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Diskutiere im Thema ADS ohne Hyperaktivität + Medikation im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hallo ihr Lieben,

    Schon lange habe ich den Verdacht an Ads ohne Hyperaktivität zu leiden. Es spricht einiges dafür. Mittlerweile bin ich 24 Jahre alt.
    Zu einem Therapeuten, geschweige denn zum Hausarzt hab ich es noch nie geschafft um dieses Thema anzusprechen.
    Es ist mir geläufig, dass es schon als ADHS´ler mit Hyperaktivität schwer ist Ritalin o.ä. verschrieben zu bekommen.
    Als ADS´ler ist das denke ich nochmal schwieriger, erst recht wenn die Diagnose erst im Erwachsenenalter gestellt wird.

    Nun meine Frage, hat jemand Erfahrung damit? Iregndwo ein ADS´ler ohne hyperaktivität, der BTM verschrieben bekommt?
    oder anders gesagt, lohnt sich der Aufwand das ganze anzugehen..??

    Liebe Grüße

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Da dürfte es keinen Unterschied geben, außer der Arzt, auf den man trifft, hat so absolut keine Ahnung von AD(H)S. (Aber ob man sich dann überhaupt in guten Händen fühlen würde?) Ob hypoaktiv oder hyperaktiv - das sagt nichts über die Behandlungsbedürftigkeit eines AD(H)S aus! Ob es da echt einige gibt, die nur einigen mit AD(H)S MPH verschreiben und anderen nicht, weil die hypoaktiv sind, weiß ich nicht. Hören tue ich das persönlich gerade zum ersten Mal, kenne glaube ich nur hypoaktive Kinder. Zwar wird ADS (ab und zu oder doch meist?) unter einer anderen Ziffer kodiert, aber auch damit ist es ein AD(H)S.

    Ich kann aber bestätigen, dass es je nach Region sehr schwierig sein kann, für AD(H)S einen Arzt zu finden, der sich auskennt mit Methylphenidat (wie Ritalin, Medikinet und co.). Bisher war es auch nicht überall ganz so einfach, einen zu finden, der willig war ein privates BTM-Rezept auszustellen oder sich gar an einen Antrag auf Kostenübernahme der Behandlung heran zu wagen. ("Wir machen garantiert kein Off-Label!" fiel oft als Satz.) Ich hoffe inständig, dass sich das nun langsam mit der Kassenzulassung von Medikinet adult ändert und sich die Zahl der behandelnen Psychiater und Neurologen etwas erhöhen wird - auch wenn die erstmal wenig Erfahrung für AD(H)S mitbringen solten.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    ADS-Hypo schreibt:
    Nun meine Frage, hat jemand Erfahrung damit? Iregndwo ein ADS´ler ohne hyperaktivität, der BTM verschrieben bekommt?
    oder anders gesagt, lohnt sich der Aufwand das ganze anzugehen..??
    Ob sich für dich der Aufwand lohnt, kann ich dir nicht sagen. Bei mir war irgendwann der Leidensdruck so groß, dass ich unbedingt wissen wollte, was los mit mir ist. Über Medikamente habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Und die medikamentöse Therapie ist auch nur ein Baustein der multimodalen AD(H)S-Therapie. Für mich persönlich hat alleine die Tatsache, dass ich jetzt weiß, was mit mir los ist, vieles erleichtert. Ich habe viel darüber gelesen, damit ich weiß, wie ich ticke und warum das so ist. Ich nehme aktuell kein BTM-Medikament, es gibt ja auch noch andere Medikamente, die helfen können. Das entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten.
    Auch der Austausch hier hilft mir. Und dann fand ich die Diagnose dahingehend hilfreich, dass ich mir einfach mal alles von der Seele reden konnte und dafür nicht verurteil wurde. Und auch die regelmäßigen Termine bei meiner Ärztin finde ich gut, ganz unabhängig von den Medikamenten, weil sie versteht, welche Probleme ich habe.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hi Hypo,

    worum geht es Dir? Warum willst Du MPH?
    Die Frage ist doch, was Deine Symptome sind und worunter Du leidest. Und wie man dieses behandeln kann.
    Und, sollte die Diagnose ADHS-positiv sein, welche Behandlung dann sinnvoll ist. Es gibt da nicht nur MPH - und manchmal ist auch dieses nicht die geeignete Behandlung.

