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  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Liebe oder r Schnubbel dank dir für die Info

  2. #12
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo Amneris,

    hab auch gerade gelesen, dass MPH diese innere Flucht/kampfbereitschaft auslöst und dadurch ua. der Appetit / Hunger unterdrückt wird (das müsste aber doch die Verdauung generell betreffen).

    Andererseits gibt es doch die These, dass Esssucht entsteht, weil sich der jenige mit der Fettschicht, die er aufbaut, nach aussen schützen will. Gerade im Zusammenhang mit einer Depression ist das doch auch ein logischer Gedankengang.
    Das würde vllt. auch erklären, warum manche keine Appetitminderung durch MPH erfahren...

    Ich halte es schon für möglich, dass in deinem Fall der Mechanismus -Essen um die Schutzschicht zu verstärken- unterbrochen wurde,
    weil du mit den auslösenden Faktoren der Außenwelt, jetzt besser klar kommst.

    Also ich hatte die letzten Tage einen Megadurchhänger und ich habe, trotz Angst vor Magenproblemen und trotz MPH wieder vermehrt genascht.

    Das lässt mich bezweifeln, dass alleine die medikamentös induzierte Flucht/Kampf-Bereitschaft auf den Appetit Einfluß nehmen soll.


    L.G.
    happypill

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo Amneris!

    Lese gerade ein Buch zum Thema und habe so die absolute erleuchtung!
    und zwar heisst es "Zucker und Bulimie" von Inke Jochims, Hedwig Verlag.
    Es geht um den Zusammhang und die wirkung von zucker auf das gehirn und die ganze sache mit dopamin, serotonin und cortisolspiegel.
    wird sehr verständlich erklärt und ist nicht nur auf bulimie sondern auch binge eating bezogen.
    ich kann es echt nur weiterempfehlen und denke es würde einige deiner fragen beantworten, auch wenn das Thema mph nicht vorkommt,
    aber wenn man die wirkung von mph auf noradrenalin und so anschaut ist alles soooo logisch...

    abgesehen davon hab ich mal ein halbes jahr zuckerfrei gelebt und es ging mir so gut wie nie zuvor!
    freu mich jetzt schon auf den nächsten versuch der umsetzung
    bis bald, S.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo Dreamer,

    das Buch klingt ja interressant. Sowas in der art hät ich mir jetzt auch gedacht:

    Das Essen und besonders Zucker beeinflusst die Botenstoffe im Gehirn.
    Wenn diese jetzt aber sowieso von MPH geregelt werden, hat man wahrscheinlich auch kein bedürfnis mehr,
    ständig zu essen .

    Hab hier mal einen Text zu dem Thema im Internet gefunden, weiss nicht ob ich hier einfach einen Link setzten darf

    http://www.food-monitor.de/2010/12/u...ng-gesundheit/

    kleiner Auszug daraus:

    "...Insbesondere das Dopamin ist für die Lust – nicht nur am Essen – zuständig. “Ohne Dopamin, Noradrenalin und Serotonin könnte unser Gehirn keine Informationen verarbeiten. Ihr individuell unterschiedliches Zusammenspiel schafft Zufriedenheit und mentale Balance”

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Ich habe auch schon monatelang ohne Zucker gelebt. Allerdings hat es nie etwas an meinem Essverhalten/Gelüsten geändert.
    Was ich jedoch so mal wegebekam war nach 2-jähriger Schokoladen/Kakaoabstinenz die Sucht auf Schokolade. Ich ess schon noch, wieder.. aber in Grenzen.

    @Dreamer
    hast du uns einige weitere wichtige Erkenntnisse?

  6. #16
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo ihr alle!

    Ich finde die Sache mit dem Zucker und seiner Wirkung auch sehr interessant... und schlüssig.

    Aber immer alles nur von Seiten der Neuros zu betrachten... auch irgendwie einseitig.
    Alle Gefühle die wir haben, werden ja sicherlich durch Ausschüttung von allen möglichen Stoffen verursacht, aber diese Ausschüttungen sind doch nicht bei jedem und immer gleich?!

    ZB. Mutterliebe... ausgelöst durch Hormonausschüttung nach der Geburt... ok! Aber soll damit alles erklärt sein?
    Warum gibt es Mütter mit schwach ausgeprägter Mutterliebe? Nur weil etwas mit den Hormonen nicht stimmt?


    Versteht mich nicht falsch, bitte. Das ist kein Vorwurf!
    Aber mir ist das irgendwie zu... einfach...



