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Diskutiere im Thema Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Ich denke, dass ist auch wirklich von Mensch zu Mensch verschieden. Zum Einen kommt es auf die Stärke der Symptome an, zum Anderen darauf, wie gut derjenige es geschafft hat das Ganze zu kompensieren. Viele haben sich "instinktiv" schon Strukturen geschaffen um auch mit AD(H)S klarzukommen. Das ist natürlich das Optimum und super für jeden der so gut durch´s Leben kommt.

    In diesem Sinne... es freut mich zu hören, dass es auch hier im Forum Leute gibt, die ganz klar sagen: "Ich brauch keine Pillen!"

    Dann gibt es aber eben jene, bei denen irgendwann der große Knall kam (wegen Komorbiditäten etc.). Für jene, können die Medis ein Segen sein. Aber sie sind natürlich kein Allheilmittel, sie können nur unterstützen. Der Rest liegt dann an einem selber. (Coaching, Therapien und was es sonst noch so gibt) Bei manchen reicht auch nur das Wissen, dass man AD(H)S hat aus, um Veränderungen zu bewirken.
    Von demher, ist es wohl immer eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung ob man Medis nehmen möchte oder nicht.

    @Parker: Galgenhumor ist hier weit verbreitet... Ich habe aber tatsächlich noch nie in diesem Forum erlebt, dass irgendjemand einem anderen "an die Gurgel gehen wollte" aufgrund einer anderen Meinung. Das ist das Schöne an diesem Forum hier.... ergo: immer auf die Smileys achten.

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Hallo Wildfang,

    da ich auch von MPH profitiere, bin ich auch froh, dass es das Medikament gibt. Ich bin allerdings auch ein eindeutiger klassischer Bilderbuch-ADS-Fall.

    Was ich nicht in Ordnung finde, wie die Pharmaindustrie ziemlich aggressiv oder zum Teil auch auf sehr unterschwellige Weise versucht, Panik bei Betroffenen zu schüren bzw. Eltern unter Druck zu setzen, ihrem Kind MPH zu verabreichen.

    Die von mir ewähnten Hochglanzbroschüren liegen bei Kinderärzten in den Wartezimmern.

    Eltern sollen sich dabei gut fühlen. Sie müssen ja dann nicht mehr darüber nachdenken, ob die Hibbeligkeit des Kindes vielleicht auch etwas mit ihrem, dem Eltern-Verhalten und vielleicht gar nichts mit ADHS zu tun hat. Dafür und für andere Ursachen gibt es reichlich dokumentierbare Beispiele (Kriegstraumata von Flüchtlingskindern können z.B. ADHS-ähnliche Symptome erzeugen, da hilft MPH überhaupt nichts).

    Und die Pharmaindustrie verdient dabei viel Geld.

    Ich finde das problematisch und ich finde, das sollten wir bei allem Nutzen, den wir persönlich aus MPH ziehen, immer differenziert-kritisch im Hinterkopf behalten.

    Schöne Grüße
    Hijo

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Hirnjogger schreibt:
    Was ich nicht in Ordnung finde, wie die Pharmaindustrie ziemlich aggressiv oder zum Teil auch auf sehr unterschwellige Weise versucht, Panik bei Betroffenen zu schüren bzw. Eltern unter Druck zu setzen, ihrem Kind MPH zu verabreichen.
    Das ist nicht nur bei MPH so, sondern bei allen anderen Medikamenten auch. Da gab es neulich bei Arte einen Themenabend dazu. In den USA scheint das wohl noch krasser zu sein als hier.

    Ich selber nehme kein MPH, sondern Elontril. Ich kann verstehen, wenn jemand kein MPH oder auch andere Medikamente nehmen möchte.
    Medikamente sind ja auch nur ein Baustein bei dder Therapie von ADHS.
    Und die Nebenwirkungen von Medikamenten darf man auch nicht aus dem Blick verlieren.

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Ich hatte auch irgendwann einfach keine Lust mehr auf die Tabletten.

    Als ich sie wieder nehmen sollte, da musste man mich richtig motivieren. Dann habe ich einige Monate wieder sehr profitiert und wieder die Lust verloren.

    Dextroamphetamin funktioniert viel besser bei mir. Das nehme ich regelmäßig.

