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Diskutiere im Thema MAO-Hemmer (Moclobemid) mit Methylphenidat / MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: MAO-Hemmer (Moclobemid) mit Methylphenidat / MPH

    Tuber schreibt:
    Hey Roisin,

    Werd ich auf jeden Fall machen (hab glaube ich nächsten Mi einen Termin). r
    Hi Tuber,

    hattest du schon deinen Arzttermin? Und gibt es was Neues zur Thematik, bzw. kommst du immer noch so gut klar mit der Kombi?
    Ich habe gerade angefangen mit der ersten Moclobemid-Runterdosierung. Das war nicht so schön. Körperlich gab es keine Probleme aber die Psyche hat es mir nicht gedankt.
    Aber vielleicht wäre es so oder so dazu gekommen… das weiß man ja nie so genau. Mach jetzt erstmal Pause, trau mich nicht weiter. Versuche im Januar weiter zu machen.

    LG Roisin

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Hinweis zum Anti-Depressivum (Moclobemid)

    Alex schreibt:
    Hallo.

    Das Ganze wundert mich schon etwas sehr ....

    Normalerweise muss zwischen der Einnahme von Methylphenidat und der Einnahme von irreversiblen oder reversiblen MAO-Hemmern (wie eben z.B. Moclobemid) ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.
    Bei reversiblen MAO Hemmern, vor allem Moclobemid (schlag mal die Halbwertszeit nach) ist diese Grenze nicht mehr so in Stein gehauen wie mit den alten Präparaten die irreversibel (und meist auch noch unselektiv) waren. Viele Ärzte klammern sich aber trotzdem noch an diese Faustregel um einfach Fehler zu vermeiden (oder weil sie es einfach nicht besser wissen). IIRC ist selbst bei Tageshöchstdosis von Moclobemid (600mg) durch die kurze HWZ kein Erreichen eines Steady State möglich, es gibt so gut wie keine dietären Einschränkungen da Moclobemid sehr selektiv wirkt (80%+ MAO-A, der Rest MAO-B, erst bei der THD von 600mg verschiebt sich das auf etwa 2/3 MAO-A und 1/3 MAO-B - alles aus dem Gedächtnis aber ich such Dir bei Bedarf gerne eine Quelle). Sogar im Waschzettel steht mittlerweile das der Wechsel von Moclobemid auf z.B. ein SSRI ohne lange Auswaschphase möglich ist. Beim Wechsel von SSRI auf Moclobemid hingegen wird nach wie vor eine Auswaschperiode empfohlen die etwa dem 5-fachen der HWZ des vorher verabreichten Antidepressivums entspricht.

    Beim Wechsel von ei nem anderen Anti de-p r e s siv um au f M oclo b em id wi r d e ine A u s-waschphase empfohle n, deren Dauer von
    de r H alb w er ts ze it de s A nt ide pr e ss ivu m s a b -hän gt. A u fgrund der in d er Regel la ngen
    Halb we rt sze ite n vo n S S R I, wir d e in e A u s-waschphase vo n 4 – 5facher Dauer der
    Halb we rt sze it d e s W irk st of f e s o d e r d es se n
    aktiver M eta b oliten nach B e en digung der
    S S R I-B eh andlung un d vo r B e handlun gsbe-ginn mit Moclobemid empfo hlen. Die An-fang sdo sis von M oclo b em id d arf in d e r
    ersten Woche 300 mg/Tag nicht ü berschrei-ten . E ine B eh a ndlung m it t rizyklisch en A n ti-depressiva, MAO-Inhib it oren oder anderen
    Antidepressiva kann hingegen ohne Aus-waschpha se beg onn en wer d en , wenn d er
    Patient e ntspr e chen d überwacht w ird.
    Quelle: Fachinfo über Moclobemid aus der roten Liste, sorry für die Kackformatierung, war cut and paste aus einem PDF.

    Die gleichzeitige Einnahme von Methylhphenidat und MAO-Hemmern ist laut allen mir bekannten Fachinformationen der verschiedenen MPH-Präparate absolut kontraindiziert (also absolut untersagt), da ganz erhebliche (u.U. tödliche) Wechselwirkungen zu erwarten sind.
    Ausserdem:

    Die p ha rmakologische W ir kung systemisch
    ve rabr ei chte r S ympath omimetika (Adrenalin
    und Nor adrenalin) kann sich unter d er Mo-clo b em id-Therapie verstär ken un d verlän-gern; bei diesen Wirkstoffen kann daher ei ne
    Do sisanpassung erforder lich werden.
    Keine direkte Ausschlußkontraindikation, sondern nur eine Notwendigkei bei der Verabreichung und Dosierung nach unten zu korrigieren und engmaschig zu überwachen.

