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Diskutiere im Thema 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlung. im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 52

    120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlung.

    Anfang Dez. 2010 wurde mir erstmalig Methylphenidat von meiner Hausärztin verschrieben.


    Ich habe seit dem auch ca. eine relativ sicher Diagnose auf ADHS von einer qualifizierten Uniklinik.


    Ich bin jedoch in keiner Psychologischen oder Therpeutischen behandlung.
    Zum einem hat die Uniklink bei mir nur die Diagnose gestellt, aber keine Behandlung angeboten.
    Die Aussage war.


    Dr: "Haben sie iregndwelche Probleme, wie kann ich ihnen helfen" ?


    Ich: "Nein, keine probleme, das Medikamente welches mir meine Hausärztin verschrieben hat wirkt wunderbar, keine Depressionen, keine Nebenwirkungen, alles läuft wunderbar."


    Dr: "Gut, dann kann ihre Ärztin die Medikamention ruhig weiter vortführen, ... ich hätte die Behandelung zwar anders begonnen, aber egal"


    Dann wurde ich nach hause geschickt.


    Angefangen habe ich im ersten Monat mit
    2x - 3x 18mg Rtardtabletten von Concerta.
    In Absprache mit meiner Ärztin ( von der ich ja auch das Rezept benötige ) haben wir die Dosierung langsam gesteigert.


    2x - 3x 36mg Retard


    Normalerweise sollten die Retardtabletten den Wirkstoff in 12 Std. freisetzen, aus irgend einem Grund lies die Wirkung aber immer nach 4 - 6 Std bereits nach und es kam zum Rebound.


    Daraufhin haben wir uns entschieden normale Tabletten zu nehmen.


    TAD 10 mg.
    Hiervon musste ich morgens schon 2 Stk. nehmen um überhaupt eine Wirkung zu verspüren. und dann über den Tag verteilt 3 - 4.


    ( Zwar hat mir meine Hausärztin immer eine Dosierung auf die Packung geschrieben, die aber für mich wenig sinn machte bzw. eher kontraproduktiv war, da ich so hätte mehrere Reboundphasen am Tag gehabt hätte.)
    Bei den Rtard waren es 2x am Tag Morgens und Abend ( Warum Abends ) ?
    Bei den Tabletten 3x am Tag. Morgens , Mittags und Abends.


    Wie gesagt, von den Rtard habe ich 3 am Tag genommen, die lezte aber Nachmittags.
    Von den Normalen alle 2 - 4 Std. je nach Bedarf und empfinden.


    Auf nüchternen Magen wirken die Tabletten am besten, nach dem Essen eher schlecht bis garnicht, auch nicht nach längerer Zeit.


    Mittlerweile nehme nehme ich TAD 20mg.
    Dosierungsempfehlung 3x am Tag laut Hausäztin.


    Ich habe mit ihr IMMER offen und ehrlich gesprochen und ihr auch gesagt das ich die Dosierung überschreite.
    4x 20 mg am Tag.


    Zu diesem Zeitpunkt habe ich aber auch nach der Arbeit sehr sehr lange ausgeschlafen 10 - 12 Std. waren keine seltenheit. ( Keine Ahnung warum ich so lange Geschlafen habe, so viel Schlaf brauchte )
    Ich arbeite im Schichtdienst, ergo ich komme nach der Arbeit nach hause ( um Nachtschicht 06:00, Spätschicht 23:00 )und gehe sofort schlafen.
    Bei Frühschicht komme ich um 15 Uhr nach hause und bin dann dementsprechend um 19 - 20 Uhr in Bett gegangen.
    Das war vor einigen Wochen.




    Mittlerweile haben sich Schlafphasen von 6 - 8 Std. bei mir eingependelt.
    Das bedeutet aber wieder im umkehrschluss das ich länger Wach bin.
    Schlussendlich nehme ich mittlerweile 4 - 6 ( mittlerwiele eher 6x 20mg ) am Tag.
    Erst nach der zweiten Tablette, also:....
    .....Aufstehen 04:00 1x 20mg
    Auf der Arbeit 07:00 1x 20 mg .... spüre ich eine Wirkung.
    Danach alle 2 - 4 Std. 1x 20mg.
    Die letzte versuche ist möglichst weit vom Schlafengehen entfernt einzunehmen. min. 4 Std. sonst kann ich nicht schlafen.
    z.b. habe ich letzte Nachtschicht die letzte um 04:XX genommen ( 03:00 wäre besser gewesen), hatte um 06:00 feierabend, war um 07:00 zuhause, konnte dann aber erst um 08:30 einschlafen, statt 07:30 - 08:00.








