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Diskutiere im Thema Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #41
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    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    @Hypoaktivist: wollte mich ja mal bedanken, dass Du dir immer wieder die Zeit nimmst, die recht schwierigen "chemischen" Unterschiede der Medis, auch für Laien verständlich, zu erklären.

    PS: ich habe auch zwei Schreiben bzgl. der Medikation. Eines von der Kurklinik das ich mit MPH - und eines von meinem Doc, dass ich jetzt auch mit Amphetamin behandelt werde. Mir ist da wesentlich wohler bei, wenn ich diese Schreiben im Geldbeutel habe.

    Bin zwar noch nie in eine Kontrolle gekommen, aber man weiß es ja nie. Weißt Du übrigens, wie das rechtlich geregelt ist, wenn ich den Amph-Saft umfülle in eine kleinere Flasche und die mit mir führe? Es ist ja dann nicht ersichtlich was darin ist. Reicht da ein Aufkleber von der Apotheke (mit meinem Namen + dem Inhalt)?

    Die Tabletten damals waren ja in einem Blister und damit klar gekennzeichnet.

  2. #42
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    loekoe schreibt:
    PS: ich habe auch zwei Schreiben bzgl. der Medikation. Eines von der Kurklinik das ich mit MPH - und eines von meinem Doc, dass ich jetzt auch mit Amphetamin behandelt werde. Mir ist da wesentlich wohler bei, wenn ich diese Schreiben im Geldbeutel habe.
    Bei Amphe total verständlich. immer nur die aktuelle Rezeptkopie dabei, mir reicht das für meine Seelenruhe,

    Bin zwar noch nie in eine Kontrolle gekommen, aber man weiß es ja nie. Weißt Du übrigens, wie das rechtlich geregelt ist, wenn ich den Amph-Saft umfülle in eine kleinere Flasche und die mit mir führe? Es ist ja dann nicht ersichtlich was darin ist. Reicht da ein Aufkleber von der Apotheke (mit meinem Namen + dem Inhalt)?
    Also zumindest was das klinische Umfeld berifft weiss ich das jegliches BTM erst direkt vor dem Konsum der Packung entnommen werden darf und evtl. Reste (z.B. halbierte Tablette) unter Aufsicht vernichtet werden müssen.

    Langatmige Anekdote, gibt leider kein Spoiler Tag, daher im Code Tag so verpackt das der Beitrag nicht ellenlang wird.:
    Code:
    Anekdotisch kann ich Dir erzählen das ich auf dem Kückweg vom Kunden in Belgien, Transit durch NL, bei der Einreise in eine Zollkontrollekam. Ich hab wohl alle Signale für Schmuggler ausgesendet, Mietwagen, alleine, leichtes Gepäck. Meine jeweilige 60mg Tagesdosis (10mg Ritalin regulär, 20mg Rita LA und 30mg Rita LA) führe ich immer schon tageweise portioniert auf solchen Reisen in kleinen (drogenszenetypischen) Ziplocks oder Plastikröhrchen mit mir. 
    
    Auf die Frage ob ich Waffen, BTM oder sonstige verbotene Gegenstände dabei hab hab ich nat. ehrlich geantwortet das ich BTM mitführe, sie verschreibungsfähig sind und auch ordnungsgemäß verschrieben sind (habe immmer das letzte Rp. als Kopien bei den Farzeugpapieren. Ich hatte meine Tagesdosis 5x dabei, musste wegen Kundenproblemen aber früher und hatte somit eine angebrochene Tagesration in der Tasche und eine im Kulturbeutel.
    
    Das verblisterte Ritalin war kein Problem. Aber bei den Kapseln haben die rumgenölt. Könnte ja alles drin sein, bla bla bla. Ich hab denen erklärt das diese beiden Rita LA Medikamente nicht mehr verblistert komme und das ich auf Reisen keinen Platz hab für solche voluminösen Container (in denen ja auch wieder alles drin sein könnte, so ein Aufkleber ist kein Beweis oder Indiz wie eine Verblisterung.
    
    Auf den Kapseln stehen ja nur Codes drauf. Ich hab dann bei meine Apotheke angerufen und die Dame gebeten mir aus der Fachinfo der ROten Liste die Identfikationscodes der Kapseln vorzulesen für die Medis, alles auf Lauthören, um die Jungs zu überzeugen. Hat alles nicht geholfen. Als ich dann kurz mein Telefon wieder neben die fraglischen Stoffe gelegt hab hab ich noch schnell die restliche 20er LA von meiner Tagesdosis genommen (wurde eh Zeit) und das hat sie noch stinkiger gemacht.
    