    L.G.
    happypill

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    ErichW schreibt:
    Es gibt aber zwei Ansatzpunkte. Eine Ärztin meinte mal zu mir, dass MPH in einen körperlichen Zustand versetzt, der einer Flucht- oder Jagdsituation entspricht. Und in diesen Zuständen ist Appetitlosigkeit eine natürliche Reaktion.

    Ich kann mir auch noch einen zweiten Erklärungsansatz vorstellen. Unter MPH wird weniger Kortison ausgeschüttet, das Gehirn wird entstresst. Dadurch wird weniger Energie im Gehirn benötigt und es "schreit" nicht so intensiv, dass es Hunger hat und Zucker braucht. Zwar wird andererseits auch mehr Glukose verbraucht, aber vielleicht ist das ja auch eine Frage, welcher Effekt überwiegt.
    Hallo Erich, widersprechen sich die beiden Thesen nicht? Ich meine, wird denn nicht gerade bei einer Flucht-und Jagdsituation das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet?
    Und was ich auch nicht verstehe, wieso wird unter MPH (angeblich) vermehrt Glucose fürs Gehirn benötigt? Abgesehen davon, dass diese, wenn es denn tatsächlich so ist, nicht unbedingt auch aus Zucker stammen muss. Hierfür könnte es genauso sinnvoll sein, sich mit hochwertigem Protein zu ernähren.

    happypill schreibt:
    Andererseits gibt es doch die These, dass Esssucht entsteht, weil sich der jenige mit der Fettschicht, die er aufbaut, nach aussen schützen will. Gerade im Zusammenhang mit einer Depression ist das doch auch ein logischer Gedankengang.
    Das würde vllt. auch erklären, warum manche keine Appetitminderung durch MPH erfahren...

    Ich halte es schon für möglich, dass in deinem Fall der Mechanismus -Essen um die Schutzschicht zu verstärken- unterbrochen wurde,
    weil du mit den auslösenden Faktoren der Außenwelt, jetzt besser klar kommst.
    Liebe Happy, sicher hast du generell Recht, aber ich unterstelle, wie eingangs gepostet, dass es in meinem Falle eben keine psychischen Ursachen gibt für meine ES.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es bei einem "Normalo" ausreicht ein Stück Schokolade zu essen und dass dieser diese gute Gefühl dann lange Zeit gespeichert mit sich trägt; oder anderes Beispiel: dass z.B. Erfolgssituationen einen "Normalo" auch über längere Zeit hinweg motivieren, inspirieren usw.
    Bei mir nicht. Bei mir ist das gute Gefühl sofort wieder weg. Wenn ich mich auf ein Ereignis freue, ist die Vorfreude stärker als der Moment dann selbst. Und danach ist ein tiefes Loch vorhanden.
    Dieses wäre, sorry für meine naive Ausdrucksweise, ein Anlass für mich zu denken, dass also tatsächlich in meinem Fall das Dopamin schneller wieder abtransportiert wird und so das Bedürfnis verstärkt vorhanden ist, für Nachschub zu sorgen. Da würde dann die Wirkung des MPH ansetzen ...

    Dreamer schreibt:
    Es geht um den Zusammhang und die wirkung von zucker auf das gehirn und die ganze sache mit dopamin, serotonin und cortisolspiegel. wird sehr verständlich erklärt und ist nicht nur auf bulimie sondern auch binge eating bezogen.
    ich kann es echt nur weiterempfehlen und denke es würde einige deiner fragen beantworten, auch wenn das Thema mph nicht vorkommt, aber wenn man die wirkung von mph auf noradrenalin und so anschaut ist alles soooo logisch...
    abgesehen davon hab ich mal ein halbes jahr zuckerfrei gelebt und es ging mir so gut wie nie zuvor! freu mich jetzt schon auf den nächsten versuch der umsetzung
    Hallo Dreamer! Von dem Buch habe ich schon oft gehört, dachte aber immer, dass es nur in Bezug auf Bulimie geschrieben wäre. Dann werde ich es mir wohl doch mal zulegen, auch wenn ich in Bezug auf LC-Ernährung bereits bestens geschult bin. Allerdings habe ich da komplett andere Erfahrungen gemacht als du: Ich habe mal fast ein halbes Jahr ketogen gelebt, in der Zeit fast 40 kg abgenommen, und bin dann total in Depressionen abgestürzt (Kliinik-Aufenthalt). Also LC-Ernährung ja, aber nie wieder ketogen. Da passe ich jetzt wirklich auf. Habe vor zwei Wochen wieder mit meiner Ernährungsumstellung angefangen und mir geht es damit auch spitzenmäßig. Allerdings geht das jetzt nur, weil ich MPH nehme, zuvor war mein Süßigkeiten-Such einfach zu groß, so dass jeder Verstand ausgeschaltet war.

