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Diskutiere im Thema Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 31

    Lächeln Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Mich würde interessieren, wie Ihr (vor allem am Anfang) auf MPH reagiert bzw. welche Veränderungen Ihr gespürt habt, wann Ihr die Medis einnehmt und in welcher Konzentration. Schön wäre, wenn auch Leute mit Medikinet adult von ihren Erfahrungen berichten würden .

    Mein Arzt ist ja seit mehreren Wochen im Urlaub und ich mache mir gerade Stichpunkte (damit ich nicht wieder die Hälfte beim Gespräch vergesse ). Ich nehme im Moment (seit 26.07.2011) Medikinet adult 10 mg, zweimal am Tag (probiere mal 1-1-0 und mal 2-0-0 aus). Muss aber sagen, dass eine Art "Aha-Effekt" bisher ausgeblieben ist.

    Ich kann zwar (nach mehreren Monaten Stillstand) wieder für mein Studium lernen, aber fühle mich immernoch so matschig im Kopf und die Dauermüdigkeit ist natürlich auch noch da.

    Wenn ich darüber nachdenke, dass Nicht-AD(H)Sler MPH zum "Dopen" ihres Gehirns verwenden, kann ich mir das gar nicht so richtig vorstellen..

    Oder bin ich vielleicht einfach ein hoffnungsloser Fall ...?!

    Freue mich über Antworten !

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Moin Quasseltante ,




    also ich nehme zwar MPH die normalen aber erzähl gern mal was ich im Moment so fühle und wie der Anfang war.

    Aslo ich habe angefangen mit 5mg. Dann musste ich den Test mit dem Quadrat auf dem Bildschirm nochmal machen.
    Dort war ich 79% besser als ohne MPH.

    Soviel wohl zur Konzentration. Den ersten Tag war ich irgendwie breit und voll glücklich mit MPH.
    Das ist jetzt vorbei. Nehme zur Zeit 2 mal 7,5mg . Also erstens werde ich nicht mehr so schnell wütend. Komme viel besser mit meinem Sohn klar.
    Zum Konzentrieren kann ich noch sagen : ich habe mir im keller eine Maschine gebaut . Habe mir vorher im I-net angesehn wie die gebaut wird.
    Also ab in den Keller. Habe sie dann ohne Anleitung und sowas fertig gebaut . Ich konnte mich voll auf meine Arbeit Konzentrieren.
    War viel ordentlicher als sonst , habe maße eingehalten , was ja für Privat nicht so wichtig ist wenn die Funktion da ist.

    Zum Dopen könnte ich es nicht gebrauchen. Was ich merke das wenn ich z.B. etwas rechne, das ich nicht mehr rechne und nebenbei an das Wetter denke oder so.
    Kann mich voll auf meine Sache konzentrieren.
    Ja und eben endlich eine innerliche Ruhe. Unterhalte mich gern und höre auch mal zu. Sonst hab immer nur ich geredet.


    P.s. was mir noch eingefallen ist , ich bin irgenwie viel selbstbewusster geworden.


    liebe Grüße
    Geändert von 67dicA (27.08.2011 um 12:00 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Hallo67dicA,

    danke für Deine Erfahrungen! Da hat das MPH ja echt etwas gebracht.

    Dass ich etwas besser zuhören kann (und nicht immer dazwischen quatsche bzw. die Sätze anderer beende *g*) habe ich auch gemerkt.

    Der positive Effekt hinsichtlich Konzentration und Ablenkbarkeit ist leider bisher nicht eingetreten . Würde mir auch wünschen, dass ich mich mal wieder voll auf mein Lernen konzentrieren kann und nicht ständig in der Gegend herumgucke oder aufstehe..

    Welches Präparat nimmst Du denn genau? Etwas retardiertes oder unretardiertes?

    Quasselige Grüße

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    genau mein Thema gerade
    Ich muss das nämlich für meinen Arzt sowieso aufschreiben...

