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Diskutiere im Thema Elontril- schlechte Nebenwirkung? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    Unglücklich Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Hallo Ihr,

    nehme jetzt die vierte Woche Elontril ein, anfänglich mit citalopram, welches ich dann immer niedriger dosiert,
    abgesetzt habe.(Grund: weil ich an der Arbeit saß und fast eingeschlafen bin, vorm Computer) Die anfänglichen Nebenwirkungen waren ein Juckreiz am ganzen Körper, Schweißausbrüche,
    Kopfschmerzen, dies ist jetzt noch da, aber in abgeschwächter Form, damit kann ich leben.

    Mir fällt auf, dass das Elontril wirklich hier ansetzt und mich wacher macht, aber irgendwie glaube ich, kommt die Depression wieder (schwere Episode im Sommer), ich bin total gereizt, agressiv, ungeduldig....und ganz schlimm ist, ich kann mich 0 konzentrieren, vergesse in 2 Sek, die Zahlen, die ich mir zuvor laut gesagt habe, mir fehlen Worte beim unterhalten, das ist wirklich ganz schlimm.

    Ich habe dies meinem Psychiater auch geschrieben mit der Konzentration, aber er ist gar nicht darauf eingegangen,
    habe Anfang des Jahres Methylphenidad eingenommen, aber nur beschränkt auf die Arbeit. Mein nächster Termin ist erst Ende Nov. Meine Frage: Hat jmd. ähnliche Erfahrungen gemacht mit diesem Medikament??? Oder kommt meine Depression zurück????

    liebe Grüße
    Erdbeere

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Ich nehme selber seit April Elontril. Anfangs hatte ich auch leichte Kopfschmerzen. Jetzt gar nicht mehr und mein jahrelanger Spannungskopfschmerz ist weg.
    Juckreiz und Schweißausbrüche hatte ich nicht.

    Wieviel mg nimmst du denn? Es könnte sein, dass du zu wenig nimmst, damit es gegen die Depression wirkt. Und so könnte die Depression zurückgekommen sein. Oder das Elontril wirkt bei dir gar nicht gegen die Depression.

    Und warum nimmst du kein MPH mehr?

    Meine Psychiaterin hat mich immer gefragt, ob ich arbeitsfähig bin mit dem Elontril.

    Kannst du deinen Psychiater anrufen? Oder versuche, dir einen früheren Termin geben zu lassen. Das, was du beschreibst mit der Konzentration, den Wortfindungsstörungen etc. hört sich nicht so gut an.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Hallo Fliegenpilz,

    schön, dass Du mir geantwortet hast.

    Ich nehme 150 mg, das MPH habe ich ja nur wegen der Arbeit genommen, erst hatte ich Urlaub, dann war ich solange krankgeschrieben,
    deswegen habe ich s nicht mehr genommen, mein Psych. ist zur Zeit im Urlaub und mein Termin ist Ende November.

    LG Erdbeere

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Bekommst du Elontril wegen ADHS oder wegen Depressionen?

    Bevor ich mit MPH angefangen habe, nahm ich Elontril.

    Jetzt kommen subjektive Eindrücke von mir, die keinerlei Schlüsse in Bezug auf andere Personen oder andere Indikationen wie zB Depressionen zulassen, wohlgemerkt.

    Tatsache: Das Elontril hat bei den Hauptsymptomen des ADS nicht geholfen. Das ist im Vergleich zu MPH deutlich anders.

    Elontril verbesserte nicht Aufmerksamkeit, Konzentrationsvernögen, Gedächtnisleistung.

    Elontril verbesserte Motivation, erzeugte ein "High" in Form eines Glücksgefühls und verminderte das Bedürfnis zu rauchen (inklusive Geschmack, Nikotinwirkung) stark. Letztere Wirkung tritt meines Wissens nach bei etwa 50% der Bevölkerung ein, weil sie ein bestimmtes Enzym besitzen.

    Zusätzlich hatte Elontril psychotrope Wirkung. Das bedeutet: Es verursachte eine ganz leichte, nur minimal bemerkbare Verschiebung der Gesichtswahrnehmung, die Mimik war gelegentlich "komisch".