    (Quelle: ebd.)

    entsprechende, aussagekräftige und seriöse Quellen?
    Ich hänge ein paar Snips meines Arzbriefes an, der nach einer dreimonatigen stationären Therapie entstand und wo ich auf diese Kombi eingestellt wurde (600mg Moclobemid und 40mg Ritalin). Ich weiss nicht ob das für Dich aussagekräftig und seriös genug ist, weil ja subjektiv und nicht Teil einer großen Studie. Das war bislang in der Tat die für mich beste Kombination, aber es sollte nochmal betont werden das diese Einstellung KLINISCH stattfand. Jeden Morgen Blutdruckkontrolle (Moclobemid wird schon alleine leicht hypertonisch) und zweimal die Woche Blutkontrolle um Akkumulation wg. gehemmtem Abbau auszuschließen. Nach Entlassung habe ich diese Kombi einige Jahre erfolgreich weitergenommen. Aber es muss definitiv unter engmaschiger Kontrolle eingestellt werden.

    P.S. Ich bin der Meinung ich hab hier schonmal was geschrieben. Wurde der Beitrag nicht freigegeben oder ist er untergegangen?

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  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: MAO-Hemmer (Moclobemid) mit Methylphenidat / MPH

    Roisin schreibt:
    Hi Tuber,

    hattest du schon deinen Arzttermin? Und gibt es was Neues zur Thematik, bzw. kommst du immer noch so gut klar mit der Kombi?
    Ich habe gerade angefangen mit der ersten Moclobemid-Runterdosierung. Das war nicht so schön. Körperlich gab es keine Probleme aber die Psyche hat es mir nicht gedankt.
    Aber vielleicht wäre es so oder so dazu gekommen… das weiß man ja nie so genau. Mach jetzt erstmal Pause, trau mich nicht weiter. Versuche im Januar weiter zu machen.

    LG Roisin
    Hey Roisin,

    Der Arzt hatte mir lang und breit erklärt, dass sich die Befürchtung Dopamin würde hinteher so im Überschuss vorliegen, dass es zu lebensbedrohlihcnen Nebenwirkungen kommen könnte, habe sich in jüngeren Studien mit sogar irreversiblen MAO-Hemmern nicht bewahrheiten. Da ich aber momentan genug Stress habe, habe ich die Quellen auch schon wieder vergessen, aber werde mir diese beim nächsten Termin notieren.

    Was das Thema MAO Hemmer im Allgmeinen angeht, herscht sowieso ein immenser Aufklärungsbedarf, weil z.b. die Beipackzettel von den modernen MAO-Hemmern (Moclobemid) in vielerlei hinsicht denen der irreversiblen identisch zu sein scheint, insbesondere auf Kontraindikationen treffe dieses besonders zu.

    Laut meinem Arzt wurde dem Medikament sowieso viel zu lange keine große Aufmerksamkeit geschenkt, weil es zunächst keinerlei Wirkung zeigen konnte. Bis man dann endlich heraußgefunden hat, dass man die Dosis wesentlich großzügiger Ansetzen muss. Früher waren es wohl immer so um die 150-max300mg, heute eher 600-900mg.

    Ich mein grunsätzlich handeln möglicherweise gerade jüngere, ängstlichere Ärzte dazu, sich nicht ausreichend weiterzubilden und schlicht nach Beipackzettel und sich an die aktuellen Richtlinien halten, was ich natürlich sehr gut nachvollziehen kann.

    Aber ich meine, es gibt genug Alternativen. Den stärksten Effekt, den ich vom Moclobemid spüre ist dem des MPH´s sowieso sehr ähnlich. Da könnte man genauso gut auch die MPH Dosis erstmal versuchen anzupassen, wenn der gewünschte Effekt nicht ausreicht. Oder andere direkt indizierte AD(H)S Medis testen.

    Der einzige Vorteil wird wahrscheinlich sein, dass die MPH Wirkung durch den Verlangsamten Abbau einfach länger anhält und im Endeffekt sogar gesünder zu sein scheint, weil Stimulanzien ja nicht die gesündesten Arzneimittel sind .

    LG Tuber

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: MAO-Hemmer (Moclobemid) mit Methylphenidat / MPH

    Seit 50 Jahren werden Kinder damit behandelt. Sicherlich gibt es gesünderes, aber MPH ist in Sachen Effektivität und Sicherheit vielen Sachen überlegen die sogar freiverkäuflich sind... gibt z.b. in den USA knapp 1000 Tote im Jahr weil die sich mit Aspirin den Magen ruinieren

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