    Also bisher kann ich sagen, dass ich mir die Wirkung etwas anders vorgestellt habe, aber dennoch guter Dinge bin, dass es mir helfen wird.
    Nehme auch erst den 2. Tag medikinet adult 10mg.
    Am ersten Tag wurde ich vor allem sehr müde, was mich irritiert hat, weil die ständige Müdigkeit ja ein Problem von mir ist. Aber die Müdigkeit von Mph ist doch etwas anders... wesentlich angenehmer, eher in Richtung ruhig und entspannt. Bin gestern sogar kurz eingenickt , was mir eigentlich nie passiert. Habe mein ganzes Leben schon große Einschlafschwierigkeiten...
    Am ersten Tag kam vielleicht auch noch dazu, dass ich sehr mit der Selbstbeobachtung beschäftigt war, Unsicherheit und alle möglichen anderen Gefühle und Stimmungen im Spiel waren, so dass ich nicht genau wusste, was ich davon halten soll.

    Jetzt am 2. Tag finde ich es viel besser. Merke jetzt viel deutlicher, dass ich ruhiger und nicht mehr ganz so angespannt bin wie sonst.
    Motivation Dinge zu erledigen, Lernen, etc. habe ich aber genauso wenig wie sonst. Ich mache eher weniger, aber vermutlich aus dem Grund, weil ich nicht mehr das unbedingte Bedürfnis habe mich ablenken zu müssen, sondern ich halte es "auch so" besser aus...
    Also im Moment fühle ich mich deutlich besser, und das macht mir doch Hoffnung.

    Habe (extra für den Thread) mal den Konzentrationstest gemacht, bei dem man mit dem Quadrat ausweichen muss, und bin etwas schlechter als ohne Mph. Das wundert mich eigentlich nicht, denn ich habe auch das Gefühl etwas langsamer zu denken und zu handeln, aber ich fühle mich dabei wesentlich wohler. Um es mal mit einer Metapher zu beschreiben: Vorher wie ein Sprinter, der dauernd kurze Sprints einlegt bis er nicht mehr kann, und jetzt eher wie ein Dauerläufer in gemächlichem Tempo.
    Ein Unterschied bei dem besagtem Test ist mir noch aufgefallen: Ich habe meine Methode geändert!
    Mit Mph versuche ich wirklich mich auf die rumfliegenden Quadrate zu konzentrieren, und ihnen dann auszuweichen. Vorher habe ich immer versucht mir zu merken wie sie fliegen, bzw. mich daran zu erinnern, wie sie bei den vorherigen Versuchen geflogen sind, und dann quasi meine Bewegungen danach auszurichten. Also zB. Mitte anfangen, dann einen kleinen Kreis nach unten links, dann kurzt oben in der linken Ecke halten, usw.
    Diese Änderung der Methode finde ich echt erstaunlich, und hätte ich nie gedacht. Darüber freue ich mich im Moment mehr als wenn ich ein besseres Ergebnis geschafft hätte.

    Ich bin auch mal gespant, wie sich das weiter entwickelt. Bei den Antidepressiva war es bisher auch immer so, dass ich am Anfang eine Veränderung gespürt habe, und nach einigen Wochen war wieder alles beim alten.
    Für eine Art Fazit ist es einfach noch viel zu früh...
    LG

    PS: Jetzt beim Text schreiben war ich wieder sehr hippelig. Vermutlich habe ich im Moment deswegen so wenig Lust etwas zu machen, weil das meine neu erlangte Ausgeglichenheit wieder in Gefahr bringt.^^
    Habe gerade gesehen, dass die Sonne draußen scheint, und fand das schön. Und DAS ist echt mal eine Wirkung, die mir gefällt, und was bisher noch kein AD geschafft hat.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Vielleicht habe ich mich am ersten Tag auch etwas reingesteigert. Aber bei mir war es schon auffällig.

    10mg Medikinet adult zu Beginn (also 5mg retardiert + 5mg unretardiert). Inzwischen sind es seit etwa zwei Monaten 20mg.

    Ich muss dazu sagen dass MPH in meinen Augen generell nicht den Eindruck vermittelt, unter Substanzeinfluss zu stehen. Ich hatte diese Eindruck eher bei meiner Einnahme von Bupropion (Elontril). Das hat bei mir ein leichtes euphorisches High gemacht und hatte eine ganz leichte, drogentripartige Wirkung. Alles wurde einen klitzekleinen Tick "seltsam" (ohne einschränkend zu sein). Geholfen hat es mir bei der eigentlichen Problematik nicht, daher nun das MPH.

