Hallo!
Ich habe seit 2009 versucht, mich in Rottweil psychosozial zu engagieren. Nichts hat bisher funktioniert. Mir erscheint es so, dass meine Aktivitäten in Rottweil systematisch verhindert werden. Ich bin interessiert daran, von Euch zu hören, wie Ihr das vor Ort angestellt habt, betr. AD(H)S etwas aufzubauen. Also z.B. wie habt Ihr Psychotherapeuten oder Krankenkassen oder Institutionen für die Unterstützung Eures Engagements gewinnen können? Welche konkrete Unterstützung habt Ihr bekommen?

Mutmaßliche Hintergründe für meine Probleme hier vor Ort:
1.) Nur Aktivitäten von seriösen Institutionen, VHS, Krankenkassen, Therapeuten, Ärzten, Vereinen werden gefördert oder zumindest ernst genommen.
2.) Für alle anderen werden z.B. die verfügbaren Raumangebote über zu hohe Preise unzugänglich gemacht.
3.) Die Angebote aller anderen Anbieter erhalten keine Publikation über die Medien.
4.) In Rottweil existieren keine Möglichkeiten, Flyer Folder usw. auszulegen oder über Aushänge die Menschen zu erreichen.
5.) Durch die Punkte 1 bis 4 bleiben alle Aktivitäten fest unter Kontrolle der konservativen Pfründebewahrer.
6.) Das Mehrgenerationenhaus und die VHS in Rottweil arbeiten höchstwahrscheinlich mit Subventionsbetrug!

Ich gebe in Rottweil auf, bleibe dort aber wahrscheinlich wohnen (die Wohnung ist prima). Ich weiß, dass meine Angebote prima sind. Aber wenn ich kostenlos eine angeleitete Selbsthilfegruppe gründe und leite, dann erwarte ich, dass die Räume usw. kostenlos beigestellt werden.

Vielleicht kann ich an anderen Orten etwas starten. Ich möchte am liebsten geeignete Partner finden und als Heilpraktiker für Psychotherapie ein eigenes Therapiezentrum mit Ferienwohnungen aufbauen. Das staatliche Gesundheitswesen ist eh korrupt und bankrott und je eher wir etwas Unabhängiges aufbauen können, desto besser!

Übrigens existiert in Rottweil eine AD(H)S-Selbsthilfegruppe für Eltern betroffener Kinder. Geleitet wird diese Gruppe von einer erfahrenen Psychotherapeutin. Über Medikamente wird nicht gesprochen. Der Leidensdruck der Eltern führt dazu, dass in jeder Gruppe fast nur über all das gesprochen wird, was NICHT funktioniert. Ich habe angeregt, endlich all das an den Kindern wertzuschätzen und anzuerkennen, was funktioniert, was eine Stärke ist und was (vielleicht gerade an diesen Kindern) besonders liebenswert ist! Aber nöööö. Das Leid der Eltern scheint wichtiger, als das der Kinder. Mit dieser Grundhaltung kann man ruhig weiterhin Pillen verteilen und dem Kind alle Last aufbürden und sich selbst entlasten.

Bis Ende April hab ich noch Stress wegen meiner Heilpraktikerprüfung (für Psychotherapie). Dann ergeben sich hoffentlich bald mehr Möglichkeiten. Ich werde Euch informieren!


Alles Gute
der Ümpfel