Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 19

Diskutiere im Thema Zweifel an der Medikation und Diagnostik!! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Hallo, ich brauche dringend Rat.

    Ich bin 28 Jahre alt und bei mir wurde am 13.05.2011 ADHS diagnostiziert.

    Mich plagen seit 3,5 Jahren Panikattacken und Angstzuständen. Mir wurde erst nahegelegt das es auf den Jahrelangen Amphetamin genuss zurück zu führen sei. Doch der letzte Konsum lag 2,5 Monate zurück bis ich dann nervlich total kolabiert bin. bis dahin ging es mir blendend. Innere Unruhe und Ständig das Chaos im Kopf. Wippe (seit meiner kindheit schon) mit den beinen. kann mich auf nichts konzentrieren und verliere schnell das Interesse, habe allerdings einen Hang zum perfektionismus.

    Vor einr Woche wurde dann ADHS bei mir festgestellt. Ich bekam also zum Versuch 10mg Methylphenidat, eigentlich wollte die Ärztin 20mg verabreichen. Die Wirkung trat rasch ein. Ich wurde definitiv ruhiger. Aber ich hatte trotzdem Panik, tierische Panik weil mir extrem schwindelig wurde und ich hatte knie, so weich wie butter.
    Sie meinte das sei "normal", bei 20mg würde es mir definitiv besser gehen. Ich bin´aber sehr vorsichtig was das angeht.
    Sie gab mir 2 x 10mg tablketten mit und meinte, wenn es wieder schlimmer wird, soll ich diese nehmen zur sicherheit.

    Habe heute nur eine halbe, 5mg, genommen und die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. das kribbeln in den beinen und die unruhe verschwand, doch ich musste mich ständig ablenken um nicht in panik zu geraten. doch nach 5h ging es mir bedeutend besser.

    War die Dosis zu hoch, oder zu wenig??? Stand heute kurz davor mich freiwillig einliefern zu lassen.


    Was mache ich falsch?????

    Lg Kev-In

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Hey Kevin!
    Also erstmal: Das mit extremer Panik sollte meines Erachtens nach nicht sein, das würd ich deiner Ärztin noch einmal GANZ genau schildern.

    Mal ins blaue Geraten: Könnte es vielleicht sein dass die Panik-Reaktion auf das MPH eine Art Flashback zu den Amphetamin-Zeiten ausgelöst hat? Die Wirkung soll recht eng beieinander liegen. Wenn man eine Droge sehr lange konsumiert hat, diese dann absetzt und spätere Zeit wieder mit derselben Wirkung konfrontiert wird kann das sehr unangenehm sein.

    Ich kenne das da ich über 7 Jahre hinweg eigentlich dauerhaft Cannabis konsumiert habe. Als ich aufgehört habe, "ausgecleant" war ging es mir super! Als ich dann ca 4 Monate später einen einzigen Zug am Joint genommen hatte, bekam ich ähnliche Panikattacken wie du sie beschreibst. Vielleicht löst das MPH bei dir einen ähnlichen Amphetamin Flashback aus.

    Mich wundert dass du nach "nur" 2,5 monatiger Abstinenz das MPH verschrieben bekommen hast, hast du deine Ärztin darüber aufgeklärt? Bei Drogenkonsumenten sind die Ärzte normalerweise sehr vorsichtig.

    Alles Gute!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    ne ne, da hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe jahrelang amphe konsumiert (bis 2007). habe dann damit aufgehört und 2,5 monate später dann der nervenzusammenbruch. und schwupps, schon war alles da, panik, angst. das hatte sich alles wieder einigermaßen nach einem jahr normalisiert. doch die poanik und angst blieb, ich hatte mal richtig gute hochzeiten wo es mir spitze ging und dann wiederum derbe tiefzeiten.
    die letzten monate bevor ich aufgehört hatte 2007, ging im kollegenkreis MPH in reinkutur rum. ich bin jetzt schon die ganze zeit am überlegen ob nach den 2,5 monaten abstinenz nicht der sogenannte rebound eingetreten ist. weil adhs wird ja schon immer in mir gewesen sein...
    (das weiss auch alles mein arzt)
    Geändert von Kev-In (19.05.2011 um 02:02 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Wenn es Dir 5 Stunden nach der Einnahme besser geht, klar, weil da kein MPH mehr wirkt.
    Ich habe jahrelang amphe konsumiert (bis 2007). habe dann damit aufgehört und 2,5 monate später dann der nervenzusammenbruch. und schwupps, schon war alles da, panik, angst.
    Aber wahrscheinlich hatte Dein Konsum nichts mit einer therapeutischen Dosis zu tun, also mit vergleichsweise wenig Amfetamin. Oder?

