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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Alex schreibt:
    Auch hier wundere ich mich wieder, wer denn da ADHS in verschiedenen Schweregraden diagnostiziert.
    In der Schweiz wird im Rahmen der Diagnostik der individuelle Leidensdrucks abgeklärt, wie stark die bekannten Probleme den Betroffenen in allen möglichen Lebenslagen behindern und welche Behandlung demzufolge angezeigt ist.

    @Redfox

    Falls dein Problem tatsächlich vom Rebound kommen sollte, lässt sich dieser sehr gut durch retardierte Medis abmildern, da die Wirkung da langsamer nachlässt. In der Einstellungsphase ist das aber nicht das richtige, da die Abstufung meist nur in mindestens 10mg-Schritten möglich ist und deine ideale Dosierung vielleicht genau dazwischen liegt. Ausserdem musst du im Fall einer Überdosierung den unerträglichen Zustand dann statt 3 Stunden u.u. bis zu 6-8 Stunden aushalten.

    Wichtig für Dich rauszufinden ist im Moment, wieviel mg du pro Einnahme benötigst. Wenn Du Deine "pro Mal"-Dosis nun kennst, kannst Du je nach Länge des Tages bei Bedarf eine zusätzliche Dosis nehmen oder manchmal auch eine weniger, wie z.B. am Wochenende. Aber auf's mal doppelt so viel zu schlucken oder in kürzeren Abständen wie sonst, bringt nichts ausser verstärkte Nebenwirkungen und schlechtere Konzentration.

    Da du aus der Schweiz kommst, gibt es für dich die Möglichkeit, Focalin XR zu probieren. Sprich Deinen Arzt einfach darauf an, es ist das Nachfolgemedi vom Ritalin LA, für Erwachsene zugelassen und wird von der Grundversicherung übernommen. Aber vorallem macht es weniger Nebenwirkungen. Ich will jedenfalls nicht zum normalen MPH zurück.

    gruss matz

  2. #12


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    matz schreibt:
    In der Schweiz wird im Rahmen der Diagnostik der individuelle Leidensdrucks abgeklärt, wie stark die bekannten Probleme den Betroffenen in allen möglichen Lebenslagen behindern und welche Behandlung demzufolge angezeigt ist.
    Interessante Sache.

    Zumal ich das 1. auch aus der Schweiz anders kenne und 2. ADHS für sich selbst quasi keinen oder überhaupt keinen Leidensdruck verursacht, sondern der ganz vorrangig oder ausschließlich von Komorbiditäten kommt (v.a. Depressionen und Angststörungen).







    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Hier wird aber auch so eine Formulierung verwendet.

    Für das Gericht wäre es im konkreten Fall sogar ausreichend gewesen, wenn „lediglich“ eine „schwere Form der Erkrankung“ nachgewiesen worden wäre, weil es sich um eine Weiterführung der Behandlung („Beyond-Label-Use“) im Erwachsenenalter handelte.
    zentrales-adhs-netz

  4. #14


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    matt_e schreibt:
    Hier wird aber auch so eine Formulierung verwendet.


    zentrales-adhs-netz
    Ich kenne diesen Fall ziemlich genau und habe mich seinerzeit schon über diese angewandte und nicht definierte Klassifizierung gewundert.

    --> Krankheiten und Störungen sind im DSM oder im ICD klassifiziert, samt solchen Dingen wie Schweregraden oder Ausprägungen.

    Bei ADHS gibt es solche Unterteilungen nicht und somit auch keine verschiedenen Ausprägungen oder Schweregrade.

    Wenn ein Diagnostiker meint, er müsse bei einem Patienten eine ADHS als "schwer" oder "leicht" bezeichnen, dann ist das dessen Privatsache ohne jegliche Bedeutung.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, zumal das wirklich first-level-Basics sind, die man absolut nicht auch noch ewig diskutieren muss.





    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Ja im Sinne von ICD und DSM gibt es keine Unterscheidungen. Hab ich auch nie angezweifelt.

    Man kann dann aber wohl auch nicht alles glauben, was bei wikipedia zu lesen ist.

