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Diskutiere im Thema Selbsthilfegruppen sinnvoll? im Forum ADHS ADS Erwachsene: Selbsthilfegruppen
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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 228

    Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    bei mir wurde ADHS schon als kind festgestellt,wurd aber noch nie behandellt, und habe mich auch sonnst nich weiter damit beschäftigt.
    2001 ging es bei mir nicht mehr weiter und ich habe mich dieses thema wieder langsam auf mich zukommen lassen und binn in meiner stadt zur selbsthilfegruppe für erwachsene mit ADS gegangen.
    auch habe ich eine behandlung beim psychiologen angefangen.
    in der selbsthilfe gruppe habe ich gelernt was ADHS ausmacht. Durch die erzählungen der anderen betroffenen erkannte ich immermehr wie sehr sich mein ADHS auf mein leben auswirkt.
    dadurch fühlte ichmich von treffen zu treffen kranker (ich hatte das gefühl das alle meine probleme, meine reaktionen usw. von meiner ADHS kommen)
    ich fing es immer mehr zu glauben und habe es andauernd als ausrede verwendet wo dursch ich meinen freund so nervte das er mir die freundschafft kündigte und ich ganz aleine vor meinen neu entdekten ADHS berg stand.
    als ich dan meinen behinderten ausweis bekam wo ich zu 50% behindert erklährt wurde war alles vorbei mit mir und ich bekam depresionen und tat mir selber sehr leid.
    zu der zeit wurde ich inkontinent ohne das ein artzt mir eine diagnose geben konnte..
    um es etwas ein zu kürtzen es endete damit das ich alles hin warf, mich mit dem thema ADHS nicht mehr beschäftigte und meine wohnung verlor.
    Heute geht es mir psychich wieder ganz gut. und möchte jetzt ganz forsichtig dieses thema wieder nähern.

    dursch die selbsthilfe gruppe ging es mir erst richtigschlächt ob wohl ich dort hinn bin um hilfe zu bekommen.

    eine selbsthilfegruppe ist denke ich nur hilfreich wenn es nicht ne gruppe ist wo jeder in selbstmitleit wöchentlich serine probleme anspricht und man konkrete hilfe bekommt. ansonnsten macht so ne gruppe richtig krank

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    Also ich kann deine Erfahrungen da nicht teilen. Bin seit Anfang des Jahres in einer SHG. Mir tut der Austausch sehr gut, weil ich dort erfahren kann, dass andere ähnliche Probleme haben.

    Es ist ja auch nicht der Sinn, sich dort gegeseitig zu bemitleiden, sondern zu unterstützen. Tipps auszutauschen.

    Aus den Vorgehensweisen der anderen lernen, manche Sachen mal auszuprobieren, ob sie für einen selbst funktionieren könnten.

    Klar passt nicht alles für jeden, das wäre zu einfach. Aber es bleibt ja dem Einzelnen überlassen, wie viel er annimmt.

    Mir hat es schon mal geholfen, zu hören, dass es Menschen gibt, die ähnlich denken (nicht gleiche Meinung) wie ich. Schade, dass du da weniger gute Erfahrungen gemacht hast.

    LG
    Erika

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    Ich glaube, dass jeder Mensch unterschiedlich ist. Manchen bringt ne Selbsthilfegruppe weiter, manche nicht. Ich denke dass es in anderen Selbsthilfegruppen nicht anders ist.
    Manche können es einfach nicht mehr hören, manchen hilft es.
    Den Weg muß jeder selbst finden

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    Wie der Name schon sagt: Selbst-Hilfe....Wenn es dann eher schadet als hilft, sollte man es als Individuum lieber bleiben lassen und als Gruppe mal darüber nachdenken, ob man an den Sitzungen generell etwas ändert. Vielleicht sollte man dann doch ein Thema in der Hinterhand halten, dass allen etwas nützt.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    Dass es nach der Beschäftigung mit ADHS erstmal den Bach hinab geht emotional, KANN gar ned anders sein.

    Umso schlimmer natürlich, wenn man keine oder eine miese therapeutische Begleitung hat.

