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Diskutiere im Thema Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 87

    Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo ihr Lieben!

    Ich habe da ein paar Fragen und hoffe, dass das hier der richtige Platz dafür ist.

    Also, ich fang mal ganz von vorn an:

    Ich habe im August 2009 eine Therapie bei einer Therapeutin angefangen, die auch Ärztin ist. Sehr schnell kam sie zur Diagnose ADHS. Vorher hieß es immer Angststörungen, Depression und Borderline.
    Sie riet mir Methylphenidat zu nehmen. Das nehm ich jetzt auch seit April 2010 (40 mg unretadiertes).
    Da sie aber als Therapeutin tätig ist, konnte sie mir es nicht verordnen. Deshalb gehe ich zu ihrem Kollegen, der in der Praxis als Psychiater tätig ist.
    Es hilft mir sehr gut, nur muss ich feststellen, dass das unretadierte inzwischen nur noch 1,5 Stunden wirkt. Danach totaler Abfall.
    Ich habe auch mal das retadierte Medikinet 20 mg ausprobiert, nur da hatte ich das Gefühl das es nicht zeitverzögernd wirkt, sondern aufeinmal.
    Das Problem ist jetzt das die Therapie zu ende ist (Schon ende letzten Jahres).
    Der Arzt der mir das MPH verschreibt kann mir da aber auch nicht so wirklich weiterhelfen. Er sagt nur, dass es eben so kurz wirkt. Ist halt so.
    Ausserdem meinte er das man es nicht so lang nehmen kann und man müsste es bald absetzen.

    Aber da gibt es doch bestimmt noch andere Möglichkeiten, oder?

    Sollte ich vielleicht den Arzt jetzt wechsel?

    Was würdet ihr denn machen?

    Bin echt ratlos.

    Viele liebe Grüße

  2. #2
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Nadine,

    Du bist von 40mg unretardiertes MPH auf 20 mg retardiertes MPH runtergesetzt worden? Da würde ich jetzt rauslesen das man im Begriff ist es abzusetzen. 40mg welche eine relativ kurze Wirkungsdauer haben mit 20mg welche sich auf den ganzen Tag verteilen ist schon eine starke Reduzierung der Dosierung. Aber ich weiß ja nicht welche Gründe Dein Arzt hat es ab zusetzen - sind Deine Blutwerte vielleicht nicht mehr in Ordnung? Ich denke mal eine zweite ärztliche Meinung einzuholen verschafft Dir zumindest Klarheit.

    Viele Grüße

    Lumpi

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Lumpi,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort.

    Ich hab mich falsch ausgedrückt. Es ist schon länger her als ich das retardierte bekam und sollte 2x 20 mg nehmen. Hat also nichts mit absetzen zu tun.

    Er meinte nur das man es nicht so lang nehmen darf. Mit Blutwerten hat es nichts zu tun. Die letzten Blutwerte sind ausserdem schon 1 Jahr her.

    Meiner Meinung nach kennt er sich überhaupt nicht aus.

    Liebe Grüße

  4. #4
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Nadine,

    dann hab ich das falsch verstanden.
    Ich hatte mal gelesen MPH sollte man ein Jahr nehmen aber nicht länger als 2 Jahre (stand mal auf irgendeinen Infozettel). Nun habe ich aber bereits von anderen erfahren daß sie es schon mehrere Jahre lang nehmen. Also offensichtlich gibt es Ärzte die es sehr genau mit dem Zeitlimit nehmen, andere aber wohl kein Problem damit haben es über längere Zeit zu verordnen. Man müßte mal dahinter steigen nach welchen Kriterien man da geht.

    Viele Grüße

    Lumpi

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo,

    ich glaub er geht nicht wirklich nach Kriterien weil er sich damit nicht auskennt. Aber die Therapeutin bei ihm in der Praxis. Nur leider hab ich da keine Termine mehr.
    Sie hat es ja angeordnet und er dann verschrieben.

