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  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Moin Moin,

    ich habe schon einige Male gelesen, dass bei der MPH- Medikation der Tinnitus lauter geworden ist.

    Denselben Effekt kann ich ebenfalls beobachten und kann es sogar recht gut reproduzieren.

    Ich habe seit ca. 25 Jahren einen weitestgehend kompensierten Tinnitus in Gestalt eines hohen Peifens in beiden Ohren. Ich hab mich dran gewöhnt und ihn mir zu Verbündeten gemacht, denn bei Streß wird er lauter. (Ich hab allerdings in den letzten Jahren vergessen, auf ihn zu hören ....)
    Duch das MPH wird er aber lauter, schreiend laut sogar.
    Samstag waren wir im Kino in Fluch der Karibik 4 und der hat selbst den Sound dort übertönt und das sit mir schon mehrfach aufgefallen.

    Der Witz ist aber:
    Das scheint mir dosierungsabhängig zu sein! ...
    Bei geringster Dosierung (bin momentan auf 18 mg) wird der richtig laut, bei 36 mg (hatte ich vorher, machen mich allerdings etwas zu ruhig) tritt der Effekt nicht auf.

    Hat diese Erfahrung schon jemand gemacht und kann das bestätigen?
    Ich frage mich, ob ich mir das nur einbilde, aber irgendwie kriege ich das reproduziert.
    Lasse ich die Medi's weg oder nehme 36 mg passiert nichts, aber bei 18mg wirds schreiend laut.

    Ich werd heut meinen Arzt drauf ansprechen udn fragen, ob ich es mal mit 27mg probieren kann, aber mich würd interessieren, ob das auch andere beobachten konnten.

    Viele Grüße
    Marcus

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Ja, war bei mir auch so. Tinnitus wurde deutlich lauter.

    Nun streiten sich ja Ärzte immer noch, was nun die Ursachen des Tinnitus sind und ob es verschiedene gibt. Bei mir sind zumindest Psychiater, HNO Ärztin und Orthopädin der Meinung, kann schon auch psychisch sein, aber eben dann auch noch von der HWS, Verspannungen etc. mit verursacht oder verstärkt werden.
    Mein Psychiater sagte, durch MPH wird die Muskulatur auch etwas angespannt, was man aber nicht so realisiert. Verspannungen, Kopfschmerzen, Tinniuts werden daher manchmal schlimmer. Muss nicht sein, kann aber.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Ja, das habe ich auch so herausgelesen.
    Was mich nur irritiert ist, dass bei höherer Concerta-Dosierung der Tinnitus leiser wird. Ich hätte das genaue Gegenteil erwartet ...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Tja, weiß nicht..., ich hatte MPH nicht höher versucht und nehme auch nicht mehr.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Tinitus habe ich zwar nicht chronisch, aber sehr oft gehabt
    Das wieder wegzubekommen war schon gut eingespielt im Kopf, weil es so oft vorkam.
    Wenn man unterwegs war, dann war so, als "schaute" man auf sein Geräusch im Kopf und das Geräusch wurde stetig leiser bis es verschwand.
    Je nach "Skill-Points", würde ich fast sagen (das Leben ist wie ein Computerspiel ), wurde es schneller leiser.
    Das maximalste an Lautstärke ist in der Tat so als würde man komplett von der Außenwelt abgeschottet sein und von "PIEEEP" umhüllt.

    Seitdem ich MPH nehme, ist dieses Pfeifen im Kopf viel viel seltener. (früher 3-6x die Woche, jetzt 0-2x im Monat )
    Einen minimalen Unterschied kann ich aber feststellen: Wenn er kommt, dann ist er in der Regel ziemlich schnell lauter, aber nicht schlimmer als sonst und auch nicht maximal.

    Ich glaube, dann ist deine höhere Dosis die Richtige. Du bräuchtest wohl irgendwas zwischen dem Intervall [20mg, 36mg).
    Wenn ich zu niedrig dosiert bin, dann bin ich auch unruhiger und leichter gereizt (sogar schlimmer als sonst) und nimm eine minimale Dosis hinzu, die dann alles wieder ins Lot bringt.
    Manchmal genügen 5 mg und manchmal brauche ich halt ca. 7,5 mg als Einzeldosis (unretardiert).
    Wenn du die retardierte Version nimmst, dann solltest du vielleicht versuchen die retardierte mit unretardierten Einheiten zu kombinieren.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 68

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Ich selber habe keinen Tinitus, aber mein Mann. Also der hat zwar ADS, hat aber nie MPH verschrieben bekommen. Daher kann ich nur bedingt "mitreden". Aber ich denke mal, dass es daran liegt, dass man mit MPH eben konzentrierter ist, also sich auch mehr auf den Tinitus konzentriert und er dadurch lauter wird. Ich habe aber im Grunde keine Ahnung, aber mich interessiert das Thema, weil ich der Meinung bin, dass mein Schatz sich auch irgendwann mal um ein MPH-Rezept kümmern soll, vielleicht wenn Medikinet Adult auf den deutschen Markt kommt...

