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ADS ADHS bei Erwachsenen
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Alt 18.September 2009, 01:28   #1
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Bezug zu AD(H)S: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
Weiblich
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Forum-Beiträge: 578
ADS/ADHS und Glauben

Wie steht ihr zu Glauben? Allgemein: An Gott, an Allah, an Jesus, an das Übernatürliche? Ist euch Glauben wichtig? Egal, welcher Religion ihr selber angehört! Oder ist Glauben nur richtig, wenn die Religion sitmmt?
Oder glaubt ihr überhaupt? Und wenn, an wen oder was? Glauben ist in diesem Forum durchaus ein Thema!

Keine vorurteile, keine persönliche Beurteilung, einfach nur Interesse!

LG

Snaglila
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Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
Hinfallen ist nicht schlimm, aber Liegenbleiben!
Snagila ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.September 2009, 14:36   #2
Neues Mitglied, noch nicht vorgestellt
 
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Bezug zu AD(H)S: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
Männlich
Forum-Beiträge: 16
AW: AD(H)S und Glauben - Atheismus in an Nutshell

Gott ist ein mit übersteigerten Eigenschaften (Allmacht, Allgüte etc.) ausgestatteter heraus-gesetzter Teil des Ichs, ein Komplex (Feuerbach und Jung lassen grüssen). Alles was wir über Gott denken, nehmen wir aus unserer Person (Holbach). Es gibt keinen persönlichen Gott oder Allah. Und wenn manche schlau sagen, Gott ist nichts von alledem, was wir uns vorstellen (sog. negative Theologie), so ist das nur eine Verschleierung für ein Nichts. Gott ist nichts oder in allem und jedem: Deus sive Natura und umgekehert: Spinoza. Dieser grossartige Geist hat der Menschheit eine ganz andere Gottesvorstellung geschenkt.
Es gibt auch keine unsterbliche Seele (das Pendant zur Gottesvorstellung). Wir (ich) brauchen kein ewiges Leben, wozu auch? Wir haben mit dem Tod weder etwas zu erhoffen noch zu befürchten (Aristoteles). Die Vorstellung mag tröstlich sein, dass die "Seele" eingeschmolzen wird in die All-Seele, wie eine Welle im Ozean, aber individuell ist sie nicht mehr vorhanden. Wir "existieren" nicht mehr.

Bleibt noch der Geist. Es gibt keinen herumwabernden "heiligen" noch sonstigen Geist. Der Geist ist das Denken des einzelnen Menschen und kollektiv der Menschheit, an dem wir durch Erziehung, Bildung Anteil haben. Produkte des Geistes sind Kultur, Kunst, Religion, Recht, Ethik (etwas Hegel, ohne den abs. Geist). Für Ethik und Moral etc. braucht es keinen anthropomorphen (menschenähnlichen) Gott als "Letztbegründung", auch wenn die Menschenrechte u.a. ein Produkt der christlichen Philosophie sind. Atheismus ist negativ durch das A-. Wir wollen niemandem etwas wegnehmen. Wir sind auch nicht verzweifelt, wie die Theisten sagen (Sartre). Lassen wir doch Gott einen braven Mann sein (Epikur), und wer an Gott, Jesus, Allah glauben will, wenn es ihm gut tut oder Trost gibt, soll das tun. Sie sollen uns aber in Ruhe lassen und wissen, dass Atheisten keine schlechten Menschen sind. Im Gegenteil, es braucht Mut und Denkarbeit, mit Hilfe des einen oder andern Philosophen, diesen Standpunkt zu erringen. Es lebe der Humanismus! /Danke

Geändert von kalenji (23.September 2009 um 14:56 Uhr)
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Joleen ( 1.März 2010)
Alt 23.September 2009, 17:23   #3
Bin hier neu, seid lieb zu mir
 
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Bezug zu AD(H)S: Ärztl. Diagnose seit Kindheit
Männlich
Forum-Beiträge: 12
AW: ADS/ADHS und Glauben

Hehe, glauben, ich glaube Gott wurde von schlauen menschen erschaffen um andere menschen in eine bestimmte richtung zu lenken und ihnen einen bestimmten sinn zu geben um sie im zaun zu halten. Er wurde benutzt um Blut zu vergießen, Reichtümer zu verteilen und erfurcht zu verbreiten. Hoffnung zu geben, glauben zu entwickeln und erklärung zu geben.
Menschen zu blenden zu unterscheiden und das alles um sie zu betrügen.

