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Diskutiere im Thema Niedrigdosierung Methylphenidat im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    Niedrigdosierung Methylphenidat

    Hallo zusammen,

    ich (31/Diagnose seit einem Monat) habe vom Doc Methylpheni TAD zum "testen" bekommen. Habe letzten Samstag mit 1x5mg angefangen und bin heute bei 3x5mg.

    Subjektiv merke ich,dass ich ein bisschen ruhiger bin und mich die Umwelt weniger nervt. Objektiv ist ein Effekt schon deutlich. Ich kann länger bei der Sache bleiben und schaffe mehr. In Teambesprechungen bei der Arbeit kann ich auch länger ruhig sitzen. Allerdings spinnen die Gedanken immer noch wie eh und je, was ich allerdings als nicht so schlimm empfinde.

    Jetzt frage ich mich, ob ich die Dosis wirklich erhöhen soll (in Absprache mit dem Arzt). Eigentlich mag ich Medikamente generell nicht so sehr, aber hier schreiben viele Leute was von 20mg und mehr pro Tag..

    Gibt es eigentlich auch Leute hier, die mit einer Minimaldosis auskommen?

    Lieben Gruß,

    Scarlatti

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Ja die gibt es. In meiner Altersgruppe ist das sogar fast schon Standard, da wissen manche nicht mehr, wie klein sie die Tabletten noch teilen sollen. Du bist viel jünger, aber wenn eine Minidosis dein Leben schon aushaltbar macht, ist das eine Überlegung wert. Wenn der Arzt dir empfohlen hat zu steigern, kannst es ja versuchen aber dann ggf schnell wieder auf die Minimaldosis runter. Bei MPH gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

    Es braucht ja immer eine Abwägung zwischen Wirkung und Nebenwirkungen. Den Unterschied zwischen falscher und richtiger Dosierung wirst du spüren, wobei die Optimaldosierung meist eine ist, wo du subjektiv nach ein paar Tagen kaum mehr was spürst. Dann merkst du die Wirkung nur mehr an deiner Performance bzw an positiven Rückmeldungen aus dem Umfeld. Und dann besprich das Ganze am besten mit deinem Arzt.

    Ich bin übrigens nach 3 Wochen bei 2x5mg, werde aber auf 3x5 raufgehen müssen, weil ich mit 2 nicht über einen ganzen Arbeitstag komme.

    lg
    lola
    Geändert von lola (17.04.2011 um 10:37 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 115

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Mein Minimal liegt inz. ,nach 3 Monaten, bei 4x10mg.

    Das nicht mehr spüren, da hat lola recht.

    Wichtig sind die mind 10-20mg morgens für mich.

    Auch das mit den Rückmeldungen des Umfeldes kann ich bestätigen.
    Es fällt dem Umfeld nach einer gewissen Zeit auf wenn man es NICHT nimmt.

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Hallo ihr!

    lola bringt es ja eigentlich (wie so oft) schon auf den Punkt...

    Ich möchte nur mit meiner Erfahrung bestätigen, dass man es ausprobieren sollte.

    Weil niedrige Dosierung in hoher Frequenz etwas kompliziert ist, sollte ich auch 1 Tabl. (10mg) nehmen, dafür nur alle 4 Stunden.
    Also, kurz gesagt... das war nix!

    Bin einfach mit 5mg alle 2,5 Stunden besser gefahren. Aber um zu wissen was besser ist, muss man verschiedene Optionen ausprobieren.

    L.G.
    happypill

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Bei mir ist es so, das es sogar jeden Tag individuell verschieden zu sein scheint.
    Manchmal ist es einfach besser, wenn ich die Dosis verringern kann.
    Es macht sich eine unangenehme Nervösität breit, vor allem, wenn ich zu wenig Schlaf hatte.
    Dann ist es besser, wenn ich nur 3x5mg nehme, als eine Concerta 36mg.

    Trotzdem empfinde ich wenig MPH immer noch als grossen Unterschied zu keinem MPH.
    Gruß,
    Outbreak

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Hi Scarlatti,

    Ich komme mit nur 10 mg Rit.retard aus, nehme es 1x morgens.
    Wirkung hält bei mir ca. 8 h an- danach ist alles beim alten, was abends manchmal weniger ideal ist.Aber dafür wirkt es den Tag über sehr gut (manchmal werde ich etwas schläfrig/lethargisch dadurch, was aber eher meine Umgebung verwundert als mich, ich find`s sehr entspannend).
    Abends und wenn ich`s nicht nehme an arbeitsfreien Tagen drehe ich dann wie gewohnt auf.