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Hi hirnjogger,

    Ich bin allerdings auch ein eindeutiger klassischer Bilderbuch-ADS-Fall.
    ich wie ich inzwischen rauskriege offenbar auch - hab meiner Ärztin ja erst nicht geglaubt als sie das gesagt hat

    Was ich nicht in Ordnung finde, wie die Pharmaindustrie ziemlich aggressiv oder zum Teil auch auf sehr unterschwellige Weise versucht, Panik bei Betroffenen zu schüren bzw. Eltern unter Druck zu setzen, ihrem Kind MPH zu verabreichen.
    ... da hast du recht. Andererseits ...

    Die von mir ewähnten Hochglanzbroschüren liegen bei Kinderärzten in den Wartezimmern.
    ... ist das auch notwendig den Eltern die Angst zu nehmen. Die sind nämlich oft total verunsichert, vor allem wenn sie selber betroffen sind - oft ohne es zu wissen..

    Eltern sollen sich dabei gut fühlen. Sie müssen ja dann nicht mehr darüber nachdenken, ob die Hibbeligkeit des Kindes vielleicht auch etwas mit ihrem, dem Eltern-Verhalten und vielleicht gar nichts mit ADHS zu tun hat. Dafür und für andere Ursachen gibt es reichlich dokumentierbare Beispiele (Kriegstraumata von Flüchtlingskindern können z.B. ADHS-ähnliche Symptome erzeugen, da hilft MPH überhaupt nichts).
    Geschnkt. Das ist der Job eines guten Arztes.

    Und die Pharmaindustrie verdient dabei viel Geld.
    ... was ja erstmal OK ist, denn es sind schließlich gewinnorientierte Firmen und keine Wohltätigkeitsvereine ... man könnte die Pharmaherstellung auch anders organisieren aber sie ist nunmal so organisiert.

    Ich [...] ich finde, das sollten wir bei allem Nutzen, den wir persönlich aus MPH ziehen, immer differenziert-kritisch im Hinterkopf behalten.
    DA gebe ich dir nun absolut und vollumfänglich recht.


  6. #26
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Hallo Wildfang,

    Du hast sicher recht, dass Pharmaunternehmen Geld verdienen dürfen. Aber es gibt m.E. einen Unterschied etwa zu Waschmittelherstellern. MPH ist ein Betäubungsmittel mit psychopathologischen Nebenwirkungen.

    Pharmaunternehmen sollen kein Geld damit verdienen, indem sie Medikamente an Leute verkaufen, die gar nicht die entsprechende Krankheit haben. Das ist aber bei MPH leider ganz und gar nicht ausgeschlossen.

    Ich finde auch, dass NICHT die Pharmafirmen Informationen über ADHS an die Eltern und möglicher Weise Betroffene (und Lehrer!!!) geben sollen, sondern nur unabhägige Stellen.

    Leider ist das nicht so ohne weiteres möglich, die Pharmaindustrie sponsert ja auch in größerem Stil Selbsthilfegruppen und Interessenverbände (und spannt diese dann für eigene Kampagnen ein, z.B. im einem Fall gegen Gerald Hüther, der den Zusammenhang mit Parkinson behauptet hat.)

    Schöne Grüße!
    Hijo

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Echt, die sponsern SHGen? Wusst ich nicht. Welche denn?

    Bei den Lehrern die ich kenne hab ich den Eindruck, sie sind eher "Ritalinkritisch"

    Hirnjogger schreibt:
    Pharmaunternehmen sollen kein Geld damit verdienen, indem sie Medikamente an Leute verkaufen, die gar nicht die entsprechende Krankheit haben. Das ist aber bei MPH leider ganz und gar nicht ausgeschlossen.
    Da wiederum haste mal wieder recht

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Viele ADHS-Betroffene nehmen verschriebenes Ritalin nicht, warum?

    Hallo Wildfang,

    Lilly-Pharma hat einen Lehrerleitfaden zum Umgang mit Kindern, die ADHS haben, herausgegeben.

    Mindestens ein weiterer Hersteller hat Elterninitiativen und Betroffenengruppen selbst ins Leben gerufen, ich such das nochmal raus.

    Schöne Grüße!
    Hijo

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