Der Glaube an sich selbst und an die eigene Macht des Handelns und Denkens an dass glaube ich fest obwohl ich nicht daran zweifle das es etwas größers gibt als den menschen.

Es lebe der Humanismus!
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"Lass dich nicht blenden von dein' Gefühl zu dein' Gedanken, denn sie werden dich blenden bis du nichts mehr spürst an den Flanken"
Kevin S.
derricK1337 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.September 2009, 10:18   #4
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Bezug zu AD(H)S: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
Weiblich
Forum-Beiträge: 673
AW: ADS/ADHS und Glauben

Ich möchte dies einfach kurz halten ohne Erklärungen,die wären auch viel zu lang .
Ich weiß das es Satan u Gott gibt.Habe Satans "Bekanntschaft" erlebt und durch dies blieb mir nix anderes über, als Gott um Hilfe zu bitten mit beten und so habe ich erstmal zu Gott gefunden ,er hat mir schon viel geholfen ,er gab/gibt mir Hoffnung usw .
Ich brauche dazu aber keine Kirche ,eigentlich bin ich gegen die Kirche .
Dipsi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.September 2009, 11:10   #5
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Bezug zu AD(H)S: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
Weiblich
Forum-Beiträge: 979
AW: ADS/ADHS und Glauben

Hallo snagila

an Gott glaube ich ,das es die drei beinhaltet :Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist und das wir geschaffen sind nach Leib, Seele und Geist und diese drei unterschiedliche Bedürfnisse haben .

Mein Leitspruch lautet : Christen enttäuschen Christus nicht.

Christ sein bedeutet für mich nicht plötzlich heilig zu sein , dazu hab ich noch viele Mucken und Macken , Menschen haben da ein Problem damit ,Schwächen sich einzugestehen, erlebe ich oft , Gott ist da viel großzügiger und nicht so kleinkariert,das erlebe ich zumindest.

LG Dori
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wenn ich nur darf,wenn ich soll ,aber nie kann , wenn ich will , dann mag ich auch nicht , wenn ich muss.Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch , wenn ich soll, und dann kann ich auch ,wenn ich muss ...LG ....Dori...
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Patty (25.September 2009), Pucki (11.Februar 2010), Steffilein (15.Oktober 2009)
Alt 25.September 2009, 19:10   #6
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AW: ADS/ADHS und Glauben

Hi,

ich habe kein Talent zum Glauben, war als Kind schon zu wissbegierig und habe zuviele Fragen gestellt anstatt brav und gläubig zu beten. Konnte mir z.B. überhaupt nicht vorstellen, wie ein einzelner Gott die Gebete von Millionen Menschen hören soll. Und bei der Dreifaltigkeit habe ich gefragt: warum so kompliziert, 3 Götter wäre doch viel praktischer. Meine so simple Logik war gnadenlos und bis zum heutigen Tage der Stolperstein, an dem alle religiösen Ideen gescheitert sind.

Nicht wirklich die Methode wie man sich beim Pfarrer beliebt macht, wo der doch eh schon Vorurteile gegen die ganze Familie hatte. Gerade diese Vorurteile, die ich deutlich gespürt habe, haben zurückgewiesenes Interesse schon vor der Pubertät in Skepsis verwandelt, die definitive Abwendung von Religion erfolgte dann mit 15.

