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Diskutiere im Thema Betäubungsmittel-Ausweis??? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Betäubungsmittel-Ausweis???

    So ziemlich die beste Zusammenfassung zu dem Sachverhalt: ADHS-Deutschland e.V.

    Das ist so ziemlich genau das, was mir mein Arzt auch erklärt hat. Außerdem ist sein letzter Stand, dass MPH nur mit einem Schnelltest - dem Schweißtest - nachgewiesen werden kann.

    Abgesehen davon ist zu beachten, dass
    - MPH (richtig angewendet) die Fahrtüchtigkeit in der Regel steigert
    - MPH zwar als Betäubungsmittel zählt, aber nicht als berauschende Substanz gelistet ist

    Seitdem ich MPH nehme, war ich noch in keiner Polizeikontrolle (letztes Jahr dagegen 3 mal). Ich nehme aber immer mein letztes Rezept mit (einen Bogen bekommt man ja in der Apotheke zurück).
    Die Frage ob ich Drogen oder Medikamente eingenommen habe, würde ich verneinen. Ich muss mich nicht selbst belasten, das heißt, selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass (ordnungsgemäß eingenommenes) MPH nachgewiesen wird, darf mir durch meine Aussage kein Nachteil entstehen. Wenn ich die MPH-Einnahme sofort angeben würde, kann es schnell passieren, dass ich ordnungsgemäße Einnahme nachweisen muss. Das kann ich zwar, aber an dem Punkt wird dann sicher eine schriftliche Aussage aufgenommen und möglicherweise noch mehr bürokratischer Aufwand...

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    Beitrag AW: Betäubungsmittel-Ausweis???

    Das Fahren unter MPH ist soweit ok, solange es das Fahrverhalten nicht nachweisbar verschlechtert (Überdosierung, etc).

    Da HKS/ADHS nicht im Katalog der die Fahreignung ausschließenden Erkrankungen und Störungen enthalten ist, geht es bei Patienten mit HKS/ADHS mit oder ohne Pharmakotherapie um die individuelle Fahrtüchtigkeit, d. h. die Gesamtleistungsfähigkeit vor Antritt der Fahrt und während dieser. Im Bereich des Führens eines Fahrzeugs unter dem Einfluss psychotroper Substanzen (Alkohol, Drogen sowie auch Stimulanzien) kommen überwiegend Vorschriften des § 24 a StVG (Bußgeldtatbestand, Verstoß gegen 0,5-Promille-Grenze), § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) sowie § 315 c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) in Betracht.
    Bei Fahrten unter BtM setzt eine strafrechtliche Verurteilung den Nachweis relativer Fahruntüchtigkeit voraus, die sich nicht begriffsnotwendig in Fahrfehlern ausgewirkt haben muss.
    Es genügen Auffälligkeiten beim Anhalten, starke Benommenheit, apathischer Eindruck, Mühe bei der Beantwortung von Fragen, Gangunsicherheit etc. (BGH, B.v. 03.11.1998, 4 StR 395/98), die allesamt hinreichende Anhaltspunkte für relative Fahrunsicherheit sein können. Sofern ein Patient, der unter HKS/ADHS leidet, BtM-Präparate einnimmt und aufgrund derer eine relative Fahruntüchtigkeit vorliegt, muss er mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Bei selbst verursachten Verkehrsunfällen stellt die Einnahme von BtM-pflichtigen Präparaten dann ein Mitverschulden dar, wenn aufgrund der Medikation der Patient in seiner Fahrtüchtigkeit gemindert wurde. Andererseits ist aus vielen Untersuchungen bekannt, dass eine untherapierte HKS/ADHS ein hohes Risiko für unsicheres Fahrverhalten, Unfälle und Substanzmissbrauch darstellt und unter Stimulanzien, insbesondere Retardpräparaten, eine Verbesserung des Fahrverhaltens eintritt. So sollten Verkehrsteilnehmer mit einer HKS/ADHS nur adäquat behandelt ein Fahrzeug führen. Dabei ist zu beachten:

    • in der Ein- und Umstellungsphase sowie in der Phase des Ausschleichens sollte die Teilnahme am Straßenverkehr unterbleiben,
    • vor Fahrtantritt kritische Prüfung auf Fahrtauglichkeit,
    • nur eindeutige Indikation für Stimulanzientherapie (Frage der Diagnosesicherheit),
    • Überdosierungen vermeiden.
    Quelle: Einzelansicht: HKS/ADHS und rechtliche Aspekte

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