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Diskutiere im Thema Welche Erfahrungen habt ihr in Selbsthilfegruppen? im Forum ADHS ADS Erwachsene: Selbsthilfegruppen
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  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr in Selbsthilfegruppen?

    antrax schreibt:
    Naja, dann ist es doch gerade eine Möglichkeit zum Üben...
    Da fehlt mir der tiefere Sinn.
    Warum sollte ich etwas tun, das ich zum einen nicht tun möchte und bei dem ich zum anderen nahezu nur mit meinen (bzw. gegen meine) Schwächen zu kämpfen habe?
    (EDIT: das ist was Anderes, als wenn man gerne etwas tun möchte und auch die Chance besteht, es erreichen zu können)

    Viel sinnvoller ist es doch, mir meine Stärken zu suchen und die zu fördern, statt gegen Schwächen einen Kampf zu kämpfen, den ich nicht gewinnen kann.

    Wenn ich etwas aus rein physiologischen Gründen nicht kann, wird mir auch noch so viel üben nichts helfen: Ich werde es nicht können.
    Stattdessen versuche ich Dinge zu tun, die ich hasse und die mich weit über Gebühr Anstrengung kosten und ernte nur Frust, weil ich mein Ziel nicht erreiche.
    Das ist unlogisch oder?

    Wobei ich natürlich akzeptiere, dass es Annäherungen geben kann, auch wenn ich das unter meiner Wahrnehmung nicht erkennen kann.

    gibt sonst auch Rhetorikkurse oder Improvisationstheater.
    Naja, ... Schauspielerei und Rhetorik sind weiß Gott NICHT mein Problem .... ich halte aus dem Stand (Fach-)Vorträge, dass andere mit offenem Mund vor mir stehen und bin rhetorisch doch außerordentlich begabt.
    Aber ich kann mit Menschen nicht viel anfangen.
    Ich kann ihnen Wissen und Informationen vermitteln, aber Smalltalk etc. kann ich nicht, genauso wie ich in Diskussionen einfach kein Bein an die Erde bekomme.
    Das ist mir einfach nicht gegeben.

    Daher suche ich mir Bereiche, in denen ich meine Stärken nutzen kann und nicht ständig meine Schwächen vor Augen geführt bekomme und am Ende als der Loser da stehe.
    Und das ist eben diese Form der Kommunikation.

    Es gibt ja auch einige Leute, die erfolgreich Gegenstrategien entwickelt haben, ich hoffe das auch noch zu lernen.
    Ja, sicher, das stelle ich ja auch nicht in Frage und habe meine Erfahrung auch nicht verallgemeinert, sondern lediglich meine ganz persönliche Erfahrung mitgeteilt.
    Denn auch von meiner Sorte soll es den ein oder anderen geben .

    Ich will's ja niemandem ausreden, aber durchaus mitteilen, welche Erfahrungen ich persönlich gemacht habe.
    Geändert von Fliegerlein (28.09.2011 um 09:56 Uhr) Grund: Satz hinzugefügt

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr in Selbsthilfegruppen?

    Hallo,

    mit Selbsthilfegruppen Bereich ADHS habe ich überhaupt keine Erfahrungen. Da ich seit Jahren mit chron. Depr. lebe und ich eine Therapie in dieser Richtung mitgemacht habe haben wir eine Selbsthilfegruppe für chron. depressionen gegründet. Die Gruppe läuft schon seit Dezember 2010 und basiert auf r CBASP.
    Diese Therapie ist speziell für chron. Depr. entwickelt worden. Bei Interesse einfach mal googeln. Mir hat diese Therapie als einzige bisher geholfen, weil es die Auswirkungen von Depr. stark mildern kann und dazu beiträgt damit auch die depr. unter kontrolle zu halten. Meiner Erfahrung ist diese Therapie auch für mich so gut gewesen, weil sie auch "indirekt" ADHS typische Probleme im Verhalten beeinflusst. Und oft sind ja auch die depr. Folgen von ADHS.

    LG Tom

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr in Selbsthilfegruppen?

    Hallo,

    ich kann durch meinen Umzug in ein anderes Bundesland vor 3 Jahren gleich über 2 Gruppen berichten.

    Die erste Gruppe war eine gemischte Gruppe (Betroffene + Eltern + Angehörige), da war kein Treffen wie das vorherige. Ich habe aber sogar aus Berichten von Eltern für mich Interessantes herausholen könne. Leider bin ich aus verschiedenen Gründen dort nie regelmässig hingegangen.

    Bei der zweiten Gruppe war ich Gündungsmitglied, weil es bis dato einfach keine Erwachsenengruppe gab. Da funktioniert das mit dem Hingehen auf ein Mal - wäre ja auch blamabel, wenn nicht mal der harte Kern erscheint. Die Gruppe entwickelt sich in Richtung einer offenen Gruppe, da die Elterngruppe für viele Leute zu weit weg ist. So ist auch hier nie vorhersehbar, wie ein einzelnes Treffen wird.

    Wie Fliegerlein schon berichtet hat, kann auch die unterschiedliche Ausprägung von ADHS einen Einfluss haben. Meine Mitbegründerinnen sind beide auf der hyperaktiven Seite und ich bin Mischtyp mit deutlichen Hypo-Zügen. Für ausgeprägte Hypies ist es manchmal schwer zu verstehen, warum jemand einfach nicht in die Gänge kommt, während die Energiebündel sich ständig bremsen müssen. Wir können aber gerade dadurch auch viel lernen. Die Symptome sind ja trotz unterschiedlicher Geschwindigkeit oft erstaunlich ähnlich.

    Beim letzten Treffen habe ich wieder einmal den grossen Nutzen der SHG erfahren. Die Rückmeldungen von den Anderen sind im puncto ADHS immer noch um Klassen kompetenter also die von Nicht-Betroffenen. Und sie beobachten Dinge, die mir in meinem Alltag selbst nicht auffallen. Was ich auch immer wieder beobachten konnte, war auch die grosse Erleichterung von Neuen, dass sie in der Gruppe ohne viel Erklären verstanden wurde. Den gleichen Effekt hat man ja auch in so einem Forum, nur ist es in der Gruppe ganz real von Mensch zu Mensch. Und die Leute in der Gruppe sind mit den lokalen Verhältnissen vertraut und können ganz konkrete Tipps geben.

    Und irgendwie ist so eine Gruppe auch Glückssache, weil für das nötige Grundvertrauen die Chemie stimmen muss. Grosstädter haben da einen Vorteil, weil sie notfalls die Gruppe wechseln können, wenn sie sich in einer Gruppe nicht wohlfühlen.

    lg
    lola

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