Heutiger Stand: ich sehe keine Notwendigkeit für Gottheiten, die Welt funktioniert auch ohne sie prächtig (ausser der Mensch mischt sich ein). Im Religionsunterricht hieß es, der Mensch sein Gottes Ebenbild. Wahr ist nach meiner Auffassung das genaue Gegenteil; die Gottheiten sind Menschenwerk, nach menschlichen Vorstellungen gemacht.

Womit der Kreis sich schließt - ich habe kein Talent für Übersinnliches, der von Anderen schon erwähnte Humanismus liegt mir von meiner Natur her viel näher.

Wer glauben will, der kann das gerne tun - solange er damit seine Mitmenschen nicht stört, oder womöglich glaubt, die Religionslosen bekehren zu müssen. Auf der Basis echter Toleranz müssten Religiöse und Religionslose aber ohne Störfälle den selben Planeten bewohnen können.

lg

lola
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Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein klares Symptom dafür, daß ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.
(José Ortega y Gasset)

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Alt 25.September 2009, 21:39   #7
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AW: ADS/ADHS und Glauben

Hi,

an die Humanisten: Ihr glaubt im Grunde genommen auch etwas. Ihr glaubt an den gesunden Menschenverstand und die Wahrheit der Philosophen.

Ethik und Moral sind eigentlich Kerninhalte aller Religionen, seit Anbeginn der Menschheit. Religion ist etwas, dass jeder für sich selbst entscheiden muss. Ich denke aber, dass es ohne Glauben nicht geht. Ich meine hier jetzt nicht Religion. Sondern Glauben im Sinne von auf etwas vertrauen: Auf unseren Rechtsstaat, auf das Gute im Menschen, auf Ethik und Moral. Wobei auch dies alles von Menschen geschaffene Werte sind. Moral ist von Kulturkreis zu Kulturkreis sehr verschieden. Ohne dabei hier oder dort besser oder schlechter zu sein. Und an etwas höheres, was auch immer, zu glauben, bedeutet nicht, den Humanismus zu ignorieren. Im Gegenteil: Glaube an etwas höheres, gerechteres ist eigentlich Glaube an den Humanismus auf der ganzen Welt. In keiner Religion steht geschrieben, dass der eine Mensch besser ist als der andere. Selbst das Kastensystem im Hinduismus zielt darauf ab, ein gutes und gerechtes Leben zu führen, was ja wieder mit Ethik und Moral einhergeht. Und gibt es in den Religionen nicht genug Propheten, die eigentlich auch Philosophen sind?

Ein sehr komplexes und auch kompliziertes Thema!

LG

Snagila
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Snagila ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.September 2009, 22:02   #8
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Forum-Beiträge: 469
AW: ADS/ADHS und Glauben

Danke Dori!

Als ich den Titel gelesen habe, dachte ich, es ginge darum, ob der Glaube (an was auch immer) mir in meiner Situation hilft.

Habe ich vielleicht falsch verstanden.

Falls doch nicht falsch verstanden:

dann hilft mir der Glaube an Gott insofern, als da jemand ist, dem ich mein ganzes tägliches Versagen bringen kann, und das ist eine Menge

der Glaube hilft mir, nicht völlig zu verzweifeln

wenn ich nicht an Gott glauben würde, (und damit, daß ich mich mal vor ihm rechtfertigen muß), dann hätte ich meinem Leben schon mit 14 oder 15 ein Ende gesetzt

daß Menschen Gottes Namen zu irgendetwas mißbrauchen, hält mich nicht davon ab, an ihn zu glauben

natürlich kenne ich auch Zweifel, besonders, als furchtbare Dinge passiert sind, die mein Leben nachhaltig negativ beeinflußt haben - doch woher hatte ich dann die Kraft, mich aus dem Schlammassel wieder herauszukämpfen?

LG Patty
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mokuren_chan (14.Februar 2010), Pucki (11.Februar 2010), Steffilein (15.Oktober 2009)
Alt 26.September 2009, 06:27   #9
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Daumen hoch AW: ADS/ADHS und Glauben

Hi Snagila,

deine Fragen sind ehrlich und direkt, darum versuche ich sie ehrlich und direkt zu beantworten. Danke für die Möglichkeit mir dazu mal konkrete Gedanken zu machen und klare Stellung zu beziehen.