    Es erzeugte außerdem längerfristig bei mir auch soetwas wie eine depressive Episode, schwer als Medikamentenwirkung zu trennen (in jenem Moment wirkt das eigene Leben einfach beschissen), inzwischen führe ich das jedoch klar auf das Medikament zurück. Das ist mit Vorsicht zu genießen, meiner persönlichen Empfindung entsprechend hat das Medikament deutliche Wirkungen auf das emotionale Empfinden. Ich habe mich in dieser Zeit damit nur mit dem Gedanken beruhigen können, dass ich gerade unter medikamentösem Einfluss stehe und nicht alles so ernst nehmen muss, was ich gerade denke. Ich hatte den Eindruck, es formt die Gedanken bei mir unbemerkt in eine ungewünschte Richtung. Dieser Effekt war subtil, kaum zu sagen, ob es wirklich vom Medikament stammte - weil die Gedanken dazu logisch sinnvoll wirkten. Ich bin vorsichtig nach dieser Erfahrung geworden. Ehrlich gesagt hat es mich erstaunt, wie "real" das Unglück sich anfühlte. Und trotzdem muss ich sagen: Es hat sich doch relativ deutlich verändert als ich das Medikament nicht mehr nahm.

    Ich weiß kaum einzuschätzen, ob das vom Medikament kommt oder von den zu dieser Zeit sehr unsicheren Lebensbedingungen. Aber wenn wir das mal vernünftig auseinandernehmen: Ich bin momentan arbeitslos. Rational betrachten ist meine Situation jetzt gerade noch schlechter als zu dieser Zeit. Und dennoch bin ich zufrieden, habe Visionen, Zukunftspläne. Die Zeit mit Elontril war gekennzeichnet von Verzweiflung, der Überzeugung nicht viel ändern zu können, Resignation.
    Ich weiß nicht wie weit ich da einfach eine normale Entwicklung in Folge der Diagnose von ADS erlebt habe - und inwieweit das Medikament seinen Einfluss hatte.

    Ich denke jedoch: Das ist etwas ganz anderes als MPH. Das ist mir definitiv zuviel Spielerei mit meiner emotionalen Wahrnehmungswelt. Es erinnert mich an meine Erfahrungen mit halluzinogenen Pilzen (ich weiß, dass es geringfügig Ähnlichkeiten in den Wirkungsmechanismen hat, ich führe das darauf zurück). Wenn du mich nach meinem Gefühl dazu fragst: Sei damit vorsichtig, sei vorsichtig mit dem was du unter seinem Einfluss wahrnimmst und denkst. Ich kann es kaum einschätzen wie stark der Einfluss ist, das können auch deine Ärzte nicht, das kann momentan niemand wirklich.
    Vielleicht ist es im Zusammenhang mit Depressionen sinnvoll - ich weiß das nicht, ich weiß nur, dass sich der Wissensstand dazu auf "Erfolge konnten festgestellt werden" beschränkt.

    Auf jeden Fall ist das nicht wie MPH. MPH macht nur klarer, das wars. Das hier ist eher wie eine Droge. Ich bin sehr skeptisch gegenüber diesem Medikament geworden. Niemand kann dir sagen wie es bei dir wirkt, weil niemand weiß, wie es genau wirkt.

    Nochmal: Subjektive Erfahrungen hier. Das ist meine persönliche Erfahrung damit. Deine kann komplett anders aussehen, vor allem weil du anscheinend komorbide Depressionen hast, die ich nicht habe. Oder es ist doch nicht anders. Ich weiß es nicht. Das Medikament ist recht neu auf dem Markt. Eigentlich weiß das niemand...

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    hallo hypocampus,erst mal - danke für Deine ausührliche Beschreibung bzgl. Elontril.Sicher bin ich mir, dass unter der Einnahme von Citalopram die Depression viel besser war und mir vieles am a... vorbei ging. Auch die quälenden Gedanken wurden sehr unterdrückt.Elontril gibt in der Tat ein Glücksgefühl, unterdrückt die Müdigkeit,, aber die Gedanken sind trotzdem da. Mein Psychiater wollte mir damals schon das Elontril mit MPH geben,, ich wollte das damals noch nich, weil die Depression eher leicht war, vielleicht brauche ich zusäztlich MPH um konzentriereter zu sein?! Er wollte mir nicht gleich die zwei Mittel auf einmal verschreiben, weil man dannn nicht weiß, woher die NW kommen, aber ich denke ich muß es versuchen, denn dieser Zustand ist nicht zufriedenstellend, ich bin ja kaum arbeitsfähig dadurch u langsam wie eine Schnecke

  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Ursprünglicher Beitrag gelöscht, weil ich den Inhalt des Ausgangspostings vor längerem gelesen und schon vergessen hatte... Nach neuerlichem lesen hat sich meine Frage erledigt....

    wird Zeit, dass der Kopf wieder in Ordnung kommt
    Geändert von happypill (29.10.2011 um 19:27 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Hallo!