    Die erste Erfahrung mit MPH lässt sich am besten mit dem Begriff "Wachheit" beschreiben (für die Bupropionerfahrung gibt es kein Wort). Wenn man sich den Bereich, den man bewusst wahrnehmen kann als einen Kreis um sich herum vorstellt, so hat sich dieser sehr stark vergrößert. Nicht die Art der Wahrnehmung ändert sich, lediglich die Menge. So richtig gemerkt habe ich das, als ich auf die Straße ging, in deinen vier Wänden merkst du davon nicht viel, weil einfach nicht so viel passiert. Es ist so als würden Scheuklappen die man trägt beiseite geschoben und man kann "mehr sehen" (bei mir nimmt es tatsächlich fast schon den Charakter einer veränderten optischen Wahrnehmung an - ich bin aber auch generell sehr visuell ausgelegt). Ich sehe sehr viel mehr, was um mich herum gerade passiert.

    Außerdem kann ich Gesprächen besser folgen - ich hatte schon am ersten Tag den Eindruck, dass ich mehrere parallele Gespräche gleichzeitig wahrnehmen und verstehen kann, anders als sonst.

    Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird bei mir am stärksten positiv beeinflusst. Ich kann etwas Detailliertes kurz anschauen und einige Zeit später nahezu fehlerfrei wiedergeben, was mir davor enorm schwer fiel. Ich bin daher generell fehlerfreier bei bestimmten Tätigkeiten während ich früher viel durcheinandergewürfelt habe im Kopf. Die längerfristigen Aspekte der Gedächtnisleistung waren bei mir eigentlich immer ganz gut, manche Dinge kamen jedoch erst garnicht da hin.

    Ich bewege mich schneller als sonst. Ich merke den Unterschied wenn ich kein Medikament nehme. Um dann dieselbe Geschwindigkeit an den Tag zu legen muss ich mich irgendwie sehr anstrengen. In Bildern gesprochen fühlt es sich so an, als wären die Gliedmaßen mit Gummibändern befestigt, die man mit viel Kraftaufwand zwar trotzdem schnell bewegen könnte - aber das eben nicht lange aushält und dann wieder in erschöpfte Trägheit verfällt.

    Und ich kann doch verstehen, wieso man das nutzen kann um sich fürs Lernen zu "dopen". Ich halte damit länger durch. Ich habe mich an ein paar der letzten Tage gezwungen, meine Diplomarbeit so intensiv wie möglich zu bearbeiten. Da sind teilweise 8-10Stunden Arbeit bei rausgekommen, ohne große Pausen dazwischen. Danach ist man dann dementsprechend Matsch im Kopf aber auch dort merke ich den Effekt.

    Alle Wirkungen sind nicht immer konstant gleich stark. Auch mit Medikament gibt es bessere und schlechtere Tage und manchmal ist man sich sogar nicht sicher ob es überhaupt gerade wirkt. Jedoch schwankt es nicht wie früher zwischen grottig schlecht und akzeptabel, sondern zwischen akzeptabel und phänomenal wenn ich das Medikament nehme.

    Vielleicht gehst du auch mit einer etwas falschen Erwartung heran oder musst noch eine bessere Dosis finden. Erwarte nicht, dass es alles verändern wird. Es normalisiert und stabilisiert die Situation lediglich. Du wirst keine Wunder erleben, sondern nur sehen, dass es besser damit geht. Die Art wie du alles wahrnimmst bleibt weitestgehend unverändert. Und du siehst den Effekt hauptsächlich am Resultat, nicht an der Art, wie es sich anfühlt. Deswegen ist der Unterschied auch nicht so einfach zu sehen. Es ist nicht wie Alkohol eine Substanz, die deine Wahrnehmung soweit verändert dass du dir vollkommen bewusst bist unter Substanzeinfluss zu stehen. Ich glaube wenn du jemandem ein Leben lang heimlich MPH unterjubeln würdest, so würde er das selbst nie bemerken können. Trotzdem ist die Wirkung unabstreitbar.