    Verbesserungen zu VOR Methylphenidat:
    - Ich gehe regelmässig schlafen. ( Früher war ich mal 2 Tage Wach, dann mal 2 Std, geschlafen, dann 12, dann wieder nur 6, dann mal wieder 2 Tage garnicht)
    - Pünktlich ( Früher war ich oft unpünktlich )
    - Vergesslich ( Das ist nicht wirklich besser geworden aber ich bin konsequenter wenn es da drum geht Dinge SOFORT zu erledigen oder zumindest sofort auf meine ToDo-Liste oder im Kalender festzuhalten.
    - Meine Arbeitkollegen, Vorgesetzte und mein Chef loben mich in letzter Zeit, ich bin Motivierter, Fleissig, Fröhlich, pünktlich, Konzentriert ( oft unterbewusste schauspielerei oder Spaß bei der Arbeit ? Keine Ahnung )
    - Ich kann Ziele besser im Auge behalten und bin kosequenter wenn es um den Umgang mit Geld oder ums Sparsame / Vernünftige Autofahren geht ( Ich bin kein Raser mehr und auch nicht mehr so verschwenderisch )
    - Ich komme vieeel besser mit anderen Menschen klar, kann besser auf sie eingehen und meine Sozialkompetenz praktisch besser umsetzen.
    - Ernähre mich UM LÄNGEN bewusster . ( Statt Cola, Pizza, Schokolade, Döner nur noch Wasser und möglichst ausgewogen. Ich esse zwar auch weniger, aber dafür auch gesünder )




    Nachteile:
    - Keine Hobbys
    ( ok, hatte ich vorher auch keine, aber zumindest hatte ich Spaß da drann Stundenlang am Rechner zu sitzen und Spiele zu spielen )
    - Keine Interessen
    ( Früher habe ich mich für ALLES interessiert, mittlerweile sind meine Interessen ICH-bezogener geworden, es geht alles mehr in richtung effektivität, Geld verdienen, Ernährung, sparen, etc...)
    - Keine Bedürfnis nach sozialer Aufmerksamkeit
    ( Früher war ich jeden Tag unterwegs und hab bei Kollegen in der Wohnung gesessen oder habe welche eingeladen oder Std. lang telefoniert )
    - Keine/Kaum Fähigkeit "von Herzen" aus Glück zu/fröhlich zu sein empfinden.
    ( Das hört sich jetzt vielleicht hart an, kommt meiner subjektiven Einschätzung schon ziemelich nahe )
    - Kratzen, aufkratzen.
    ( Aber auch ohne zu kratzen kommt es mit fast so vor als ob ich schneller Wunden auf der Haut bekomme und diese auch schlechter verheilen, kann aber auch sein das ich mich irre )


    Aber um mal wieder zum Thema zurrück zu kommen, nachdem ich meiner Ärztin erzählt habe das ich die Dosierung überschreite fing sie an zunehmend mehr danach zu drängen das ich in Therapautische Behandlung gehe.
    ( Sie hat keinerlei Ausbildung, Erfahrung oder Spezialisierung im Bereich ADHS und ist vermutlich verunsichert, begründet natürlich )


    Am 28 habe ich einen Termin bei der Uniklink und soll ihr dann ein Feedback geben was diese gesagt hat.


    Was sagt ihr zu dem ganzen ?
    Eure Meinung bitte...


    Meine Persönlich Meinung ist, das ich mit der Momentanen Situation eigentlich ganz zufrieden bin.
    Das Medikament hilft mir und ich habe mein Leben besser im Griff als ich es je für möglich gehalten hätte.
    Von Psychologen und eine Therapeutischen Behanlung halte ich auch nicht viel, dafür gibt es keine Veranlassung.
    Leider darf man sowas keinem Arzt erzählen und schon garkeinem Psychologen...


    Wie ist eure Meinung zu meiner Geschichte ?
    Danke schon mal im Vorraus fürs zuhören, Meinungen und Tips

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 115

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Dito: Nach knapp 2,5 Wochen Mph stimme ich Deinen Vorteilen ABsOLUT zu!
    Erstaunlich, mit Feedback durch Eltern, Verwandte, Geschwister, Freunde.....