1. Wie steht ihr zu Glauben?

Besser als die Definition eines Wörterbuches kann ich es nicht formulieren.
Glaube(n) = Gegenteil von Unglaube
Glaube im Sinn von: gefühlsmäßige, nicht von Beweisen abhängige Gewissheit, Überzeugung von etwas, was man für wahr hält
Oberbegriff: Sicherheit, Verständnis

glauben = Gegensatz von zweifeln
glauben: überzeugt sein; sich auf jdn verlassen; jemandem glauben; einer bestimmten Überzeugung sein
glauben im Sinn von: gefühlsmäßig für wahr/richtig/glaubwürdig halten,
religiöses Gefühl hegen; glauben an etwas
Oberbegriff: wissen, empfinden

(Q.: Wörterbuch von canoonet)


2. Allgemein: An Gott, an Allah, an Jesus, an das Übernatürliche?

An den übernatürlichen Gott der Bibel, der die Himmel und Erde geschaffen hat. Mit dem Verstand begreife ich es nicht, aber laut der Bibel, dem Wort Gottes, gibt es Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist. Sie sind jeweils für sich unabhängig und dennoch eins. Also glaube ich an alle 3.


3. Ist euch Glauben wichtig? Egal, welcher Religion ihr selber angehört! Oder ist Glauben nur richtig, wenn die Religion sitmmt?

Glauben heißt vertrauen und zu vertrauen ist mir persönlich in jeder Beziehung wichtig. Das hat, in meinen Augen, mit Religion nichts zu tun.

Wenn man sich mit der Geschichte etwas genauer befasst (zählt aber nicht zu meinen Hobbys) stellt man fest, dass Religionen nicht von Gott ausgedacht und erschaffen wurden, sondern von Menschen. Im Gegensatz zu Gott, haben Menschen immer irgendwelche Motive wenn sie sich etwas ausdenken - und leider meistens zu ihrem eigenen Vorteil. Das ist der freie Wille des Menschen.

Gott ist anders als er in den verschiedensten Religionen dargestellt wird.


4. Oder glaubt ihr überhaupt? Und wenn, an wen oder was?


Ich glaube, dass alles was in der Bibel steht die Wahrheit ist.

Ich glaube, dass die Bibel von Gott ist.

Menschen haben die Worte niedergeschrieben, aber Gott hat die Gedanken der Schriftsteller und Autoren gelenkt. Das war nur möglich, weil diese Menschen es zugelassen haben.

Ich glaube, dass Gott niemanden zu etwas zwingt, sondern dass er jedem Menschen immer die freie Entscheidung / den freien Willen lässt - mit ihm oder ohne ihn, für ihn oder gegen ihn zu leben.

Ich glaube, dass Gott uns die Bibel gegeben hat, damit wir ihn besser kennen lernen können und immer wieder nachlesen können was er uns verheißen hat. (schließlich weiß er wie vergesslich wir sind, ob ADHS´ler oder nicht)

Ich glaube, dass Gott den Menschen geschaffen hat, damit er mit ihm Gemeinschaft haben kann. Es gefällt ihm, wenn seine Schöpfung ihm dankbar ist und ihn ehrt - natürlich immer nur aus einer freien Entscheidung heraus.


Mit Gott zu leben bedeutet für mich, ihn (durch sein Wort / die Bibel) immer besser zu kennen, zu verstehen und nach seinem Willen zu leben - so gut ich es kann. Dabei mache ich Fehler und lerne dazu.

Unterstützung bekomme ich dabei von anderen Menschen in meiner Interessengemeinschaft. Wir treffen uns regelmäßig und unternehmen verschiedene Sachen gemeinsam. z.B. mit einander quatschen, essen, beten, singen uvm.