  6. #6
    trümmerlotte

    Gast

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Also ich habe vor etwas mehr als 3 Jahren mit Medikinet in der Einstiegsphase mit 2 x 5 mg unretardiert und dann langsam gesteigert. Anfangs dachte ich das sind Placebos weil ich keine Besserung bemerkte. Mittlerweile bin ich täglich bei 20 - 40 mg täglich. Seitdem es das neue adult gibt habe ich das Gefühl erst mal mit 20 mg auszukommen. Da ich aber 2x 10 mg einnehme habe ich erhebliche Schlafstörungen, die zwar vorher auch schon da waren auch one mph aber nicht so extrem. Ich werde beim nächsten Arztbesuch fragen ob ich ich keine 20 mg bekomme und dann nur morgens nehme. Den Unterschied bemerken nur nicht-Adhsler! Mein Freund merkt sofort wenn ich meine Medis nicht genommen habe, weil ich dann furchtbar aggressiv bin! Ich bin mit mph insgesamt wacher aber nicht konstant konzentriert.
    Was die Reizüberflutung angeht gibt es einen Wirkstoff der bei mir komplett alles ausgeschaltet hat. Wenn diese zwei Pharmafirmen sich zusammentun würden und eine Formel finden würden....ich bin ja kein Mediziner wäre das wahrscheinlich der Durchbruch für alle Adhsler, leider weiß ich zuwenig ob es möglich ist beide Wirkstoffe so zu vereinen das es suboptimal wirkt.
    TL

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    @ Trümmerlotte: was für einen Wirkstoff meinst Du denn?

    Da ich aber 2x 10 mg einnehme habe ich erhebliche Schlafstörungen, die zwar vorher auch schon da waren auch one mph aber nicht so extrem.
    Um welche Uhrzeit nimmst Du die Tabletten denn immer? Das Problem mit den verstärkten Schlafstörungen habe ich auch. Allerdings tritt es auch dann auf, wenn ich die gesamten 20 mg morgens gegen 10:00 Uhr einnehme..

    Vielleicht gehst du auch mit einer etwas falschen Erwartung heran oder musst noch eine bessere Dosis finden. Erwarte nicht, dass es alles verändern wird.
    Hm, das kann natürlich sein. Im Internet ist ja häufig von regelrechten "Wunderwirkungen" zu lesen, vielleicht habe ich deshalb zu viel erwartet?!

    Es muss sich auch gar nicht alles verändern. Mein Leben ist nur gerade in den letzten Jahren immer unerträglicher geworden und ich wünsche mir einfach, dass es wieder etwas normaler wird. Dies vor allem in Bezug auf mein Studium. Bisher (Schule, Ausbildung und im Laufe des Studiums) hatte man immer eine Art Richtlinie, an die man sich halten konnte. Die Lehrer grenzten den Kreis der Klausurthemen ein, es gab feste Termine, Vorlesungen zu speziellen Themen etc.

    Nun, da ich mich auf das Examen vorbereiten muss, fehlt einfach dieses "Grundgerüst", diese Organisation von außen. Es fällt mir sehr schwer, selbst alles zu organisieren; zu gucken, was wichtig ist und was weniger; nach welchem System ich lernen soll etc. Hinzu kommt eben die chronische Müdigkeit, die ich seit vielen Jahren habe (und wo keiner weiß, woher sie kommt) und die Konzentrationsprobleme. Ich lese etwas und weiß drei Sätze weiter nicht mehr, was vorher dort stand..

    Wenn sich dieser Zustand mithilfe des MPH bessern würde, wäre ich glücklich!

    Ich befürchte nur eben, dass ich vielleicht so ein "Non-Responder" sein könnte und mich mein Arzt dann aufgibt (wie schon andere zuvor).. Dann stehe ich wieder da und weiß nicht weiter ..

    Es ist nicht wie Alkohol eine Substanz, die deine Wahrnehmung soweit verändert dass du dir vollkommen bewusst bist unter Substanzeinfluss zu stehen.
    Das Gefühl habe ich aber auch und finde das gut. Hatte vor der ersten Einnahme befürchtet, dass ich mich wie unter Drogen fühle oder von den schlimmsten Nebenwirkungen heimgesucht werde (schließlich handelt es sich ja immernoch um ein BtM).. Und nichts dergleichen geschah .

    Habe gerade gesehen, dass die Sonne draußen scheint, und fand das schön. Und DAS ist echt mal eine Wirkung, die mir gefällt, und was bisher noch kein AD geschafft hat.
    Das Scheinen der Sonne wirkt auf mich dagegen schon fast besser als jedes AD ..