    Die Frage ist also: Worunter leidest Du, was ist Deine Erkrankung/Beeinträchtigung/Störung (so eine vorliegt) und wie sieht die geeignete Behandlung aus?
    Wenn Du die Frage stellt, ob du Dich überhaupt in ärztliche Behandlung begeben sollst, steht auch die Frage, ob Du überhaupt einer Behandlung bedarfst. Denn wäre genügend "Leidensdruck", würdest Du die Frage möglicherweise so nicht stellen, sondern zum Arzt rennen.
    Also stell Dir mal die Frage, ob Du Dich so beeinträchtigt fühlst, dass Du überhaupt ärztlich oder anderweitig behandelt werden willst. Falls Dir "der Aufwand nicht wert ist", geht's Dir vielleicht "zu gut". (Ich weiß, das ist jetzt etwas provokativ.)

    Ich bin auch Hypo - und bekomme MPH. Ob dieser Teil der Behandlung zur Besserung beiträgt, muss sich erst noch zeigen. Aber eins ist sicher: MPH "heilt" (m)ein AD(H)S noch lange nicht - und alleine sowieso nicht.

    LG Spezi

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hi Spezi,
    also ich bin mehr oder weniger vom Fach. An Literatur etc hab ich schon nahezu alles durch.
    deine aussage bezüglich dessen, wenn ich einen großen leidensdruck hätte würde ich zum arzt rennen, kann ich nicht verstehen. erst recht nicht wenn du selbst ads´ler bist. als ob ich ´s mir aussuchen würde bestimmte dinge nicht auf die reihe zu bekommen. es bedarf einen enormen aufwand meinerseits einen termin beim arzt zu machen..so wie alle dinge einen großen aufwand und eine gewisse vorbereitungszeit brauchen, die wichtig sind.
    worunter ich leide?? nun.. wo soll ich anfangen? die größten probleme.. ich bin seit 6 monaten arbeitslos, hab seitdem 3 bewerbungen geschrieben (obwohl es genügend job´s gibt und ich sehr gute qualifikationen habe).. das nächsst größere problem sind soziale kontakte, die immer mehr zur magelware werden.. starke depressive verstimmungen..angstzustände. ..panikattacken... usw.. ist ein breites feld.
    natürlich möchte ich nicht nur medikation einnehmen sondern auch an einer therapie teilnehmen (is ja üblich so)

    ich beharre nicht auf mph..kann auch was anderes sein (atomoxetin oder so)..es soll einfach helfen!!

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hi,
    ich hab mich erst mit 37 diagnostizieren lassen (ADS) und erhalte seit wenigen Monaten MPH. Liegt ganz am Arzt mit der Diagnostik und Medi-Geschichte. Der erste "Facharzt" wollte mich direkt mal wegen angeblich schwersten Depressionen für 3Monate in die Klinik schicken. Bei der nächsten Adresse folgte eine ernsthafte Diagnostik und nach mehreren Terminen dann die Einstellung auf MPH. Habe seit dem die Probleme so gut unter Kontrolle, das ich nicht mehr gefehlt habe und meine Arbeit qualitativ hochwertig ist. Auch das Privatleben hat sich zum positiven verändert.
    Neben den Medis habe ich meine regelmäßigen Gesprächstermine welche auch ihren nutzen haben.
    So, jetzt nutze mein positives Beispiel zur Motivation und geh es an. Auch wenn es noch so schwer ist!!

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    schorchi schreibt:
    So, jetzt nutze mein positives Beispiel zur Motivation und geh es an. Auch wenn es noch so schwer ist!!
    DANKE du weißt von was du sprichst und was man braucht

    nächstes problem: ich werde in einem monat umziehen.. so lange muss ich dran bleiben. es macht für mich keinen sinn jetzt zu nem arzt zu gehen und in ein paar wochen einen neuen zu suchen..oder ist das nur mal wieder ein fluchtversuch meinerseits? *hilfe*

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 272

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hi! Ich kann das sehr gut verstehen, dass du in diesem ständigem Grübeln und Zweifeln gefangen bist, und dich nicht durchringen kannst zum Arzt zu gehen!
    Ich habe auch JAHRE dafür gebraucht! Und die Aussage, dass dein Leidensdruck wohl nicht groß genug wäre, ist schon reichlich unverschämt!
    Aber gut, wenn man keine Ahung hat wie das ist, dann ist es wohl schwer Verständnis dafür aufzubringen...