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 36

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    hi
    es wunderd mich sehr das dein hausartz einfach mph verschreibt, ich mus zbs 120 km fahren zum fachartz um ein recept zubekommen.
    trotzdem dete ich dich raten zu ein behandelung durch ein psychologen hift es nicht shaden tut es auch nicht.
    hast geluck gehabt das es das richtige medicament fur dich wahr persoonlich halte ich nichts von artze der mit mph um sich smeissen.
    Aber bin froh das es dir hilft

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.805
    Blog-Einträge: 40

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Hallo

    Dirimox schreibt:
    Wie ist eure Meinung zu meiner Geschichte ?
    Hmm, ich gehe davon aus, dass dir selbst klar ist, dass diese ganze Geschichte ein therapeutisches Fiasko ist.


    • 1. Verschreibung und Dosierung von Methylphenidat durch einen Hausarzt: Abolutes no-go.


    Die wenigsten Fachärzte für Psychiatrie verfügen über eine ausreichende Kompetenz und Erfahrung, um eine Methylphenidat-Medikation durchführen zu können.

    Bei einer Verschreibung durch einen Hausarzt steht dieser rechtlich völlig zurecht auf extrem dünnem Eis, da er im Zweifelsfall keinerlei Ausbildung oder qualifizierte Erfahrung nachweisen kann, die bei einer Verordnung von Methylphenidat nach den Leitlinien der Ärztekammer und anderer relevanter Referenzen zwingend vorgesehen ist.


    • 2. Verschreibung von 120mg (!) Methylphenidat /d ohne konkrete Kontrolle des Methylphenidat-Serumspiegels: Absolutes no-go.


    Jegliche Dosierung über 60mg/d ist nicht über die Herstellerhaftung abgedeckt und darf nur dann verordnet werden, wenn unter 60mg/d Methylphenidat der Methylphenidat-Serumgspiegel deutlich zu niedrig ist.

    Geht ansonsten eine der 1000 Sachen, die schief gehen können, schief, so möchte ich nicht in der rechtlichen Haut des Arztes und nicht in deiner gesundheitlichen Haut stecken.


    • 3. Dreimalige Einnahme eines Retard-Präparates, das für die einmalige Einnahme vorgesehen ist: Auch ein no-go.


    Concerta wurde für einen optimierten Methylphenidat-Plasmaspiegelverlauf über einen ganzen Tag hinweg entwickelt.

    So ein Präparat mehrfach pro Tag zu nehmen setzt jeglichen Nutzen, den man bei einmaliger Einnahme daraus ziehen kann, außer Kraft und wirklich durchweg kontraproduktiv aus.


    • 4. Ein retard-Präparat am Abend: Völliger Unsinn.


    Diese Liste könnte man nach Belieben fortsetzen, was ich mir angesichts der abendlichen Zeit jedoch ersparen werde.

    Wir haben in Deutschland nach wie vor ein absolutes Fiasko in der qualifizierten Diagnostik und Therapie der ADHS im Erwachsenenalter und daher enthält mein Text auch keine Wertung dir gegenüber.

    Solltest du irgendeine Möglichkeit haben, bei einem ausreichend im Punkt "ADHS bei Erwachsenen" ausgebildeten und auf diesem Gebiet erfahrenen Facharzt in Behandlung kommen zu können, dann nutze die bitte.

    Wir haben hier im Forum Mitglieder, die 250km und weiter Anreise zu einem qualifizierten Spezialisten in Kauf nehmen, was absolut berechtigt und in eigenem Interesse ist.

    Qualifizierte Fachärzte auf dem Gebiet "ADHS bei Erwachsenen" sind dünn gesäht, aber sie sind zu finden.

    Hierbei sind wir dir auch gerne behilflich.







    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 52

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Jeder Hausarzt darf MPH verschreiben.
    Und "um sich schmeissen" finde ich auch etwas hart ausgedrückt.
    Sie ist Ärztin und hat nun mal das gemacht was ihr Job ist, ihrem Patienten zu helfen.
    Ob der Hausarzt oder ein Psychologe dir jetzt MPH verschreibt ist meiner Meinung nach einizg und allein von deiner Psychologischen Verfassung des Patienten abhängig.
    ADHS ist keine Krankheit.
    MPH hilft dabei das sich Menschen mit ADHS besser in die moderne Gesellschaftliche Struktur eingliedern können.
    Ganz kurz und knapp.
    Der Psychologe kann dir nur bei psychologischen Problemen weiterhelfen, ansonsten verschreibt er dir genau den selben Wirkstoff.