    Jedenfalls wurden die restlichen Dinger dann beschlagnahmt (was ich schon ahnte, daher die Frechheit von mir) zur Laboranalyse und bla bla, der Wagen auf den Kopf gestellt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen Verdacht auf Besitz illegaler oder illegal verschaffter BTM inklusive Schmuggel (weil, wie der Familienvaterzllner wusste ist Ritalin ja ein Medikament für eine Kinderkrankheit). Die 20er LA die ich für de Rest das Tages noch brauchte und quasi von den schon unter Beschlag stehenden Gegenständen weggemampft hat hat wohl deren Meinung zementiert. Versuch der Beweisvernichtung und so.
    
    Mittlerweile hat mich der Zirkus eine Stunde gekostet, und ich wurde von kooperativ zusehends pampiger obwohl sich langsam alles dem Ende neigte. Jedenfalls hat der blöde Zollvogel mich dann nochmal geschoiten und mir erklärt das das alles viel einfacher für alle wäre wenn ich einfach mein "Verbrechen" gestanden hätte... ist dann ist mir dann der Kragen geplatzt und rausgerutscht das ich die Stimulantien eh nur für die lange Autofahrt brauche, so wie heute wenn ich 6 Pfund Koks in die Schweiz bringe. Ich dachte mein Grinsen hätte gereicht das als offensichtlichen Witz zu sehen, aber diese Verballhornung hat mich dann nochmal 2 Stunden Umweg gekostet weil die meine Karre durch die Röntgenanlage geschickt haben.
    Ich hab daraufhin mal meine Apothekerin gefragt warum immer mehr Medis nun so "typisch amerikanisch" kommen, also in Drehdosen, und das nicht mal mit persönlicher Zuordnung. Sie vermutet finanzielle Gründe. Ich warte noch auf den Papierkrieg vom Zoll (also Einstellung des Verfahrens und so) damit ich den gesammelt an Novartis schicken kann und fragen kann was das soll, wenn man damit als Kunde so arge Probleme haben kann. Renn rechtlich ist de Mitnahme von Mengen für die Eigenmedikation überhaupt kein Problem, wenn das Medi richtig verschrieben wurde.

    Wenn sie Dir solche kleinen Fläschchen hergestellt / ausfüllt ginge das evtl. Aber da kann ja auch wieder alles drin sein. Ich habe hergestellten Amphesaft noch nie gesehen, wie sieht der normal aus? Ist das eine einfach Braunglasflasche mit entsprechenden Etikett? Normaler Deckel, oder ener mit Bruchrin der das erstmalige Öffnen dokumentiert? Kindersicherungsverschluss? Pipettenkappe? Pumpdosierer?

    Ich bin mir relativ sicher das es auch für Privatpersonen (nicht nur wie oben für Kliniken) auch dafür Regeln gibt und Du Dich damit evtl. strafbar machst bzw Probleme bekommen kannst, auch wenn Du den Stoff ja nicht verändert. Aber sagen wir mal drei kleine Buddeln gefunden von den falschen Beamten können ratz-fatz als "Besitz mit Verkaufsabsicht" deklariert werden, im Gegensatz zu einer großen Flasche.

    Ich kann aber Dein Problem durchaus nachvollziehen. Gerade bei so einer großen (wieviel ml) Flasche is es extem unhandlich damit rumzulaufen und zu hantieren evtl. gar noch im Büro oder so. Ich finde aber so auf Anhieb nichts im BTMG oder in der BTMVV. Ich frag mal einen befreundeten Pharmazeten, der weiss das evtl. Ansonsten ist es halt so das jedes Gefäß mit BTM entsprechende gelabelt werden muß. Substituierte bekommen ihr flüssiges Methadon ja nach einer weil in einzelnen Fläschchen mit die sicher entsprechend gelabelt sind. Evtl .würde Deine Apothekerin das auch so machen? Also z.B. die 2/3 der Monatsdosis in der großen Buddel und dann den Rest in 15 unauffälligen, aber juristisch korrekten 10ml Kleinbuddeln.? Ggf. müsste der Arzt das so aufschreiben aber mac´hbar wäre es IMO, wenn wohl auch aufpreispflichtig.....

  3. #43
    Wohnt hier

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    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Hallali.... genau so einen rechtlichen Kuddelmuddel hab ich vermutet.... (und befürchtet).

