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Diskutiere im Thema MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Huhu.

    Ich nehme nun seid 4 Tagen 3x5mg MPH und muss mittlerweile sagen, dass ich nicht nur positive Gefühle habe. Die habe ich auch, aber immer nur so in den direkten Stunden nach der Einnahme.

    Folgende Nebenwirkungen zeichnen sich ab und ich frage mich a) ist es nur Einblidung und b) geht das wieder von selbst?

    - Depression. Ich könnte in einer Tour heulen. K.A. was das soll... Ich habe davon mit MPH gehört, kann aber kaum glauben, dass das so schnell reinhauen kann. Ist jedmanden von Euch auch so passiert? Schon am ersten Morgen nach dem 1. MPH-Tag war das so. Jetzt habe ich es auch parallel 'während' der positiven Wirkung.

    - Magenprobleme. Ich bin generell empfindlich mit dem Magen. Reizmagen, Reizdarm, Reizgehirn usw. Wenn das bei mir losgeht, dann habe ich mit einem ständig aufgeblähtem Magen zu tun - habe manchmal das Gefühl kaum richtig atmen zu können - wie nen Medizinball im Bauch. Und genau diese Magen habe ich z.Zt. auch wieder. War eigentlich einige Zeit davon verschont.


    Kennt Ihr sowas? Macht es Sinn auf DL-Amphetamin Tabletten umzustellen? Oder reagiert der Magen da genauso?

    LG vom geknickten Petrocelli

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Hallo Petrocelli,

    das mit den Depressionen kenne ich nicht. Einen sensiblen - weil nicht mehr ganz neuwertigen - Magen hab ich aber auch.
    Ich hab mir angewöhnt, vor jeder Einnahme was zu essen, sonst reagiert der Magen äußerst sauer - im wahrsten Sinn des Wortes.
    Sodbrennen, Aufstossen, Völlegefühl... die ganze Palette.

    Es muss kein ganzes Menü sein, notfalls langt auch eine Scheibe trockenes Brot oder ein paar Kekse.

    lg
    lola

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 46

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    petrocelli schreibt:
    Huhu.

    Ich nehme nun seid 4 Tagen 3x5mg MPH und muss mittlerweile sagen, dass ich nicht nur positive Gefühle habe. Die habe ich auch, aber immer nur so in den direkten Stunden nach der Einnahme.
    Dieses hässliche Gefühl nennen mache "rebound" - und es ist völlig normal, vergeht aber mit der Zeit. Vergleich es mit Ebbe und Flut, einem überzogenen Konto oder Ein- und Ausatmen. Bei mir war es so: 60 Minuten nach dem Einnehmen ging es mir gut, und 4 Stunden nachdem die Wirkung einsetzte nur mehr "mässig gut" - oder besser gesagt: ich war ein Häufchen Elend. Das ist normal und wird mit der Zeit besser. Unter "rebound" findest Du hier im Forum mehr.

    petrocelli schreibt:
    - Magenprobleme. Ich bin generell empfindlich mit dem Magen. Reizmagen, Reizdarm, Reizgehirn usw. Wenn das bei mir losgeht, dann habe ich mit einem ständig aufgeblähtem Magen zu tun - habe manchmal das Gefühl kaum richtig atmen zu können - wie nen Medizinball im Bauch. Und genau diese Magen habe ich z.Zt. auch wieder. War eigentlich einige Zeit davon verschont.
    Iss, bevor Du MPH schluckst. Ritalin hat mir keine Ungenauigkeiten beim Essen verziehen. wenn ich MPH nüchtern (am besten ohne Wasser) genommen habe, wurde ich prompt mit einem krampfhaften Erbrechen bestraft - offenbar ist der Beipackzettel "zu den Mahlzeiten" wirklich ernst gemeint. Der Darm hat ein bisschen länger gebraucht, bis er sich an MPH gewöhnte, aber mittlerweile ist alles wieder so, wie gewohnt. (oder ich habe mich umgewöhnt ;-) )

    Alles Gute!

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Vielen Dank an Euch beide! Das mit dem Essen vor der Einnahme mache ich bereits
    Vielleicht muss mein Magen da durch? Hat jemand von Euch die Erfahrung gemacht, das es vorbei geht?

    Noch jemand dabei, der sich auch während der wirksamen Zeit depressive Gefühle hat? Weil Abends und Morgens ist es zwar extra doof, aber auch tagsüber - während die Dosis ja da sein sollte - fühle ich mich nicht gut. Sortiert ja, aber doch eher depressiv, fühlt sich doch alles ausichtslos an.

    Wer hat eine Wechsel von mph auf DL-Amphetamin gemacht wegen ähnlichen Gefühlen?