    War mal bis auf 18 retardiert hoch (Concerta)- das war furchtbar- alle Symptome waren noch verstärkt, ich war getrieben, schlaflos, Karussell im Kopf und hatte einiges an Nebenwirkungen, vor allem einen rasenden Puls. Das habe ich ein paar Tage mitgemacht, danach habe ich mir 10 mg retard verschreiben lassen und, Glück gehabt, das passte dann direkt. Klar gibt es mal Tagesschwankungen, dass man das Gefühl hat man ist leicht über- oder unterdosiert, aber in Summe passt es.

    Hilft also wirklich nur ausprobieren wenn man die für sich passende Dosis finden will.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Ich nehme momentan alle 4 Stunden 5mg und zwar 3 bis 4 mal am Tag, je nachdem wann ich aufgestanden bin. Es scheint eher selten zu sein, abends nochmals eine Dosis zu schlucken...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 136

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Hi,
    mir reichen 1x morgens 18mg Concerta retard im Normalfall aus, wirkt bei mir bis 12 Stunden. Bei langen Tagen nehm ich noch um 20 Uhr 5mg unretardiert.
    LG Stefan

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Hallo,

    Niedrigdosierungen sind gar nicht so selten. Tatsächlich kommt das wohl relativ häufig vor, dass geringe Dosen ausreichen. Freu dich darüber. Es schlägt also gut an und Du verbrauchst weniger Medis. (was ja auch den Geldbeutel schont )

    @Mahara: ich nehme auch oft vor dem Schlafengehen noch eine kleine Dosis. Ich kann dann besser einschlafen. Das machen aber einige und es wird auch oft von den Ärzten empfohlen, wenn eine zu große Unruhe da ist.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Niedrigdosierung Methylphenidat

    Mein Eindruck ist mittlerweile (bin jetzt auf 4x5mg), dass man sich entscheiden muss, ob man eine Dosis will, welche subjektiv eine Veränderung bringt, oder welche eine objektive Besserung bringt, ohne dass man etwas davon merkt.

    Ab 3x5mg "vergesse" ich häufig, zeitig Mittag zu essen, sodass die zweite und die dritte Einnahme auf mehr oder weniger leeren Magen erfolgt. Dann nehme ich die Wirkung auch dieser niedrigen Dosis deutlich wahr. Die Umweltreize verlieren Macht über mich und mein Denken verliert an Sprunghaftigkeit. Ich werde sehr ruhig und gelassen, bin auf gleicher Augenhöhe mit den Nicht-ADHSlern. Um ehrlich zu sein: ich mag dieses Gefühl überhaupt nicht.

    Mir ist klar geworden, warum. Ich habe über 30 Jahre lang erfolgreich daran gearbeitet, meine - wie ich mittlerweile weiß - durch ADS verursachte Stärken zu nutzen und die Schwächen auszugleichen, um gemäß der gesellschaftlichen Norm zu funktionieren. In den letzten 10 Jahren habe ich eine Menge Kompensationsstrategien erfunden (ohne etwas von ADS überhaupt zu wissen!). Leider stoßen diese an gewisse Grenzen, weswegen ich mich überhaupt entschieden habe, Medikamente zu nehmen.

    Ich möchte mir aber meine Erfolge auch nicht durch das Medikament wieder nehmen lassen. Bei einer Niedrigdosierung und Einnahme zu den Mahlzeiten, fühle ich mich wenigstens immer noch als "Ich". Daher denke ich, dass es auf eine Einnahme nach Bedarf hinauslaufen wird (z.B. 2x5mg an Arbeitstagen, eventuell 1x10mg und 1x5mg). Mehr nicht.

    [Edit:]
    Mir sind im Zusammenhang mit diesem Thema noch ein paar Gedanken gekommen, die ich hier mit euch teilen möchte

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...ich-krank.html
    Geändert von Scarlatti (18.04.2011 um 13:16 Uhr)

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