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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1

    Toleranz gegenüber MPH

    Hallo Leute
    Ritalin hat bei mir beim ersten mal unglaublich effektiv gewirkt. Ich konnte endlich über das Hier und Jetzt systematisch und irgendwie voll konzentriert nachdenken - ein herrliches Gefühl
    Mit der Zeit ist die Wirkung aber immer mehr zurückgegangen. Meine Ärztin hat dann bei mir MPH abgesetzt und ich bekam Strattera, dass ich jetzt seit ca 1 Jahr nehme (bin jetzt bei 60mg/Tag). Weil Strattera bei mir aber nur gegen die Hyperaktivität, nicht aber gegen die Konzentrationsstörung half, bekam ich zu Weihnachten wieder zusätzlich Ritalin. Ich hielt die Dosis niedrig bei 2x 5mg/Tag, damit sich die Toleranz nicht so schnell entwickeln kann.
    Die Wirkung ist aber weit schwächer als sie einmal war.. ich muss oft improvisieren (z.B. mit Coffein-Tabletten, Kaffee, Grünem oder Schwarzem Tee) damit ich meinen Alltag halbwegs auf die Reihe bekomme.. Hat da wär Erfahrung damit?

    lg und Frohe Ostern

  2. #2
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    Bei mir wirkt MPH auch nicht mehr ganz so effektiv wie am Anfang.

    Dazu muss ich aber gestehen, dass ich daran wahrscheinlich selbst Schuld bin. Ich hab es nämlich nicht regelmäßig genommen, sondern an den Tagesablauf angepasst. Ärztliche Empfehlung war 1x morgens. Wenn ich jetzt den ganzen Tag arbeite und abends noch fürs Studium lerne bringt mir das nicht viel, also hab ichs 2-3 mal genommen. An Tagen vor der Klotze hab ich dagegen garnichts gebraucht.

    Ich weiß nicht ob ichs mir damit vielleicht selbst versaut hab, meinem Arzt will ich das nämlich nicht unbedingt auf die Nase binden... Meine Therapeutin sieht darin anscheinend kein Problem, aber die ist ja auch keine Neurologin.

    Hat hier jemand Erfahrung mit der Dosierung "nach Bedarf"? Ich habe von Eltern gelesen, die MPH bei ihren Kindern während den Schulferien (angeblich ohne Probleme) absetzen. Müsste doch eigentlich so ungefähr das Selbe sein...

    lg

  3. #3
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    @cypher
    Bin ja auch keine Neurologin, aber gemäss den Informationen, die ich bisher von meiner Ärztin und aus Fachbüchern erhalten habe, sollte eine unregelmässige Dosierung keine Nebenwirkungen betreffend der Hauptwirkung haben. Da Ritalin eigentlich sofort auf den Dopaminhaushalt wirkt und nicht zuerst ein Spiegel aufgebaut werden muss, spielt es keine Rolle, wenn es zwischendurch abgesetzt wird.

    Aber vielleicht ist es so, dass eine regelmässige Einnahme hilft, das Leben allgemein strukturierter anzugehen und nicht nur gewisse Teile des Lebens, wie beispielsweise das Lernen zu optimieren.

    Ich würde das mit deiner selbst gewählten Dosierung unbedingt mit dem Arzt besprechen. Hab meiner Ärztin auch erzählt, dass ich zwischendurch andere Dosierungen ausprobiert habe. Ich denke, die sind sich das gewohnt von den ADHSlern Gehört ja auch zu uns dazu, dass wir nicht einfach blind irgendwelchen Regeln folgen

  4. #4
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    Also mein Arzt hat mir auch eine Einnahme verordnet, die i.d.R. zur gleichen Zeit ist, die ich aber nach Bedarf verändern kann - ohne Probleme - , solange ich die Tagesdosis (bzw. meine Höchstdosis) nicht überschreite.

    Bei mir ist es leider auch so, dass sich scheinbar eine Toleranz gebildet hat, dadurch dass ich ein paar mal mehr genommen habe (Nächte durchgelernt/o.ä.), was ich sehr bereue, aber nicht rückgängig machen kann.

