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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Ritalin und Angststörungen

    Hi,

    Ich habe am Dienstag die Bestätigung bekommen (ADS) Ich bin nicht wirklich überascht, da die Vermutung schon länger vorlag.

    Jetzt überlege ich Ritalin zu nehmen, da ich es mit dem Leistungsdruck in der Schule nicht mehr aushalte. Ich kann mich einfach nicht konzentrieren, muss Texte immer wieder lesen und kann den Gesprächen im Unterricht kaum folgen.


    Ich habe schon oft gelesen, man sollte kein Ritalin nehmen, wenn man eine ängstliche Person ist, bzw. unter sozialen ängsten leidet. Ich habe das Gefühl, die sozialen Ängste sind durch mein seit Jahren mangelndes Selbstvertrauen enstanden. Ich konnte bisher immer gut damit umgehen, aber seitdem ich wieder zur Schule gehe, haben sich diese wieder verstärkt.

    Es ist doppelt schwierig, zum einem die Ängste und dazu die Unruhe und konzentrationsprobleme.

    Ich bin momentan sehr verunsichert, was die Einnahme von Ritalin bei mir bewirken könnte. Einerseits brauche ich die Konzentration, andererseits habe ich keine Lust, dass die Ängst noch stärker werden.

    Eventuell habt Ihr Erfahrungen.


    LG

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Wenn du unretardiertes Ritalin ausprobierst, wirkt es ja nur wenige Stunden, wenn sich also deine Ängste verstärken, kannst es ja einfach absetzen.

    Grüßle

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Hatte das gleiche Problem. Aber erstens solltest Du bedenken, dass sich Deine Wahrnehmung verändern wird, bei vielen ADSlern kann es dann sein, dass langverdrängtes wieder an die Oberfläche kommt. Du kannst Dich ja besser konzentrieren.. Es könnnte deprimierend werden. Meine Ärztin sprach von 1 - 1,5 Jahren.. Du nimmst Deine Umgebung, Deine Situation und Deine Probleme viel deutlicher wahr. Bin selbst erstmal in eine schwere Depression geraten.

    Deshalb solltest du auf jeden Fall begleitend eine Psychotherapie beginnen. Oder Deine Einnahme -ERSTMAL- nur auf die Hausaufgaben beschränken. (Falls es eine soziale Phobie ist)

    Du wirst Dich nämlich viel besser kennen lernen.. das ist nicht immer erfreulich - aber eben auch!

    Ritalin musste ich wegen der Ängste absetzen und es wurde durch Amphetaminsulfat ersetzt. Damit geht es jetzt sehr viel besser.

    Doch das größte Problem ist glaube ich DEINE ANGST VOR DER ANGST

    Also mit deiner Einstellung jetzt hätten auch Smarties eine panikauslösende Wirkung

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Seit Jahren mangelndes? Was meinst Du damit? Seit wann ist es schlechter geworden?

    Was machst Du in der Schule?

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Hallo Selbsterkennung ist nicht immer schön. Ich hatte auch schon Angstzustände und Panikatacken vorher. Wurde aber vor Mph auf Venlaflaxin eingestellt. Gegen die Angst und Panik und Depression. So konnte ich die erste Zeit jetzt 1 Monat Mph ganz gut verkraften. Therapie unverzichtbar.
    LG Mario

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Mein mangelndes Selbstvertrauen ist mit der Pubertät enstanden. Vorher war ich immer sehr offen, mir war egal was andere über mich dachten, habe die Leute begeistern können, war 3 Jahre lang Klassensprecher usw. Ich habe mir gestern mal meine Zeugnisse angeguckt. Ab der ersten Klasse satnd immer wieder drinne, dass ich an meiner Konzentration arbeiten müsse, ordentlicher und pünktlich sein solle. Ich sei sehr sozial und habe einen starken Gerechtigkeitssinn gehabt. Ab der 7 Klasse wurden die Beurteilunge immer schlechter, ebenso meine Noten. Notendurchschnitt von 1,5 auf 3,0 gesunken.

    Durch diesen Bruch habe ich angefangen Drogen zu nehmen, hauptsächlich gekifft. Mein Zustand hatte sich dadurch extrem verschlechtert. Seitdem ich 17 bin habe ich keine Drogen mehr genommen. Das hört sich für mich grade auch sehr krass an, normalerweise hat man in dem Alter seine ersten Erfahrungen mit Drogen.