    Letztlich ist es auch völlig egal, ob Amfetamin, MPH, Alkohol oder was weiß ich noch alles, ab einer gewissen Dosis (hoch) und ständig über Jahre, kann es logischerweise beim Weglassen zu Symptomen kommen. Und selbst nach Jahren der Abstinenz kann es noch zu Symptomen kommen, die letztlich den längeren Konsum vor Jahren als Ursache haben.

    Selbst Raucher gibt es, die aufhören und plötzlich eine Angststörung und Depression entwickeln. Und ich kenne einige Ex Alkoholiker, die dann später schwer depressiv wurde und es nicht los wurden. Und das trifft auf alle Substanzen zu.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Ich würd auch immernoch auf den - wenn auch sehr zurückliegenden - Amphetaminkonsum zurückführen, das MPH "erinnert" deinen Hirn an die Amphetaminzeiten, weil du das ganze überwunden hast löst das eine Angstreaktion aus (weil du quasi ja nicht in alte Verhältnisse zurückwillst) Nur eine gewagte These...

    Mal eine andere Frage? Warum willst du überhaupt Medikamente nehmen? Ja hoffentlich nicht nur, weil man bei dir ADS diagnostiziert hat?
    Meiner Meinung nach ist es immer besser zu versuchen sich das Leben so zu gestalten dass es einem selbst und den eigenen Eigenschaften gerecht wird, ADS ist ja keine Krankheit die ausgeheilt werden kann.

    Ich lebe lieber ein etwas unorthodoxes Leben als dass ich MPH nehme um wie all die anderen Roboter zu funktionieren

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Hallo,

    mal eine andere Sache: man hat dir als erste Dosis 10mg MPH gegeben? Das ist vielleicht ein wenig viel. Normalerweise muss man das Zeug einschleichen*, damit der Körper sich daran gewöhnt. Nebenwirkungen wie die von dir genannten gehen meist nach etwa einer Woche zurück. Wenn nicht, dann taugt das Zeug vielleicht nichts für dich.

    LG,

    Scarlatti

    * z.B. bei mir: 3 Tage morgen 5mg, dann 3 Tage morgen uns mittags 5mg usw..

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    han-solo schreibt:

    Mal eine andere Frage? Warum willst du überhaupt Medikamente nehmen?
    ähm... ich habe immer wieder gesagt, das ich kein MPH nehmen möchte, da ich, wie schon erwähnt früher damit zu tun hatte, und ich möchte gerne klar im kopf durch die gegend laufen (natürlich haben wir früher überdosiert). ich habe mich wehement geweigert, weil ich der meinung bin das es auch OHNE tabletten gehen kann... doch sie sagte, das es ja nur ein versuch sei und das es mir danach definitiv besser gehen würde. ich nahm das angebot also an, weil sie auch sagte das es jua nichts schlimmes wäre es mal so auszuprobieren. das kriebeln wegen den panik attacken war auf einmal weg und ich wurde immer ruhiger. doch das gefühl war mir unheimlig, mein blutdruck sank erheblich und auch mein puls ging streng nach unten. "daher kommt auch das schwindel gefühl" sagte sie... naja, ich weiss ja nicht.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Scarlatti schreibt:
    Hallo,

    mal eine andere Sache: man hat dir als erste Dosis 10mg MPH gegeben? Das ist vielleicht ein wenig viel. Normalerweise muss man das Zeug einschleichen*, damit der Körper sich daran gewöhnt. Nebenwirkungen wie die von dir genannten gehen meist nach etwa einer Woche zurück. Wenn nicht, dann taugt das Zeug vielleicht nichts für dich.
    das beste ist ja das sie mir erst 20 mg geben wollte. ich hab ihr nur nen vogel gezeigt.
    also ich muss dazu sagen, das die nebenwirkungen direkt auch weg waren, nur die angst und die panik attacken waren danach schlimmer als vorher...
    also wenn das wirklich so ist, das ich mich erst dran gewöhnen muss, dann wird das noch richtig lustig...