    Also, ich bekomme den Saft in einer 250ml Braunglasflasche mit stinkgewöhnlichem Drehverschluss mit Kindersicherung. Ein Bruchring ist nicht dran. Auf die Flasche ist ein Etikett geklebt, mit meinem Namen, der genauen Zusammensetzung, der Dosieranweisung und dem Haltbarkeitsdatum. Der Saft selber ist klar und riecht stark nach "Chemie".

    Und ja, die Flasche ist extrem unhandlich und generell auch blöd zum dosieren. Ich hab da momentan eine 2,5ml Spritze mit Kanüle für, weil ich sonst nicht mehr an den Saft ran komme, wenn sich die Flasche leert. Also gleich nochmal auffälliger.

    Ich hatte mir dann aus der Apotheke eine 10ml Braunglasflasche mit Schraubverschluss oder wahlweise Pipette besorgt. Speziell für die Arbeit ist das wesentlich unauffälliger. Problem ist nur, dass das Dosieren mit der Pipette ausgesprochen ungenau ist. 0,2ml können bei dem Amph.Saft einen ordentlichen Unterschied in der Wirkung ausmachen. Es ist so einfach zu ungenau. Zumal ich die Dosis auch variabel anpasse, wenn ich merke das ich eben mehr oder weniger brauche. Also wieder die Spritze mit Kanüle, da die Spritze selbst zwar in die Öffnung passt, ich sie dann aber nicht mehr aufziehen kann, weil der "Drücker" im Flaschenhals steckenbleibt.

    Am Einfachsten wäre ja eine Dosierspritze wie sie z.B. bei den Fiebersäften für Kinder dabei ist. Da steckt im Flaschenhals ein "Plastikventil" in das die Spritze genau reinpasst. Flasche auf den Kopf drehen und aufziehen. Wunderbare Sache.

    Gibt es aber anscheinend nicht einzeln... Die Apothekendame kam mir damals auch so blöd. Sie hat partout nicht verstanden, warum ich eine kleinere Flasche haben will, geschweige denn das sie mal vernünftige Vorschläge gemacht hat, wie man das anders lösen kann. Da ging es dann immer nur darum: "Ja, aber beim Umfüllen geht immer was verloren... das dürfen Sie nicht! Und die Kanüle wird verstopfen, in dem Saft ist ja Zuckersirup...und überhaupt, ich wär ja die Einzige, die damit ein Problem hat." usw...

    Das der zweite Kunde, für den sie den Saft anmischen ein Kind ist und damit sicher nicht die Sorgen hat wie ich, lassen wir mal außen vor.

    Mein Psychiater konnte mir dazu auch nichts sagen. Er hat auch nur auf mein Nachfragen hin, den Brief, bzgl. der Medikation mit dem Saft, fertig gemacht.

    Morgen kann ich mir nun eine neue 250ml Flasche (damit komme ich locker 2-3 Monate hin) abholen. Der Apotheker könnte mir wohl sicher ein Etikett für die kleinere Flasche fertig machen. Aber ich bezweifle, dass er da dann die Menge etc. draufschreiben darf. Also steh ich wieder genauso doof da, wie vorher. Und 15 Fläschchen kosten garantiert mehr, sind rein wirtschaftlich unpraktisch und irgendwo lassen muss ich die ja auch.

    Und anbrechen muss ich die kleinen Flaschen ja trotzdem... Auch die reichen für 2-3 Tage. Das heißt, dass mir dann ja trotzdem wieder vorgeworfen werfen kann, dass da sonstewas drin sein kann.

    Ach ist das kompliziert... Man könnte wohl auch Kapseln herstellen. Die sind aber wieder deutlich teurer und da mein Tagesbedarf ja schwankt, ist das dann auch wieder keine glückliche Lösung.

  4. #44
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    Forum-Beiträge: 87

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    loekoe schreibt:
    Ich hatte mir dann aus der Apotheke eine 10ml Braunglasflasche mit Schraubverschluss oder wahlweise Pipette besorgt. Speziell für die Arbeit ist das wesentlich unauffälliger. Problem ist nur, dass das Dosieren mit der Pipette ausgesprochen ungenau ist. 0,2ml können bei dem Amph.Saft einen ordentlichen Unterschied in der Wirkung ausmachen.
    Was ist mit einem altmodischen Tropfeinsatz? Die gibts zwar auch in den verschiedensten Größen, aber wenn man da mit ein paar Exemplaren mal testet findet man vielleicht einen der recht konstante Mengen abgibt. Tropfengröße ändert sich zwar auch minimal mit der Temperatur, selbst beim identischen Einsatz, aber wenn Du z.B. 1,5ml Einzeldosis nimmst sind das ja nach Einsatz durchaus zwanzig oder dreissig Tropfen, selbst wenn da dann mal einer zuviel rauskommt weil man sich verzählt oder es zu schnell tropft ist das weniger "Mehrmenge" als bei einer Pipette per Augenmaß abzuschätzen. Da ist natürlich der Nachteil das man die Ruhe finden muss z.B. im Büro ungestört die Tropfen in die Kafffeetasse abzuzählen.