    Ich bin vor ca. 3 Wochen von Venlafaxin (Trevilor) auf Bupropion (Elontril) gewechselt, weil ich mir mehr dopaminerge Wirkung erhofft habe.

    Venlafaxin wirkt vorwiegend serotonerg und noadrenerg, letzteres auch nur in höheren Dosen. Bupropion wirkt vor allem auf Dopamin und Noadrenalin und nur ein bisschen auf Serotonin.

    Am Anfang hatte ich vor allem erstmal das "Serotonin-Absetz-Syndrom", das ist jetzt wahrscheinlich vorbei.

    Ich habe das Gefühl, dass mir mittlerweile viel weniger "gleichgültig" ist, ich emotional auch mehr "ausschwinge". Das ist schön bei netten Gefühlen, kann aber andererseits auch häßlich werden... (Habe gerade PMS... )

    Insgesamt habe ich schon das Gefühl, ein bisschen mehr auf die Reihe zu bekommen, habe mich auch im Job strukturierter und konzentrierter gefühlt. Und irgendwie im Kontakt mit Menschen "offener", hatte irgendwie das Gefühl, "adäquater" reagieren zu können, vll. sensibler...?

    Wunder bewirkt es aber nicht. Bin leider nicht über Nacht zur perfekten Hausfrau geworden, von meiner selbst zu strukturierenden Arbeit mal ganz zu schweigen. Aber zumindest schaffe ich halt wenigsten ein BISSCHEN, was schon mal mehr als nichts ist. Dadurch mache ich mich zumindest selbst auch weniger fertig.

    Hatte noch den Eindruck, dass viel Input an einigen Tagen zu starken Einschlafproblemen geführt hat, aber das muss ich erst mal weiter ausprobieren, 3 Wochen ist ja nicht so lang.

    Nimmst Du auch MPH?

    Bei Bupropion finde ich noch wichtig, dass es die Wahrscheinlichkeit für epileptische Anfälle steigert - bin da als Autofahrerin etwas paranoid...

    Liebe Grüße

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Hallo Erdbeere,

    ich wäre bei der Beurteilung der Wirkung von Elontril zurück haltend. Eine gute Wirkung wird oft erst bei einer Dosierung von 300 mg erreicht. Davor erscheint es mir voreilig, den antidepressiven Effekt zu bewerten.

    Was du schilderst hört sich auch nach Unruhe an. Du bist depressiv auf der einen Seite, bist dann aber auf der Antriebsseite gereizt, aggressiv und ungeduldig. Deine Konzentration scheint schlimmer beeinträchtigt zu sein als nur durch das ADHS. Könntest du dazu vielleicht noch mehr schreiben?

    Liebe Grüße

    M.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Hallo Maverick,
    durch das ADHS war ich schon immer unkonzentrierter, oder nicht so lange konzentriert wie normalos, aber durch die depression im sommer war ich gedanklich quasi gar nicht mehr vorhanden, nur noch am gedankenkreisen, kopf voll mit gedanken, dazu müdigkeit, ntriebsschwäche und nur ausschlließlich quälende gefühle, das ist im moment schon ok, aber die quälenden gedanken sind moderat wieder da, überhaupt das gedankenrad. wegen der fehlenden konzentration das ist natürlich an der arbeit eine katastrophe, weil ich nur am computer arbeite und viel formulieren muß, statsitiken erstelle, zuhause ist es nicht so schlimm, wenn ich nach dem kochen/backen noch zutaten finde, die ich vergessen habe......liebe grüße

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Elontril- schlechte Nebenwirkung?

    Ich nehme 150 mg seit genau 14 Tagen, an den Depris hat sich bisher noch gar nichts geändert, die letzten beiden Tage/Nächte sind wieder ganz extrem.

    Bin ich einfach zu ungeduldig, angegeben sind ja 2-4 Wochen, aber nach der Zeit wäre es schön, wenn doch wenigstens ein klein bisschen Besserung in Sicht wäre.

    MPH nehme ich momentan nur nach Bedarf, aber bei meinen Laune bin ich da mehr als vorsichtig, einen Stimmungsverstärkung möchte ich mir ersparen.

    Mein nächster Termin wäre nächste Woche, aber wenn sich in 1-2 Tagen nichts ändert, versuche ich da doch noch eher jemanden zu erreichen.

    Naja kurz gefasst, bin ich mit 14 Tagen zu ungeduldig?

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