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Diskutiere im Thema Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Hallo zusammen,

    da aktuell noch etwas Uneinigkeit herrscht und auch missverständliche Informationen gestreut werden, hier kurz einige Fakten:

    Medikinet Adult (5-40mg) à 50 Kapseln pro Packung wurde zugelassen und kann somit zur Behandlung eines ADHS im Erwachsenenalter verschrieben werden. Die Markteinführung erfolgt definitiv am 1. Juli 2011 - sollte kein größerer Lieferengpass entstehen, könnt Ihr ab diesem Tag das Medikament in Eurer Apotheke mit Eurem BTM-Rezept bekommen (Da muss natürlich genau Medikinet Adult draufstehen, nicht retard!).

    Der Preis wird anfangs in etwa auf dem Niveau der Medikinet retard Packungen liegen - somit wird bei Verordnung auf "Kasse" eine geringe Aufzahlung fällig. Mitte Juli wird der Preis aber entsprechend unter Festbetragsniveau gesenkt - damit zahlt Ihr ab Mitte Juli pro Packung nur noch die gesetzliche Zuzahlung à 10% des Preises (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro).

    Eurer Verordner wird Euch wohl noch kein Medikinet adult auf Kasse verordnen, wenn Ihr ihm keine schriftliche Bestätigung Eurer Krankenkasse für die Kostenübernahme vorlegt.

    Solltet Ihr bereits einen ähnlichen Antrag gestellt haben und der wurde abgelehnt - die Krankenkasse kann nun eine Kostenerstattung schriftlich zusichern, da die Zulassung für das Präparat erteilt wurde. Sobald der "Gemeinsame Bundesausschuss" sich zu einer Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie hinreißen lässt, kann sich auch keine Kasse mehr aus der Kostenerstattung "rauswinden".

    Ich bin mal so frei und veröffentliche einen Teil meiner Korrespondenz mit Medice:

    Medikinet® adult ist ab 1. Juli 2011 erhältlich.

    Medikinet® adult wird zu einem Preis eingeführt, der etwa auf der Basis des alten Festbetrags (vor der letzten Anpassung im Jahr 2010) liegt und 14 Tage später (zum 15.07.2011) wird der Preis für Medikinet® adult auf ein Niveau geringfügig unter dem aktuellen Preis von Medikinet retard gesenkt. Medikinet® adult ist dann sogar das preiswerteste Methylphenidat-Retardpräparat in Deutschland.

    Leider bedeutet eine Zulassung noch nicht automatisch Erstattung. Nach der aktuellen Fassung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL, Anlage III) sind Stimulantien nur bei Hyperkinetischer Störung beziehungsweise Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADS / ADHS) im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie bei Kindern ab sechs Jahren und Jugendlichen zu Lasten der GKV verordnungsfähig. Der Antrag zur Anpassung der Arzneimittelrichtlinien wurde bereits gestellt, bis zur tatsächlichen Änderung kann aber noch einige Zeit vergehen.

    In der Übergangsphase sollte der Patient / die Patientin die Krankenkasse darauf hinweisen, dass eine seit dem Kindesalter fortbestehende ADHS diagnostiziert wurde und nun ab Juli das zugelassene Präparat Medikinet® adult auf GKV-Rezept verordnet wird. Die Patienten sollten die Kasse schon vorab um schriftliche (!) Bestätigung der Kostenübernahme bitten.
    Dies ist zur Zeit leider noch notwendig, da jetzt zwar die Zulassung vorhanden ist, aber die Arzneimittelrichtlinien noch nicht angepasst wurden.
    Das ist denke ich soweit selbsterklärend. Wenn Ihr also Medikinet adult auf Kassenrezept verordnet haben möchtet, ist Folgendes ratsam:

    Bittet Eure Kasse (am besten natürlich schriftlich) um eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme für Eure medikamentöse Therapie mit Medikinet adult. Weist ruhig auch Eure Kontaktperson darauf hin, dass die Zulassung bereits erfolgt ist und der Antrag auf die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss bereits gestellt wurde. Somit ist die Kostenerstattung in Kürze sowieso zwingend.

    Mit dieser Bestätigung könnt Ihr dann bei Eurem Verordner antanzen und Euch Euer Kassenrezept für Medikinet adult abholen. Folgende Präparate gibt es ab 1. Juli:
    Medikinet Adult 5 / 10 / 20 / 30 / 40 mg mit jeweils 50 Kapseln pro Packung. Der Preis entspricht in etwa der jeweiligen Packung Medikinet retard, wird aber zum 15.Juli 2011 gesenkt.