    Bei ADS ist es ja gerade besonders schwer sich selbst und seine Situation richtig wahrzunehmen...
    Ich habe mir auch Jahre lang eingeredet, dass alles ja gar nicht so schlimm ist, und es schon irgendwie werden wird.
    Erst als ich wegen der Depris in die Klinik musste bin ich aufgewacht. Ich habe mir jahrelang etwas vorgemacht... Und gerade die entscheidenden Jahre eines Lebenssind es, die nun sinnlos vergeudet sind.
    Trotzdem passiert es mir immer wieder, dass ich zurückfalle in diese Starre, und ich muss mich jedesmal wieder aufs neue hochziehen, und motivieren weiter zu machen.

    Also nimm dich selbst ernst, und geh zum Arzt!
    Bestehe darauf, dass dir geholfen wird, und lass dir nichts von irgendwelchen Neunmalklugen einreden.
    Es liegt halt in der Natur des Menschen, dass er seine eigenen Probleme als gravierender wahrnimmt, und andere gerne als Jammerlappen sieht.
    Und gerade wir Hypos sind dann schnell dabei uns unterbuttern zu lassen und ziehen uns gleich zurück.

    Auch wenn es schon seltsam ist, dass das sogar hier im Forum passiert, wo man ja etwas mehr Verständnis erwarten würde.

    Wenn du in 1 Monat umziehst, dann würde ich mir an deiner Stelle schon mal einen Termin holen, jetzt sofort!
    Denn du musst wahrscheinlich sowieso länger als 1 Monat darauf warten.

    Alles Gute dir!
    LG

  9. #9
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Wenn du Probleme hast, dich aufzuraffen, den Arzt anzurufen, dann bitte jemanden aus deinem Umfeld, das für dich zu machen.

    Das ist besser, als das Problem weiter vor dir herzuschieben.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: ADS ohne Hyperaktivität + Medikation

    Hallo Hypo,

    ich schrieb ja oben, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass meine Zeilen provokativ sind.

    Aber wenn Du "vom Fach" bist (was immer das heißt), wundert es mich um so mehr, dass Du die Frage so stellst, wie Du es in Deinem Eingansgposting getan hast. Also sinngemäß: "Ich war noch nicht beim Arzt, weiß aber schon, dass ich MPH brauche und (nur) das mir hilft - wie mache ich es am "effektivsten", dass ich es verschrieben bekomme?"

    Hättest Du geschrieben: "Ich fühle mich stark beinträchtigt, habe mich viel belesen und nun den Verdacht, dass die Ursache AD(H)S ohne Hyperaktivität sein könnte (denn ich finde mich da total wieder) - welche Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie gibt es und wie kann ich vorgehen?" , dann wäre meine Antwort anders ausgefallen.

    Wer hier den Eindruck erweckt, es ginge nur um schnelles Rankommen ans MPH, ohne tiefgründige und fundierte Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung, Problemaik und Gesamtsituation, wo man da ansetzen muss, was zu verändern ist, wo es hingehen soll etc., der wird in diesem Forum eben Stirnrunzeln ernten. Denn das ist wohl nicht im Sinne dieses Forums und im Interesse des Forenbetreibers, so wie ich seine Absicht verstanden habe. Und ich kann dies (auch aus eigener Erfahrung) absolut nachvollziehen und unterstützen.

    Also wie man in den Wald ruft...

    Also hinterfrage Dein Auftreten hier einfach mal und sei über meine Reaktion nicht beleidigt, auch wenn Du Dich nicht verstanden gefühlt hast. Ich wollte Dich nicht verletzen, nur etwas klarstellen. Ich würde mich freuen, wenn Du das akzeptieren kannst. Okay?

    Ansonsten zum Thema:
    Als es mir so richtig "dreckig" ging und nix mehr ging, hab ich nicht darüber nachgedacht, ob sich der Weg zum Arzt "lohnt". Ich musste einfach, ich konnte nicht mehr, ich hab keine andere Wahl mehr gesehen als eine Krankschreibung (Entlastung). Bis das ADS diagnostizirt wurde, war es noch ein langer Weg mit einigen erfolglosen Behandlungsversuchen aufgrund anderer Diagnosen...