    Mein bester Kumpel hat Mediknet ohne Probleme von seinem Hausarzt bekommen, nur auf Grund dessen weil er in nächster Zeit viel für seine Arbeit weiterbilden muss.
    Ein anderer hat auch kein ADHS, aber Konzentrationsprobleme und hat von seinem Hausarzt ein Rezept für MPH bekommen.
    Ein entfernter Bekannter war Drogensüchtig nach Pep bzw. Speed und hat von seinem Hausarzt ebenfalls ein Medikament verschrieben bekommen damit ihm der Entzug leichter fällt, zwar kein MPH, aber auch ein ähnlicher Wirkstoff bzw. Dopaminblocker.


    agent orange schreibt:
    hi
    es wunderd mich sehr das dein hausartz einfach mph verschreibt, ich mus zbs 120 km fahren zum fachartz um ein recept zubekommen.
    trotzdem dete ich dich raten zu ein behandelung durch ein psychologen hift es nicht shaden tut es auch nicht.
    hast geluck gehabt das es das richtige medicament fur dich wahr persoonlich halte ich nichts von artze der mit mph um sich smeissen.
    Aber bin froh das es dir hilft

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 52

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Ein Fiasko ? Oo
    Nein, wieso ?
    Ich würde eher sagen ein voller Erfolg.
    Ausserdem bin ich ja nicht krank, wieso siehst du das dann aus therapeutischer sicht ?

    Mein Hausarzt hat erstklassige Arbeit geleistet und in meinem Individuellem Fall eine völlig korrekte Entscheidung getroffen.
    Seine sorge ist bestimmt nicht das er rechtlich auch dünnem Eist steht.
    Immerhin darf er ja MPH nach individueller Diagnose verschreiben, so wie er es für richtig hält.
    Eine Instutition wie die Ärztekammer wird wohl eher dann hellhörig wenn ein Arzt BTM Medikamente in MASSEN verschreibt und ihm nicht in seine individuelle Behandelung reinpfuschen.

    Wie gesagt, diese Retardtabletten funktionieren bei mir nicht oder sind zu niedrig dosiert.

    Meiner Meinung nach ist eine Psychologische oder Therapeutische Betreung in meinem Fall überflüssig, ich habe für so ein Zeug einfach keine Zeit.
    ADHS ist eine Defezit im Hormonhaushalt, diesen kann ich mit MPH ausgleichen um so besser Struktur in mein Leben zu bekommen, welche in unserer heutigen Gesellschaft "so wichtig ist"
    Diesen Defizit im Hormonhaushalt kann ein Psychologe mit keinem Ratschlag beeinflussen oder behandeln, sondern nur das MPH.
    Das einzige was der Psychologe tuen kann ist einem ADHS´ler bei Psychologischen Problemen zu helfen, welche oft aus Gesellschaftlichem Druck heraus entstehen.
    Depressionen etc.....
    Ich habe jedenfalls keine Depressionen oder Psychosen.
    Ich habe einen starken Charakter, mein Hausarzt weiss das und hat deswegen auch richtig entschieden.

    Der Pschologe mit dem ich mich in der Uniklink unterhalten habe war wohl auch so ein selbsternanter ADHS "Spezialist"... Sorry, aber der Typ hatte einfach nur nen Knall, ich hab auf dem Flur LIVE vor dem Behandelungszimmer selbst gesehen wie er mit einer ADHS Patientin umgegangen ist und ich fand es garnicht lustig.
    Sowohl er als auch seine Sekretärin behandeln Betroffene als wenn die alle nen Dachschaden hätten, bzw. nutzen das mangelnde Selbstbewusstsein was bei ADHS´lern oft der Fall ist voll aus, besonders wenn es um das MPH geht spielen die selbsternanten Fachärzte gerne mal den großen Willi.
    Er hätte mirwohl erst mal Antidepressiva verschrieben, meinte er. Ich glaube dazu brauch ich nichts mehr zu sagen.
    Ausserdem hätte er mir MPH erst sehr viel später verschrieben da mein letzter Joint erst 1,5 Monate her ist und man aber erst nach 3 Monate komplett "entgiftet" ist.... wie gesagt der hatte jedenfalls n Dachschaden der Dr.
    Ich hoffe das die Ärztin mit der ich am 28 den Termin habe vernünftiger ist.
    Die sollen mir einfach nur das Rezept ausstellen und gut ist und mir nicht einreden das ich irgendwelche Psychosen hätte.