    Am Einfachsten wäre ja eine Dosierspritze wie sie z.B. bei den Fiebersäften für Kinder dabei ist. Da steckt im Flaschenhals ein "Plastikventil" in das die Spritze genau reinpasst. Flasche auf den Kopf drehen und aufziehen. Wunderbare Sache.
    Ja, das klingt am vernünftigsten. Dann würde man unterwegs mit der kleinsten Spritze auskommen. Auffällig wärs nat auch noch, aber sicher besser zu handeln, schon alleine durch die kleine Buddel und die Tatsache das man sich nicht versehentlich mit der Kanle pieksen kann. Noch besser sind die typischen Pumpdosierer die oft bei Schmerzmittellösungen und so angebracht werden. Ist wie ein Zerstäuber nur mit Haken der nach unten zeigt (quasi ins Glas dann), sehr genau, aber obs die zum so kaufen gibt glaube ich kaum. Google hat nix gefunden und er müsste ja die richtige Menge haben. Hatte mal eine da war 1 Hub = 5 Tropfen und 4 Hübe = 0,72ml oder so...

    Gibt es aber anscheinend nicht einzeln... Die Apothekendame kam mir damals auch so blöd. Sie hat partout nicht verstanden, warum ich eine kleinere Flasche haben will, geschweige denn das sie mal vernünftige Vorschläge gemacht hat, wie man das anders lösen kann. Da ging es dann immer nur darum: "Ja, aber beim Umfüllen geht immer was verloren... das dürfen Sie nicht! Und die Kanüle wird verstopfen, in dem Saft ist ja Zuckersirup...und überhaupt, ich wär ja die Einzige, die damit ein Problem hat." usw...
    Ist der Saft denn trotz Zuckerzusatz usw noch so flüssig wie Wasser oder mehr so eingedicktes Sirup? Und das mit der Apothekerin... naja... ich sag recht oft das Apotheker nur noch bessere Zahnbürstenverkäufer sind, ich hab echt selten ma kompetente Exemplare vor mir.

    Ach ist das kompliziert... Man könnte wohl auch Kapseln herstellen. Die sind aber wieder deutlich teurer und da mein Tagesbedarf ja schwankt, ist das dann auch wieder keine glückliche Lösung.
    Tja, und ich dachte ich habs kompliziert mit der Titration der Dosis...

  5. #45
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    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    ja das mit der btm geschichte is schon sehr hinderlich im normalen umgang ausser haus... hab zum glück "bisher" immer meine blister mit medikinet adult dabei... und elontril is ja nicht btm.... (in einer großen box mit lächerlichen 30 tabs drin)

  6. #46
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    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Hallo Hypo,

    ich werd mich mal schlau machen, ob ich was passendes finde. Danke für die Tipps.

    Der Saft ist flüssig. Die Apothekerin hat mir heute nochmal ein Etikett für die kleine Flasche mitgegeben. Jetzt sieht sie zumindest "offizieller" aus.

  7. #47
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    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Morgen.

    Bin seit langer Zeit mal wieder hier.

    Ich hole die Pillen heute aus der Apotheke und hab mit meiner Ärztin abgesrpochen, dass ich es am Wochenende anstatt des Saftes auf meinen Wunsch mal ausprobiere.

    Hat jemand hier Erfahrungen, wie es sich im von der Dosis her im Verhältnis zum Saft verhält? Meine Ärztin hat noch keine Erfahrungen damit, aber sie vertrut mir, dass ich keinen Mist mache und sehr vorsichtig bin. Als Faustformel und hinsichtlich der Erfahrungen unseres "großen Bruders" mit Dexedrine würde ich ein Auge auf dessen Beipackzettel werfen.