    Natürlich waren Symtome, wie "nix mehr auf die Reihe kriegen", "alles vor mir herschieben", "mich verzetteln" uws. auch schon lange vorher da. Aber ich habe nicht geglaubt, dass da eine chronische "Störung" bei mir dahintersteht. Ich habe angenommen, ich bekomme es allein in den Griff...das wäre nur eine "Charakterschwäche", ich wäre einfach bissl faul und müsse mich da mal am Riemen reißen...

    Daher mein Rat an Dich: Wenn Du unter diesen Einschränkungen leidest, wie Du sie beschreibst, dann warte nicht länger ab, bis alles zusammenbricht. Begib Dich in ärztliche Behandlung, schildere zunächst Deine Beeinträchtigungen, Dein Leiden, Deine Symptome. Und sprich Deinen Verdacht auf ADHS dort an und frage, wie der Arzt das sieht. Du wirst eine Antwort erhalten und dann kannst Du weitersehen. Wie auch immer. Ein fachlich und als Persönlichkeit kompetenter Arzt wird sich mit Dir verständigen. Und Du wirst merken, ob Du Dich akzeptiert und verstanden fühlst. Und kannst dann weiter entscheiden.
    Komme dem Arzt nicht von vornherein mit einer feststehenden Diagnose und ein konkreten Behandlungswunsch, er wird sich vermutlich übergangen fühlen - was ich (je nach konkreten Umständen) nachvollziehen kann. Der Arzt ist Dein Partner und nicht der Ausführer Deiner Wünsche. Es ist sein Aufgabe, sich selbst ein Bild von Deiner Problematik bzw. Erkrankung zu machen.
    Das nur als Hinwies, weil für Dich schon alles festzustehen scheint.
    Es gibt auch fachlich gute Ärzte, die ein ADHS erkennen und diagnostizierne können, egal ob Hyper oder Hypo, und - was ich in diesem Zusammehang sehr wichtig finde - von anderen Erkrankungen abgrenzen können.

    Und was mir weiterhin auffällt: Du scheinst auf Medikamente "fixiert". Ich denke, dass Du Dich da einer Illusion hingibst. Ob und in welchem Maß sich eine medikamentöse Behandlung als hilfreich erweist, ist bei psychischen Erkrankungen individuell sehr unterschiedlich - auch bei ADHS. Es gibt da einfach zu viele verschiedene ADHS-Ausprägungen. Und selbst wenn man ein Medikament findet, dass einzelne Symtome mindert, dann ändert das selten was derart der Gesamtsituation, dass damit das Problem gelöst wäre. Und das wären: Eingeschliffene Verhaltensweisen, fehlende Alltagstruktur, Ängste etc... Und was Du schreibst, klingt u.a. danach. Auch wir Hypos sind da unseren Weg gegangen und haben uns durch unsere bisherigen Erfahrungen Denk- und Verhaltensmuster angeeignet, die uns im Wege stehen. Und diese lassen sich auch nicht durch ein Medikament "beseitigen". Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist dieser Punkt, nämlich das Erlernen neuer Verhaltesweisen, die Neuorganisation des eigenen Lebens und des Alltags, die eigentliche Aufgabe. Und das leisten Medikamente nicht. Coaching/Verhaltenstherapie z.B. sind da für mich die Mittel, die wirklich an diesem Problem ansetzen, zusammen mit allen anderne strukturfördernden Möglichkeiten...und auch natürlich Psychoedukation, Ehrlichkeit mit sich Selbst und dem Willen und die Bereitschaft, sich einem solchen Prozess auszusetzen und auf die nötigen Veränderungen und ihre Konsequenzen einzulassen. Das ist Arbeit...und jede Veränderung hat Ihren Preis...

    Bist Du bereit, Dich gegebenefalls auf einen solchen Prozess überhaupt einzulassen, mit allen Konsequenzen? Für mich klingt es so, als willst Du die "schnelle Lösung", die "wenig Aufwand" für Dich erfordert - und hast die Illusion, das es diese gäbe.

    Der Vorteil für Dich ist, dass Du noch relativ jung bist. Etliche hier haben ihre Diagnose erst mit 40, 50 oder älter bekommen. Da gehört noch mehr Arbeit dazu, Verhaltensweisen zu ändern...

    So ich hoffe, Du kannst meine Hinweise konstruktiv verwerten und aus meinen geschilderten Erfahrungen was für Dich entnehmen.

    Viele Grüße
    Spezi

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