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Quasseltante schreibt:
    Das Scheinen der Sonne wirkt auf mich dagegen schon fast besser als jedes AD ..
    So soll es sein!

    Das AD soll dich ja eigentlich auch nur in die Lage versetzen so etwas wie Sonnenschein wieder genießen zu können.

    Es war auch keine große Sache... mir ist nur während des Schreibens aufgefallen, dass die Sonne durchs Fenster scheint und dachte: "Ach wie schön, die Sonne scheint wieder."
    Ohne das Mph wäre das vermutlich gar nicht in mein Bewusstsein vorgedrungen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Quasseltante schreibt:
    Hm, das kann natürlich sein. Im Internet ist ja häufig von regelrechten "Wunderwirkungen" zu lesen, vielleicht habe ich deshalb zu viel erwartet?!

    Es muss sich auch gar nicht alles verändern. Mein Leben ist nur gerade in den letzten Jahren immer unerträglicher geworden und ich wünsche mir einfach, dass es wieder etwas normaler wird. Dies vor allem in Bezug auf mein Studium. Bisher (Schule, Ausbildung und im Laufe des Studiums) hatte man immer eine Art Richtlinie, an die man sich halten konnte. Die Lehrer grenzten den Kreis der Klausurthemen ein, es gab feste Termine, Vorlesungen zu speziellen Themen etc.

    Nun, da ich mich auf das Examen vorbereiten muss, fehlt einfach dieses "Grundgerüst", diese Organisation von außen. Es fällt mir sehr schwer, selbst alles zu organisieren; zu gucken, was wichtig ist und was weniger; nach welchem System ich lernen soll etc.
    Ich befürchte, da wirst du dich drauf einstellen müssen, dass das Medikament dein Leben nicht für dich organisieren kann. Letztendlich bleibst du derselbe Mensch mit demselben Charakter und denselben Gewohnheiten. Zusätzlich wirst du weiterhin jemand bleiben, der sich noch viel stärker gezielt organisieren muss als manch anderer das notwendig hat. Das ist Verhalten, das du mit den Jahren erlernt hast und dir nun mühsam abtrainieren musst. Ich empfinde den Einfluss auf die Motivation als mäßig. Das empfand ich bei Elontril zum Beispiel viel stärker. Da hat mir Aufräumen zB auf einmal Spaß gemacht, wieso auch immer.


    Hinzu kommt eben die chronische Müdigkeit, die ich seit vielen Jahren habe (und wo keiner weiß, woher sie kommt) und die Konzentrationsprobleme. Ich lese etwas und weiß drei Sätze weiter nicht mehr, was vorher dort stand..

    Wenn sich dieser Zustand mithilfe des MPH bessern würde, wäre ich glücklich!

    Ich befürchte nur eben, dass ich vielleicht so ein "Non-Responder" sein könnte und mich mein Arzt dann aufgibt (wie schon andere zuvor).. Dann stehe ich wieder da und weiß nicht weiter ..
    Bei diesen Problemen wiederum kann ich mir sehr gut vorstellen, dass du Verbesserungen feststellen wirst. Das ist genau die Art Symptome, auf die das Medikament wirkt.

    Die Non-Responder-Frage ist natürlich so eine Sache. 70 oder 80% sind die Response-Raten darauf, genau weiß ich das gerade nicht. Es kann schon sein, dass du das Pech hast in die restlichen Prozente zu fallen. Erstmal solltest du jedoch schauen, wie gesagt, es kann auch sein, dass du noch die passende Dosis finden musst. Im Übrigen ist es schwer, die beschriebenen Effekte zu bemerken, wenn du nicht entsprechende Tätigkeiten durchführst, die davon profitieren. An einem Tag, an dem ich zuhause sitze und lese oder etwas schreibe nehme ich die Wirkung auch kaum bewusst war (außer wie beschrieben in der Langzeitausdauer). Das ist schon anders, wenn du Arbeiten machst, die das Kurzzeitgedächtnis beanspruchen oder wo du auf viele wechselnde Reize reagieren musst.

