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Diskutiere im Thema Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hallo,
    Mph wird ja sehr schnell abgebaut im Körper, und ich frage mich gerade ob das so gut ist, wenn der Dopaminspiegel innerhalb von 24 Stunden so stark verändert wird?! Oder soll es gerade so sein?

    Verhält es sich mit Mph anders als mit AD's z.B, bei denen meist ein möglichst konstanter Serumspiegel über den ganzen Tag angestrebt wird?
    Oder wäre es anders herum vielleicht sogar kontraproduktiv das Mph über den Tag hinweg möglichst gleichmäßig zu verteilen, weil sich dann vielleicht schnell eine Toleranz entwickelt??

    Mein Arzt hat mit mir besprochen, dass ich bis zu 3 Einzeldosen 10mg medikinet adult über den Tag verteilt nehmen kann, so wie es mir am besten bekommt.
    Gestern habe ich mal ein 1-1-1 Einnahmeschema versucht, mit einer 10mg Dosis gegen Abend, aber ich frage mich, ob es nicht besser wäre 20mg morgens zu nehmen, also 2-1-0. Denn ich konnte die Nacht zwar ganz normal schlafen, aber fühle mich heute den ganzen Tag schon sehr müde und erschöpft, bei leicht depressiver Stimmung.

    Im Moment mache ich mir doch Sorgen, dass das Mph jetzt an Wirkung verloren hat, weil sich der Körper darauf einstellt.
    Bei Antidepressiva hatte ich auch - wenn überhaupt - nur Anfangs eine Wirkung. Allerdings überhaupt nicht vergleichbar mit der Wirkung von Mph, bei mehr Nebenwirkungen.

    Wäre euch dankbar für eine Antwort!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Ich bin medizinischer Laie. Und ich nehme kein MPH, sondern Elontril, ein AD.
    Und da wird auch ein Spiegel aufgebaut, den du angesprochen hast. Es ist wohl so, dass Elontril erst richtig wirkt, wenn dieser Spiegel aufgebaut ist. Und das ist ja beim MPH ganz anders. Das wirkt fast sofort. Für eine effektive Wirkung braucht man beim Elontril und anderen AD einen gewissen Spiegel, beim MPH nicht.

    Vielleicht kann man das mit einer festen Treppe und einer Leiter vergleichen. Auf beiden kann man eine Etage höher gelangen. Die Leiter kann man direkt aufstellen und gleich wieder abbauen, wenn man fertig ist. Die Treppe muss man schrittweise aufbauen und dann auch schrittweise wieder aufbauen. MPH ist die Leiter, AD die Treppe.

    Ob das gut ist, wenn es da so starke Änderungen gibt, weiß ich nicht. Und ob es so gut ist, dass man mit AD permanent in den Dopamin bzw. Noradrenalin Haushalt eingreift, weiß ich auch nicht. Das könnte ja auch nicht gut sein. Ich denke, dass es darüber auch keine Untersuchungen gibt, weil man noch nicht so richtig weiß, wie das mit dem Dopamin im Gehirn so funktioniert. Aber welche Alternative gibt es denn für uns?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hi, und Danke für die Antwort!

    Klar, mit Alternativen sieht es schlecht aus. Es ist ja immer so, dass es am besten wäre, wenn man gar keine Medikamente bräuchte.
    Aber wenn ich sie nun mal brauche, dann will ich natürlich auch bestmöglich damit umgehen, um die Risiken zu minimieren.

    Mit meiner Frage bin ich leider immer noch nicht weiter gekommen.
    Dafür hätte ich aber gleich noch eine:^^
    Wie hat sich bei euch die Wirkung von Mph im Laufe der Zeit entwickelt?
    Also hat die Wirkung z.B irgendwann nachgelassen, weil sich eine gewisse Toleranz eingestellt hat?

  4. #4
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hi Evermind,

    was ich weiss ist, dass es die Vermutung gibt, sie konnte aber noch nicht wirklich bestätigt werden, dass es einen Zusammenhang mit retardiertem MPH und später auftretendem Parkinson gibt.
    Aber vielleicht ist auch ADHS selber ein Risikofaktor für Parkinson.

    Ausserdem gibt es einen Zusammenhang zwischen der Kohlenhydrataufnahme/Nährstoffzufuhr und der Wirkung von MPH.
    Unter MPH steigt der Glukoseverbrauch des Gehirns an, somit müssen auch mehr Nährstoffe zugeführt werden, damit MPH wirken kann.
    Es gibt ein paar Menschen, die durch MPH abnehmen, weil sie weniger Hunger haben, aber dadurch riskieren sie, dass MPH wegen der fehlenden Kalorienzufuhr nicht mehr richtig wirkt.

