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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 28

    Frage Amphetaminsulfat und Krankenkasse

    Hallo,

    seit zwei Tagen ist es offiziell. Ich "leide" von Kindheit an an schwerem ADHS.

    Wie ich es bisher geschafft habe ohne jemals diagnostiziert zu werden? - Durch Intelligentes Vorgehen meißt einen Weg gefunden allgemeine Anforderungen zu umgehen, "Selbstmedikamentierung" und meine "Schwächen" zu Stärken ausbilden.

    Bereits im ADHS-Erwachsenentest habe ich angegeben, das ich zwar zeitweise Amphetamin nutze, eine Dauermedikamentierung aber strikt ablehne. Zwar wirkt es auf mich sehr hilfreich, ich sehe allerdings keinen Sinn darin meine Lebensführung aufgrund von Medikamenteneinnahme auszurichten und dann ohne gar nicht mehr klar zu kommen.

    Mein Arzt hat mir daraufhin Amphetaminsulfat-Kabseln vorerst (10mg) um meine Dosis aus zu testen auf Privatrezept verschrieben, die ich bei Bedarf nehmen soll. Aufgrund meiner Berichte vermutet er, dass eine für mich angebrachte Einzeldosis bei 30-40mg liegen wird.

    MPH steht er aus verschiedenen Gründen sehr kritisch gegenüber. Meinen Fall habe er extra mit einem Kollegen besprochen und sieht MPH für mich, da ich ein Medikament nur gelegentlich einnehmen werde als sinnlos.

    Bei der AOK-Geschäftsstelle sagte man mir als ich die Kostenübernahme beantragen wollte ich solle mir ein Attest vom Arzt ausstellen lassen warum Amphetamin und nicht MPH. Das Attest bekomme ich in den nächsten Tagen.

    Jetzt meine Frage:
    Hat schon Irgendwer Erfahrung mit Kostenübernahme von Amphetamin? Vielleicht sogar speziell mit der AOK-Baden-Württemberg?

    Egal ob positiv oder negativ, alle Berichte können nützlich sein.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Amphetaminsulfat und Krankenkasse

    Hallo erstmal!

    Malaclyps schreibt:
    Ich "leide" von Kindheit an an schwerem ADHS.

    schön gesagt, danke!

    Malaclyps schreibt:
    Wie ich es bisher geschafft habe ohne jemals diagnostiziert zu werden? - Durch Intelligentes Vorgehen meißt einen Weg gefunden allgemeine Anforderungen zu umgehen, "Selbstmedikamentierung" und meine "Schwächen" zu Stärken ausbilden.
    Top!

    Malaclyps schreibt:
    Mein Arzt hat mir daraufhin Amphetaminsulfat-Kabseln vorerst (10mg) um meine Dosis aus zu testen auf Privatrezept verschrieben, die ich bei Bedarf nehmen soll. Aufgrund meiner Berichte vermutet er, dass eine für mich angebrachte Einzeldosis bei 30-40mg liegen wird.
    Glaub mir, Dein Doc. ist ein seltenes Exemplar! Normalerweise sind Stimulanzien bei "Drogenkonsum" automatisch absolut tabu. Dass das eigentich nur Selbstmediaktion ist und dazu auch noch als Hinweis dienen kann, auf was der Patient am besten anspricht, wir dann gerne ignoriert.

    Schliesslich will kein Arzt als Dealer in weiss gelten, der seine Patienten ohne Not (keine Substitution im Rahmen einer Entwöhnung) mit pharmazeutischem Speed versorgt. Und das ganze noch offlabel und auf Kassenrezept?!

    In Deutschland gilt Amphetamin nur als Ausweichmedi, wenn MPH wegen Nebenwirkungen oder Nichtansprechen nicht funktioniert. Die Amis und Australier machen es umgekehrt, da wird in erster Linie mit Amphetaminen behandelt, welche dort auch über die entsprechenden Zulassungen verfügen und kassenpflichtig sind (wenn man denn Krankenversichert ist).

    In Deutschland dürfte das schwierig werden. Dass erst kürzlich überhaupt ein MPH-Präparat die Zulassung für Erwachsene erhalten hat, darf da schon als kleine Revolution gesehen werden. Aber so schlimm dürfte es nicht sein, wenn die Krankenkasse das Amphetamin nicht übernimmt weil es spottbillig ist. Vorallem als Saft.

    Hoffe das hilft.

    lg matz

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Amphetaminsulfat und Krankenkasse

    @matz: Danke erstmal für die Blumen


    [off-TOPIC]
    Ich schätze mich als glücklich das dass Thema ADHS in meiner Jugend noch nicht wirklich verbreitet und die Diagnose noch nicht "in" war. Es hätte eindeutige Anlässe zu genüge gegeben, gerade seitens der Schule.

    Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Amphetaminen, sei es in Ausgangsform oder als MPH war das Thema zwischen mir und meinem Doc. beim letzten Besuch. Natürlich kann ich nicht immer von mir ausgehen, trotzdem finde ich das der Einsatz dieser Stoffe bei Kindern, so wie er allgemein betrieben wird, höchst bedenklich ist!

    Ist ADHS erst einmal Diagnostiziert, werden ab Kindesalter an diese Dämpfer, Betäubungsmittel die ich aus meiner Sicht ganz klar als Drogen und als nichts anderes einstufe, verabreicht und beim kleinsten Anzeichen von Hyperaktivität und Unkonzentriertheit wird die Dosis erhöht bis die Allgemeinanforderungen wieder erbracht werden.

    Welche Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten Kindern dadurch genommen wird bleibt von den sogenannten "Experten", deren Intention offenbar die Gleichschaltung in eine Individualität verachtende Norm-Gesellschaft ist, unbeachtet oder wird als negativ-Symptome geschmäht.

    (IM FOLGENDEN MÖCHTE ICH LEDIGLICH EIN BEISPIEL FÜR DEN INDIVIDUELLEN VERLAUF EINER UNEINGEDÄMMTEN ENTWICKLUNG LIEFERN.
    DIES SOLL SO NIEMANDEN ZUR NACHAHMUNG VERLEITEN UND ABSOLUT NICHT ALS VORBILD DIENEN!)


    Schule habe ich persönlich damals als negativ erfahren, auch wenn ich heute weiß das ich in dieser Zeit sehr viel gelernt habe. - Allerdings anderes als verlangt wurde.

    Nach einem Jahr Gymnasium hatte sich herausgestellt, dass ich die erwarteten Anforderungen nicht erfüllen würde. Auch wenn Lehrer meinen Eltern Damals versicherten: "Der könnte sein Abi mit links machen, wenn er nur ein klein wenig was tun würde." oder "Der kann schon wenn er will." - Diese Aussagen waren in sich vollkommen richtig. Nur, ich kann nun mal nicht wollen was ich nicht will!

    Hausaufgaben kamen für mich nicht in Frage, da hatte ich nach der Schule besseres zu tun. Mit Themen die mich nicht interessierten beschäftigte ich mich nicht und Anweisungen zu folgen oder Aufgaben zu erledigen die für mich keinen Sinn machten verweigerte ich strikt.

    Es folgte der Wechsel in die Realschule zur achten Klasse. Meine Einstellung änderte sich dort keineswegs, jedoch der Schulstoff. Es gab Fächer die mich interessierten und deren Lerninhalt mir regelrecht zuflog und Fächer die mich eben nicht interessierten. Lehrer mit denen ich mich sehr gut verstand und mit anderen eben gar nicht. Von letzteren stammte die auf mein Verhalten bezogene Aussage: "So geht das nicht. So kriegst Du keinen Abschluss.", welche für mich die eigentliche Motivation war den Realschulabschluss zu bestehen. - Eben auf meine Art.

    Im letzten Schuljahr brachte ich es auf 78 Fehltage und bestand den Abschluss, woran ich nicht einen Moment gezweifelt hatte, mit drei Fünfern und dem schlechtest möglichen Notendurchschnitt, eben doch. - Genau so wie ich es mir zum Ziel gesetzt hatte.

    Ohne etwas dafür zu tun. - (fast) nichts außer den Dingen die mir zuflogen und zu rechnen. Zum einen Teil mit den Noten der einzelnen Fächer über die ich immer auf dem laufenden war um hier und da einen kleinen Stubser geben zu können, zum anderen Teil mit meinem persönlichen Verhältnis zu den Lehrern das mir, so glaube ich heute, mehr bewusst war als den meisten von ihnen. So gab mir z.B. mein Geschichtslehrer, der aus dem ganzen Jahr keine einzige schriftliche Note von mir hatte, im Endzeugnis die fehlende zweite Drei zum Ausgleich einer Fünf. - Damit hatte ich gerechnet!


    Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen einem Gesprächspartner nicht auf der emotionalen Ebene folgen zu können und seinen Standpunkt zu beobachten und es freut mich immer wieder trainierte Menschen zu treffen mit denen ganze Unterhaltungen ohne ein Wort auszusprechen möglich sind. Und - ich bin sicher, es ist noch viel mehr möglich ...

    Edit Alex:

    [ ................. ]


    Absatz gelöscht (Bezeichnung von Medikamenten als Drogen, siehe Community-Regeln )


    [TOPIC]
    Mit meinem Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse bin ich noch nicht weiter. Warte noch auf das Attest. Ich bin sicher das es einen Weg gibt. Gilt nur den Richtigen zu finden. Werde Euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
    Geändert von Alex ( 4.08.2011 um 12:11 Uhr) Grund: s. Edit


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