    Aber genau aus diesem Grunde ist die ADHS-Therapie ja auch zweigleisig - therapeutisch und medikamentös. Du kannst mit dem Medikament eben nur einen Teil der Symptomatik mildern. Zuviel der Symptomatik basiert auf Verhalten, dass man sich unter Krankheitseinfluss über lange Zeiträume antrainiert hat. Es heilt nicht, es dämpft lediglich einige der Symptome deutlich.


    P.S.: Ist dein Status aktuell? Verdacht auf ADHS? Und dann bekommst du bereits MPH?!? Wurden eigentlich schon andere Dinge ausgeschlossen? Ein Blutdruck der ständig viel zu niedrig ist kann auch zB solche Symptome auslösen. Anämie, Schilddrüsenprobleme etc. Da gibt es viele medizinische Ursachen mit überschneidender Symptomatik, die man alle erst mal ausschließen sollte.
    Geändert von hypocampus (27.08.2011 um 22:54 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Eure Reaktionen auf Methylphenidat / MPH?

    Die Non-Responder-Frage ist natürlich so eine Sache. 70 oder 80% sind die Response-Raten darauf, genau weiß ich das gerade nicht. Es kann schon sein, dass du das Pech hast in die restlichen Prozente zu fallen. Erstmal solltest du jedoch schauen, wie gesagt, es kann auch sein, dass du noch die passende Dosis finden musst.
    Tja, dann hoffe ich mal, dass mein Arzt mir hilft die richtige Dosis zu finden. Als ich nach 7 Tagen Cymbalta-Einnahme zu ihm kam und meinte, dass ich von dem Zeug unruhig werde (was übrigens in der Packungsbeilage weit oben bei den NW steht!!), meinte er nur trocken, dass das gegen meine Diagnose sprechen würde... So ein Spruch sitzt natürlich erstmal.

    Der Status ist nicht mehr aktuell; mein Arzt ist der Ansicht, dass ich ADHS habe (habe auch Fragebögen ausgefüllt). Warte aber noch auf einen Termin in einer Klinik-Ambulanz, wo ich mich nochmal testen lassen möchte.

    Mir ist es ehrlich gesagt auch egal, was ich habe - Hauptsache mir kann mal geholfen werden!

    Wurden eigentlich schon andere Dinge ausgeschlossen? Ein Blutdruck der ständig viel zu niedrig ist kann auch zB solche Symptome auslösen. Anämie, Schilddrüsenprobleme etc. Da gibt es viele medizinische Ursachen mit überschneidender Symptomatik, die man alle erst mal ausschließen sollte.
    Ja, ich laufe seit Jahren von Arzt zu Arzt. Die meisten meinten nach einem Blutbild, ich hätte zu viel Stress bzw. zu viele Probleme und daher kämen meine Beschwerden... Erst mein jetziger Hausarzt gibt sich Mühe und hat festgestellt, dass meine Eisenspeicher leer waren (wurde mit Infusionen behandelt), ich Vitamin B12-Mangel hatte (wurde mit Spritzen behandelt) und dass ich Hashimoto Thyreoiditis habe. Nehme aber L-Thyroxin und damit ist meine Schilddrüse gut eingestellt.

    Mehr war nicht zu finden und durch die ganzen Infusionen / Spritzen fühlte ich mich leider nicht einmal 1% besser .. Niedrigen Blutdruck habe ich manchmal, aber das hat noch nie jemand regelmäßig gemessen.

    Bisher wurde eben alles immer auf die Depris geschoben und dann kam eben noch ADHS ins Spiel.

    Aber genau aus diesem Grunde ist die ADHS-Therapie ja auch zweigleisig - therapeutisch und medikamentös.
    Da erstmal einen vernünftigen Therapeuten finden - und dann noch ohne so lange Wartezeit!! Habe zwei Therapien hinter mir - die erste Therapeutin ging auf nichts ein, lächelte mich nur an und gab mir null Feedback; die zweite war das Gegenteil, fühlte sich angegriffen, wenn ich lauter sprach (ich habe mich über etwas aufgeregt und daher lauter geredet - aber doch nicht SIE angeschrien!) und wollte mir verbieten, meine Lieblingsmusik zu hören.. Von daher stehe ich einem weiteren Versuch schon recht skeptisch gegenüber ..

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