Also, ich kann dir nur sagen, bei mir ist das jahrelange Erfahrung mit meinem seltsamen Körper und viel Grübelei gewesen. Ärzte haben da selten "etwas festgestellt", sondern eher sehr viel fehldiagnostiziert. Von daher bin ich diesmal nicht mit den Symptomen zum Arzt gegangen bzw. habe dort um Hilfe gebeten, sondern bin gleich mit dem Ergebnis meiner Überlegungen hin gegangen. Ach, in Sachen Allergie hab ich mir in der Vergangenheit mindestens schon genauso viel Quark anhören müssen wie bezüglich meiner psychischen Geschichte. Von daher hab ich viel recherchiert und kombiniert und so kam z.B. raus, dass ich seit Kindheit Nesselsucht habe (eigentlich unglaublich, dass ich da schon Ausschläge am ganzen Körper hatte und kein Arzt ist drauf gekommen!). Auf die Histaminintoleranz bin ich auch selbst gekommen und sogar der Heuschnupfen wurde mir als "die Wut auf meinen Vater" diagnostiziert (also, damals, 2003). Tja, weil eben auch Heuschnupfen sich bei mir nicht "normal" zeigt, sondern ich habe statt laufender Nase zwar ein fiebriges Gefühl, aber hauptsächlich Schwellungen der Schleimhäute (Nasennebenhöhlen), der Beine, Hände und Füße. Das war damals schon so schlimm, dass ich kaum laufen konnte vor Schmerz und durch den Druck im Kopf immer dachte, ich schlafe gleich ein. Ja, per Allergietests ist das natürlich dann alles auch belegt worden und ich bekomme z.B. auch jeden Sommer (teilweise auch von Februar bis Oktober) Kortisonspritzen, da mein lieber Körper keine Lust mehr hat auch nur noch irgendwie auf Anthihistaminika zu reagieren. Eine Lösung hab ich noch nicht. Aber, ich hab in einer Verhaltenstherapie ganz gut gelernt mit der Allergie und auch mit meinen Schmerzen umzugehen. Trotzdem muss ich mir jetzt nochmal Gedanken machen, da Kortison ja gar nicht gesund ist. Vor allem aber hab ich jetzt mal gelernt mich nicht völlig verzweifelt einem Arzt vor die Füße zu werfen, sondern erstmal selbst zu überlegen und die Verantwortung zu tragen, quasi. Ich bin eigentlich mein eigener Experte geworden und damit fahre ich bisher am besten. Einen einzigen guten Hautarzt habe ich gefunden, da musste ich aber auch lange lange suchen. (Aber viel schwerer noch fand ich, einen guten Psychologen/Psychiater zu finden!!)

Wie gesagt, welcher Stoff das genau in den Retardmedikamenten ist, hab ich noch nicht recherchiert. Aber das mit dem seltsamen Verstoffwechseln von Medikamenten kenne ich auch! Hat mir aber auch nie einer geglaubt. Nur, woran das liegt kann ich mir auch nicht erklären.

Liebe Grüße!