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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    methylphenidat und chronische gastritis

    hallo miteinander,
    hab da mal ne frage zum in der ü-schrift genannten thema.
    ich hab mich lange gegen mph gesträubt, weil ich erst mal ne basis schaffen wollte, indem ich meine komorbiditäten in den griff kriege und auch die behandlung mit nem antidepressivum (cipralex) glatt läuft. nun habe ich neulich mal wieder diese option hinterfragt und festgestellt, dass ich jetzt tatsächlich an nem punkt bin, wo ich offen dafür wäre.

    jetzt tut sich aber nen neues problem auf, das mir ordentlich gedanken macht. mein magen ist meine größte schwachstelle. schon als kleines kind hatte ich oft bauchschmerzen, später wurde ein helicobacter diagnostiziert und behandelt. dennoch wurden die beschwerden mit zunehmendem alter mehr (bin jetzt 35), so dass ich nach 1,5 jähriger cortisonbehandlung mit begleitender säureblockung (durch omeprazol) so massiv beschwerden hatte, dass ich nach absetzen des cortis das omep nicht mehr losgeworden bin. lange zeit nahm ich 20mg davon, dennoch wollte ich das zeug gern dauerhaft loswerden. ich hab jahrelang die ursachen meiner beschwerden hinterfragt, konnte/wollte nicht glauben, dass dies alles psychosomatisch sei und habe erst vor wenigen wochen erkennen können, dass ein massiver zusammenhang zwischen innerer anspannung und den magenbeschwerden besteht, wobei letztere immer zeitlich etwas versetzt auftreten. da die anspannung auch auftritt, wenn es mir augenscheinlich ganz gut geht, ist es schwer einfluss zu nehmen. tja, von den 20mg bin ich nicht losgekommen, im gegenteil, es wurde immer schlimmer. bei der letzten magenspiegelung nahm ich 60mg omep, 300mg ranitidin und bei bedarf noch riopan, somit also aus allen drei medikamentengruppen, die der markt hergibt jeweils die höchstdosis. dennoch wurden entzündungen im magen gefunden, die bis heute kein mensch erklären kann. bei aktuten magenbeschwerden kommen inzwischen noch herzrasen und herzstolpern hinzu (roemheld-syndrom), was die ganze sache noch unerträglicher macht.

    da ich nun, nach langem weg und ebenso langer beobachtung vermuten würde, dass die adhs-bedingt anspannung da ihre finger im spiel hat, stellt sich mir die frage, wie es mit den nebenwirkungen des mph aussieht. in anderen threads konnte ich schon lesen, dass auch hier ein säureproblematik im raum steht, aber in der regel schreiben eher menschen die entsprechende probleme haben und weil sie antworten suchen, dinge die gut laufen, fallen leider meist ein wenig unter den tisch.

    insofern würde ich gern wissen: gibt es unter euch leute, deren magenbeschwerden unter mph besser wurden? wäre dennoch ein einstieg mit einem unretadierten präparat empfehlenswert oder wäre es sinnvoll gleich die retadierte (und damit hoffentlich verträglichere) form zu wählen?

    vielen dank schon mal
    lg
    lexxus

  2. #2
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    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    Hallo Lexxus,

    ich habe zwar die Gastritis nicht so schlimm, habe aber Erfahrungen mit MPH und dem Thema Magenschmerzen:
    Ich habe MPH immer abgesetzt wenn es zu schlimm wurde, habe aber weder eine Verbesserung noch Verschlechterung gemerkt, auch wenn ich es trotz Magenprobleme und Säurehemmer genommen habe. allerdings wirkt es mit Säureblockern nicht gut-das musst du mit dem Arzt besprechen.

    . Ich vertrage retardierte Präparate am besten, und nehme das Medikament morgens nach einem großen Frühstück. Habe idann n der Regel keine Probleme mit dem Magen.

    Ich vermute,dass MPH eher dazu beiträgt,dass ein Magen gar nicht erst "nervös" wird,weil man nicht so angespannt ist, aber das muss ich noch ne Weile bei mir erforschen...

  3. #3
    Wohnt hier

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    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    Muß Omeprazol nehmen, geh morgen zu meinem Neurologen, ma sehn, was der sagt, war gestern schon da, er hatte aber keine Ahnung davon, hoffe mal, er hat sich informiert.
    Bin jedenfalls reichlich durchn Wind jetz.

    Hab das Gefühl, mit Omeprazol und Medikinet Adult geht es mir schlimmer, bin noch mehr durch den Wind.

    Hab jedenfalls die Medikinet adult erstmal abgesetzt, ging nicht mehr.
    Krieg ganix mehr geregelt letzte Zeit

    LG Anni

  4. #4
    Ist öfter hier

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    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    Hi lexxus und Anni,

    Omeprazol und retardiertes MPH vertragen sich leider gar nicht. Habe neulich erst beim Hersteller von Medikinet adult angerufen, die haben mir ausdrücklich gesagt, dass retardiertes MPH einen bestimmten PH-Wert im Magen braucht, um wirken zu können. Omeprazol etc. senken diesen PH-Wert. Beides darf nicht miteinander eingenommen werden. Steht leider so noch nicht in der Packungsbeilage.

    Insofern wundert's mich nicht, Anni, dass es Dir jetzt schlechter geht.

    Ich komme aber mit Pantoprazol (ist ganz ähnlich wie Omeprazol, glaube ich) und unretardiertem MPH recht gut zurecht, wenn ich Pantoprazol vor dem Essen nehme, MPH aber nach dem Essen.