    Aber auch mit einer guten Begleitung geht es zunächst einmal den Bach hinab.

    Das liegt daran, dass der unbehandelte ADHSler nur überlebt zum Preis der Selbstverleugnung, also der Verdrängung, der ihm unliebsamen Persönlichkeitsanteile, überlebt.

    Diese Scheinwelt bricht dann zusammen, und er muss sich seiner tatsächlichen Realität stellen.

    Das ist kaum auszumhalten.

    Deswegen sind Selbsthilfegruppen wichtig, weil sich der ADHSler dort spiegeln kann, wie er ist und nicht, wie er sein soll.

    Beim Versuch, sich in Normalos widerszuspiegeln, kommt immer nur heraus, dass er ungenügend ist, unzuverlässig, unzureichend.

    Darauf basieren auch herkömmliche Psychotherapien, also in der Verhaltenskorrektur (Umerziehung) und Umprogrammierung.

    Für den ADHSler ist aber nicht die Veränderung der Persönlichkeit das ausschlaggebende, sondern die Selbstakzeptanz.

    Das ist ein fast aussichtsloses Unterfangen, weil er wie gesagt, gerade die Persönlichkeitszüge, die ihn als ADHSler ausmachen - Unaufmerksamkeit, Unruhe und Impulsivität - als negativ erlebt, und sich auch von allen anderen als negativ gespiegelt bekommt.

    Dieser Prozess der negativen Selbst- und Fremdstrukturierung wird durch Selbsthilfegruppen gestört, und das ist sogar das Ausschlaggebende.

    Überspitzt könnte man also auf die Frage, bringen Selbsthilfegruppen was? mit der Gegenfrage antworten: Gibt es überhaupt etwas anderes, das dem ADHSler was bringt?

    Leider ist der ADHSler ein etwas sozialphobische Geselle und mag Gruppen- und Rudelveranstaltungen nicht so gern, weil dabei immer rauskommt, dass er der Aussenseiter ist.

    Dass dem bei anderen ADHSlern nicht so ist, ist zunächst einmal eine verrückte Erfahrung.

    Besonders wenn man sich im Zustand der Pseudoaktzeptanz des eigenen ADHS befindet.

    Hier kommt etwas zum Tragen, was die amerikanische Psychologin Sari Solden ungefähr so beschrieben hat: "Sie wissen, dass sie ADHS haben. Aber sie glauben es nicht." (sondern glauben weiter an: Faulheit, Dummheit, Unwillen, Unzulänglichkeit ihrer Person)

    Zunächst wird das Thema erst einmal verdrängt, dann folgt die Pseudoakzeptanz, also der Versuch, sich durch Stimulanzien und Therapien dem Leben besser anpassen zu können.

    Erst ganz am Ende des Therapieprozesses werden die Eigenschaften Unaufmerksamkeit, Unruhe, Impulsivität als positive Ingredenzien der eigenen Person gesehen UND integriert.

    Erst dann ist ein befreites Leben möglich, wenn das ADHS für den Betroffenen arbeitet und er nicht mehr gegen sein ADHS.

    Das ist schwer zu verstehen, wenn man noch ganz am Anfang dieses Weges steht.

    Sagt auch niemand, dass des leicht werden wird.

    Aber es ist trotzdem schon mal wichtig, zu wissen, wo man hin will, was das Ziel ist, also Authentizität, Selbstachtung, ganz altmodisch die Wiedererlangung von Würde, Respekt, Freiheit und so Kram.


    Sari hat genau beschrieben, was nach der Diagnose passiert. Und dass die Rückschläge normal sind und dazugehören. Das muss man wissen, sonst ist man angeschissen.

    Es ist immer gut, zu wissen, wo die Schlaglöcher sind, dass sie kommen, dass man sie nicht umfahren kann und wie sie heissen.

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-bue...html#post15572

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 228

    AW: Selbsthilfegruppen sinnvoll?

    ich binn dabei wieder forsichtig mit meine früheren selbsthilfegruppe kontakt aufzunehmen....
    und gehe zum nächstentreffen!!!
    Aber verlasse die gruppe direckt wenn ich mich dadurch schlächt fühle!

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