  7. #7
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 277

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Bei mir ist der Tinnitus durch Norephedrin (Recatol mono) sogar verschwunden, es hat wie MPH eine PEA-Struktur. Also ich sehe da kein Risiko vllt. wird es ja auch bei dir besser

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Hallo.

    bricklayer schreibt:
    Bei mir ist der Tinnitus durch Norephedrin (Recatol mono) sogar verschwunden, es hat wie MPH eine PEA-Struktur. Also ich sehe da kein Risiko vllt. wird es ja auch bei dir besser
    Hmm, also nur, weil bei dir der Tinnitus unter Norphedrin geringer geworden ist, so kann man daraus doch 1. weder Aussagen bezüglich der Problematik bei MPH noch 2. irgendeine Risikobewertung für andere Menschen überhaupt ableiten.

    Tatsache ist, dass MPH zumindest einen Tinnitus verstärken, wenn nicht im Einzelfall sogar auslösen kann.

    Hierzu gibt es genug Erfahrungswerte.

    Wobei ich eine Verstärkung eines bestehenden, chronischen Tinnitus nicht als sehr gravierend einstufen würde, da diese i.d.R. vorübergehend ist und sich der Tinnitus nach Behandlungsende wieder auf dem ursprünglichen Niveau einpendelt.

    Ein akuter Tinnitus kann dagegen bei ersten Auftreten eine ziemliche Unruhe und ein ziemliches Spektakel verursachen.

    Das sage ich auch nicht aus dem Bauch heraus, sondern als selbst Tinnitus-Erfahrener, wobei der bei mir (zum Glück) wieder verschwunden ist, wenn auch erst nach 9 Monaten und zu einem Zeitpunkt, als ich mich schon adaptiert hatte, der Tinnitus also schon kompensiert war.

    Ob ich in den Fall MPH absetzen würde, kann ich nicht sagen.

    Allerdings würde man im Allgemeinen so ziemlich alles tun, um einen starken, akuten Tinnitus wieder los zu werden.

    Fakt ist in jedem Fall, dass es Zusammenhänge mit der Intensität und vermutlich auch mit der Entstehung eines Tinnitus und MPH gibt, die sich nicht wegreden lassen.

    Ich sehe hier - im Gegensatz zu dir - also durchaus ein faktisch belegtes Risiko.




    Liebe Grüße,
    Alex

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Ja, wie auch ich schrieb, der Tinnitus wurde bei mir durch MPH lauter. Und das war zumindest für mich einer von mehreren Gründen, auf MPH zu verzichten. Man kann sich sicher an einen Tinnitus gewöhnen, aber gerade am Anfang ist es oft schwer und gerade, wenn man eh in einer psychisch instabilen Situation ist. Bei mir hat der Tinnitus am Anfang Panikattacken verstärkt oder mit ausgelöst, weil einem das dann alles zu viel wird und gerade, wenn es eine Ansammlung von mehreren Beschwerden ist.

    Auch wenn das etwas widersprüchlich klingt, aber ich denke schon, für MPH sollte man physisch und psychisch relativ gesund sein. Bei bestimmten psychischen Störungen und dann dazu noch körperliche Beschwerden (wozu auch immer die gehören), kann es mit MPH richtig nach hinten losgehen und auch mit Amfetamin (eigene Erfahrung).

  10. #10
    Ist hier zuhause

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    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH (Methylphenidat) und Tinnitus

    Ich habe heute das neue Rezept bekommen.
    Ich bin gespannt, was passiert.
    Letztes Wochenende hätte ich meine Vermutung wieder über den Haufen werfen können.
    Freitag, gestern und heute war es wieder schreiend laut, während es Sonntag bis Montag normal war (was auch laut genug, aber kompensiert ist).
    Sonntag und Montag war ich aber ohne MPH, ...
    Na, ich bin gespannt und werde berichten.

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