    Der Doc hat nun erstmal wieder unretadiertes MPH verschrieben (sonst Concerta), um nochmal genauer die Dosis zu "finden". Aber ich merke kaum mehr eine wirkung und bin regelrecht verzeifelt, weil davor alles so "normal" war und gut gelaufen ist.

    Wenn jemand noch weitere Erfahrung damit hat, vielleicht auch, wie man das in den Griff bekommen kann, dann wäre ich sehr dankbar!! Bei Medikamentenumstellung sehe ich momentan irgendwie nicht so tolle Ansätze :-(

    Übrigens mein erster Beitrag hier im Forum, also: Hallo allerseits!

  5. #5
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    123los schreibt:
    Bei mir ist es leider auch so, dass sich scheinbar eine Toleranz gebildet hat, dadurch dass ich ein paar mal mehr genommen habe (Nächte durchgelernt/o.ä.), was ich sehr bereue, aber nicht rückgängig machen kann.
    Hab mal gelesen (und weiß auch aus eigener Erfahrung^^), dass erwachsene ADS-ler sich nicht selten zu sowas verleiten lassen. Besonders in Zeiten, in denen der schulische/berufliche Stress überhand nimmt.

    Einige Wochen "Entzug" reichen aber schon, dass die Toleranz wieder abnimmt.

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    cypher2k1 schreibt:
    Hab mal gelesen (und weiß auch aus eigener Erfahrung^^), dass erwachsene ADS-ler sich nicht selten zu sowas verleiten lassen. Besonders in Zeiten, in denen der schulische/berufliche Stress überhand nimmt.

    Einige Wochen "Entzug" reichen aber schon, dass die Toleranz wieder abnimmt.
    Hm, was Superchaote schreibt, spricht aber ja irgendwie dagegen, da er ja sogar ein ganzes Jahr Pause gemacht hat und die Wirkung nachwievor nicht mehr so wie anfangs war.

    Sprichst du da aus Erfahrung? Wie lange hast du denn Pause gemacht und war die Wirkung dann wieder genauso stark wie zu Beginn?

    Ich habe große Angst, dass es nicht mehr wird wie vorher. Alternativ fällt Venlafaxin oder Edronax bspw. für mich weg, da es beides nicht gewirkt hat. Modafinil sei eher Herumexperimentiererei, so mein Arzt. Außerdem will ich mich garnicht selber soviel damit auseinandersetzen. Es ist einfach saudoof.

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 113

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    Wenn ich Superchaote richtig verstehe, ist seine Dosis (2x 5mg/Tag) auch geringer als vorher. Aber um deine Frage zu beantworten: ja ich spreche aus eigener Erfahrung. Nach 2-4 Woche Pause merke ich einen deutlichen Unterschied. Ehrlich gesagt ist aber auch dann die Wirkung nicht so wie ganz am Anfang. Ich denke jedoch, dass das keine Toleranz in dem Sinn ist. Eine gewisse Gewöhnung ist bei Medikamenten ja auch gewollt, sonst hätte man ja auch immer die Nebenwirkungen so stark wie am Anfang. Aber wie gesagt, das sind nur meine Erfahrungen. Jeder reagiert etwas anders auf sowas...

  8. #8
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    Ich ziehe da evtl auch vorschnelle Schlüsse; bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit, solange Pause zu machen. Momentan beginnt ja die Prüfungsphase in der Uni.

    Aber danach möchte ich unabhängig von der "Gewöhnung" sowieso mal eine Pause machen, meinem Körper etwas Regeneration bieten. Mal schauen, wie es dann aussieht. Werde berichten, wenn es soweit ist.

    Aber mal weiter gedacht: angenommen man macht 4 Wochen Pause und setzt dann wieder ein, tritt bei dir dann wieder eine Gewöhnung ein, oder nur bei besagten Überdosierungen?

  9. #9
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Toleranz gegenüber MPH

    Öhm, wenn ich ehrlich bin... kein Plan ^^

    In ruhigen Zeiten klappt das einwandfrei mit der Einnahme. Aber sobald es stressig wird lass ich mich immer wieder dazu verleiten die Dosis zu erhöhen. Wenn man das mal angefangen hat - und einen gewissen Erfolg dabei hatte - ist es garnicht so leicht wieder aufzuhören.

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