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Diskutiere im Thema Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Mein Arzt meinte zu mir, ich würde von den 5mg wohl nichts merken, deswegen steigen wir mit 10mg ein. Das Körpergewicht als entscheidender Faktor ist bei mir mit 60kg auch nicht hoch, insofern ist diese Dosis wohl tatsächlich als gering einzuschätzen. Ich sollte die ersten 4 wochen mit 10mg anfangen und dann auf 20 steigern. Da ich unter Zeit- und Leistungsdruck stand, bat er mir von sich aus an, ihm nach zwei Wochen ausführliches Feedback zu geben und bei einem glatten Wirkungsverlauf bereits dann auf 20mg steigern zu können. 20 ist ziemlich optimal für mich persönlich und bei 30 kippt es etwas zu ungünstigen Wirkungen. Man sollte unbedingt dazu sagen, dass das nur ein individuelles Beispiel ist und die Dosisfindung muss jeder selbst bewerkstelligen. Die Moderation des Ganzen obliegt dabei ausschließlich dem Arzt.

    Grundsätzlich gilt, was dein Arzt entscheidet ist erstmal zu respektieren. Er wird seine Gründe haben und mit verständnisloser Rumdiskutiererei wirst du eher das Gegenteil von der gewünschten Kooperativität erreichen.

    Außerdem solltest du dich daran auch halten, selbst wenn du es nicht verstehst. Erstens weil es in deinem Falle irgendwelche Besonderheiten geben könnte, die eine größere Vorsicht mit dem Medikament gebieten. Ein solcher Ansatz wäre zum Beispiel das nicht weiter beschriebene Antidepressivum in deinem Fall. Aufgrund der Überschneidung der Wirkmechanismen einiger Depressiva und Methylphenidat ist hier wohl zusätzliche Vorsicht geboten. Du riskierst zu stark unkalkulierbare Wechselwirkungen wenn du hier nicht entsprechend aufpasst, falls das ein entscheidender Punkt sein sollte. Und wir wissen nichts über gegebene medizinische Besonderheiten die bei dir eine zusätzliche Rolle spielen könnten.

    Zweitens: Sei dir auch bewusst, das jeder Arzt auf eine fordernde Haltung beim Patienten mit erhöhter Vorsicht reagieren muss. Folgen eines verantwortungslosen Umgangs damit wird in letzter Instanz auch dein Arzt tragen müssen.
    Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen eines verminderten Risikos für dich selbst kannst du nur dann vom Arzt auch Bereitschaft zur Abgabe von mehr Verantwortung an dich erwarten, wenn du dieses Verantwortungsbewusstsein auch besitzt und demonstriert hast.
    Aus diesem Grund muss der Arzt außerdem die Verordnung des Medikamentes mit deiner Fähigkeit zum verantwortungsvollen Umgang abwägen. Daher ist es in deinem Sinne nicht gerade produktiv, wenn du auf diese Weise demonstrierst, dass du kein solches Verantwortungsbewusstsein besitzt und einfach wild damit herumexperimentierst. Dieses Medikament ist keineswegs risikofrei und daher ist auch ein solch risikoarmer Einstieg etwas sinnvolles. Sei froh, dass du es überhaupt bekommst und spiel nach den vorgegebenen Regeln. Nicht nur im Interesse des Arztes, sondern auch in deinem eigenen.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    hypocampus schreibt:
    Zweitens: Sei dir auch bewusst, das jeder Arzt auf eine fordernde Haltung beim Patienten mit erhöhter Vorsicht reagieren muss. Folgen eines verantwortungslosen Umgangs damit wird in letzter Instanz auch dein Arzt tragen müssen.
    Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen eines verminderten Risikos für dich selbst kannst du nur dann vom Arzt auch Bereitschaft zur Abgabe von mehr Verantwortung an dich erwarten, wenn du dieses Verantwortungsbewusstsein auch besitzt und demonstriert hast.
    Aus diesem Grund muss der Arzt außerdem die Verordnung des Medikamentes mit deiner Fähigkeit zum verantwortungsvollen Umgang abwägen. Daher ist es in deinem Sinne nicht gerade produktiv, wenn du auf diese Weise demonstrierst, dass du kein solches Verantwortungsbewusstsein besitzt und einfach wild damit herumexperimentierst. Dieses Medikament ist keineswegs risikofrei und daher ist auch ein solch risikoarmer Einstieg etwas sinnvolles. Sei froh, dass du es überhaupt bekommst und spiel nach den vorgegebenen Regeln. Nicht nur im Interesse des Arztes, sondern auch in deinem eigenen.
    Ich glaube, dieser Umstand ist vielen nicht bewusst. Wie bitte soll ein Arzt reagieren, wenn er feststellt, dass sich der Patient nicht an die Verordnung des Medikamentes (hier sogar ein Betäubungsmittel) hält?

    Ihr solltet an die Möglichkeit denken, dass der Arzt die Weiterbehändlung wegen Medikamentenmissbrauch (evtl. sogar Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz) ablehnt.

    LG Spezi

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Mal ne Zwischenfrage,

    ist es eigentlich das ungenügend Wirkende Medi, das das Probleme ist oder ist es vielleicht eher das dahinter steckende Gefühl des Alleingelassenseins, nicht Wissen, an wen man sich wenden könnte, während der Abwesenheit des Arztes, das die Krise auslöst...

    Mal angenommen, man geht zum Arzt, weil es einem nicht gut geht. Der Arzt verschreibt ein Medikament das nicht genügend wirkt. Der Arzt ist für nen Monat nicht erreichbar.