    LG Petrocelli

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 46

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Bitte Klartext: Wie heftig sind Deine Depressionen?
    Bewegt sich das im Bereich von "Alles doof, ich will nicht." oder stehst Du knapp davor, Dich mit Mahler und und einer Rasierklinge in die Badewanne zu legen?
    MPH ist keine Glückspille - sondern mobilisiert. Das kann aber gefährlich werden...

    petrocelli schreibt:
    Vielen Dank an Euch beide! Das mit dem Essen vor der Einnahme mache ich bereits
    Vielleicht muss mein Magen da durch? Hat jemand von Euch die Erfahrung gemacht, das es vorbei geht?
    "durchmüssen..." sei lieb zu Deinem Magen, mute ihm weniger zu und pflege ihn mehr - dann verträgt er auch mehr!

    petrocelli schreibt:
    Noch jemand dabei, der sich auch während der wirksamen Zeit depressive Gefühle hat? Weil Abends und Morgens ist es zwar extra doof, aber auch tagsüber - während die Dosis ja da sein sollte - fühle ich mich nicht gut. Sortiert ja, aber doch eher depressiv, fühlt sich doch alles ausichtslos an.
    "tagsüber" ist ein wenig ungenau. Probier drei Tage lang ein exaktes Gefühlstagebuch/Protokoll zu schreiben. Wann isst Du, wann nimmst Du MPH, wann setzt die Wirkung ein, was tust Du dann, wie fühlst Du Dich - usw... Das bewirkt zwar, dass man mehr mit Selbsbetrachtung beschäftigt ist, als produktiv zu sein, aber ich empfand es als sehr, sehr hilfreich.

    petrocelli schreibt:
    Wer hat eine Wechsel von mph auf DL-Amphetamin gemacht wegen ähnlichen Gefühlen?
    LG Petrocelli
    Meine Neurologin vertritt die Ansicht, dass man erst nach 3 Wochen sagen kann, ob ein Präparat "passt" - abwarten....

  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Hallo zusamen,

    also prinzipiell würde ich sagen, so ein Medikament sollte die Stimmungslage keinesfalls verschlechtern. Allerdings hat meiner Meinung nach halbwirksam recht, wenn er sagt, eine gewissen Eingewöhnungszeit sollte man abwarten.

    Ich selbst hatte mit Ritalin nur Probleme wenn ich 10mg auf einmal nahm. Ich hatte dehalb eigenmächtig die Menge halbiert und die Einenahmefrequenz erhöht.
    Wäre vllt. einen Versuch wert. Ich weiß zwar, dass die Teilerei lästig und schwierig ist, aber mir hat das geholfen.

    Kann ja sein, dass du dann nach einer Zeit auf 5mg erhöhen kannst, ohne das depressive Gefühl zu entwickeln.


    Was das mit dem Essen angeht... das fand ich kompliziert bei MPH. Denn meine Erfahrung ist, es wirkt nicht, wenn ich zu dicht an der Einnahme was esse. Ich habe mich rangetastet und festgestellt. eine halbe Std. vor und nach der Einahme darf ich nix essen sonst wirkt es nicht. War mir wegen meiner Magengeschichte auch ein Dorn im Auge. Ausserdem, wenn man alle 2 bis 2,5 Std. eine Tablette nimmt und dann ne halbeStd. vor- und nachher nix essen darf ... UND nach der Einnahme dann oft eh keinen Hunger mehr hat, gestaltet sich die Nahrungsaufnahme sehr schwierig.

    Ich könnte dir nur für die Symptombekämpfung IBEROGAST empfehlen. Was Pflanzliches, dass sogar bei meiner Gastritis Linderung brachte.


    L.G.
    happypill

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    halbwirksam schreibt:
    Bitte Klartext: Wie heftig sind Deine Depressionen?
    Bewegt sich das im Bereich von "Alles doof, ich will nicht." oder stehst Du knapp davor, Dich mit Mahler und und einer Rasierklinge in die Badewanne zu legen?
    MPH ist keine Glückspille - sondern mobilisiert. Das kann aber gefährlich werden...
    Tja, ich bin irgendwie nicht der Selbstmord-Typ. Jedenfalls nicht der, der sich schnell umbringt. Böse Zungen würden sagen, ich bringe mich mit meiner Krankheit sowieso jeden Tag um

    Aber ganz sicher würde ich sagen, das MPH mich sowas von garnicht mobilisiert. Jedenfalls nicht im positiven Sinne wie 'so, jetzt greifen wir das mal an'. Halt eher anders herum. Ich hatte kurz Elontril genommen, was mir leider auch Nebenwirkungen brachte, die ich nicht tolerieren wollte, aber da merkte ich schon nach wenigen Tagen eine Steigerung des positiven Antriebs. Damit hätte ich mich nie umgebracht, denn was tun ist eher mein Ding.

