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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    Lithium vs. Methylphenidat MPH

    Hallo

    Ich schreib heute mal über etwas, dass mich schon länger beschäftigt.

    Also, ich bin positiv auf ADHS getestet, allerdings hat meine vorherige Psychiaterin mich als bipolar eingeschätzt (Auch, weil sie nicht soviel von ADHS hält..)
    Im moment bekomme ich sowohl medikinet adult als auch (mehr oder weniger auf eigenen wunsch, letztlich noch von der alten Ärztin) Lithium.. (Quilonum)

    Wenn ich mich nicht irre, geht es bei beiden Störungen ja auch um Dopamin:

    Bipolare Störung:
    Manisch = Zu viel Dopamin
    Depressiv = Zu wenig Dopamin

    ADHS:
    "Störung" des Dopaminhaushalts, wobei im Grunde ja auch zu wenig Dopamin im SS vorliegt..

    Das Lithium soll ja, wenn ich mich nicht irre, die oberen und unteren "Spitzen" kappen, wobei scheinbar bis heute nicht klar ist, wie es das macht (?)

    Zu den Komorbiditäten von ADHS hingegen zählen ja selbst u.a. auch "Affektive Störungen" (was ja "Bipolare Störung" beinhält).
    Bei Medikinet Adult wird allerdings gewarnt, MPH einzunehmen, wenn man unter Bipolarer Störung (insbesondere Wahn) leidet.. (Ich hoffe, das ist den Betroffenen bewusst )

    Von daher frag ich mich selbst auch, ob Lithium und MPH zusammen eigentlich sinnvoll sein können. Obwohl ich mich schon als so eine Art Mittelding bezeichnen würde, da ich Symptome beider Störungen aufweise, würd ich gerne wissen, ob die Medikation nicht vllt sogar kontraproduktiv sein kann..?
    Mein Arzt scheint zumindest nichts dagegen zu haben, aber ich fühl mich gerade etwas aufgekratzt..
    Werde vielleicht mal testweise ein paar Tage MPH verzichten..

    Noch ne frage: Kann Lithium eigentlich auch bei ADHS eingesetzt werden? Hab darüber auf die Schnelle nichts gefunden..

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Lithium vs. Methylphenidat MPH

    Hallo.
    Sgrhn schreibt:
    Noch ne frage: Kann Lithium eigentlich auch bei ADHS eingesetzt werden? Hab darüber auf die Schnelle nichts gefunden..
    Lithium kann immer dann eingesetzt werden, wenn eine Stimmungs-stabilisierende Wirkung erwünscht ist.

    Wie du schreibst, "kappt" es die oberen und unteren Spitzen der Stimmungskurve und das eben auch bei sehr hochfrequenten Schwankungen.

    Lithium macht einen Sinn, um - auch im Rahmen einer ADHS - als rein symptomatische Therapie sehr starke Stimmungsschwankungen (z.B. im Rahmen von Krisen) zu vermindern und wird so auch von Spezialisten eingesetzt.

    Als längerfristige Therapie bei ADHS sehe ich keinen Sinn für einen Einsatz von Lithium.

    Da aber eben mehr als die Hälfte der erwachsenen AD(H)S-Betroffenen gleichzeitig komorbide affektive Störungen wie Depressionen, rezidivierende Depressionen oder bipolare Störungen haben, kommt Lithium eben dann in diesem Zusammenhang zu Einsatz.

    Das sowohl als Phasenprophylaxe, wie auch zur Augmentation von Antidepressiva.

    Lithium erfährt die letzten Jahre so etwas wie ein "Revival", da man eben bis heute nichts gefunden hat, was derart viele positive Wirkungen in einem einzigen Wirkstoff kombiniert.

    Lithium wirkt prophylaktisch, antimanisch, antidepressiv, augmentativ und antisuizidal, also sozusagen ein Komplettpaket für phasenhaft verlaufende, affektive Störungen, auch, wenn diese komorbid zu einer ADS bzw. ADHS auftreten.




    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Lithium vs. Methylphenidat MPH

    Dankeschön! Kurz und bündig.

    Das Lithium wurde bei mir auch gerade erst ins "Wirksamkeitsspektrum" hochdosiert. Bin gespannt und zuversichtlich. Man liest viel Gutes darüber. Komisch, dass ich bei meiner vorherigen Ärztin nur zwei Tabletten am Tag genommen hab. Jetzt sind es drei. Entweder, die haben leicht unterschiedliche Richtwerte (kann ja sein), oder ich hab echt ein bisschen zugelegt in den letzten zwei Jahren. Können aber nur max. 4 Kilo sein denke ich. Edit: Naja, maximal sechs.

    Werde ihn mal drauf ansprechen.

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