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Diskutiere im Thema Ritalin, Ja oder Nein? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    Frage Ritalin, Ja oder Nein?

    Hi Ihr lieben,
    Ich hab seit kürzester Zeit einen Namen für mein "Verhalten", d.h ich bin in psychiatrischer Behandlung und hab auch ADHS.
    Ich war schon immer "etwas überdrehter", zappeliger (passiert bei mir meistens unbewusst), unkonzentriert u.s.w...bei mir gehören halt alle möglichen Symptome seit jeher zur Tagesordnung.

    Durch meinen, jetzt leider , Ex-Partner (welcher auch ADHS hat) wurde ich erstmals damit konfrontiert. Er war sich die ganze Zeit über immer ziemlich sicher dass ich es auch hab, weshalb ich dann einen Arzt aufgesucht habe. Mein Partner hatte mir vor geraumer Zeit mit Ritalin "ausgeholfen" weil ich mich auf eine "Prüfung" vorbereiten musste und es mir praktisch unmöglich war zu lernen.(Ich habs über einen ungefähren Zeitraum von 1 Monat, morgens und mittags genommen) Mit dem Ritalin gings einwandfrei, ich wurde sogar 1 von 31 in diesem Examen. Er meinte damals, Ritalin helfe nur jemanden MIT ADHS, somit wäre seine Vermutung bestätigt. Mein Arzt hat mir dies ebenfalls bestätigt.

    Nun hat mir der Arzt ne Hausaufgabe gegeben, und zwar soll ich mir bis zu unserem nächsten Termin überlegen ob mein Gedanke, keine medikamentöse Behandlung machen zu wollen, nicht ein wenig irrational sei, da ich ja bereits die Erfahrung MIT Ritalin gemacht habe (ganz ehrlich, noch nie zuvor konnte ich klarere Gedanken fassen als zu dem Zeitpunkt). Ich hab ihm nämlich gesagt, dass ich bis heute gerade mal gar keine (höchstens mal ne Aspirin bei Kopfschmerzen) Medikamente eingenommen habe. Es handelt sich dabei also um MEIN Prinzip. Er meinte nur, ob ich so weiter leben möchte wie ich es bisher gemacht habe (ziemlich anstrengend also) oder ob ich mir das Leben nicht ein bisschen einfacher, angenehmer gestalten möchte.(klingt schon verlockend)
    Wie steht Ihr so im allgemeinen einer medikamentösen Behandlung gegenüber? Ist das Leben auf Dauer wirklich nicht mehr so anstrengend, ermüdend, frustrierend und all den anderen negativen Aspekten?
    LG
    F.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Hallo Frunni

    Gegenfrage:
    Warum probierst Du es nicht nochmal und entscheidest Dich dann?

    Ich bin auch skeptisch gegenüber Medis,neme wie Du nur im "Ernstfall" welche z.B. Zahnschmerzen oder sehr starke Kopfschmerzen,zum Glück habe ich beides eher selten.

    Mit meinem Ritalin LA halte ich es so:
    Feiertage und Wochenende neme ich keine,da gestern mein erster Arbeitstag war neme ich es seit gestern früh wieder,Nachmittags neme ich es "nach Bedarf"... ganz nach dem Motto "so wenig wie möglich,soviel wie nötig",von Ärztlicher Seite gab es keinerlei Einwände.

    Ansträngend und zum Teil frustrierend ist das Leben natürlich trotzdem noch oft,genau so wie das Leben manchmal leicht und schön ist
    Ich fühle mich mit Ritalin etwas ausgeglichener,nicht mehr so leit reizbar und kann mich besser konzentrieren,da sich die Nebenwirkungen bis jetzt sehr im Rahmen halten (etwas mehr/schnelleres Schwitzen) habe ich für mich entschlossen es solang zu nehmen wie es mir gut tut.



    Gruß Matze

  3. #3
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    ich sag mal es kommt drauf an wie stark Deine ADS-Schwierigkeiten sind
    wie Du mit Dir klarkommst
    kommst beruflich klar ....hast nen Beruf wo Konzentration wichtig ist ...oder Dein ADS störend ist

    mach Dir ne kleine Liste in welcher Hinsicht Du Dir die Medis wünschen/brauchen würdest ...dann wäge ab

    ich nehme AD´s und [............ ] Schilderung von Stratftaten (gelöscht) ...war halt auch ne Geldsache ..so zahl ich vierteljählichnur 20 Euro
    Geändert von Alex (12.01.2012 um 22:53 Uhr) Grund: s. Edit

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    eine pro und kontra liste klingt sinnvoll... wenn dann mach es doch so wie atze es geschildert hat... nach bedarf, zb in anstrengenden konzentrationsfordenden situationen oder bei längeren arbeitstagen... wie überstunden oder vergleichbarem.... wenn du also mal ruhe hast und dich nciht übermäßig konzentrieren musst, kannst du es ja auch weg lassen...