    Vielleicht liegt es insbesondere an den Magenproblemen. Das habe ich schon seit meiner Kindheit. Sobald der mal wieder rebelliert, bin ich nicht zu gebrauchen. Da fange ich fast das hyperventilieren an, da der Bauch so gegen die Atmung drückt. (Und ja, ich weiß genau wie bekloppt sicht das anhört ). Jedenfalls bin ich dann wieder komplett down und will das nur loswerden. Dann verzichte ich auch auf mögliche positive Wirkungen, solange mich das Negative wieder in den Bann zieht.

    Ich weiß z.B. noch, dass ich das damals bei Trevilor auch hatte (mit dem Magen), aber die positive Wirkung war so stark, dass mich der Magen nicht aus der Ruhe bringen konnte. Dann hörte die NW mit dem Magen auch nach einigen Tagen auf.


    Btw. Iberogast hilft mir garnichts

    Ich habe in einem anderen Post gelesen, dass z.B. von Krause&Krause gerade bei Angstpatienten gerne DL-Amphetamin Tabletten gegeben werden, da hier wohl weniger negative Wirkungen zu erwarten sind.

    Hat da noch jemand was als Erfahrung zu?

    LG Petrocelli

  8. #8
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Hallo petrocelli,

    ich bin zwar nicht so Wissensfit wie die anderen hier, aber mir fällt grad ein, wenn Lactose die Trägersubstanz Deines MPH ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du das nicht gut ab kannst. Spricht für Deine Beschwerden. Blähbauch, Reizdarmsymptomatik.. Versuch mal im Beipackzettel zu schauen, ob da was davon steht. Im besten Fall sprich mit Deinem Arzt und lass Dir ein anderes Präparat mit anderer Trägersubstanz verschreiben.

    Ich hab auch nen sehr empfindlichen Magen und reagiere auf alles Negative mit ganz schlimmen Schmerzen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Durchfall.. Meist treten die Symptome in Zusammenhang mit einer depressiven Episode auf. Hatte ich jetzt erst wieder eine Woche lang. Ich konnte so gut wie nichts essen..

    Gib dem MPH eine Chance, das kann gut helfen. Vielleicht lässt Du Dir nochwas zum Stabilisieren verschreiben!

    LG Schnubbel

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 122

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    Schnubbel schreibt:
    Hallo petrocelli,

    ich bin zwar nicht so Wissensfit wie die anderen hier, aber mir fällt grad ein, wenn Lactose die Trägersubstanz Deines MPH ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du das nicht gut ab kannst. Spricht für Deine Beschwerden. Blähbauch, Reizdarmsymptomatik..
    Hallo !
    Danke für den Hinweis. Jedoch glaube ich nicht, dass das mein Problem ist. Eine Lactoseintoleranz kann ich tatsächlich ausschliessen, wurde schonmal getestet
    Aber bei der Gelegenheit ist mir bzgl. MPH und Magenprobleme das offensichtlichste aufgefallen: Das Dopamin. MPH erhöht den Dopaminspiegel warscheinlich nicht nur im Stratum etc., sondern evtl. ja auch im Magen/Darmbereich. Das würde erklären, warum ich und andere mit MPH und anderen Dopaminerhöhenden Mitteln solche Probleme kriegen. Die Peristaltik wird durch Dopamin gebremst und entsprechend können Magendarmprobleme entstehen.

    Genau aus diesem Grunde gibt es nämlich Medikamente wie MCP und Motilium (Domperidon) - die blockieren Dopamin ausserhalb des Gehirns (oder besser ausserhalb der Blut-Hirn-Schranke) und sorgen so für a) mehr Perestaltik und b) wirken gegen Übelkeit, da unser 'Kotzezentrum' noch vor der Blut-Hirnschranke sitzt
    Das Zeug (Motilium) habe ich jahrelang gefuttert, es war das einzige, was oft geholfen hatte, wenn ich mal wieder einen Stressmagen hatte. Auch beim Reizdarm nicht unbekannt als Mittel.

    Tja, also werde ich Morgen mal gleich den Doc fragen, ob diese Theorie auch in der Praxis sinn macht. Dann wäre ich evtl. wenigstens mein Magenproblem los.

    Was mir hier aber auffällt -> nimmt keiner von Euch Amphetaminsaft oder Kapseln? Alle 'nur' MPH?

    LG Petrocelli

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 46

    AW: MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?

    petrocelli schreibt:
    Was mir hier aber auffällt -> nimmt keiner von Euch Amphetaminsaft oder Kapseln? Alle 'nur' MPH?
    Äähhhmm - der Betreff dieses Threads ist "MPH / Methylphenidat und Magenprobleme / Depression?".
    Die Wahrscheinlichkeit dass sich eine nicht repräsentative Stichprobe meldet, ist daher minimal erhöht.

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