    Ich bin 26
    Ich war 8 Jahre regelmässiger Cannabiskonsumen, aber NIE wirklich süchtig.
    Klar durch das MPH ist vieles besser geworden, aber wenn die Klinik mich veräppeln will und mir dr Hausarzt das MPH verweigert werde ich da auch nicht weiterhin hinterherrennen, dann kann ich das auch gerne wieder absetzen, nehme 3 - 4 Tage Depris in kauf und dreh mir wieder ne schöne Tüte.
    Ist genau so teuer ( Fast schon ein Witz wenns nicht so traurig wäre ), gesünder und man findet zu seinem Lebensglück zurrück.
    Nachteil ist dann natürlich das man wieder ADHSler ist statt eine effektiveres Mitglied der Gesellschaft, aber immerhin gehts ja um mich.

    Ich weiss jetzt schon das du nicht meiner Meinung sein wirst, aber glaube mir.
    Keiner kennt mich besser und weiss besser was für mich gut ist als ich selber.
    Das ist kein Größenwahn, sondern eine seltene Eigenschaft der Selbstreffelktion die nur sehr wenige Menschen besitzen und noch viel weniger ADHSler die meistens garnicht wissen was sie von sich selbst oder ihrer Umwelt halten sollen.

    Alex schreibt:
    Hallo



    Hmm, ich gehe davon aus, dass dir selbst klar ist, dass diese ganze Geschichte ein therapeutisches Fiasko ist.



    • 1. Verschreibung und Dosierung von Methylphenidat durch einen Hausarzt: Abolutes no-go.



    Die wenigsten Fachärzte für Psychiatrie verfügen über eine ausreichende Kompetenz und Erfahrung, um eine Methylphenidat-Medikation durchführen zu können.

    Bei einer Verschreibung durch einen Hausarzt steht dieser rechtlich völlig zurecht auf extrem dünnem Eis, da er im Zweifelsfall keinerlei Ausbildung oder qualifizierte Erfahrung nachweisen kann, die bei einer Verordnung von Methylphenidat nach den Leitlinien der Ärztekammer und anderer relevanter Referenzen zwingend vorgesehen ist.



    • 2. Verschreibung von 120mg (!) Methylphenidat /d ohne konkrete Kontrolle des Methylphenidat-Serumspiegels: Absolutes no-go.



    Jegliche Dosierung über 60mg/d ist nicht über die Herstellerhaftung abgedeckt und darf nur dann verordnet werden, wenn unter 60mg/d Methylphenidat der Methylphenidat-Serumgspiegel deutlich zu niedrig ist.

    Geht ansonsten eine der 1000 Sachen, die schief gehen können, schief, so möchte ich nicht in der rechtlichen Haut des Arztes und nicht in deiner gesundheitlichen Haut stecken.



    • 3. Dreimalige Einnahme eines Retard-Präparates, das für die einmalige Einnahme vorgesehen ist: Auch ein no-go.



    Concerta wurde für einen optimierten Methylphenidat-Plasmaspiegelverlauf über einen ganzen Tag hinweg entwickelt.

    So ein Präparat mehrfach pro Tag zu nehmen setzt jeglichen Nutzen, den man bei einmaliger Einnahme daraus ziehen kann, außer Kraft und wirklich durchweg kontraproduktiv aus.



    • 4. Ein retard-Präparat am Abend: Völliger Unsinn.



    Diese Liste könnte man nach Belieben fortsetzen, was ich mir angesichts der abendlichen Zeit jedoch ersparen werde.

    Wir haben in Deutschland nach wie vor ein absolutes Fiasko in der qualifizierten Diagnostik und Therapie der ADHS im Erwachsenenalter und daher enthält mein Text auch keine Wertung dir gegenüber.

    Solltest du irgendeine Möglichkeit haben, bei einem ausreichend im Punkt "ADHS bei Erwachsenen" ausgebildeten und auf diesem Gebiet erfahrenen Facharzt in Behandlung kommen zu können, dann nutze die bitte.

    Wir haben hier im Forum Mitglieder, die 250km und weiter Anreise zu einem qualifizierten Spezialisten in Kauf nehmen, was absolut berechtigt und in eigenem Interesse ist.

    Qualifizierte Fachärzte auf dem Gebiet "ADHS bei Erwachsenen" sind dünn gesäht, aber sie sind zu finden.

    Hierbei sind wir dir auch gerne behilflich.