    ADHS kann in drei Schweregrade eingeteilt werden:

    Der leicht Betroffene hat zwar die biologische und genetische Prädisposition, bei ihm ist die Symptomatik aber nicht so stark ausgeprägt, dass er behandlungsbedürftig ist. Er besitzt eine höhere Kreativität, ist etwas weniger impulsgehemmt als normal und kann sich nicht so gut konzentrieren wie andere Menschen. Dafür bekommt er aber am Rande liegende Details sehr viel besser mit. Trotzdem ist eine frühzeitige Information des Betroffenen und seines Umfeldes über ADHS sowie eine psychosoziale Hilfestellung wichtig. Dadurch kann ein Betroffener in seiner Entwicklung günstig beeinflusst werden und die negativen Symptome werden abgeschwächt.

    Der mittelschwer Betroffene ist behandlungsbedürftig und leidet neben ADHS zunehmend unter Folgeerkrankungen. Er entwickelt aber keine Störung des Sozialverhaltens oder andere soziale Auffälligkeiten. Unter Umständen ergreift er einen Beruf, für den er geistig deutlich überqualifiziert ist. Das Suizidrisiko ist ohne Behandlung erhöht, und die Wahrscheinlichkeit von Schulversagen und Versagen im Beruf nimmt zu.

    Ein schwer Betroffener hat ein gestörtes Sozialverhalten und ein stark erhöhtes Risiko, ein Suchtverhalten zu entwickeln oder in die Kriminalität abzurutschen. Ohne Behandlung ist er nur schwer zu (re-)sozialisieren.

    Mit einer umfassenden Prophylaxe und der Information des Umfeldes über die Störung kann man unter Umständen erreichen, dass sich die einzelnen Symptome weniger deutlich ausprägen, so dass ursprünglich schwerer Betroffene in eine schwächere Kategorie fallen. Zu bedenken ist aber, dass ein Großteil des Schweregrades neurobiologisch bedingt ist. Daher können die Symptome nur im Rahmen der synaptischen und kortikalen Plastizität des menschlichen Gehirns beeinflusst werden. Untersuchungen zur Langzeitplastizität bei ADHS stehen noch aus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerk...ch_ICD_und_DSM

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Alex schreibt:
    Interessante Sache.

    Zumal ich das 1. auch aus der Schweiz anders kenne und 2. ADHS für sich selbst quasi keinen oder überhaupt keinen Leidensdruck verursacht, sondern der ganz vorrangig oder ausschließlich von Komorbiditäten kommt (v.a. Depressionen und Angststörungen).
    Ich litt massiv unter meinen Konzentrationsproblemen! Besonders in der Vorbereitungszeit zu den Abschlussprüfungen habe ich gemerkt, wie kurz ich wirklich lernen kann im Vergleich mit meinen Kommilitonen. Das belastet ziemlich stark, weil man das direkt erleben kann. Von den sonstigen Problemen im sozialen Umfeld ganz zu schweigen.

    Es gibt einen speziellen Fragebogen, mit welchem eben genau das abgeklärt wird, ich durfte den auch ausfüllen. Kann mich nicht mehr im Detail daran erinnern, aber es fragt alle bei ADHS typischerweise problematischen Bereiche auf subjektiv erlebte Intensität ab.

    Ob man daraus einen Schweregrad im Sinne von ICD oder DSM herleiten kann/will ist eine andere Sache. Massgeblich für den Entscheid ob und falls ja, welche Therapie sinnvoll ist, ist doch nur der individuelle Leidensdruck und den sollte man messen. Es gibt durchaus ADHS-ler die ein Leben lang kein Bedürfnis nach Hilfe haben und die braucht man doch nicht zwangszubeglücken, nur weil sie diagnostiziert wurden.

    gruss matz

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Alex schreibt:
    Hallo



    Ist zwar ziemlich Off-Topic , aber weder im ICD, noch im DSM sind für ADHS verschiedene Schweregrade definiert.

    Vgl. zum Beispiel mit Depressionen im ICD:

    F32.0: Leichte depressive Episode, F32.1 Mittelschwere depressive Episode, F32.2 : Schwere depressive Episode, F32.3: Schwere depressive Episode mit Psychose-Symptomen.

    All das gibt es bei ADHS nicht, sondern es gibt nur "ja" oder "nein" bzw. eine Angabe einer Wahrscheinlichkeit, ob eher ja oder eher nein.

    Wie irgendwelche Fragebögen zu bewerten sind obliegt der Phantasie des Auswertenden.





    Liebe Grüße,
    Alex
    der schweregrad einer depressiven episode wird darüber definiert, wie viele der sieben möglichen nebensymptome zu mindestens 2 von 3 hauptsymptomen dazukommt.

    darüber hinaus denke ich hat die langjährige thematisierung der depression (die älteste, die ich kenne, ist aus den zwanziger jahren) dazu geführt, recht trennscharfe items/symptome auszuarbeiten, die es für adhs möglicherweise noch nicht mit der sicherheit gibt. wobe ich auch nicht weiß, seit wann adhs gerade bei erwachsenen bereits erforscht wird - bei erwachsenen gibt es ja eine vielzahl mehr an symptomen, sowohl emotionaler/affektiver natur wie auch lebensgeschichtliche, die aber eben *nicht* besonders trennscharf sind.

    ob man adhs daher überhaupt irgendwann mal in offizielle schweregrade einteilen kann, weiß ich nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass inoffiziell schon eine subjektive wahrnehmung dessen bestehen kann, wie sehr jemand mit seinen symptomen zu kämpfen hat, oder nicht, und vielleicht auch unter dem gesichtspunkt, wie viele und welche komorbiditäten noch dazu kommen.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Alex schreibt:
    Auch hier wundere ich mich wieder, wer denn da ADHS in verschiedenen Schweregraden diagnostiziert.



    Ich kann dir hierbei nur raten, dich bei deinem behandelnden Arzt um einen Wechsel des Methylphenidat-Präparates zu bemühen.

    Hierfür steht in der Schweiz noch Ritalin als unretardiertes und Concerta als retardiertes Präparat zur Verfügung (u.U. auch Focalin).

    Oftmals verschwinden diese Kopfschmerzen dann auf Nimmerwiedersehen oder mildern sich ab diesem Zeitpunkt dann mehr und mehr bis sie letztendlich verschwinden.

    Falls das nicht der Fall sein sollte, dann müsste man mal detailliert nach der Ursache forschen.

    Oftmals sind Muskelverspannungen im Bereich der HWS schuld an solchen Kopfschmerzen, die dann natürlich durch Methylphenidat sehr verstärkt werden können.

    Starke Blutdruckschwankungen durch die Methylphenidat-Einnahme und im Speziellen ein stärkerer und zudem schneller Blutdruckabfall zu Ende der Wirkdauer können natürlich auch dahinter stecken, was sich aber relativ einfach klären lässt.




    Liebe Grüße,
    Alex
    Danke Alex,
    also mein Blutdruck ist 1A, den kann ich zu 100% ausschliessen.
    Warum sollte der Wechsel zu Ritalin etwas bringen? Ist doch genau der selbe Wirkstoff

  9. #19
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    Schweregrad ist vielleicht ein schlechtes Wort. Aber jeder Arzt muss bei der Diagnose beurteilen, wie stark das tägliche Leben durch ADHS beeinträchtigt ist. Eine deutliche Beeinträchtigung ist sogar Voraussetzung für die Diagnose z.B. nach DSM-IV. Insofern ist jeder, der nach den Kriterien des DSM-IV die ADHS-Diagnose erhält, ein "schwerer Fall" (in Sinne von: deutliche Beeinträchtigung des täglichen Lebens). Ein "leichter Fall" (keine deutliche Beeinträchtigung des täglichen Lebens) würde gar keine Diagnose bekomen und bei einem solchen Fall wär ja auch die Verschreibung von Stimulanzien unverhältnismäßig.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Kopfschmerzen mit Medikinet

    hallo redfox

    was ist aus deinen kopfschmerzen geworden?! ich habe das gleiche problem und es treibt mich in den wahnsinn!

    seit ca. drei wochen probiere ich ritalin, erst das normale, dann LA und alternativ focalin. die wirkung ist grundsätzlich phänomenal - bloss die kopfschmerzen sind auf dauer nicht auszuhalten, auch bei ganz geringer dosierung nicht. auch mit schmerztabletten krieg ich sie nicht vertrieben. mittags kommen die und werden dann immer schlimmer, abends kann ich kaum einschlafen so schlimm und stechend sind die. ganz unglücklich macht mich das. selbst morgens wenn ich aufsteh hab ich noch leichte kopfschmerzen und muss mich überwinden, das medi zu nehmen.

    alternativ habe ich auch modasomil ausprobiert, das macht mir zwar nur leichte kopfschmerzen aber es wirkt auch nicht so zielgerichtet, ich mag es nicht. und ich mag auch kein stimulans nehmen dessen wirkung sich erst langfristig einstellt (z.b. strattera).

    hast du in der zwischenzeit was herausgefunden?

    liebe grüsse
    milla

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