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Diskutiere im Thema Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    Ausrufezeichen Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Ich grüße Dich, liebe Forumsgemeinschaft!

    Ich brauch' mal wieder dinglichsten Rat. Nehme nun seit Anfang 2011 Anti-Depressiva.

    Begonnen habe ich mit Elontril, dass ich sicherlich 3 Monate ohne jede Wirkung genommen hatte.

    Anschließend verschrieb mir mein Arzt Cymbalta, was ich nach zwei Tagen zu nächst wieder absetzte, weil die Nebenwirkungen zu heftig waren.
    Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Arzt begann ich allerdings wieder die Einnahme, woraufhin ich, wegen einer (vermutlichen) allergischen Reaktion, in die Ambulanz gefahren bin.
    Ich hab mich in den ersten vier Stunden nach der Einnahme zwei mal so heftigst übergeben, dass von dem Druck mein Gesicht anschwoll und gar Gefäßchen platzen. War wahrlich kein Schöner anblick.

    Abgesehen davon litt ich unter folgenden Nebenwirkungen von dem Medikament:
    Extreme Müdigkeit, weshalb ich mich den ganzen Tag räkeln musste und gähnte. Dann eben diese intensive Übelkeit, die an besagten Tag zu Erbrechen führte. Eine starke Benommenheit (die mir wahrhaftig vor Augen führte, dass diese Medikamente letztendlich auch nichts anderes als Drogen sind. Gemeine Feststellung).
    Extreme Appetitlosigkeit: ich esse normaler Weise viel und gerne, bzw. brauche auch viel. Hatte in zwei Tagen noch nie so wenig zuvor gegessen.
    Meine motorische Unruhe hatte sich stark verschlimmert.
    Verspannung der Kiefermuskulatur. Empfindungsveränderung und schließlich Pupillenerweiterung.

    Als Wirkung konnte ich feststellen, dass es mich äußerst entspannt hat und mir auch meine Angst gelindert hat. Fühlte mich nicht so zerstreut innerlich.
    Ich war ausgeglichener und meiner Stimmung war definitiv erhellt.


    Klar war, dass ich nach dem Vorfall Cymbalta wieder absetzen würde. Nun bekam ich Venla-Q verschrieben. Ich begann die Einnahme umgehend.
    Die Müdigkeit überkam mich wie beim Cymbalta bereits. Allerdings keine Übelkeit, Kieferverspannung oder Pupillenveränderung.

    Gut möglich, dass ich ähnlich etwas Benommen war, mein Appetit wieder zurück ging und meine motorische Unruhe verstärkt hatte. Kann ich aber leider nicht mehr so genau sagen, weil ich die Medikation nach zwei Tagen wieder abgesetzt hatte, denn ich befand mich zu dem Zeitpunkt im Urlaub, den ich mir nicht mit solchen Medikamenten verunstalten wollte.

    Ich möchte nun so eigentlich nicht fortfahren, weil ich meinen Alltag nur unter großer Anstrengung bewältige.

    Mein Arzt sagte mir (und ich las bereits des Öfteren), dass sich ein solches Medikament bis zu drei Wochen lang "eingewöhnen" muss. Heißt das, dass ich drei Wochenlang totmüde meinen Alltag durchlaufen soll?

    Wer hat welche Erfahrungen gemacht? Wie lief es bei denen ab, die heute glücklich unter Medikation stehen?


    Bitte, gebt mir Rat.

    Liebe Grüße,
    Piff

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Hallo, ich habe leider keine große AD Erfahrung aber ich denke es wäre noch wichtig zu wissen wieso du die AD bekommst also die Symptome die dir am meisten Probleme bereiten.

