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Diskutiere im Thema Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Bei mir wurde eine Lactose-Intolleranz festgestellt. Zeitgleich bin ich von Ritalin (10mg) auf Ritalin LA (20 mg) umgestiegen. Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Flatulenzen aber auch eine Verstärkung der typischen ADHS-Symptome können aus der in Ritalin (10 mg) enthaltenen 40 mg(!) Lactose rühren.

    Zum Vergleich: In einem halben Glas Milch sind 5 mg Lactose enthalten. Die häufigste Toleranzgrenze für Lactose bei Intolleranz liegt bei 12 mg Lactose täglich.

    TIPP: Ich nehme manchmal noch Ritalin (10 mg) dazu - und jetzt immer auch eine Kapsel mit Lactase

    Lactase ist das Enzym, welches den Milchzucker in Magen und Dünndarm aufspalten sollte. Bei Unverträglichkeit wird dieses Enzym weniger oder gar nicht vom Körper bereitgestellt. Der Milchzucker wird damit im Dünn- und/oder Dickdarm vergoren. Die chemischen Abbauprodukte können die ADHS-Symphtome verstärken und das entstehende Metangas bläht auf und "entweicht" mehr oder minder geräuschvoll...

  2. #2
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Wie stellt man eigentlich ein Lactoseintoleranz fest?

    LG Nicci

  3. #3
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    Forum-Beiträge: 6

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Nicci schreibt:
    Wie stellt man eigentlich ein Lactoseintoleranz fest?

    LG Nicci
    Hallo Nicci,

    bei mir war das eher Zufall, da es im Bekanntenkreis jemand hatte. Mir wurde immer schon übel nach Griesbrei oder Pudding (mit Sahne). Ich habe das alles lange auf das Fett im Essen geschoben - und mir nix dabei gedacht.

    Magenschmerzen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Müdigkeit - das alles erkärte ich mir anders.

    Wie man es feststellt ist dabei ganz einfach.

    Man sollte bei einem Anfangsverdacht zuerst einmal milchzuckerhaltige Produkte essen/trinken und sich selbst beobachten. Übelkeit, Magenschmerzen, Magengrummeln, Krämpfe im Unterbauch, Gefühl, etwas benebelt zu sein oder auch Probleme an der Stelle, an der es nie Tag wird? Dann ist der Anfangsverdacht erhärtet.

    Dann sollte man z.B. 6 Wochen auf ALLE Dinge verzichten, in denen Lactose ist - also Milchzucker. Auch Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Zucker) sollte man meiden, da diese oft auch Probleme machen.

    Dann mit z.B. 4 mg Milchzucker aufgelöst in Wasser testen. Dein Wohlbefinden wird's Dir schnell zeigen. In kleinen Schritten (also immer 1 mg Milchzucker mehr, aber nie mehr als 5 mg je Mahlzeit) die Dosis erhöhen und schauen, wann man Probleme bekommt.

    Es gibt dann auch einen speziellen H2-Wasserstoff-Test, der bei manchen Ärzten gemacht wird. Der ist prinzipiell einfach. Nüchtern zum Doc, Milchzuckerlösung schlucken und Atemluft jede Stunde prüfen. Wer Lactose nicht verdauen kann, hat im Atem eine Veränderung, die festgestellt werden kann.

    So. Das war jetzt leider etwas ausführlicher. Aber vielleicht hilft's?

    LG mannOmann
    Geändert von mannOmann (11.08.2011 um 02:40 Uhr)

  4. #4
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    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Hi MannOmann,

    Danke für deine Erklärung
    also so gern, wie ich Joghurt habe, kann ich wohl keine Lactoseintoleranz haben.
    Wobei so Blähungen hab ich tagtäglich, vielleicht gibts da trotzdem ein Zusammenhang.
    Ich werd das auf alle Fälle mal beobachten.

    LG Nicci

  5. #5
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    Forum-Beiträge: 46

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Hallo du hast da einen Wurm bei deinen Angaben drinnen. In 100g Milch sind etwa 5 GRAMM Laktose. Ob die 40 mg stimmen im Ritalin weiss ich nicht aber das ist plausibel. 40 Gramm würden jedenfalls eine ziemlich grosse Tablette ergeben ;-)Das sollte also falls es 40 mg sind auch bei einer laktoseintoleranz keine Probleme machen.