    happypill schreibt:
    Aber immer alles nur von Seiten der Neuros zu betrachten... auch irgendwie einseitig.
    Alle Gefühle die wir haben, werden ja sicherlich durch Ausschüttung von allen möglichen Stoffen verursacht, aber diese Ausschüttungen sind doch nicht bei jedem und immer gleich?!

    ZB. Mutterliebe... ausgelöst durch Hormonausschüttung nach der Geburt... ok! Aber soll damit alles erklärt sein?
    Warum gibt es Mütter mit schwach ausgeprägter Mutterliebe? Nur weil etwas mit den Hormonen nicht stimmt?


    Versteht mich nicht falsch, bitte. Das ist kein Vorwurf!
    Aber mir ist das irgendwie zu... einfach...



    L.G.
    happypill
    Nochmals "Hallo Happy" also falsch verstehe ich dich nicht, aber was ich nicht verstehe ist, wieso du diese Sache mit den Hormonen als "zu einfach" bezeichnest? Hormone bestimmen unser körperliches und seelisches Geschehen. Hormone sind alles andere als einfach- im Gegenteil sogar, ihre Funktionen sind größtenteils immer noch völlig ungeklärt

    LG Amn

  8. #18
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo Amneris,

    zu einfach deshalb, weil es auch erwiesenermaßen umgekehrt ist. Hab gestern Abend gerade eine Reportage zum Thema Depressionen gesehen und da wurde auch gesagt, dass die Depression selbst Auswirkungen auf den Chemismus im Hirn hat... also nicht die Botenstoffe verursachen die Depression, sondern die äußeren Bedingungen... und wenn die Seele starkgenug schwankt, dann schwanken auch die botenstoffe. ?????

    Ich gebe zu, das verwirrt mich einfach, wie die Frage nach Huhn oder Ei....was war zuerst...?

    Vermutlich gibt es beides. Depressionen, ausgelöst durch "falsche Hirnchemie" und Depressionen ausgelöst durch äußere Umstände....

    Ich wollte einfach nur sagen, dass es unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt.
    So auch für Essstörungen.
    Bei Magersucht zB. heißt es, das die Betroffenen oft, eine Art Kontrollwunsch haben und diese Kontrolle auf ihren Körper projezieren.

    Eben alles nicht sooo einfach zu erklären.


    Aber natürlich kann es bei dir auch an den Botenstoffen liegen...
    Ich machs halt gern kompliziert...

    Aber, wenn es dir jetzt besser geht, mit MPH,...warum auch immer.... ist das auf jeden Fall erfreulich!!


    L.G.
    happypill

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    Hallo Happy, jetzt habe ich aber wenigstens verstanden, was du meinst und ich gebe dir (wieder mal) Recht. ABER eigentlich ist es für die Behandlung erstmal unrelevant, was ich meine an einem Beispiel erläutert: man kann Krebs bekommen, wenn man lebenslang irgendwelchen schädlichen Stoffen ausgeliefert war, und man kann Krebs bekommen, ohne jeden ersichtlichen Grund, einfach weil die Veranlagung da ist. Natürlich muss im ersten Fall auch die Ursache behoben werden, aber der Krebs ist dadurch nicht automatisch weg, und muss genauso behandelt werden wie im zweiten Fall.
    Wobei, um auf dein Beispiel jetzt wieder zurückzukommen, doch der erste Fall sogar der "einfachere" von beiden ist. Oder? Die Frage also, woher kommen Depression oder Ess-Sucht OHNE äußerliche Gründe?
    Oder: selbst, wenn es äußerliche Gründe gibt, wieso haut denn den einen Menschen eine Sache um, während den anderen dieselbe Sache nicht besonders juckt? Also vielleicht sind auch für die anscheinend äußerlich begründete Depression, Ess-Sucht etc.pp. die Ursachen in Wahrheit auch in einem selbst (hormonell) zu finden?

    LG Amn

  10. #20
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Methylphenidat und Essverhalten

    willkommen in meiner (Gedanken)Welt.... genau das meinte ich

    Hoffe ich hab dich nicht mit meiner geistigen Verwirrung angesteckt...

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