    Falls dir vor allem Symptome die sich ADHS zuordnen lassen Probleme bereiten sollte der Arzt gemäß medizinischen Leitlinien erst AD einsetzen wenn sich die Medikamente erster Wahl und zweiter Wahl als unwirksam erwiesen haben. Vorausgesetzt ist natürlich die Diagnose AD(H)S

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Stimmungsschwankungen, Ängst und Zwänge, Depression, Nervosität!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Hi, habe "nur" Erfahrungen mit Amitriptylin und Trevilor gemacht. Grund war meine Fibromyalgie(Schmerzstörung). Bei Amitriptilin konnte ich fast nichts mehr machen, total fertig bei minimaler Medikation. Trevilor macht einen nicht so fertig, löst Ängste führt statistisch zu vermehrten Selbstmorden! Da es aber auf meine Schmerzen keine Wirkung hatte wurde es nach 2-3Monaten abgesetzt.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Ich vergaß noch Antriebsschwäche!

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Aber Menschen, die positive Erfahrungen gemacht haben, gibt es schon, oder? ôÔ!?

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    sollte sich dein eigenverdacht auf ads/adhs bestätigen, dann sollte dein arzt eventuell
    auch mal in betracht ziehen, dass es ads'ler gibt denen man zuerst mph verabreichen
    muss bevor sie ein antidepressiva vertragen

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Huhu,

    also ich war grade sehr erstaunt!

    Elontril habe ich eine kurze Zeit genommen, keine Wirkung, dann Cymbalta und hatte ähnliche Nebenwirkungen wie Du! Überlkeit, Benommenheit, ständige Müdikeit und fühlte mich wie auf einem schlechten Trip.... habe es dann abgesetzt.

    Ich kann nicht Wochenlang rumrennen wie ein Zombie, ich habe eine Arbeit und ich habe ein Kind und muss einfach "da sein" und kann nich wochenlang so durch die Gegend rennen.

    Nachdem mein Arzt nie auf mich eingegangen ist und sich auch nie bemüht hat mich irgendwie zu verstehen bin ich von dort weg und im Moment auf der Suche nach einem neuen Arzt.

    Ich hatte auch schon andere AD´s die ich ebenfalls nicht vertragen habe. Ich habe die Befürchtung, dass das einfach nicht der richtige Weg für mich ist.

    Ich hoffe bei Dir findet sich nun ein guter Weg aus diesem Disaster raus und Du findest ein passendes Medikament.

    LG

    Rose

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Wie sollte eine ADHS-Medikation ablaufen?

    Ich hab Erfahrungen mit Venlafaxin. Wurde wegen Panikattacken und Ängsten im November drauf eingestellt. 150 mg und jetzt wieder auf 75 runter und nun Einstellungsphase mit Mph. Ich kann für mich sagen das es hilft. Die Panikattacken und Ängste sind fast weg. Ängste dürfen natürlich nicht weg sein sonst kommt man nicht weit. Ne Verhaltenstherapie wirkt bin zufrieden und komm langsam wieder an in dieser Welt. Das erste was ich feststellte war das viele meiner Erinnerungen wieder kamen krass aber gut. Dann ist es so, dass Venlafaxin auch bei ADHS eingesetzt wird da es ein selektiver Noradrenalin Serotonin Wiederaufnahmehemmer ist, und sich positiv auswirkt auf die Gedächtnisleistung, daher die wieder kehrenden Erinnerngen. AAAber nicht auf motorische Unruhe. Da kommt wieder das Dopamin ins Spiel, das durch Mph gehämmt wird all zu schnell den synaptischen Spalt zu verlassen und siehe da: BINGO gute Gedächtnisleistung und keine innere Unruhe mehr.
    So isses bei Fragen fragen.
    Ja du solltest es einschleichen über Wochen hat bei mir so 4 Wochen gedauert mit Dosiserhöhung und so.
    WICHTIG ZU WISSEN.
    Am besten unter ständiger Ärtzlicher Aufsicht. Da hier das Risiko besteht, dass wenn man depressiv und suizidal veranlagt ist, kann es in der Einstellungsphase dazu kommen, dass man dem Suizid nachgeht, da man plötzlich weniger Angst hat. Die Stimmungsaufhellung kommt erst etwas später.

    Viel Erfolg.

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