Wir helfen und ermutigen uns gegenseitig - ähnlich wie in diesem Forum. Nur eben in der realen Welt, wo man sich mit seinen Stärken und Schwächen, und den seiner Mitmenschen, viel direkter und persönlicher auseinandersetzen muss. Dabei wachsen wir aneinander und miteinander.

Dazu brauchen wir weder eine Kirche noch traditionelle Liturgie - sondern einfach offene Herzen und eine ehrliche und klar verständliche* Kommunikation.

(*das fällt uns sogen. Christen manchmal etwas schwer - zu viele fromme Wörter im Vokabular - sind schließlich auch bloß Menschen)
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Pucki (11.Februar 2010), Snagila (27.September 2009), Snake ( 2.März 2010)
Alt 27.September 2009, 23:26   #10
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Forum-Beiträge: 578
AW: ADS/ADHS und Glauben

Danke moorle,

dein Beitrag ist sehr offen. Ich bin auch Christin aber ich zweifle auch viel. Gerade weil die Geschichten der Bibel von Menschen geschrieben worden sind.
Ich habe mir mal ein Buch gekauft: Gespräche mit Gott. Den Autor weiß ich im Moment nicht mehr. In dem Buch ging es jedenfalls darum, dass ein Mensch direkt mit Gott gesprochen hat, auch über die Bibel. An ein Kapitel kann ich mich noch gut erinnern. Da ging es um die Hölle. Die Frage war: Warum hast du eine Hölle erschaffen? Und die Antwort: Ich habe keine Hölle erschaffen, ihr Menschen macht euch eure Hölle selbst. Das war jetzt die Kurzfassung.
In dem Buch wird eigentlich die Bibel mal ganz neu erklärt. Und das fand ich gut.

Religion hat schon viel Leid über die Welt gebracht, Glaube nicht. Im Namen Gottes zogen die Kreuzritter aus, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Und die Moslems kämpften mit der selben Überzeugung und dem selben Spruch auf ihrer Fahne gegen die Kreuzritter.

Ich glaube an etwas Höheres, und ich nenne es Gott oder Jesus. Aber andere nennen es Allah oder Buddha. Glauben bedeutet für mich auch Toleranz, wie Jesus sie uns gelehrt hat. Glauben bedeutet für mich, mich an jemanden wenden zu können mit meinen Problemen und Sorgen. Und daraus wiederum die Kraft zu schöpfen, die Probleme und Sorgen anzupacken und zu lösen.

Sicherlich kann man das auch, indem man die alten Philosophen befragt. Auch hier findet man für alles eine Antwort. Und auch das ist oftmals hilfreich.

Aber es ist so, wie du es aus dem Lexikon hast: Glauben heißt vertrauen, Glauben heißt höheres zu akzeptieren.

Die Kritiker sagen: Die Welt ist durch den Urknall entstanden. Wer hat den Urknall gemacht? Die Kritiker sagen: Da sind Sterne aufeinander getroffen und explodiert und daraus hat sich neue Materie gebildet. Woher kam die Materie der explodierenden Sterne?

Egal, wie viel wir forschen und herausfinden, hinter jeder Lösung verbirgt sich immer wieder die Frage: wer oder was war dafür verantwortlich? Und daraus ergibt sich alles oder nichts. Auf dem Mars hat es mal Wasser gegeben, das haben die Weltraumforscher herausgefunden. Hat Gott auf dem Mars vor Milliarden von Lichtjahren schon mal eine Zivilisation entstehen lassen? Fragen ohne Antworten.

Und es ist gut, dass es auf manche Fragen keine Antworten geben kann, bzw. jede neue Antwort eine neue Frage aufwirft. Wüssten wir Menschen alles und könnten wir alles erklären, wir würden irgendwann nicht mehr fragen und uns selbst für Gott halten. Und das würde sowohl unsere Entwicklung stoppen als auch uns selbst größenwahnsinnig werden lassen.

Gott, Allah, Buddha, Shiva hat uns nicht als Ebenbild in diese Welt gestellt sondern als mündige Wesen, die selbst entscheiden sollen.

LG

Snagila
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