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Diskutiere im Thema Stimmungsumbruch durch MPH? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    Stimmungsumbruch durch MPH?

    Ich nehme jetzt seit Mai Medikinet retard/adult. Begonnen hat die Medikation mit 10mg zweimal täglich (eine morgens, eine mittags), dann zweimal 20mg und seit zwei Tagen zweimal 30mg.
    Kurz nachdem ich angefangen habe, die 20er zu nehmen, habe ich bemerkt, dass ich ca. 45 Minuten nach Einnahme scheinbar grundlos traurig werde. Ein Gefühl wie bei Liebeskummer (schwer zu beschreiben). Dieses Gefühl hält ungefähr 45 Minuten bis zu einer Stunde an. Ich stehe dabei manchmal kurz davor, einfach loszuheulen.

    Mein Arzt meint, dass das keine Nebenwirkung ist, sondern dass ich durch das MPH jetzt mehr mitbekomme. Und dazu gehören auch Gefühle die ansonsten untergehen, wenn mein Kopf ständig "wie ein D-Zug durch die Gegend rast". Und da ich mir im Moment große Sorgen um meinen Sohn mache und ihn vermisse, kommen dann eben traurige Emotionen hoch. Ich finde es aber eigenartig, dass diese Gefühle immer zur gleichen Zeit auftauchen und auch immer nur eine begrenzte Zeit anhalten.

    Hat von Euch vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Stimmungsumbruch durch MPH?

    Hi Joe Doe,
    selbst nehme ich zwar noch kein MPH, habe aber gelesen, dass sich ADHS-typische Symptome gewissermaßen verstärken, wenn überdosiert wird. Ich wäre dem Arzt gegenüber sehr kritisch. Emotionale Instabilität ist ein ADHS-Symptom, dass durch die richtige Dosierung von MPH gemildert und nicht verstärkt werden sollte. Was du beschreibst klingt schon sehr eindeutig nach unerwünschter Nebenwirkung.
    Aber, bevor ich hier unbedarft was falsches sage .... warte mal lieber was andere dazu meinen!

    LG Camisinho

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Stimmungsumbruch durch MPH?

    Könnte vielleicht mit der Dosis zusammenhängen,wenn du das bei 10 mg nicht hattest.
    Aber grundlos traurig bist du dann ja nicht, wenn du deinen Sohn vermisst? Diese Gefühle hättest du vielleicht auch unabhängig vom MPH?

    Mit der Traurigkeit um dieselbe Zeit könnte schon damit zusammenhängen,dass dann deine Wahrnehmung intensiver ist, die ja dann auch wieder abnimmt wenn die Wirkung nachlässt.

    Ich kenne diese Traurigkeit nicht, jedenfalls nicht vom MPH-aber andere haben ähnliche Erfahrungen an anderer Stelle im Forum schon geschildert. Ich habe den Eindruck dass ich auch mit MPH dieselben Gefühle habe wie ohne.

    Allerdings höre ich oft von anderen (die nicht wissen,dass ich MPH nehme) ich wirke bedrückt. Ich bin dann eben viel ruhiger als sonst, wenn das Medikament gerade wirkt-aber das empfinde ich selbst nicht als Traurigkeit sondern eben als angenehmen Ruhezustand.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Stimmungsumbruch durch MPH?

    Camisinho schreibt:
    Ich wäre dem Arzt gegenüber sehr kritisch. Emotionale Instabilität ist ein ADHS-Symptom, dass durch die richtige Dosierung von MPH gemildert und nicht verstärkt werden sollte. Was du beschreibst klingt schon sehr eindeutig nach unerwünschter Nebenwirkung.
    LG Camisinho
    Überdosierung schließe ich fast aus (obwohl ich kein Mediziner bin), da dieses Symptom dann eigentlich während der gesamten Wirkungsdauer vorhanden sein müsste. Zudem ist lt. Arzt weder bei 20 mg noch bei 30 mg die auf mein Körpergewicht bezogene "Höchst"-Dosierung erreicht. Dem Doc vertraue ich da schon zumal er sich mit AD(H)S sehr gut auskennt.

    Camisinho schreibt:
    Könnte vielleicht mit der Dosis zusammenhängen,wenn du das bei 10 mg nicht hattest.
    Aber grundlos traurig bist du dann ja nicht, wenn du deinen Sohn vermisst? Diese Gefühle hättest du vielleicht auch unabhängig vom MPH?

    Mit der Traurigkeit um dieselbe Zeit könnte schon damit zusammenhängen,dass dann deine Wahrnehmung intensiver ist, die ja dann auch wieder abnimmt wenn die Wirkung nachlässt.
    Das deckt sich im Großen und Ganzen mit der Aussage des Arztes, dass sich bei Einsetzen der Wirkung die (Selbst)wahrnehmung intensiviert. Meine Formulierung "Grundlos traurig" bezog sich auch mehr darauf, dass ich in dem Moment, in dem ich diese Traurigkeit spüre, nicht bewußt an meinen Sohn oder an andere Dinge denke, die mich dann stimmungsmäßig "runterziehen". Dann wäre mir das wahrscheinlich auch nicht so sehr aufgefallen...
    Die Erfahrung, dass andere Menschen mich fragen, ob ich bedrückt bin, habe ich auch schon gemacht. Scheinbar bemerken Andere, dass ich irgendwie "anders" weil ruhiger bin als sonst.

    Danke für Eure Meinungen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 167

    AW: Stimmungsumbruch durch MPH?

    Wozu willst du 20mg nehmen wenn es dir wohl nicht gut tut? MPH nimmt man doch damit es einen besser geht. Jeder Mensch ist verschieden und vielleicht sind einmalig eine 20mg Dosis eben zuviel für dich. Vielleicht sind eben 3 oder 4 mal 10mg besser?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Stimmungsumbruch durch MPH?

    Hallo Gustav,

    ich werde diese Frage mal mit meinem Arzt erörtern.
    Mit Ausnahme dieses Stimmungstiefs am Morgen geht´s mir in allen anderen Bereichen, in denen ich vor der Medikation Probleme hatte, jedoch sehr viel besser.

    Ich bin insgesamt ruhiger, habe meine Impulsivität sehr viel besser unter Kontrolle, kann auch unter Druck strukturierter und konzentrierter arbeiten und komme auch abends in der Regel eher zur Ruhe als früher. Im Moment behaupte ich, dass die Vorteile den (zur Zeit) einzigen Nachteil überwiegen. Und sollte es tatsächlich mit einer intensiveren Selbstwahrnehmung zu tun haben, ist das ja erstmal nicht unbedingt schlecht, oder? In diesem Fall muss ich mich daran gewöhnen, dass ich etwas spüre, das ich vorher nicht wahrgenommen/gespürt habe und auch lernen, mit dieser neuen Art von Selbstwahrnehmung umzugehen.

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