    Liebe Grüße,
    Alex

  7. #7
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Dirimox schreibt:
    Keiner kennt mich besser und weiss besser was für mich gut ist als ich selber.
    Das ist kein Größenwahn, sondern eine seltene Eigenschaft der Selbstreffelktion die nur sehr wenige Menschen besitzen und noch viel weniger ADHSler die meistens garnicht wissen was sie von sich selbst oder ihrer Umwelt halten sollen.
    Hallo,

    was ich dann aber nicht verstehe, wenn Du Dich selbst so gut kennst, warum fragst Du dann hier?
    Es geht doch bei einer Psychotherapie nicht darum, dass Du nen Knall in der Birne hast, sondern wie man Dir Wege zeigen kann mit ADHS umzugehen. Aber Du hast ja Deinen gefunden. Für Dich der Richtige. Ich denke schon, dass es bei Dir in Sachen Größenwahn geht. Jeder ist bekloppt, alle haben nen Knall.
    Es wird gute Gründe gegeben haben, warum Dir nicht gleich MPH verschrieben wurde. Ist doch egal, ob Du süchtig nach Cannabis warst oder nicht. Fakt ist, Du hast es konsumiert.

    Ich möchte keine falschen Unterstellungen an den Tag legen, aber die Art, wie Du Dich äußerst "nur mal eben zum Doc, Rezept holen und weg", das klingt für mich alles andere als gesund und vernünftig...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 32

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Hallo zusammen,
    möchte auch gern meinen Senf dazu geben.

    1.Also, ich finde es Wahnsinn, daß du 120 MPH am Tag nimmst. Noch dazu, wo du Cannabis konsumiert hast. Jeder vernünftige Psychiater würde dir niemals MPH verschreiben. Das weiß ich aus Erfahrung. Denn wer als ADHS`ler drogenabhängig war, bekommt leider kein MPH mehr verschrieben, weil er dadurch wieder abhängig werden könnte.

    2. Darf eigentlich nur pro kg Körpergewicht 1g MPH verschrieben werden. Wenn du hier mal die Beiträge lesen würdest, dann wüßtest du, daß jeder Erwachsenen mit ADHS sein Päckchen zu tragen hat und dies auch ernst nimmt. Sorry, bei dir habe ich nicht gerade den Eindruck von Ernsthaftigkeit. Das Beweist allein schon deine Aussage, ADHS ist keine Krankheit.

    Ist es sehr wohl und wenn ich lese, daß Ärzte MPH einfach so verschreiben, weil man sich damit besser konzentrieren kann, dann fehlen mir die Wörte. Fast alle, die hier im Forum sind haben einen langen Leidensweg hinter sich.

    Haben Monate auf einen Termin in der Klinik gewartet, allein nur für die Testung zur Diagnose auf ADHS. Und normalerweise bekommt man ohne eine "seriös" gestellte Diagnose kein Medikament MPH, oder Ritalin oder Concerta oder wie diese Medikamente alle heißen.

    Man muß jeden Monat zum Blut abnehmen gehen, weil diese Medis die Leber angreifen können.

    3. Es macht mich traurig, daß du in diesem Forum so redest. ADHS ist eine Krankheit, die den Stoffwechsel im Gehirn beeinflußt. Wir alle, die hier sind , sind davon betroffen und suchen Hilfe in diesem Forum, um mit unserem "Anderssein "zurechtzukommen.

    Wir nehmen jede Hilfe an, ob Therapie, Selbsthilfegruppen oder MPH, oder was es sonst noch gibt.

    Durch Aussagen, wie deine, Freunde bekommen das auch verschrieben, ist es kein Wunder, daß wir Erwachsenen, die es wirklich brauchen, selbst bezahlen müssen, und dass es bei den Menschen immer so ein Negativbild von ADHS gibt. Nämlich die Medis sind ja nur zum ruhigstellen.

    Ich kann mich vor lauter Ärger überhaupt nicht mehr richtig ausdrücken und stimme aber in jedem Fall Alex zu.

    LG K

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Ich stimme mit Alex´ Meinung vollkommen überein. An deiner Stelle würde ich schnellstmöglich einen Arztwechsel durchführen, bzw. mir einen Psychiater suchen, der, wie Alex auch meint, qualifiziert ist und sich mit ADHS auskennt.

    Weitere Meinungen von mir im Zitat in lila geschrieben.





    Alex schreibt:
    Hallo



    Hmm, ich gehe davon aus, dass dir selbst klar ist, dass diese ganze Geschichte ein therapeutisches Fiasko ist.


    • 1. Verschreibung und Dosierung von Methylphenidat durch einen Hausarzt: Abolutes no-go.
    DEM STIMME ICH VOLLKOMMEN ZU!!!

    Die wenigsten Fachärzte für Psychiatrie verfügen über eine ausreichende Kompetenz und Erfahrung, um eine Methylphenidat-Medikation durchführen zu können.