    Wenn dann die Apotheke am 1. Juli noch nicht Bescheid weiß - ich werde die gültigen "Pharmazentralnummern" am 27. Juni in diesem Thread posten - dann können die sich auch nicht rausreden ;-)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Hallo chrisbt!

    Danke für diesen super Hinweis! Ich werde, sobald der Bericht meines damaligen ADS-Diagnostikers bei meinem neuen Neurologen ist, versuchen, bei meiner Kasse etwas zu erreichen. Allerdings ist mir die folgende Formulierung aufgefallen:

    "In der Übergangsphase sollte der Patient / die Patientin die Krankenkasse darauf hinweisen, dass eine seit dem Kindesalter fortbestehende ADHS diagnostiziert wurde"

    Hm, davon, dass meine ADS seit dem Kindesalter besteht, wird nicht in dem Bericht stehen... und dann? Es ist zwar allgemein bekannt, dass AD[H]S nicht erst im Erwachsenenalter entsteht, aber man kennt ja die deutsche Bürokratie... vermute mal, die jeweilige Kasse wird sich darauf versteifen. Die finanzielle Lage der meisten Kassen momentan ist ja bekannt, also wird es sicherlich schwer werden, die Übernahme zu erreichen.

    Davon abgesehen, ich fände es ganz allgemein, also unabhängig von AD[H]S, ziemlich albern und unlogisch, jemandem der chronisch krank ist und diese Krankheit erst im Erwachsenenalter aufgetreten ist, die Übernahme des einzig wirksamen Medikaments zu verweigern, obwohl derjenige ja genauso darunter leidet wie jemand, der diese Krankheit bereits als Kind hatte. Herr, schmeiss' Hirn vom Himmel...


    Groetjes,

    Ulrike

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    kann grad leider nur kurz antworten:

    Dieser kurze Passus ist in der Tat entscheidend. Da gibt es aber schon einige schöne "Hilfestellungen" im Web, anhand derer man erstmal für sich gut abklären kann, ob man denn wirklich das ADS schon im Kindheitsalter hatte... z.B. Abgleich der Zeugnisse aus verschiedenen Phasen der Schulzeit mit den Bemerkungen und vor allem der späteren Leistungsfähigkeit im jungen Erwachsenenalter und so weiter und so fort. Kann aber auch gut sein, dass die Sachbearbeiter bei den Kassen mittlerweile sagen: Ja, schon Recht, wir zahlen ja schon. Alle andere wäre eher "Humbug" und ein Schuss ins eigene Bein. Ein Beiträge zahlender, wenig kranker und Comorbiditäten-freier Verrsicherter ist wohl besser als ein arbeitsloser und / oder ständig kranker Durchschnitts-Hartz-Beitragsfaktor.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    habe mahl bei meine KK gefragd. Der barmer behaupted sobald es in der kataloog derin ist kan der arts es verschreiben und werden der kosten ubernommen.
    eine bestetigung fur die ubernahme der kosten wollten sie mich nicht geben weil der arts der medis verortnerd wie er es fur richtig held, und der KK sich nicht da einmischt.
    bin ich mahl gespand ob der arstin in regresion genommen wird.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Hiho!

    " anhand derer man erstmal für sich gut abklären kann, ob man denn wirklich das ADS schon im Kindheitsalter hatte"
    Da gibt es nix abzuklären, AD[H]S tritt nicht erst im Erwachsenenalter auf, und selbst wenn es so wäre, s. meinen letzten Beitrag. Ich finde die Regelung bzgl. "schon in der Kindheit vorhanden und nur dann bezahlt" iddiotisch und würde die Ersteller dieser Regelung (- wer ist das eigentlich genau?) gern mal fragen, ob die auch Diabetikern, die erst im Erwachsenenalter Diabetes bekommen haben (denn das ist möglich), das Insulin in Zukunft auch nicht mehr bezahlen werden.

    Viele Grüße,

    Ulli

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Liebe Ulli,
    Da gibt es doch gar keinen Diskussionsbedarf um die Sinnhaftigkeit dieser Regelung - natürlich ist das Schwachsinn...

    Abgesehen davon, habe ich bisher keine wirkliche Aussage eines Kostenträgers dazu gesehen. Ich werd mal versuchn, das abzuklären...

    Da gibts noch viele "Streitpunkte", was die Krankheit an sich, die üblichen Therapieformen und z.B. den Status der dafür angewandten Medikamente angeht..

