostenübernahme oder auch Rebounds am Tag etc. Das ist eine weitere Idee, die mir in den Kopf schoss, als ich mich über SNRI informiert habe. Ist die blöd oder vielelicht gar nicht sooooo blöd?

    ich würde mich über eure ehrliche Meinung und Gedanken dazu freuen! Am 10.2. hab ich wieder nen Termin...

    Liebste Grüße und einen schönen Tag euch!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Fragen zu NSRI/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern

    Hi

    bin genauso alt wie du, habe auch ADS und vorher eine jahrelange Depressive Episode. Mit Fluoxetin habe ich keine Erfahrung.
    Du sprichst auf stimmungsaufhellende und ADS-Medikation an, so viel erstmal dazu.

    Ich habe eine dreimonatige Erfahrung mit Duloxetin, Cymbalta 30mg in Kombination mit Bupropion, Elontril 300mg gemacht.
    Eine sehr gute Erfahrung und Empfehlung! Du solltest in jedem Fall mit deinem Neurolgen darüber reden!
    Ich hab Cymbalta seit dem anfang der einmonatigen Psychotherapie,
    die ich machte, bekommen und eine Woche später, nach einem Medikinet-Test, der ansprach Bupropion 150mg und nach 5 tagen 300mg in
    Verbindung seit dem bekommen, also 30mg Cymbalta + 300mg Elontril, einmal täglich alles auf einmal, in meinem Fall morgens,
    da das Bupropion nach der Ersteinnahme genauso ähnlich wie Ritalin wirkt und
    klickmäßig einschlägt und daher meinem Antrieb gut tat und das über den ganzen Tag hinweg.
    Auch die Chaos Gedanken und Stimmungsschwankungen hat man dadurch zur halben Miete, wie ich spürte behoben und das Konzentrieren fällt einfach leichter!
    Es behebt meiner Erfahrung nach viele AD(H)S Symptome, die normalerweise negativ zur Geltung kommen!

    Nach anderthalb Wochen hat man sich ohne Nebenwirkungen in Bezug auf das Elontril an die Medikation gewöhnt und man spürt nach Einnahme dieser
    Tabletten dann auch nicht mehr die Wirkung, die man erwartet, weil sie schon da ist und medikamentös ausbalanciert ist

    Noch ein Tipp von mir:

    Es ist eine gute Medikation, nur hatte ich leichte Nebenwirkungen in Form von starkem Kraftgefühl und Überanstrengungen, was man bei Tätigkeiten meist nicht merkt und hinterher merkt, dass man sich "ausversehen" verausgabt hat, starke rote, ja fast "kränklich" auffallende Augenrötungen..man selber spürt jedoch nix und das Sehen wird auch in keinster Weise beeinträchtigt, außer man hat das Problem, mit der Lichtintensität bei Medikation mit Antidepressivern, wie ich ..aber halb so wild^^
    Ich muss allerdings, wie Du vielleicht auch weißt, sagen, dass das Cymbalta ein sehr sehr starkes Medikament ist und je nach Dauer der gesamten Einnahmezeit es umso schwieriger wird, es wieder abzusetzen und weiterhin Bupropion einzunehmen. Also wenn du merkst, dass die Depression sich bessert mit diesen Medis und Du irgendwann eventuell denkst, dass sich die gewohnte Wirkung zum Negativen ändert oder sogar wechselt, mache nicht den Fehler und setze das Bupropion ab!! sondern das Cymbalta!!
    Ich hab es leiser so gemacht und hatte dann noch das Dilemma mit den beschissenen Absetzungserscheinungen von Cymbalta..Stromstöße etc.. -.-
    Also wenn das mit der Wirkung geschieht, dann versuchen so langsam wie nur möglich das Cymbalta absetzen mit den besten Methoden und schleichend, nicht sofort! sonst Nebenwirkungen ohne Ende. Man darf nicht vergessen, es wird ja nunmehr angewandt um Depression vorwiegend zu heilen, wenn man selbst natürlich auch NUR will.
    Und das tut es auch, man merkt es hinterher, kann ich jedenfalls in meinem fall sagen.


  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Fragen zu NSRI/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern

    Aber sprich mit deinem Arzt darüber zuerst, der wird Dir das dann auch verschreiben.
    Das Gute an Bupropion ist, dass die stummungsaufhellende Wirkung sogar nach Ersteinnahmne eintritt und man sich sooooofort besser fühlt ))
    Unbedingt Ausprobieren vor anderen Medikationen, das ist meine Meinung und Empfehlung.
    Für weitere Fragen bin ich offen

    LG Interpreed und schönen Abend noch

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