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Diskutiere im Thema Methylphenhydat bei Suchtanamnese? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Wird MTP auch bei einer Suchtananamnese verschrieben oder soll ich das lieber verschweigen?

    Habe jetzt so viele AD´s durch und hege große Hoffnung, dass mir Medikinet oder ähnliches vielleicht helfen könnte und will das nicht gefährden.

    Gruß Tuber!

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.805
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Naja,

    vor einer Verschreibung von Methylphenidat steht erst einmal eine fachgerechte Diagnosestellung.

    Deinen Profilangaben zufolge ist die bei dir noch nicht erfolgt.

    Wenn du bei der ADHS-Diagnostik relevante Tatsachen (wie z.B. eine Suchtanamnese) verschweigst, dann schadest du letztendlich nur einem, und zwar dir selbst.

    Eine Suchtanamnese ist nicht in jedem Fall ein Ausschlussgrund für eine Methylphenidat-Medikation, zumal es kaum eine Sucht-Anamnese gibt, die einer anderen gleicht, jedoch erfordert die Medikation eine erhöhte Kontrollrate und man wird i.d.R. auf retardierte Methylphenidat-Präparate zurück greifen, da bei diesen das Anfluten des Wirkstoffes weniger bemerkbar ist und damit auch eine evtl. vorhandene, latente Suchtstruktur weniger getriggert wird.

    All das hat aber eben erst während und nach der ADHS- Diagnostik eine Relevanz.




    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Naja, ich meine von einer wirklichen Sucht würde in meinem Fall auch gar nicht sprechen, eher von einem "schädlichen" Konsum der episodisch immer wieder vorkam, sich dann über einige Wochen/Monate hinzog, nur um am Ende festzustellen, dass es mir doch nichts genützt hat.

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.805
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Hallo

    Es kommt hier mit Sicherheit ganz zentral darauf an, was du in welchen Mengen wie lange konsumiert hast.

    Ein schädlicher Gebrauch oder eine Abhängigkeit / Sucht ist im Falle einer vorhandenen ADHS nichts besonderes, sondern das teilst du mit mindestens 50 % der ADHS-Betroffenen.

    Kompetente Stellen zur Diagnose und Therapie von ADHS wissen hierüber sehr genau Bescheid und können so etwas entsprechend einordnen.





    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Alex schreibt:
    Hallo

    Es kommt hier mit Sicherheit ganz zentral darauf an, was du in welchen Mengen wie lange konsumiert hast.

    Ein schädlicher Gebrauch oder eine Abhängigkeit / Sucht ist im Falle einer vorhandenen ADHS nichts besonderes, sondern das teilst du mit mindestens 50 % der ADHS-Betroffenen.

    Kompetente Stellen zur Diagnose und Therapie von ADHS wissen hierüber sehr genau Bescheid und können so etwas entsprechend einordnen.





    Liebe Grüße,
    Alex
    Ok, dann bin ich ja beruhigt, zumindest ein wenig.

    Möchte nur nicht, dass das als Auschlußkriterium gilt und ich sofort den Stempel bekomme "der will sich nur berauschen". Ich will endlich mein Studium bewältigen und es nicht an mangelnder Aufmerksamkeit scheitern lassen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Hallo Tuber.

    Um MPH verschrieben zu bekommen, muss ein Facharzt erstmal eine Diagnose feststellen.
    Und Sachen wie eine Sucht zu verschweigen, halte ich für eine weniger gute Idee.

    Letztendlich muss der Arzt ja eine Therapie, die individuell auf dich zugeschnitten ist beginnen bzw. durchführen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Da geb ich dir ja recht, aber leider unterstellen viele Ärzte jemanden der das Wort "Abhängigkeit" hört, einem sofort ein gewisses Medikament welches nutzen könnte missbrauchen zu wollen.

    Sicher sollte das ein kompetenter Facharzt nicht tun und erstmal eine Basis des Vertrauens schaffen, ausserdem ist ein Missbrauch mit BtMG pflichtigen Medi´s eh schwierig, weil es ja direkt auffallen würde, aufgrund der genauen Überwachung.