  6. #6
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    Forum-Beiträge: 16

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    @mannOmann

    Als Info für weitere Überlegungen: In Medikinet adult (retardiert) ist keine Lactose (hab gerade den Beipackzettel konsultiert).

    Und: Wenn du von unretardiert auf retardiert umgestiegen bist, check doch mal mit deinem Arzt die Zeit-Abstände zwischen den Dosen. Wenn die zu kurz sind (was individuell verschieden ist), kann das auch zu mehr Nebenwirkungen führen.

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 409

    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    mannOmann schreibt:
    Bei mir wurde eine Lactose-Intolleranz festgestellt. Zeitgleich bin ich von Ritalin (10mg) auf Ritalin LA (20 mg) umgestiegen. Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Flatulenzen aber auch eine Verstärkung der typischen ADHS-Symptome können aus der in Ritalin (10 mg) enthaltenen 40 mg(!) Lactose rühren.

    Zum Vergleich: In einem halben Glas Milch sind 5 mg Lactose enthalten. Die häufigste Toleranzgrenze für Lactose bei Intolleranz liegt bei 12 mg Lactose täglich.

    TIPP: Ich nehme manchmal noch Ritalin (10 mg) dazu - und jetzt immer auch eine Kapsel mit Lactase

    Lactase ist das Enzym, welches den Milchzucker in Magen und Dünndarm aufspalten sollte. Bei Unverträglichkeit wird dieses Enzym weniger oder gar nicht vom Körper bereitgestellt. Der Milchzucker wird damit im Dünn- und/oder Dickdarm vergoren. Die chemischen Abbauprodukte können die ADHS-Symphtome verstärken und das entstehende Metangas bläht auf und "entweicht" mehr oder minder geräuschvoll...
    Woher hast du diese Information über Ritalin 10 mg Tabletten in Bezug auf die mg-Angabe?

    Ich finde nichts in der Gebrauchsinformation. Hier steht lediglich:

    Dieses Arzneimittel enthält Laktose (eine bestimmte Art von Zucker). Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie manche Arten von Zucker nicht vertragen oder nicht verdauen können, fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Dieses Arzneimittel enthält Weizenstärke. Weizenstärke kann geringe Mengen Gluten enthalten, die aber auch für Patienten, die an Zöliakie leiden, als verträglich gelten. Wenn Sie chronischen Fettdurchfall haben, sollten Sie Ritalin nicht einnehmen.

    Lieben Gruß
    Lucy

  8. #8
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    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Um heraus zu finden, wie viel Lactose in Ritalin (10 mg) enthalten ist, habe ich die Apothekerin meines Vertrauens gebeten, das für mich zu recherchieren. Und da sagte sie mir, dass es in jeder Tablette 40 mg sein sollen.

    @Müsentrieb: Danke. Du hast recht! Ich habe mal nachgerechnet. Wenn man 2 Tabletten am Tag nimmt, müsste man (bei mäßiger Intolleranz) vermutlich keine Lactase nehmen. (Sonst wäre ich auf 16 Kapseln gekommen .....;-)

    Übrigens habe ich oben noch einen Fehler gemacht. Das Milchzucker aufspaltende Enzym Lactase nimmt seine Arbeit im Dünndarm war und nicht schon im Magen. Im Dünndarm wird Milchzucker OHNE die nötigen Darmbakterien zu Methan, Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff sowie organischen Säuren und Fettsäuren (v.a. Buttersäure) zerlegt.

    Während der Wasserstoff über's Blut abgeatmet wird (daher der Test mit der Atemluft), führen die übrigen Gase im Dickdarm zu Blähungen. Der Wasserstoff im Blut kann übrigens bei empfindlichen Menschen zu Schwindelgefühlen führen.

    mannOmann

  9. #9
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    AW: Methylphenidat / Ritalin und Laktose-Intoleranz

    Hi Mannomann,

    ich war vorletzte Woche beim Hausarzt. Ich hab mich auf Lactoseintoleranz testen lassen.
    Das Resultat vom Bluttest war negativ, bin ganz froh darüber.
    Allerdings weiss ich nun eben nicht, woher meine Verdauungsstörungen kommen

    Werde das eben noch weiter beobachten

    LG Nicci

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