    Bei einer Verschreibung durch einen Hausarzt steht dieser rechtlich völlig zurecht auf extrem dünnem Eis, da er im Zweifelsfall keinerlei Ausbildung oder qualifizierte Erfahrung nachweisen kann, die bei einer Verordnung von Methylphenidat nach den Leitlinien der Ärztekammer und anderer relevanter Referenzen zwingend vorgesehen ist.

    Dein Hausarzt überschreitet wohl seine Kompetenzen. Bei uns in Österreich ist nur ein Psychiater befähigt, MPH zu verschreiben!
    • 2. Verschreibung von 120mg (!) Methylphenidat /d ohne konkrete Kontrolle des Methylphenidat-Serumspiegels: Absolutes no-go.
    WIEDER VOLLSTE ZUSTIMMUNG!!! Laut meines Wissens sind 60 mg die Tageshöchstdosis!

    Jegliche Dosierung über 60mg/d ist nicht über die Herstellerhaftung abgedeckt und darf nur dann verordnet werden, wenn unter 60mg/d Methylphenidat der Methylphenidat-Serumgspiegel deutlich zu niedrig ist.

    Geht ansonsten eine der 1000 Sachen, die schief gehen können, schief, so möchte ich nicht in der rechtlichen Haut des Arztes und nicht in deiner gesundheitlichen Haut stecken.


    • 3. Dreimalige Einnahme eines Retard-Präparates, das für die einmalige Einnahme vorgesehen ist: Auch ein no-go.
    WIEDER VOLLSTE ZUSTIMMUNG!!! Ein Retard-Präparat gibt ja den Wirkstoff zeitverzögert ab.

    Concerta wurde für einen optimierten Methylphenidat-Plasmaspiegelverlauf über einen ganzen Tag hinweg entwickelt.

    So ein Präparat mehrfach pro Tag zu nehmen setzt jeglichen Nutzen, den man bei einmaliger Einnahme daraus ziehen kann, außer Kraft und wirklich durchweg kontraproduktiv aus.


    • 4. Ein retard-Präparat am Abend: Völliger Unsinn.
    GENAU!!! Eine der Nebenwirkungen vom MPH ist doch Schlaflosigkeit. Warum musst du es am Abend nehmen?

    Diese Liste könnte man nach Belieben fortsetzen, was ich mir angesichts der abendlichen Zeit jedoch ersparen werde.

    Wir haben in Deutschland nach wie vor ein absolutes Fiasko in der qualifizierten Diagnostik und Therapie der ADHS im Erwachsenenalter und daher enthält mein Text auch keine Wertung dir gegenüber.

    Solltest du irgendeine Möglichkeit haben, bei einem ausreichend im Punkt "ADHS bei Erwachsenen" ausgebildeten und auf diesem Gebiet erfahrenen Facharzt in Behandlung kommen zu können, dann nutze die bitte.

    Wir haben hier im Forum Mitglieder, die 250km und weiter Anreise zu einem qualifizierten Spezialisten in Kauf nehmen, was absolut berechtigt und in eigenem Interesse ist.

    Qualifizierte Fachärzte auf dem Gebiet "ADHS bei Erwachsenen" sind dünn gesäht, aber sie sind zu finden.

    Hierbei sind wir dir auch gerne behilflich.







    Liebe Grüße,
    Alex

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: 120mg Methylphenidat (MPH) am Tag ok? Bin in keiner professionellen Behandlu

    Hallo!

    Möglicherweise ist meine bescheidene Meinung hier in der Diskussion von gar keiner Relevanz, trotzdem habe ich das Bedürfnis, mich hier zu Wort zu melden. Ferndiagnosen, Fernbeurteilungen usw. sind ja immer etwas problematisch und deswegen ist eine gewisse kritisch-skeptische Grundhaltung bei solchen Themen, denke ich, nie verkehrt.

    Erstmal, was Dirimox hier schreibt und als Fakt präsentiert ist evtl. gar nicht so eindeutig und klar, wie er es hier präsentiert.

    Beispiel #1: Die mehrmalige Einnahme von Conerta über den Tag

    Concerta wurde laut Hersteller so entwickelt, dass eine Wirkstoffabgabe über 12 Stunden erzielt wird. Anscheinend hat aber Dirimox nur eine Wirkung über 4 Stunden, was ja sein kann, da der Stoffwechsel individuell sehr sehr unterschiedlich funktioniert. Deswegen ist ein Urteil darüber, dass die mehrmalige Einnahme dieses Präparates als falsch wertet, wie ich finde, zu hoch gegriffen. Die relativ hohe Tagesdosis von 120 mg ist ja schon ein Indikator dafür, dass es sich hier wohl um einen fast metabolizer handelt. Deswegen könnte es durchaus angebracht sein, ein Präparat wie Concerta mehrmals am Tag einzunehmen. Das zu werten steht uns nicht zu.