    Es ist z.B. aktuell eine Wirkstoffgabe von bis zu 1mg Methylphenidathydrochlorid auf 1kg Körpergewicht als Maximaldosis pro Tag angeraten.
    Als Tagesobergrenze für den Verordner gilt meines Wissens für Erwachsene 80 kg... Wenn also ein etwas stark gebauter Erwachsener (sagen wir mal 120kg...) feststellt, dass die 80 mg nicht ausreichen, um den maximal möglichen Therapieerfolg zu erzielen, gibt es nicht viel Handlungsspielraum - schön dumm kaputtgeregelt...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 86

    Daumen hoch AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    chrisbt schreibt:
    Hallo zusammen,

    da aktuell noch etwas Uneinigkeit herrscht und auch missverständliche Informationen gestreut werden, hier kurz einige Fakten:

    Medikinet Adult (5-40mg) à 50 Kapseln pro Packung wurde zugelassen und kann somit zur Behandlung eines ADHS im Erwachsenenalter verschrieben werden. Die Markteinführung erfolgt definitiv am 1. Juli 2011 - sollte kein größerer Lieferengpass entstehen, könnt Ihr ab diesem Tag das Medikament in Eurer Apotheke mit Eurem BTM-Rezept bekommen (Da muss natürlich genau Medikinet Adult draufstehen, nicht retard!).

    Der Preis wird anfangs in etwa auf dem Niveau der Medikinet retard Packungen liegen - somit wird bei Verordnung auf "Kasse" eine geringe Aufzahlung fällig. Mitte Juli wird der Preis aber entsprechend unter Festbetragsniveau gesenkt - damit zahlt Ihr ab Mitte Juli pro Packung nur noch die gesetzliche Zuzahlung à 10% des Preises (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro).

    Eurer Verordner wird Euch wohl noch kein Medikinet adult auf Kasse verordnen, wenn Ihr ihm keine schriftliche Bestätigung Eurer Krankenkasse für die Kostenübernahme vorlegt.

    Solltet Ihr bereits einen ähnlichen Antrag gestellt haben und der wurde abgelehnt - die Krankenkasse kann nun eine Kostenerstattung schriftlich zusichern, da die Zulassung für das Präparat erteilt wurde. Sobald der "Gemeinsame Bundesausschuss" sich zu einer Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie hinreißen lässt, kann sich auch keine Kasse mehr aus der Kostenerstattung "rauswinden".

    Ich bin mal so frei und veröffentliche einen Teil meiner Korrespondenz mit Medice:

    Das ist denke ich soweit selbsterklärend. Wenn Ihr also Medikinet adult auf Kassenrezept verordnet haben möchtet, ist Folgendes ratsam:

    Bittet Eure Kasse (am besten natürlich schriftlich) um eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme für Eure medikamentöse Therapie mit Medikinet adult. Weist ruhig auch Eure Kontaktperson darauf hin, dass die Zulassung bereits erfolgt ist und der Antrag auf die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss bereits gestellt wurde. Somit ist die Kostenerstattung in Kürze sowieso zwingend.

    Mit dieser Bestätigung könnt Ihr dann bei Eurem Verordner antanzen und Euch Euer Kassenrezept für Medikinet adult abholen. Folgende Präparate gibt es ab 1. Juli:
    Medikinet Adult 5 / 10 / 20 / 30 / 40 mg mit jeweils 50 Kapseln pro Packung. Der Preis entspricht in etwa der jeweiligen Packung Medikinet retard, wird aber zum 15.Juli 2011 gesenkt.

    Wenn dann die Apotheke am 1. Juli noch nicht Bescheid weiß - ich werde die gültigen "Pharmazentralnummern" am 27. Juni in diesem Thread posten - dann können die sich auch nicht rausreden ;-)
    Danke Frage wie steht das mit anderen med wie methylpheni TAD

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    DieChaosUlli schreibt:
    Allerdings ist mir die folgende Formulierung aufgefallen:

    "In der Übergangsphase sollte der Patient / die Patientin die Krankenkasse darauf hinweisen, dass eine seit dem Kindesalter fortbestehende ADHS diagnostiziert wurde"

    Hm, davon, dass meine ADS seit dem Kindesalter besteht, wird nicht in dem Bericht stehen... und dann?
    [...]
    Davon abgesehen, ich fände es ganz allgemein, also unabhängig von AD[H]S, ziemlich albern und unlogisch, jemandem der chronisch krank ist und diese Krankheit erst im Erwachsenenalter aufgetreten ist, die Übernahme des einzig wirksamen Medikaments zu verweigern, obwohl derjenige ja genauso darunter leidet wie jemand, der diese Krankheit bereits als Kind hatte.
    chrisbt schreibt:
    Da gibt es doch gar keinen Diskussionsbedarf um die Sinnhaftigkeit dieser Regelung - natürlich ist das Schwachsinn...
    Nein, diese Regelung ist tatsächlich sinnvoll!

