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Diskutiere im Thema Klage gegen Krankenkasse wegen Kostenübernahme von MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 113

    Klage gegen Krankenkasse wegen Kostenübernahme von MPH

    Hat von Euch jemand Klage bei Gericht eingereicht, damit die Krankenkasse die Kosten für MPH übernimmt?
    Oder ist das aussichtslos?

    Ich kenne nur den Fall eines 22 jähr., der bereits seit Kindheit das Medikament eingenommen hat.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Klage gegen Krankenkasse wegen Kostenübernahme von MPH

    Hallo Funkelstern,

    wenn Du diesen Weg gehen willst, musst Du den Verwaltungsverfahrensweg einhalten. Das heisst, Du beginnst damit, dass Du um Kostenübernahme bei der Krankenkasse bittest. Selbstredend, dass das nur schriftlich erfolgen sollte. Ebenso bittest Du um eine schriftliche Mitteilung über die Entscheidung. Im Falle einer Ablehnung forderst Du einen rechtsmittelfähigen Bescheid an. Das ist wichtig, da das der Aufhänger für die Klage sein wird.

    Gegen diesen Bescheid legst Du Widerspruch ein und das Ganze wird der Schiedsstelle vorgetragen. Das ist immer noch ein aussergerichtiliches Verfahren. Die Schiedsstelle entscheidet, ob dem Widerspruch abgeholfen wird und Du damit die Kostenübernahme bekommst.

    Entscheidet die Schiedstelle auch gegen Dich, dann reichst Du beim Sozialgericht Klage ein. Prozesse gegen einen Sozialversicherungsträger sind für den Kläger immer kostenfrei. Das gilt allerdings nicht für Deinen Rechtsanwalt, solltest Du einen hinzuziehen.

    Nach meiner Einschätzung sind die Chancen auf Kostenübernahme äusserst gering, nachdem ein höchstrichterliches Urteil vorliegt, das dagegen ausgesprochen wurde (BSG Az: B 1 KR 5/09/ R). Trotzdem hat natürlich jeder Bürger die Möglichkeit, Rechtsmittel zu ergreifen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir damit einwenig helfen.

    Liebe Grüsse
    Enolem

  3. #3
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    Forum-Beiträge: 595

    AW: Klage gegen Krankenkasse wegen Kostenübernahme von MPH

    Sinn macht es eh nur, wenn ärztlich nachgewiesen wird, ohne das Medikament besteht Lebensgefahr, wenn auch nur in Zukunft. Dann müsste die Kasse zahlen. Akute Lebensgefahr wegen fehlender Einnahme von MPH etc. nachzuweisen, dürfte schwer sein. Ich hatte ja auch mit der Barmer gesprochen und mir wurde gesagt: "... wenn Ihr Leben in Gefahr ist, dann..." Und das wird nicht der Fall sein, nur weil man kein MPH nimmt.

    Hier kann man auch nicht den übertragenen Sinn anwenden. Weil es könnte ja gesagt werden, wenn ich kein MPH nehme, werde ich vielleicht alkoholabhängig oder was auch immer und das kann auch zum Tod führen. Solche Sachen zählen nicht. Es geht ganz klar um die lebenserhaltene direkte Wirkung von MPH ohne das man in akute Lebensgefahr gerät. Und das gibt es nicht. Sorry, muss aber so deutlich gesagt werden.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    Forum-Beiträge: 113

    AW: Klage gegen Krankenkasse wegen Kostenübernahme von MPH

    Danke für Eure Antworten.

    Das hört sich nicht erfolgversprechend an.

    Ich habe bei meiner Krankenkasse (BKK) bereits angefragt, aber mir wurde mitgeteilt, das die Kosten für MPH nicht übernommen werden, da sie für Erwachsene nicht zugelassen sind. Auch die Kosten von 120 Euro für den ADHS Test, den der erste Facharzt verlangt hat, haben sie mir nicht erstattet mit der Begründung, sie können nicht etwas erstatten, von dem noch nicht offiziell anerkannt ist, das es das gibt (war nicht der genaue Wortlaut).

    Dann kann man nur hoffen, das es endlich ein Arzneimittelhersteller schafft, das ein MPH Präparat für Erwachsene zugelassen wird.

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