    Seitdem habe ich immer wieder versucht mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Gymnasium abgebrochen, Ausbildung abgebrochen, mehrfacher wechsel der Arbeitsstelle. Ich habe es nie länger als ca. 8 Monate ausgehalten.

    In den letzten 2 Jahren hat sich meine Lebensqualität sehr verbessert, was auch darn liegt dass ich eine Freundin habe, mit der ich zusammen wohne. Sie ist sehr stabil, studiert und hat mir sehr viel Kraft im Leben gegeben. Meine sozialen Kontakte sind wieder besser geworden, habe seit gut 1,5 Jahren meine alten Freundeskreis wieder aufgebaut.

    Wenn ich mir selber durchlese und Gedanken darüber mache, wie beschissen es in meinem Leben schon war, kann ich eigentlich relativ froh sein, so zu sein wie ich jetzt bin. Ich versuche meine positiven Eigenschaften neu zu entdecken und etwas aus meinem Leben zu machen.

    Ich gehe seit 1 Jahr nun wieder zur Schule um meine Abi nachzuholen. Es fällt mir wie gesagt verdammt schwer täglich am Unterricht teil zu nehmen, ich kann mich nicht länger als 3-4 Stunden Konzentrieren, werde unruhig und fang an zu schwitzen usw. Ihr kennt das ja... Dazu noch das dauerhafte Kopfkino macht es nicht besser.

    Ich will es auf jedenfall schaffen und ich denke mit Medikamenten, wäre dies eventuell leichter, da nun ja mein ADS diagnostiziert worden ist. Wie gesagt habe ich davor aber sehr viel Respekt grade auch wegen meines Drogenkonsums und der Angst davor das meine Grundängste noch schlimmer werden.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Hallo gagamel,
    mir geht es genauso wie dir, ich habe sehr starke Ängste vor Sozialen Bindungen. Am Anfang habe ich auch überlegt, ob ich überhaupt Ritalin nehmen soll, da ich auch eine Vorgeschichte habe, in der Drogen eine große Rolle spielen. Mein Arzt hat mir aber definitiv dazu geraten, und ich muss sagen, dass sich vieles bei mir verbessert aber auch einiges verschlechtert hat. So habe ich zumbeispiel an manchen Tagen keine Sozialen Probleme, was schon erschreckend ist, wenn ich offen auf jemanden zu gehen kann. Aber dadurch das ich nun Gedanklich gesehen ruhiger bin, habe ich auch neue Probleme entdeckt bzw. alte wieder ausgegraben.
    Ich würde dir raten, dass du das einfach genau mit deinem Arzt absprichst.
    Ich hoff du findest eine Lösung, und sag bescheid wenn es soweit ist!

    mfg,
    Denny!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Es kommt wahrscheinlich auch sehr auf die Angststörung an, denn es gibt ja verschiedene, auch was die Auslöser angeht. Steckt hinter der Angststörung eine Sozialphobie, dann ist MPH vielleicht kein Problem, im Gegenteil. Ist es eine Angststörung wegen Herzphobie, Hypochondrie oder was in der Richtung, dann geht MPH möglicherweise voll nach hinten los. Bei einer Generalisierten Angststörung bestimmt auch meist.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Also meine Ängste sind eigentlich nur auf soziale Berreiche bezogen. Z.B. Sprechen vor größeren Gruppen, vermeiden von Veranstaltungen, vermeiden von small talks usw. Ansgt vor Herzattacken, oder Räumen, Gegenständen plätzen habe ich nicht. Fühle mich eher unwohl in der Stadt, da es hektisch und laut ist. Habe jetzt Methylphenidat von HEXAL, trau mich es aber noch nicht wirklich zu nehmen

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Ritalin und Angststörungen

    Hi Gagamel!

    Trau Dich, sag ich.

    Alles was Du über Deine ADHS-Symptomatik erzählst, schreit nach Methylphenidat. Schön vorsichtig einschleichen, dann stehen die Chancen gut, dass Du erreichst, was Du Dir wünschst.

    Ich hab damals mit 2,5 mg am Morgen angefangen, 3 Tage lang. Dann 2 x 2,5 am Tag... Und die unerwünschten Wirkungen hielten sich in absolut aushaltbaren Grenzen.

    Nach der Einschleich-Phase hatte ich bald gar keine unerwünschten Wirkungen mehr.

    Ich drück Dir die Daumen!

    Liebe Grüße von

    Muriel


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