    Wenn ich fragen hab, dann kann er mir nicht wirklich weiterhelfen.

    lg

  6. #6
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Nadine,

    Das problem ist ja daß sich viele Ärzte, ja selbst Fachärzte, garnicht so recht mit ADHS auskennen.
    Wenn es Dir nicht zu weit wäre, in der Münchner nördlichen Innenstadt kenne ich eine sehr gute Arztpraxis welche spezialisiert auf ADHS ist. Siehe Dr. Ulrich Rothfelder, München 80333 | Arzt, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychotherapie - jameda .Leider sind dort allerdings auch die Wartezeiten entsprechend.

    Viele Grüße

    Lumpi

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo,

    das ist lieb von dir aber das wäre mir zu weit weg.
    So Nürnberg/Fürth wäre besser, zumal ich ja auch immer wegen nen Rezept hin muss.

    Viele liebe Grüße

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Fragen- Methlphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    hallo nadine,

    aus meinen erfahrungen heraus kann ich behaupten, dass sich viele
    ärzte mit der dosierung von mph sehr schwer tun und lieber zu wenig verordnen als
    ausreichend.

    bei meinem sohn, welcher mitlerweile 18 jahre ist und im bergriff ist sein abi zu machen,
    wurde im alter von 8 jahren ads diagnostiziert. damals wurde ihm ritalin verordnet, andere
    medis waren kaum bekannt.
    der damalige arzt und psychologe empfahl eine dosis von 10 mg ritalin (retard gab es noch nicht)
    mein sohn hat zu diesem zeitpunkt etwa 20 kg gewogen (er ist auch heute noch sehr schlank, ritalin
    ist ja nicht ohne grund eigentlich als appetitszügler bekannt geworden)
    diese 10mg taten ihren dienst ca. 3 bis 4 stunden lang dann wars vorbei. also in der schule (dank seiner
    hilfreichen klassenleiterin) nochmal 10mg. als hausaufgaben mehr und mehr thema wurden nach dem
    mittag nochmal 10 mg. insgesamt 30 mg.
    unser kinderartzt hatte anfänglich ritalin verschrieben aber immer bedenken gegen das medikament
    vorgebracht. (in deutschland hatten viele ärtzten noch keinen plan zum thema ads oder
    gar ritalin. die meisten erfahrungen dazu kamen aus den usa)
    und außerdem enthält ritalin ja BTM.
    nach 2 jahren war er nicht mehr bereit das medi zu verschreiben, da er es nicht verantworten konnte
    dieses medi über einen sooooo langen zeitraum zu verschreiben und erst recht nicht eine erhöhung
    der dosis, welche sich erforderlich machte, da mein sohn an gewicht zugenommen
    hatte.(wenn auch nicht sehr viel)
    ich hatte glück, da mein hausarzt sich mit diesem thema bereits beschäftigt hatte. er hatte bereits andere
    ads patienten.
    gemeinsam mit meinen beobachtungen und der klassenlehrerin, berechneten wir die dosis nach gewicht
    und wirkdauer bzw. wirkergebnis. als entsprechende retard medis aufkamen begannen wir auf retard umzustellen.
    nach der faustformel 1mg pro kg körpergewicht x 2 Kapseln
    da retard am anfang 50% des medis freigibt ( bei 40mg retard =20 mg sofort wirksam)und dann den rest über einen längeren zeitraum.
    am anfang kam mein sohn mit einer kapsel 40mg retard aus (bei ihm reichte schon immer eine geringere dosis als 10mg / kg)
    heute liegt er bei einem gewicht von ca. 50 kg bei einer dosis von 2 x 40mg.
    je nach bedarf (er kann dies selbst einschätzen) nimmt er
    am nachmittag 20mg medikinet unredardiert und schafft es so bis zum abend ein hohes konzentrationsniveau zu halten.
    bei einer einnahme von nochmal 2x40mg redart ist an schlafen zur gewohnten nachtzeit kaum zu denken!!

    nun gut, nach meinen erfahrungen an meinem sohn, mit erfahrungen zu ärzten, sowie erfahrungen durch betroffen, welche sich in internetforen
    zum thema äußern, gibt es bei vielen betroffenen und ärzten unterschiedliche meinungen zur medikamentierung.