    Eines der wenigen eindeutigen Kriterien von ADHS in seiner ganzen Bandbreite ist, dass Störung "schon immer" (ergo auch in der Kindheit) bestanden hat.
    Wenn also jemand meint, erst "seit heute" ADHS zu haben, dann sollte entsprechendes Fachpersonal genau überprüfen, ob es in der Kindheit bereits Anhaltspunkte gab. Wenn nicht, handelt es sich wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um ein anderes Problem. ADHS gehört ja nicht gerade zu den Problemen (auch ohne H), die keiner bemerken würde - auch wenn die Symptome meisten völlig falsch eingeschätzt werden...

    Aus diesem Grund ist es Bestandteil eigentlich so ziemlich jeder ordentlichen Diagnose, auch die Kindheit und Jugend zu beleuchten. Normalerweise verlassen sich die Experten nicht auf eigene (möglicherweise bewusst oder unbewusst verfälschte) Aussagen, sondern sucht per Fremdanamnese (z.B. Eltern) und Zeugnissen nach Hinweisen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Hurts schreibt:
    Danke Frage wie steht das mit anderen med wie methylpheni TAD
    Leider beschränkt sich die Zulassung immer auf ein einzelnes Präparat.
    Die einzigen für Erwachsene zugelassenen Methylphenidat-Präparate heißen allesamt "Medikinet adult" von der Firma Medice und für alles andere (Methylpheni TAD, Hexal, 1a Pharma, Ritalin, ...) gilt die selbe Regelung wie vorher auch.
    Ob sich daran was ändert, ist aktuell nicht bekannt.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Medikinet Adult, Kostenerstattung durch Krankenkassen

    Dragolo schreibt:
    Nein, diese Regelung ist tatsächlich sinnvoll!
    Eines der wenigen eindeutigen Kriterien von ADHS in seiner ganzen Bandbreite ist, dass Störung "schon immer" (ergo auch in der Kindheit) bestanden hat.
    Wenn also jemand meint, erst "seit heute" ADHS zu haben, dann sollte entsprechendes Fachpersonal genau überprüfen, ob es in der Kindheit bereits Anhaltspunkte gab. Wenn nicht, handelt es sich wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um ein anderes Problem. ADHS gehört ja nicht gerade zu den Problemen (auch ohne H), die keiner bemerken würde - auch wenn die Symptome meisten völlig falsch eingeschätzt werden...

    Aus diesem Grund ist es Bestandteil eigentlich so ziemlich jeder ordentlichen Diagnose, auch die Kindheit und Jugend zu beleuchten. Normalerweise verlassen sich die Experten nicht auf eigene (möglicherweise bewusst oder unbewusst verfälschte) Aussagen, sondern sucht per Fremdanamnese (z.B. Eltern) und Zeugnissen nach Hinweisen.
    Unbestritten, dass die Erkrankung ADS mit oder ohne H bei jedem Betroffenen (wenn korrekt diagnostiziert) seit jeher besteht - für mich folgt der Umkehrschluss, dass eine Diagnose "ADHS mit Erkrankung im 20. Lebensjahr" nicht als gesichert gelten kann und demzufolge eine Behandlung mit Stimulantien nicht begründen darf. Schließlich "infiziert" man sich nicht an spanischen Gurken oder bayerischen Sprossen oder südostasiatischen Flugtieren (die Mehrzahl von Vogel gefällt dem prüden Forum nicht ! ) mit ADHS....

    Wenn allerdings - wie treffend von Dir beschrieben - anhand glaubwürdiger Ergebnisse einer Fremdanamnese (in vielen Fällen Zeugnisse, nicht jeder Betroffene Erwachsene nimmt Mami mit zum Neurologen) und aussagekräftiger Testergebnisse der entsprechend abgewandelten gängingen Einstufungstests für Erwachsene ADS-Verdachtsfälle die wegen der beschriebenen und festgestellten Symptome naheliegende Diagnosestellung ADS mit oder ohne H verifiziert werden kann, sollte der Zeitpunkt der Diagnose einer Kostenübernahme nicht im Weg stehen dürfen. (Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? ...)

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