    Schöne Grüße!
    Hijo
    Geändert von Hirnjogger (19.10.2011 um 23:41 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    hallo hirnjogger,
    gut, dass du das ansprichst, viele säurehemmer beeinflussen ja die wirksamkeit von medis eher in entgegengesetzter richtung, d.h. die konzentration im blut kann höher sein als gewollt. aber ausnahmen bestätigen die regel, insofern werde ich diese wichtige info auf jeden fall im hinterkopf behalten. ich selbst nehme seit längerer zeit kein omep mehr, sondern lansoprazol, auch ein medi aus der gruppe der sogenannten protonenpumpenhemmer, zu denen auch omep und pantozol gehören. ich wundere mich allerdings ein bisschen darüber, da sie ja alle zur selben gruppe gehören und somit in ihrer wirkungsweise gleich ansetzen, dass sie offenbar unterschiedliche wirkungen im zusammenspiel mit mph haben können. das muss ich direkt mal genauer erforschen.
    interessant finde ich, dass das unretadierte im falle massiver magenprobleme offenbar besser verträglich ist, zumindest in deinem fall. ich hätte es eher andersherum erwartet, also, dass das retadierte verträglicher ist, weil die massiven schwankungen und rebound-probleme wegfallen.

    hallo hypie1,
    so, wie du deine situation beschreibst, würde ich mir das auch erhoffen. ich würde mich freuen, wenn du uns an dieser stelle mit deinen erfahrungen/erkenntnissen auf dem laufenden halten könntest. hast du auch schon alternativprodukte zum omeprazol probiert, z.b. iberogast, andere formen von säureblockern (ranitidin, talcid etc.), und da bereits erfahrungen in kombi mit mph sammeln können?

    hallo anni, was du schreibst, klingt nicht gut. ich wünsche dir viel kraft und energie, dass du die "experimentierphase" zu deinem vorteil abschließen kannst und einen weg findest, die probleme in den griff zu kriegen. eine meiner ärztinnnen wollte mir übrigens seit jahren iberogast aufs auge drücken, aber ich hab das nie so wirklich in betracht gezogen, weil ich glaubte, wenn ein stark wirksamer säureblocker das problem nicht beheben kann, was will mir dann pflanzliche medizin bringen. letztlich hab ich es doch probiert und war recht erstaunt, wie gut es wirkt. es klappt nicht jedes mal, aber oft genug, und es ist schon ein riesen schritt, wenn ich wenigstens einen teil der synthetischen säureblocker damit ersetzen kann. experimentierfreude, zumindest bei rezeptfreien produkten kann durchaus hilfreich sein. früher hat mir auch oft melissentee gut geholfen, inzwischen kann ich den allerdings nicht mehr sehen und schaff es oft auch nicht mehr, ihn wirklich regelmässig zu trinken. ich drück dir alle daumen, dass du deinen weg mit der medikombi findest.

    lg
    lexxus

  6. #6
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    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    Hallo lexxus,
    ich hab ne Menge ausprobiert und vor einiger Zeit alle chemischen Magenmittel abgesetzt (Prot.pumpenhemmer, Talcid etc.)-d.h. ich nehme nur das MPH und sonst keine weiteren Medikamente. ( Iberogast hat bei mir gar nichts bewirkt).

    Zwischendurch habe ich auch immer mal wieder die Magenbeschwerden (vor allem Sodbrennen); Melissentee und Kamillentee helfen bei mir ganz gut und es klingt dann von alleine auch wieder ab. Tees und pflanzliche Mittel beeinflussen die Wirkung von MPH nicht, soweit ich weiss.

  7. #7
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    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    Es muß doch ne Lösung geben. Vielleicht bezahlt ja die Kasse in so einem Fall auch unretardiertes MPH. Aber werd mal nachfragen, ob andere Protonenpumpenhemmer genauso mit Medikinet reagieren.
    @Hypie Nee das geht bei mir garnicht. Wenn ich mal das Omeprazol vergesse, (morgens 40mg) hab ich ziemlich schnell wieder Beschwerden, Schmerzen an der Speiseröhre, vom eigentlichen Reflux merk ich nichts, meine Speiseröhre ist unten irgendwie geweitet, die reflux Diagnose wurde auch erst aufgrund der Schmerzen gestellt, hatte vorher nie Beschwerden.
    Kamillenteenee geht nicht, Melissentee, weiß nich, glaub nicht.

    LG Anni verzweifelt und durch den Wind
    Geändert von Anni (20.10.2011 um 16:51 Uhr)

  8. #8
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    AW: methylphenidat und chronische gastritis

    hallo anni,
    geht mir genauso, wollte mir auch jahrelang kein arzt glauben, echtes sodbrennen hab ich fast nie, merke den reflux nur, wenn ich nachts durch trockenen husten wach werde, weil die speiseröhre durch die säure gereizt ist. man soll mit solchen problemen ja möglichst den oberkörper hoch lagern, aber so kann ich nicht schlafen. was nen versuch wert wäre, wär gaviscon, das is nen rezeptfreier säurebinder, der im unterschied zu talcid, riopan und co. einen schaumteppich auf dem mageninhalt bildet, so dass wenn, dann nur der schaum in die speiseröhre fließt und dort eine schutzschicht bildet. der schaum löst sich später im darm in wohlgefallen auf. es is allerdings der einzige dieser art auf dem markt.
    naja, versuch macht kluch
    lieben gruß
    lexxus

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