    .
    wenn es wirkt, wirkt es relativ schnell (ca. nach 30 min). es war bei meinem sohn so und es ist auch heute noch deutlich zu
    erkennen, wann er unter medieinfluss steht bzw. wann nicht. die wirkdauer kann schwanken, unretardiert 2 bis 3 stunden, redart
    6 bis 8 stunden manchmal auch länger. unterdosiert wirkt es nicht!!! spätesten wenn das körpergewicht zugenommen hat merkt
    man dies sehr deutlich.

    ach ja, man wird von mph nicht süchtig! man muss also auch nicht entwöhnt werden! wenn man es nicht mehr nimmt, ist alles wie
    früher LEIDER
    daher bin ich sehr froh, dass der zulassungserweiterung für medikinet retard stattgegeben wurde.

    also nadine, halte nach einem arzt ausschau (auch hausärzte verordnen medis, wenn durch facharzt entsprechende diagnose gestellt wurde)
    der erfahrung mit ads bzw. adhs patienten hat und keine VORURTEILE gegenüber mph.

    nach 10 jahren mph sind bei meinem sohn keine nebenwirkungen festgestellt wurden.(regelmäßige untersuchungen einschl. blut)
    mit sicherheit kann ich aber sagen, dass er mit ads ohne medis nicht der geworden wäre
    der er jetzt ist und wir nicht die geblieben wären die wir waren.

    uns sind noch keine bewiesenen langzeiterkrankungen oder andere durch diese medis verursachten erscheinungen (außer positives)
    bekannt geworden.

    alkohl kann abhängig machen und rauchen kann sogar tödlich sein, ganz zu schweigen von den erkrankungen
    der organe und so weiter. das ist bewiesen!
    daher trinkt mein sohn kein alkohol und raucht auch nicht. (hoffentlich bleibt das so!?)

    wichtig: alle hier angegebenen dosierungen treffen nur auf meinen sohn zu und sollen denn
    erfahrungsbericht untermauern und nicht zu selbstmedikamentierung anregen.

    tschö steffen
    Geändert von PilotSteffen (12.05.2011 um 12:52 Uhr) Grund: war eine nicht erlaubte dosierempfehlung, sorry

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    AW: Fragen- Methlphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Steffen,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Ich hatte ja noch ein paar Medikinet retard 20 mg übrig und hatte gestern morgens nach dem Frühstück genommen. Aber die Wirkung hielt nur 3 Stunden.
    Bei den unretadierten 1,5 Stunden. Ich weiß ja auch nicht warum immer so kurz. Vielleicht hab ich ja nen mega schnellen Stoffwechsel.
    Ich überlege echt ob ich mal zu einem anderen Arzt gehe.

    Kennt jemand in Nürnberg einen guten Arzt?

    Liebe Grüße

  10. #10
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    Forum-Beiträge: 575

    AW: Methylphenidat und evtl. Arztwechsel!!!

    Hallo Nadine,

    ähnliches Problem hab ich mit Ritalin LA, die ersten 2-3 Stunden wunderbar, dann scheint es nicht mehr so ganz zu wirken (nach meinem subjektiven Empfinden jedenfalls) Grund dafür kann sein, daß die 2. Dosis welche langsamer freigesetzt wird, weniger dem Körper freigeibt, so daß wahrscheinlich dann das Gefühl der Unterdosierung gespürt wird. Allerdings hat man dann auch nicht so arg mit dem rebound effekt zu kämpfen....wobei mir persönlich auch lieber wäre nach bedarf nachlegen zu können. Wenn ich zum Beispiel in der früh einen Termin habe, und dann noch mal den späten Nachmittag, muß ich immer überlegen, für welchen termin ist die Einnahme sinnvoller.

    Bezüglich Arzt in Nürnberg würde ich vielleicht mal Alex anschreiben, ich glaube er kennt sich diesbezüglich überregional aus.

    Viele Grüße

    Lumpi

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