    Ich hatte ihr vorgeschlagen: Da ich 3 x 2,5ml Saft nehme (was laut DGPPN in meiner Konzetration in etwa 3 x 6,25 mg reines Amphetaminsulfat entspricht), würde ich mit einer halben Tablette anfangen. Meine theoretischen Überlegungen basieren auf der Tatsache, dass Dextroamphetaminsulfat zumindest laut Wikipedia:

    "Es existieren zwei Enantiomere des Amphetamins, von denen das Dextroisomer (D-Amphetamin) für die Hauptwirkungen wie Stimulation, Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Appetithemmung oder erhöhtes Selbstbewusstsein verantwortlich ist, während das Levoisomer (L-Amphetamin) eher die rein körperlichen, peripheren Wirkungen wie erweiterte Pupillen (Mydriasis), Mundtrockenheit und Schweißbildung hervorruft. Manche Amphetaminpräparate wie das Dexedrine® enthalten daher nur das Dextroisomer, was eine „sauberere“ Wirkung zur Folge hat. Allgemein handelt es sich bei Amphetamin (sowohl aus legaler wie illegaler Produktion) sonst immer um das Racemat, eine Mischung aus (leicht variierend je nach Syntheseroute) 50 % D-Amphetamin und 50 % L-Amphetamin, so dass hundertprozentige D-Amphetamin-Präparate wie Dexedrine® nur halb so hoch dosiert werden müssen." (Amphetamin)

    Ich habe mich für einen Versuch entschieden, da es für mich sehr unpraktisch und nicht ganz unkompliziert ist, den Saft auf der Arbeit einzunehmen. Außerdem kann ich MPH nicht nehmen, da ich ernsthafte, toxische Nebenwirkungen am Herzen hatte, was bei dem Saft nicht vorkommt. Außerdem ist die Verfügbarkeit in den Apotheken viel besser, sodass ich nicht durch die halbe Stadt fahren muss und die Rezeptur teilweise (meinem Empfinden nach) völlig willkürlicher Preisgestaltung unterliegt.

    Falls die Umstellung klappt, würde ich eine Kostenübernahme im Einzelfall beantragen und würde auch bis in die letzte juristische Instanz gehen. Da MPH für mich wegfällt (drei Krankenhaus-Aufenthalte), erhoffe ich mir ein Einsehen, auch wenn es sicherlich ein Kampf werden wird. Mal sehen.

    Falls also jemand Erfahrungen mit der Dosierung im Verhältnis zum Saft hat, bin ich gespannt, wie das bei euch funktioniert hat.


    Shit, schon zu spät für die Arbeit :-)

    Danke und Gruß

  8. #48
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    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Ich war jetzt bei meinem Neurologen hir in Berlin, der hat nicht allzuviel ahnung von ADHS, verschreibt mir aber immer Medikinet adult.

    Da ich jetzt wegen total fehlendem Antrieb den Saft wollte, nur für kurze Zeit wenigstens, bis ich meine Sachen soweit gepackt hab, sagte er mir, den kann er mir nicht verschreiben, da er dafür die Verantwortung übernehmen müßte, falls z. B. mit der Anmischerei in der Apotheke was schiefläuft oder ich das falsch dosiere oder sonstwas.

    Jetzt hat er mir ein Rezept für das Attentin gegeben, auch SEHR widerwillig, das mir aber viiiel zu teuer ist und das ich nicht bezahlen kann.
    Wovon auch, ich hab nur Grundsicherung. Ich brauchs aber
    Was kann ich machen, um den Saft zu bekommen ? Oder wenigstens ab und zu mal die Tabletten?

    Ich bin fix und fertigalles nix geht mehr

    LG Anni

  9. #49
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    Forum-Beiträge: 31

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Ich habe auch mal mit meinem "Teledoktor" der Barmer über das Thema gesprochen. Ich hatte das Gefühl, dass er sich ziemlich gut auskannte mit ADHS.

    Er sagte mir, dass Amphetamin bei Erwachsenen und besonders ADHSler ohne Hyperaktivität oftmals besser wirkt. Daher wird es ja auch in den USA eher verschrieben als Methylphenidat...

    Allerdings gibt es wohl das "Problem", dass eine Off-Label Verschreibung (was ja bei Attentin oder Amphetaminsaft notwendig wäre), für den Neurologen noch schwieriger zu rechtfertigen ist, seitdem Medikinet Adult offiziell für Erwachsene zugelassen ist und von den Krankenkassen übernommen wird.

  10. #50
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    Forum-Beiträge: 87

    AW: Neuzulassung: Attentin (Dextroamphetamin)

    Interessant. Falls jemand dafür irgendwelche Quellen auftun kann würde es mich freuen die hier zu lesen.

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