    Ich habe halt äußerst schlechte Erfahrungen mit solchen Dingen gemacht und wurde plötzlich ganz anders behandelt, kam mir ja schon teilweise wie ein Krimineller vor (Erfahrungen mit einem Facharzt für Psychiatrie).

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Leider denken viele Ärzte sowas.

    Aber genau, bei MPH ist es wohl eher schwierig.

    Die Ärzte kontrollieren genau, wie viel sie verschreiben.
    Du kannst ja mal ansprechen, dass du früher mal süchtitg warst und dann siehst du ja die Reaktion.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    Hi,

    ich würde, sollte es bzg. Substanzen keine Diagnose geben, erst mal gar nicht von Sucht sprechen. Die Klinisiche Psychologie unterscheidet zwischen Substanzabhängigkeit und Substanzmissbrauch. Nicht jeder übermäßige Konsum muss gleich Sucht bedeuten. Schildere einfach, was Du wie oft und in welchen Mengen konsumiert hast. Und wenn es eine Diagnose gibt, dann musst Du das natürlich auf den Tisch legen.

    Was "viele Ärzte denken" ist überhaupt nicht sicher. Leider werden oft von einem einmaligen oder dummerweise zweimaligen Erlebnis gleich Schlüsse über alle Ärzte gezogen, das finde ich sehr unangemessen. Die Ärzte sind in der Regel die, die kompetent sind, auch wenn die meisten Patienten ihre Krankheit studiert zu haben scheinen.

    So long.
    outlaw

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Methylphenhydat bei Suchtanamnese?

    outlaw schreibt:
    Hi,

    ich würde, sollte es bzg. Substanzen keine Diagnose geben, erst mal gar nicht von Sucht sprechen. Die Klinisiche Psychologie unterscheidet zwischen Substanzabhängigkeit und Substanzmissbrauch. Nicht jeder übermäßige Konsum muss gleich Sucht bedeuten. Schildere einfach, was Du wie oft und in welchen Mengen konsumiert hast. Und wenn es eine Diagnose gibt, dann musst Du das natürlich auf den Tisch legen.

    Was "viele Ärzte denken" ist überhaupt nicht sicher. Leider werden oft von einem einmaligen oder dummerweise zweimaligen Erlebnis gleich Schlüsse über alle Ärzte gezogen, das finde ich sehr unangemessen. Die Ärzte sind in der Regel die, die kompetent sind, auch wenn die meisten Patienten ihre Krankheit studiert zu haben scheinen.

    So long.
    outlaw
    Meiner Meinung nach gibt es sowieso keine klare Abgrenzung, wann man von einer Sucht und wann von Missbrauch sprechen kann.

    Sicher wurden viele Dinge durch die ICD Norm beispielsweise klassifiziert, aber die ICD ist nicht das Maß aller Dinge.

    Und zum Thema Depressionen, Neurophysiologie oder Psychopharmaka habe ich schon div. Literatur verschlungen und oft wirklich festgestellt, dass einige Ärzte weniger wussten als ich selbst. Ich kann also schon sagen, meine Krankheit studiert zu haben. ADHS ist vielleicht noch Neuland für mich und werde es aufgrund meines aktuellen "Studiums" auch dabei belassen, weil ich so schon am Tag gezwungen bin mehrere Stunden zu lernen.

    Achso was Ärzte so denken, habe ich in den verschiedensten Kliniken in denen ich div. Praktika absolviert habe schon mitbekommen.

    Trotzdem muss ich dir abschließend recht geben, dass "Selbsttherapie" sicher nicht das ist was man tun sollte. Sich mit seiner Krankheit vielleicht ein wenig ausführlicher auseinanderzusetzen, sehe ich im Bezug auf psychiatrische Störungen aber als normal an und halte es für einen positiven Effekt.

    Bis dahin,
    Tuber

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