    Beispiel #2: Die Einnahme eines Retard-Präparats am Abend

    Ich habe die Textstelle, wo der Threatersteller die Dosierung der Ärztin beschreibt mehrfach gelesen und empfinde sie nach wie vor ziemlich konfus. Da könnte es sich auch um ein Missverständnis oder um einen Fehler der Ärztin oder einer Fehlinterpretation durch den Patienten handeln. Ärzte machen häufig Fehler und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist häufig ein großes Problem. Bei der Beurteilung dieser Aussage muss dann auch noch berücksichtigt werden, dass der Patient auch in der Nachtschicht arbeitet. Wenn er am späten Nachmittag aufsteht und dann Abends seine Schicht beginnt, kann es ja durchaus angemessen sein, Abends ein Retard-Präparat einzunehmen. Es ist abhängig von der individuellen Lebensgestaltung.

    Beispiel #3 : Hausarzt/Allgemeinmedizinier verschreibt Methylphenidat

    Es gibt einige Allgemeinmediziner und auch Kinder- und Jugendärzte, die Methylphenidat und Amphetamin verschreiben und sich sehr gut mit ADHS auskennen. Auch hier finde ich die pauschale Verurteilung höchst zweifelhaft. Nur weil jemand Facharzt für Psychiatrie bedeutet das noch lange nicht, dass dieser eine Kompetenz auf dem Gebiet des ADHS oder sonst einer psychiatrischen Erkrankung haben muss. Es ist eher eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit. Es steht jedem Arzt frei, sich fortzubilden und wissenschaftliche Kongresse seiner Wahl zu besuchen. Ich kann es nicht recht glauben, dass eine Ärztin ohne Hintergrundwissen zu ADHS und einer gewissen Erfahrung in der Pharmakotherapie in diesen Dosen Methylphenidat verordnet. Dazu hat sie viel zu lange sehr hart gearbeitet, um ihre Zulassung den Facharzt zu erreichen. Außerdem drängt sich auf eine psychotherapeutische Behandlung, was als vernünftig zu bewerten ist.

    Beispiel #4 Die Tageshöchstdosis von 60 mg und die Sache mit dem Serumspiegel

    Man muss mittlerweile sagen, dass die Aussage eine Tageshöchstdosis von 60 mg solle nicht überschritten werden veraltet ist. Ich möchte dabei insbesondere auf folgendes Dokument verweisen, welches die Langzeiterfahrung mit Stimulanzien eines ADHS-Experten dokumentiert. Daraus geht sehr deutlich hervor, wie extrem unterschiedlich wirksame Einzel- und Tagesdosen sein können: http://ads-mainz.de/Stimulanzientherapie.pdf D.h. die Aussage die Tagesthöchstdosis Methylphenidat sei 60 mg ist schlichtweg falsch. In den Fachinformationen steht z.B. auch, dass die Wirksamkeit von Methylphenidat bei ADHS im Erwachsenenalter nicht belegt sei. Nur weil irgendwo etwas steht und seriös aussieht, muss das ja noch lange nicht stimmen! Genau so diese Sache mit der Kontrolle des Serumspiegels. Nirgendwo in den Fachinformationen oder sonstigen Richtlinien fand ich eine Aussage darüber, dass ab einer bestimmten Dosis der Serumspiegel kontrolliert werden soll. Eine Kontrolle würde außerdem überhaupt keinen Sinn machen, da es keinen direkten Zusammenhang zwischen Serumspiegel und Wirkung gibt.

    Mir ist irgendwie doch ziemlich viel Panikmache und Halbwissen dabei. Wer einen etwas breiteren Überblick über die Psychiatrie hat und nicht nur ADHS-Ecke sieht weiß, wie oft von Dosierungempfehlungen des Herstellers abgewichen werden muss. Die Hersteller haben ein Interesse daran, dass das Medikament zugelassen wird. Höhere Dosen bedeuten mehr Nebenwirkungen und diese Gefährden die Zulassung. Es wird ja immer eine Durchschnittspopulation untersucht und nicht wirklich auf den Einzelnen eingegangen.

    Uns fehlen viele Informationen und deswegen sollten wir uns zurückhaltend äußern.

    So, jetzt dürft ihr mich steinigen.

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