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Diskutiere im Thema Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre)

    Hallo an alle,

    vorausgeschickt geschrieben: Tolles Forum, sehr informativ, speziellen Dank an die bemühten Menschen, die es am laufen halten.

    Zu meiner Frage:

    Einleitend, ich bin mir relativ sicher, dass ich ADS habe. Daher informiere ich mich schon länger über die medikamentöse Behandlung, habe aber zu einem Punkt leider noch keine befriedigende Antwort gefunden:

    Hält die Wirkung von MPH, oder ähnlichen Präperaten, langfristig an, oder gibt es einen "Gewöhnungseffekt" und eine Rückkehr zu alten Verhaltens-/ Denk- mustern? Mit langfristig meine ich mehrere Monate/Jahre bei regelmäßiger Einnahme.

    Gibt es hier vielleicht jemanden, der/die MPH konstant seit mehreren Jahren nimmt und darüber berichten kann, ob die Wirkung immer noch "so gut" ist wie in der Anfangszeit?

    Danke im Voraus für eure Erfahrungswerte.

    lg

    Änderung:
    Sry, habe nicht ganz die richtige Kategorie erwischt, bitte verschieben nach " ADS ADHS Erwachsene: Medikamente". Danke
    Geändert von gregor (24.01.2011 um 19:57 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre)

    Hallo,

    in der Tat verändert "man" sich unter der jahrelangen Einnahme von Ritalin und das ist ja auch erwünscht, im positiven Sinne!

    Einen Gewöhnungseffekt kann ich bis heute nicht feststellen. Es wirkt je nach Tagesform oder Zyklusphase unterschiedlich und manchmal tuts auch nicht so gut, z.B. wenn irgendwo ein Stressgefühl zu lange anhält, brenne ich mit Ritalin schneller aus. Seitdem ich Antidepressiva dazunehme, gehts gut und ich hatte keines mal mehr dieses Burnout-gefühl. Dieses Burnout-gefühl hatte ich früher nicht, dass ist durch die Langzeiteinnahme erst so massiv aufgetreten.

    Zu bedenken möchte ich doch geben, dass das Ritalin dafür da ist, sich selber durch jahrelanges Reflektieren und Training in die Lage zu bringen, sein Leben zu hinterfragen und es grundlegend seinem Persönlichkeitsprofil zum Positiven hin zu verändern. Das heißt, sich selber kennenzulernen und sich mit seinen Möglichkeiten und Gegebenheiten auszusöhnen. Auch ADSler sind keine ÜBermenschen und meines Erachtens benötigen gerade ADSler ihre Niesche, in der sie sich entfalten und auch zurückziehen können.

    Nach jahrelangem Kampf und ich nehme seit fast 10 Jahren Ritalin und seit 6 Monaten Antidepressiva, habe ich seit kurzem das erste mal das Gefühl...so langsam in meiner Niesche angekommen zu sein und mit meinem Leben einigermaßen klar zu kommen und stimmungsausgeglichener zu sein. Keine Dramen mehr, keine Suche mehr nach dem Kick und nach dem großen Etwas...nein, ich habe meine Chance weitgehend genutzt und mit Ritalin ein normales Leben in dieser Gesellschaft möglich machen können. Und noch vor Jahren hätte ich im Traum nicht daran gedacht, eine solches Leben mal zu akzeptieren und es sogar schön und auch aufregend genug zu finden...

    Liebe Grüße
    von Marianne

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre)

    bei mir ist das so das ich seit ca 1 jahr wieder ritalinnehme, dazu seit 2 monaten noch ein retart produkt. die wirkung ist immer unterschiedlich...was mir wirklich manchmal angst macht...in der anfangszeit bin ich mit 20 mg am tag ausgekommen (ich mache gerade eine weiterbildung zum techniker dh 8 stunden schule) heute ist es so das ich am tag zwischen 80 und 90 mg brauche und die wirkung ist sehr wechselhaft...ich hoffe mach das sich das nun mit dem richtigen doc einpendelt....

  4. #4
    VierSterneMurch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.541

    AW: Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre)

    Heidiho, ich nehm jetzt seit sechs Jahren MPH zwischen 30 und max. 120mg am Tag und die wirkung ist immer noch wechselhaft, es gibt Tage, da brauch ich nur 20 und Tage da reichen drei retard nicht... Auf der Arbeit brauch ich min. das doppelt als an freien Tagen und manche Nahrungsmittel oder zusätze scheinen das ganze auch zu beeinflussen...
    Gerade sehr sauer und salzige Sachen schwächen die Wirkungsdauer ab. Aber die Dosis bei MPH ist eh so ne Sache, ich kenn leute die brachen drei mal 5mg am Tag naja und welche die brauchen halt 100.

    Leider herrscht über die Wechselwirkung mit Futter und Getränken noch keine Klarheit und das Netz ist voller Düsterer MPH Nahrungslegenden.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Wirkung MPH (Methylphenidat) über längeren Zeitraum (Monate/Jahre)

    Total spannendes Thema find ich das!

    Die gängige Aussage ist ja wohl, dass Erwachsene weniger hoch dosierte MPH - Präparate brauchen als Jugendliche und Jugendliche weniger als Kinder.

    Gleichzeitig brauchen Menschen mit heftigen Symptomen nicht unbedingt höhere Dosen.

    Alles individuell verschieden.

    Ich versteh's so, dass es vor allem auf das individuelle Ungleichgewicht im Botenstoffhaushalt ankommt.

    Das offenbar aus unterschiedlichen Gründen Schwankungen unterliegt.

    Und je nachdem, welche Hirnregion (die wiederum zum Beispiel auf eine gute Dopamin-Versorgung angewiesen ist) an einem (Arbeits-)Tag besonders beansprucht wird, wird eine stärkere chemische Brille gebraucht.

    Bei mir ist es vor allem davon abhängig, von welchen Menschen ich umgeben bin.

    Fühle ich mich nicht wohl, vielleicht sogar angefeindet, bin ich mit einer höheren MPH - Dosis besser gewappnet.

    Kann mich dann besser auf das Wesentliche konzentrieren und die Anfeindungen perlen besser ab.

    Aber zurück zur Ausgangsfrage, die Frage nach einer eventuellen Gewöhnung.

    Bei mir und anderen, die ich kenne, war zu beobachten, dass schon zu Beginn, bei sehr niedriger Dosierung bereits wohltuende Effekte eingetreten sind, die optimale Dosis in der Regel damit jedoch nicht erreicht war.

    Mit dem Kennenlernen des besseren Status steigen vermutlich auch die Erwartungen an das, was man alles hinbekommen und erreichen möchte.

    Das heißt, die Suche nach der optimalen Dosis geht weiter.

    Oft hab ich beobachtet, dass noch gar nicht die Obergrenze der individuellen Dosierung bekannt war.
    Dann kann man auch nicht beurteilen, ob eine Dosissteigerung mit Gewöhnung zu tun hat. Das wüßte man ja erst, wenn die Obergrenze nach oben verschoben werden muß.

    Meines Wissens kann die Dosis mit zunehmender Hirnreife immer weiter gesenkt werden, da der Hirn - Stoffwechsel geringer wird.

    Das widerspricht der Annahme, dass eine Gewöhnung eintreten kann und eine Dosiserhöhung notwendig wird.


    Bei mir ist es so, dass ich tatsächlich nur Tagesschwankungen beobachte. Also an manchen "normalen" Tagen mit "normaler" Dosis mehr Symptome da sind als an anderen.

    Aber es gibt ja auch soooo viele andere Einflußfaktoren. Von innen und von außen.

    Und die neurologisch Typischen sind auch nicht immer gleich leistungsfähig und konzentriert und ausgeglichen... - sind halt auch nur Menschen!

    Muriel

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