    Wie geht es einem dann?
    Ziemlich alleingelassen, nicht wissend, an wen man gelangen soll, was machen....?

    ist nicht eher das das Problem und dann das doppelte Medischlucken ein hilfloser Selbsthilfeversuch, unbeachtet davon, dass MPH ein Betäubungsmittel ist?


    Nicci
    Geändert von Nicci ( 6.10.2011 um 23:20 Uhr)

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Hallo,

    ich bin mir auch sicher das die psychologischen Effekte (Depressionen,Ängste zu versagen, und Frustationen) dadurch zumindest mit
    entstanden sind, das mein Adhs nicht behandelt ist, oder es nicht gemindert ist. Soll ich Euch was sagen?
    Mein Sohn bald 16 bekommt seit seinem 6 ten Lebensjahr Medikamente! Seit 10 Jahren versuchen die Ärzte ihn richtig ein zu stellen.....
    Insgesamt waren wir bei 4 Ärzten.Angefangen bei Medikinet, Dopamin-saft ( ich weiß nicht mehr wie der hieß), Ritalin u. Retard,
    Strattera, Concerta u. einige mehr. Er war sogar für 12 Wochen in einer Kinder u. Jugendpsychatrische stationäre Einrichtung.
    Die haben sogar gesagt, das er nie Medikamente gebraucht hätte und auch nie wieder braucht.Er hatte nie ein Adhs.Hat er aber doch,
    das bescheinigen mir 3 Ärzte. Muß doch was dran sein, oder?
    Was am schlimmsten ist , es gibt Adhs-ler die können nicht mit Medikamenten eingestellt werden. Das legte mir unser Arzt auch nahe.
    Jetzt ist er in der Wohngruppe und durchläuft zum 6 ten mal die Diagnostik usw.
    Während ich das schreibe habe ich Herzrasen....
    Weil Christo eigentlich schon so drauf ist , nach dem ganzen Myterium (ist das richtig geschrieben?) gar nichts mehr einnehmen möchte
    Oh ja so ist das alles..... Echt

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Hallo Ihr,

    habt Ihr denn kein Vertretungsarzt???? Ist mir heut mal so auf gefallen....Ab und zu habe ich einen hellen Moment. Grins
    Ich habe einen oder ich bekomme eine Bescheinigung für ein Arzt, so das er mir das Medikament verschreiben darf.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Ähhh sorry das ich mich jetzt ein mische.

    Ich hab jetzt nicht den ganzen Therad gelesen falls mein Beitrag unpassend oder schon ähnlich gepostet wurde.

    Also es wurde gesagt das MPH bei manchen wirkt wie eine schlaftablette. Ohne mich jetzt in die Verordnungen der Ärzte und Ärztinnen einmischen zu wollen:

    Ist das nicht sinn und zweck der ganzen Sache? Ich meine wir haben es ja mit einem Dopamin- Noardrenalin und Serotonin(event.) - Mangel zu tun oder nicht? Das heißt bei richiger Dosierung des jeweiligen Medikamentes wird dieser Pegel einigermaßen ausgeglichen.

    Wenn jetzt eine Person aber Jahrelang unter einer Hyperaktivität leidet dann ist es doch verständlich das wenn der Dopamin,Norad. etc. Haushalt ins Gleichgewicht gebracht wird der sich der Körper zunächst seinen Schlaf zurück holt. Immerhin stand er Jahrelang unter extremer anspannung.

    Als ich mit 17 jahren, Ritalin begonnen habe zu nehmen bin ich die ersten 3 tage platt gewesen. Bei 20 mg / Tag.

    Ist doch klar das es mich aufpushd wenn ich nun mehr von dem Medikament nehme. Ist ja schlieslich eine Stimulants. Also eine Überdosierung wenn ich einfach mal das doppelte am tag nehme.

    So hat es mir jedenfalls mein Facharzt erklärt.

    Also Müde am anfang normal. Legt sich mit der Zeit.

    So war es jedenfalls bei mir.

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Einstellungsphase... zuerst 4 Wochen lang nur 5mg medikinet ?

    Wenn ich zurückdenke kann ich diese Erfahrung tatsächlich bestätigen. Auch ich hab mich die ersten zwei bis drei Tage quasi am Höhepunkt der Wirkung erstmal ne halbe Stunde schlafen gelegt weil ich müde war. Inzwischen hab ich das nicht mehr und wenn du jetzt nicht darauf hingewiesen hättest hätte ich es auch nicht direkt auf das Medikament zurückgeführt.

    Ich weiß nicht ob diese Theorie mit dem "Nachholen" wirklich plausibel ist. Kann aber gut sein, dass das eine reale widersprüchliche Wirkung ist, die bei ADHSlern anfänglich auftritt.

    Es erzeugt auch einfach nicht dieses "Okay, ich hab irgendwas genommen" Gefühl. Es normalisiert einfach nur. Die Wirkung merkt man eher weniger dadurch dass man mehr kann als normal, eher daran, dass man nicht mehr so häufig weniger kann als normal. Falls ihr versteht was ich damit meine. Einfach weniger Fehleranfälligkeit, weniger Verpeiltheit, weniger Vergessen. Es stopft eben die Aufmerksamkeitslücken. Man kann aber nicht erwarten dass man jetzt irgendwelche Superkräfte bekommt. Das soll es ja auch nicht bewerkstelligen. Es soll lediglich das tun: Symptome vermindern und "normalisieren". Deswegen merkt man die Wirkung auch nicht an dem was passiert, sondern an dem, was eben nicht passiert.

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