    ...also zum fernsehen oder beim am pc chatten und hier lesen komme ich ohne medikinet/ritalin sehr gut zurecht... (bekomme ab morgen medikinet und werde dann schauen ob es damit besser wird oder eben nicht) is alles eine frage der abwäung: nutzen/risiko

    in jedem fall viel erfolg beim "selbst" finden

  5. #5
    Ist hier zuhause

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    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Wie steht Ihr so im allgemeinen einer medikamentösen Behandlung gegenüber? Ist das Leben auf Dauer wirklich nicht mehr so anstrengend, ermüdend, frustrierend und all den anderen negativen Aspekten?
    genau deshalb nehme ich Mph - Ich bin sonst auch keine Freundin von Medikamenten. Ich mag nur nicht mehr so viel Kraft vergeuden, die mir wonders fehlt. Heute bin ich Mitte 50zig und finde es schade, dass ich nicht schon früher das Mph zur Verfügung hatte.

    Auch wir ADHSler haben nur dieses eine Leben und es darf auch mal nicht mehr so anstrengend, ermüdend, frustrierend sein.

    Ich werde z. B. jetzt bald auch noch in eine ADHS spezifische Reha fahren und hoffe dort viel für mich zu lernen, damit das Leben noch etwas netter wird.

    alles Liebe ELvira

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Vielen Dank für den netten Empfang erstmal :-)
    Ich denke ich werde mir eine pro/contra Liste aufstellen. Und es einfach mal eine Zeitlang "mit" probieren, denn das ständige nur darüber Nachdenken wird mich wohl auch nicht weiterbringen. Vor allem aber bin ich froh zu lesen dass es hier auch welche gibt die an sich gegen Medis sind und sich trotzdem das Leben "mit" ein wenig vereinfachen. Ich werd meinem Gewissen dass jetzt mal klarmachen :-)
    LG
    F.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Hi Leute,
    Oh je, seitdem ich mich mehr und mehr damit befasse, merke ich was für einen Rummelplatz ich in meinem Kopf habe :-( Dieser ständige Gedankenwirrwarr und mein Mangel an Konzentration (lesen, zuhören...) sind wohl die Dinge die mir das Leben am schwersten machen. Die Zappeligkeit stört mich nicht mal so, und denjenigen den es stört, macht mich da schon aufmerksam drauf, die Hyperaktivität gleiche ich mich Sport aus, Mountainbiken,Laufen, Klettern. Aber es ist schon frustrierend wenn ich bedenke was ich alles an Energie in die Zeit verschwende, in der ich mich (vergeblich) anstrenge meine Gedanken zu ordnen, mich zu konzentrieren...
    Ich bin ja eigentlich schon immer so, aber jetzt wo mir eine Richtung angegeben wurde und ich weiss dass es nicht so sein MUSS, merke ich erst wie sehr ich Hilfe benötige.
    LG
    F.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Mit gings genau so ... ich hab zwar unter einer Unruhe am meisten gelitten und bin letztlich deswegen zu Doc, aber die Unkonzentriertheit hat mich am meisten "behindert". Warum hab ich wohl den Computer nicht am Schreibtisch sondern einen Durchbruch in den Keller damit mich das sehr leise Surren nicht ablenkt? Warum ab ich wohl kaltes Licht und ein leeres Büro? Na, und warum hab ich es wohl nie lange im Angestelltenverhältnis ausgehalten? Und so weiter ... Und, ja, so bin ich schon immer gewesen ...

    Tja, im Nachhinein wir ein Schuh draus... und "Ritlalin" hilft, ist aber nur der Anfang!

    So geht es aber vielen hier.


  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 134

    AW: Ritalin, Ja oder Nein?

    Hallo,
    ich kann leider nicht aus eigener Erfahrung sprechen, da ich nur für eine Woche Concerta genommen habe und so neben der Spur war, daß ich sogar meinen damaligen Job verloren habe.
    Aber mein Sohn nimmt seit nun 12 Jahren erst Ritalin, dann Concerta. Er hat aus eigenem Willen für ein Jahr pausiert mit den Medis und das Leben wurde für alle zur Hölle. Erst als sein Arbeitgeber ihm drohte, ihm seine Ausbildung zu kündigen, wenn er nicht wieder zu den Tabletten greift, nahm er sie wieder und nun........Er hat selbst bewusst den Unterschied bemerkt und ist glücklich MIT den Medis.

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