    ich möchte doch einfach nur endlich mal wieder mich auf etwas freuen können und mich auf etwas konzentrieren können. mal wieder die lust am leben haben, doch im augenblick geht das mal ganz und gar nicht...

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    Naja "besser gehen" ist ja so ne Sache, für mich persönlich ist Medikation das letztes Mittel der Wahl sein, nur wenn die Probleme so gravierend sind, oder man so darin festhängt dass es nicht anders geht..

    Gäbe es vielleicht alternativ zur Medikation die Möglichkeit dein Leben etwas umzugestalten, will sagen - viel Sport machen, dich auszutoben, häufiger mal die Beschäftigung zu wechseln, dir was suchen was dich wirklich interessiert?

    Also die äußeren Umstände dir und deiner Art anzupassen statt durch Medikamente zu versuchen dich selbst zu verändern damit du in dieses - an sich unpassende - Leben hineinpasst?

    Oder geht es dir tatsächlich so schlecht, dass du eine Medikation brauchst um aus diesem Loch herauszukommen?
    (Ich weiß, das weicht ein bisschen vom Thema ab, aber mir stellt sich immer diese Sinnfrage)

    LG

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!!

    han-solo schreibt:
    Gäbe es vielleicht alternativ zur Medikation die Möglichkeit dein Leben etwas umzugestalten, will sagen - viel Sport machen, dich auszutoben, häufiger mal die Beschäftigung zu wechseln, dir was suchen was dich wirklich interessiert?

    Also die äußeren Umstände dir und deiner Art anzupassen statt durch Medikamente zu versuchen dich selbst zu verändern damit du in dieses - an sich unpassende - Leben hineinpasst?

    Oder geht es dir tatsächlich so schlecht, dass du eine Medikation brauchst um aus diesem Loch herauszukommen?
    Da ich vom Beruf her schon fitnesstrainer bin, und ich mich regelmäßig versuche auszupowern, ist das nicht gerade optimal, weil nach dem sport bin ich IMMER mega aufgedreht, könnte noch stundenlang weiter machen, wenn nicht meine muskulatur am versagen wäre...

    das dumme ist, das ich schon viele beschäftigungen gehabt habe in der vergangeheit, verliere relativ schnell das interesse daran sobald ich merke, das ich in dem beruf keine abwechslung habe... das beste in meinem JETZIGEN Beruf ist, das er sehr abwechslungsreich ist...

    ob ich die MEDI´s brauche, weiss ich nicht. hab in der vergangeheit schon mit DOXEPIN (anti depressiva) versuche unternommen, die aber mal rein gar nichts gebracht haben, im gegenteil, ich habe von einer mindestdosierung von 6,25 mg (Viertel Tablette von 25mg) hallozionationen bekommen und mir ging es dermaßen schlecht dadurch das ich da überhaupt keinen ausweg mehr gefunden habe. das war zu der zeit als man mir normale depressionen nahelegte...

    wie man merkt, ich bin ein mensch voller fragen, und ich weiss auch nicht ob MPH helfen könnte....

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Erfahrungen zur Medikation
    Von Partizan im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.02.2011, 18:57
  2. Angst vor Medikation
    Von hopihalido im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 19.11.2010, 14:03
  3. gut eingestellte Medikation
    Von J0J0 im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 28.09.2010, 17:56
  4. Zweifel
    Von Glöckchen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.09.2010, 20:13
  5. Zweifel???
    Von nutella72 im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 14.09.2010, 12:07

Stichworte

Thema: Zweifel an der Medikation und Diagnostik!! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum