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Diskutiere im Thema Selbsthilfegruppe selber gründen? im Forum ADHS ADS Erwachsene: Selbsthilfegruppen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    Frage Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Hallo !
    Ich bin am überlegen, ob ich nicht hier bei uns eine Selbsthlfegruppe gründen soll.
    Es gab hier vor ein paar Jahren eine Selbsthilfegruppe, aber die hat sich dann aufgelöst.
    Dadurch, daß ich jetzt in mehrfacher hinsicht (selber und als Elternteil) von AD(H)S betroffen bin, habe ich auch hier in meinem Umfeld immer mehr Betroffene kennengelernt.
    Jetzt würde ich gerne mal Eure Meinung dazu hören bzw. lesen.
    Gruß Knom

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Hallo Knom,

    ich hab das schon hinter mir, d.h. ich hab mit Hilfe des hiesigen Dachverbandes Kontakte bekommen und wir haben zu dritt eine Gruppe gegründet.

    Meine Tipps:

    such dir unbedingt noch 2 - 3 Leute für die Gründung (vielleicht aus der alten Gruppe), allein ist das kaum zu bewältigen.

    und unterschätze den Aufwand nicht, den das Ganze mit sich bringt. Es braucht natürlich immer eine treibende Kraft für die Gründung, aber die anfallenden Jobs teilt ihr am besten gleich untereinander auf. Viele Gruppen leben nämlich genau deshalb nicht lange, weil das Organisatorische an einer einzigen Person hängt, und wenn die dann ausfällt ......

    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute für dein Vorhaben. Du machst es genau richtig. Wo keine Gruppe ist, muss man eben eine gründen.

    Falls du Fragen hast, dann kann ich dir gerne meine Erfahrungen berichten.

    lg
    lola

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 188

    AW: Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Ist das echt so ein großer Aufwand?

    (Ich hab da wohl gar nicht so sehr die Vorstellung).

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Hallo !
    für Deine Hilfe.
    Ich habe bei meinen Eltern einen Teil mitbekommen, wie es ist eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Die haben vor Jahren eine Suchtgruppe mit gegründet und auch lange geleitet. Das ist auch so ein Thema, warum ich mich nicht so ganz traue. Ich habe Angst, daß mir das zu viel wird und ich dann am Ende wieder gar nichts mehr hinbekomme.
    Gruß Knom

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Hallo Knom,

    sorry, dasss ich dir nicht gleich geantwortet habe, ich war beim Treffen.

    Ich denke ich sollte mein eigenes posting nicht so stehen lassen, kam vielleicht etwas negativ rüber.

    Ich hab ich damals bei unserer Service- und Kontaktstelle der SHG´s erkundigt, weil ich in der Liste keine passende Gruppe fand. Die haben mir dann den Tipp gegeben, dass ich besser erst mal ein paar Mitstreiter suche, weil es sehr frustrierend sein kann, wenn man eine Gruppe anmeldet, und dann kommt Keiner.

    Andererseits konnte ich aber auch miterleben, wie sich hier im Forum eine SHG gegründet hat, weil sich einfach ein paar Mitglieder aus der selben Gegend getroffen haben und draus eine Serie von regelmässigen Treffen geworden ist, ganz ohne Dachverband und so.

    Die Möglichkeit besteht also auch, dass du einfach hier im Forum fragst, ob noch wer aus deiner Region hier ist und Interesse hat.

    Zum Thema Aufwand:
    Wir hatten einige informelle Treffen zum Kennenlernen und Abstimmen. Und es war selbst zu dritt schon gar nicht so einfach, einen Termin zu finden, wo alle halbwegs regelmässig Zeit haben, und einen Ort zu finden, wo Alle ohne allzu viel Aufwand hinkommen können. Wenn es vor Ort einen Selbsthilfetreff mit Räumlichkeiten gibt, ist das eine simple Lösung. Die oben erwähnte Gruppe trifft sich aber zB in Lokalen und kommt gut klar damit. Das hängt von den Beteiligten ab, wie es ihnen sympatischer ist.

    Dann gibts noch Dinge, die laufend Arbeit machen. Wir haben zB einen flyer gemacht, und der Dachverband druckt uns den bei Bedarf immer wieder. Verteilen müssen wir das Ding aber selber. Das heisst im Klartext: bei Ärzten und Organisationen anfragen, ob man das Ding auflegen darf, und dann regelmässig vorbeischauen und bei Bedarf neue Exemplare auflegen. (bzw. der jeweiligen Stelle neue Exemplare zum Auflegen schicken). Ich selbst habe mir überlegt, die flyer einfach zu meinen Terminen bei diversen Stellen mitzunehmen. Funktioniert theoretisch perfekt, in der Praxis vergesse ich aber oft drauf, und muss dann nochmal hinfahren. Der "Aufwand" entsteht also teilweise aus meiner Vergesslichkeit.

    Der nächste Punkt ist die Suche nach Ärzten, Therapeuten und Beratungsstellen, die dem Thema ADHS bei Erwachsenen aufgeschlossen gegenüberstehen. In meiner Gegend sind die nämlich gar nicht so zahlreich. Man fängt mit den Leuten an, wo die Gruppenmitglieder in Behandlung sind und fragt dann weiter. Da die Wartelisten aber meist lange sind, ist es günstig, noch ein paar Adressen mehr zu haben. Das ist dann aber schon eher ein Projekt für den laufenden Betrieb, man muss ja nicht gleich alles auf einmal machen.

    Der Hauptgrund für eine Gründergruppe anstatt eines einzelnen Gründers ist das ADHS selbst. Ich kann nur von meinem eigenen Durchhaltevermögen sprechen, und das ist eher mäßig. Wenn dann der Andrang zu Beginn auch eher mässig ist, könnte ich schnell frustriert werden. Da ist es in der Gruppe leichter, sich zu regelmäßigen Treffen zu motivieren. Es haben ja selten alle gleichzeitig einen Durchhänger.

    Ich war übrigens lange Zeit nur in Foren unterwegs, weil ich an meinem früheren Wohnort eine lange Anfahrt zur dortigen SHG hatte. Und ich finde den aktuellen Zustand angenehmer. Reale Treffen plus Forum sind eine gute Mischung für mich.

    lg
    lola
    Geändert von lola (30.08.2010 um 08:58 Uhr) Grund: Grammatik

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Selbsthilfegruppe selber gründen?

    Hallo Iola!
    Also ich habe Deine Anmerkungen nicht als komplett negativ empfunden, da ich mir auch schon in die Gleiche Richtung Gedanken gemacht hatte.
    Mein Gedanke war auch schon, ob sich vieleicht Leute aus meiner Ecke hier meldet und mir Ihre Meinung schreiben, ob sie evtl. dann kommen würden.
    Ich warte es erst mal noch ab. Ich finde es eilt auch nicht. Also ich habe nicht das Gefühl, ich müßte das jetzt von heute auf morgen machen.
    Mit den Flyern würde mir wohl nicht anders gehen als Dir. Aber wenn man mehrere hat, besteht die größere Chance, daß jemand daran denkt, welche auszulegen.
    Meinst Du es würde Sinn machen Fleyer auszulegen ob überhaupt Intresse an der Gründung einer Gruppe bestehen würde? Ich weiß nicht, ob ich da Rückmeldungen bekommen würde.
    Gruß Knom

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