    Achte dich mal darauf, ob du einen Zusammenhang mit der Nahrungszufuhr und MPH bemerkst.

    Wenn du sonst eine Toleranz vermutest, dann ist bei allen toleranzbildenden Substanzen dasselbe.
    Mach mal ein bis zwei Tage MPH Pause, so verhinderst du eine Toleranzbildung, sollte es wirklich eine solche geben.

    Es kann aber auch sein, dass du dich schon so an MPH gewöht hast, es für dich schon beinahe selbstverständlich ist, sodass du dir der Wirkung nicht mehr bewusst bist.
    Ein zwei Tage ohne MPH können dir dann wieder zeigen, wie sehr dir MPH doch hilft, weil dann deine Verfassung ohne MPH wieder spürbar wird.

    Hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen

    LG Nicci

  5. #5
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    noch ne Ergänzung,

    mein Psychiater hat mir strickte von Anfang an retardiertes MPH, also Concerta verordnet, weil er der Meinung ist, dass unretardiertes MPH für mich nicht gut ist, weil es zu grosse Schwankungen macht, und ich so nicht davon profitieren könnte. Er strebt also ne konstante MPH Konzentration an.

    Concerta wirkt auch so zwischen 8-12 Stunden, also 8 Stunden voll, danach sinkt der Spiegel ab.

    Soviel ich weiss, ist nun auch ein MPH Präparat im Handel (Focalin), das eine längere Halbwertszeit hat.
    Vielleicht ist das das MPH der Zukunft

    LG Nicci

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 272

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hi Nicci und Danke für die Antwort,

    ich nehme ja auch ein retardiertes Präparat, und finde das auch sinnvoll, weil die Suchtgefahr ja immer stark vom Anfluten eines Wirkstoffs abhängt.

    Das mit der Unterzuckerung ist auch ein guter Hinweis, aber das schließe ich aus. Meinem Appetit kann auch Mph nichts anhaben.
    Im Gegenteil, ich wäre ganz froh ein paar Pfunde zu verlieren...

    Heute habe ich 20mg morgens und noch mal 10mg nachmittags genommen, und finde das deutlich besser!
    So werde ich es wahrscheinlich auch bis zum nächsten Arzttermin im Oktober belassen.

    Dann werde ich mit ihm noch mal über eine Anpassung der Dosis sprechen.

    Du hast zwar schon recht, damit, dass man sich schnell an Verbesserungen gewöhnt, aber nur weil etwas besser ist, ist es ja noch lange nicht gut.

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hi Evermind

    Meinem Appetit kann auch Mph nichts anhaben.
    meinem auch nicht
    allerdings komme ich länger ohne Essen aus, als ohne MPH, wenns dann aber was zu habern gibt, dann greife ich aber ganz schön zu.
    Ich wunder mich manchmal, woher ich den Apettit plötzlich herhabe, aber anscheinend scheine ich das zu brauchen, ich nehm davon nicht zu.
    Aber mein EX, der hat MPH immer zu abnehmen missbraucht, und wunderte sich dann, dass irgendwann MPH nicht mehr geholfen hat.

    Ich selber merke einen extremen Unterschied in der Wirkung von MPH und der Nahrungsaufnahme.
    Quasi, wenn ich tagsüber regelmässig und ausgewogen esse, dann kann MPH seine Wirkspektrum voll entfalten.
    Esse ich mal einen Tag tagsüber weniger, weil ich zB. abends eingeladen bin oder mich mal absichtlich zurückhalte, dann habe ich extrem Mühe in Gang zu kommen und habe oft das Gefühl, irgendwie plemplem zu sein. Es ist dann so, als ob dann vielleicht nur 20% des MPH wirken können. Jedenfalls fühlt es sich so an.

    Eigentlich sollte es bei MPH zu keiner Toleranzbildung kommen, weil die Dosis, die bei ADHS angewendet wird, weit unter der Dosis von denen, die MPH als Suchtmittel missbrauchen, liegt.
    Hättest du jedoch kein AD(H)S, so sähe die Situation anders aus, und eine Abhängigkeit wäre nicht ausgeschlossen. Deshalb wird auch so eine genaue Diagnostik gemacht, bevor MPH verordnet wird.

    Finde ich gut, dass du deine MPH-Dosis so einstellst, wie es deinem Biorhytmus entspricht. Vielleicht brauchst du am Morgen einfach mehr.

    Au noch was. Hier im Forum wurde schon mehrmals diskutiert, dass MPH, vorallem retardiertes depressiv machen kann.
    Pass gut auf, und melde dich frühzeitig bei deinem Arzt, falls du depressive Tendenzen bei dir feststellst.
    Eventuell wär dann eine kombinierte Therapie mit einem Antidepressivum sinnvoll.

    Wünsch dir gutes Gelingen

    LG Nicci

  8. #8
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    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Nicci schreibt:

    Au noch was. Hier im Forum wurde schon mehrmals diskutiert, dass MPH, vorallem retardiertes depressiv machen kann.
    Pass gut auf, und melde dich frühzeitig bei deinem Arzt, falls du depressive Tendenzen bei dir feststellst.
    Eventuell wär dann eine kombinierte Therapie mit einem Antidepressivum sinnvoll.

    Wünsch dir gutes Gelingen

    LG Nicci
    Danke!
    Ein AD (Venlafaxin) nehme ich ja schon. Ich kann eindeutig depressive Anteile bei mir feststellen. Das ist mir aber erst durch Mph so richtig bewusst geworden. In den ersten Tagen waren die depressiven Symptome näcmlich zeitweise ganz weg!
    Ich weiß nicht, ob es an einer Toleranzentwicklung bzgl. Mph liegt, daran, dass ich mich schnell an die Besserung gewöhnt habe, oder einfach, weil die euphorische Anfangsphase schon vorbei ist. Jedenfalls ist die depressive Grundstimmung zurückgekehrt.
    Es kann auch an meiner Erwartungshaltung liegen, weil ich mir jetzt halt sage: ADS Behandlung läuft jetzt, jetzt müsste ja einiges besser werden, bzw. ich müsste endlich mal durchstarten.
    Leider wieder jede Menge Unklarheiten

  9. #9
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    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hi Evermind,

    ich nehm auch Venlafaxine, jedoch komm ich im Moment gut mit 37.5mg klar, darunter geht nicht, hab ich erst grad wieder ausprobiert.
    Zum Vergleich: vor MPH hatte ich 3oo mg Venlafaxine. Dagegen sind die momentanen 37,5 mg ein Klacks.

    Ich weiss, was du meinst, der anfängliche AHA-Effekt ist vorbei.
    Ich weiss noch gut, wie ich mich am Anfang der MPH-Behandlung gefreut habe, weil endlich eine Besserung meiner Probleme in Sicht war. Nur schon alleine das, hat mir extrem Aufwind gegeben.

    Aber echt, wenn du das Gefühl hast, die MPH-Behandlung wirkt nicht mehr richtig,

    [ .......................... ]

    Das Fazit war ernüchternd.
    Meine bessere Verfassung ist alleine auf MPH zurückzuführen. Ohne MPH kommen meine alten Symptome binnen eines Tages zurück und ich versinke im emotionalen- sowie auch im haushalttechnischen Chaos.
    Echt 100:1 .
    Für mich habe ich mal ne Liste anglegt, und alle Bereiche aufgeführt, in denen es eine markante Besserung seit MPH gab.
    Das ist gut, weil ich mir die Dinge so auch wieder vor Augen führen kann, wenn ich mal an MPH zweifle.
    Und erst gerade letzte Woche ist unvorbereitet wieder so ein AHA-Erlebnis passiert und die Menschen in meinem Umfeld sagen mir auch, dass sie meine grössere Stabilität bemerken und sind erstaunt, wie einiges in meinem Leben sich langsam zu ordnen beginnt...

    Wünsch dir ganz viel Kraft

    VLG Nicci
    Geändert von Alex ( 4.09.2011 um 23:37 Uhr) Grund: Aufforderung zum An/Absetzen von Medikamenten gelöscht

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 272

    AW: Grundsatzfrage zur Dosierung von Mph i.a. und medikinet adult im speziellen

    Hey Nicci

    also eine Wirkung hat das Mph auf jeden Fall noch! Hin und wieder ist mir das aber gar nicht mehr bewusst. Echt erstaunlich wie schnell das geht!

    Meine Stimmung ist aber wesentlich stabiler als vorher, und ich beschäftige mich jetzt wieder so langsam mit der Zukunft. Irgendwie kann ich auch nicht mehr so gut verdrängen wie vorher... Das ist zwar unangenehm und geht auf die Stimmung, aber es sorgt dafür, dass ich die letzten Tage immerhin angefangen habe ein wenig aufzuräumen, Papiere zu ordnen usw.
    Da wird einem der ganze Schlamassel noch mal so richtig bewusst. Und auch, dass es noch sehr lange dauern wird bis ich da rauskomme.

    Ich will jetzt erst mal ein paar Wochen abwarten wie sich das weiter entwickelt, und dann spreche ich noch mal mit meinem Arzt über die Medikation.

    LG

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