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Alt 23.Oktober 2009, 18:58   #31
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AW: Was ist eigentlich "Normal"?

@Snagila:

Hey Snagy

ich weiß, dass die Erwartungshaltung einiger Menschen "meiner Kategorie" oftmals sehr intollerant ist, gegenüber allem und jedem der sich nicht ihren eigenen Normen und Regeln anpassen will oder kann.

Leider sind es immer wieder diese Menschen, die privat gegen jeden hetzen und jeden verurteilen der anders ist, aber nach aussen hin die lieben und verständnisvollen spielen, ja die rennen sogar zu jeder Charity-Veranstaltung, nur um ihr Gewissen zu beruhigen.

Es ist aber nicht immer so einfach Tolleranz zu üben, denn die gesellschaftlichen Normen sind da und prägen jeden. Ob nun ADHSler, Hartz IV Empfänger, Behinderte, Ausländer oder Menschen die eine psychische Krankheit haben, jeder wird gnadenlos untergebuttert und deswegen verstehe ich eure Wut absolut. Meistens liegt es auch daran, das es andere nicht wirklich interessiert was los ist, denn dann müssten sie ja über sich selbst nachdenken und würden auch Fehler bei sich entdecken und wer gibt schon gerne zu, dass er Fehler macht oder gemacht hat?!

Es nüzt aber nichts, gegen jene zu wettern oder sie zu beschimpfen, denn dadurch ändert sich nichts, ändern kann sich nur etwas, wenn die Menschen endlich lernen würden miteinander zu kommunizieren.

Was mir aber, seitdem ich mich mit ADHS beschäftige, aufgefallen ist, ist das Menschen die selbst eine Krankheit haben oder denen es nicht gut geht, das es die sind, die am ehesten Verständnis haben. Es sieht ganz danach aus, als ob erst ein Mensch in den Dreck fallen muss um zu erkennen, das er eigentlich ein intolleranter Mensch war. Das ist schon traurig.

Aber weißt Du was, das Gute ist, es ist nicht jeder so und ich bin sicher, das in 10 Jahren auch jeder weiß das es ADHS bei Erwachsenen gibt und welche Probleme die Menschen haben und dann wird es auch bei der Thematik Tolleranz und Verständnis geben.

Es ist halt so, sobald es etwas "neues" gibt, stößt man immer auf Gegenstimmen, weil das nicht ins gesellschaftliche Bild passt. Vieles braucht eine Weile bis es so akzeptiert wird wie es ist.

Ich will euch auch gar nicht belehren oder euch auf den Boden der Tatsachen holen, denn ihr seid intelligente Menschen und wißt im Grunde genommen ja auch, das es mehr von meiner Sorte gibt, alles was ich mache ist euch einfach nur mal wieder daran zu erinnern, wenn ihr vor Wut am liebsten platzen könntet.

Danke für deine Zeilen


Liebe Grüße
Sunshine
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Das Vorurteil ist einer der größten Schurken in der Besetzungsliste der Geschichte...
Es benutzt die blanke Unkenntnis als Waffe...
Sir Peter Ustinov
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Marvinkind (24.Oktober 2009)
Alt 24.Oktober 2009, 16:12   #32
Kennt sich hier aus
 
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AW: Was ist eigentlich "Normal"?

... letztens in der therapeutischen Gruppe:

"Was heißt eigentlich Persönlichkeitsstörung"...?

Sally: "Wieso Persönlichkeitsstörung, jeder ist doch so wie er ist, und eigentlich müsste es Gesellschaftsstörung sein, weil alle, die nicht "normal" sind, gleich als gestörte Persönlichkeit abgetan werden...!"

Therapeutin (grinst): Ja, das Problem ist nur, das wir diese Gesellschaft nicht verändern können, sondern nur uns, um in ihr zurecht zu kommen....



IST DAS NICHT IRGENDWIE TRAURIG?????
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Snagila (26.Oktober 2009), Sunshine (24.Oktober 2009)
Alt 24.Oktober 2009, 17:58   #33
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AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Zitat:
Sally schreibt: Beitrag anzeigen
... letztens in der therapeutischen Gruppe:

"Was heißt eigentlich Persönlichkeitsstörung"...?

Sally: "Wieso Persönlichkeitsstörung, jeder ist doch so wie er ist, und eigentlich müsste es Gesellschaftsstörung sein, weil alle, die nicht "normal" sind, gleich als gestörte Persönlichkeit abgetan werden...!"

Therapeutin (grinst): Ja, das Problem ist nur, das wir diese Gesellschaft nicht verändern können, sondern nur uns, um in ihr zurecht zu kommen....



IST DAS NICHT IRGENDWIE TRAURIG?????
Ja, das ist es! Also ich muss sagen, Du hast mal wieder absolut recht, ich finde deinen Satz den Du zur Therapeutin gesagt hast..super. So habe ich das noch gar nicht gesehen... stimmt eigentlich...


Liebe Grüße
Sunshine
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Alt 24.Oktober 2009, 18:59   #34
Ist öfter hier
 
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AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Hallo,

hab ich schon wieder was falsch gemacht oder was geschrieben, was nicht ok war?
Den Witz vielleicht, in dem doch ernsten Thema?
Meine Behauptung über mich, also, dass ich mich normal find, war total ironisch gemeint.
Hab ich jemanden verletzt oder verärgert?
- der Beitrag kam direkt nach meinem...
LG
bluetomcat
bluetomcat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.Oktober 2009, 19:41   #35
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Forum-Beiträge: 4.053
AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Hey bluetomkat,

Du hast doch nichts falsch gemacht, denn jeder kann hier seine Meinung äußern. Alles was Du geschrieben hast ist völlig okay. Also keine Panik, alles ist in Ordnung!!! Schreib fleißig weiter




Liebe Grüße
Sunshine
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bluetomcat (24.Oktober 2009)
Alt 24.Oktober 2009, 20:15   #36
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AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Zitat:
Sunshine schreibt: Beitrag anzeigen
Was mir aber, seitdem ich mich mit ADHS beschäftige, aufgefallen ist, ist das Menschen die selbst eine Krankheit haben oder denen es nicht gut geht, das es die sind, die am ehesten Verständnis haben. Es sieht ganz danach aus, als ob erst ein Mensch in den Dreck fallen muss um zu erkennen, das er eigentlich ein intolleranter Mensch war. Das ist schon traurig.

Liebe Grüße
Sunshine
Da fällt mir gleich die Weihnachtsgeschichte ein, Ihr wisst schon, die , wo der Geist der vergangenen Weihnacht, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht und der Geist der zukünftigen Weihnacht, wo ja Ebenezer Scrooge so geizig und gefühlskalt gegenüber anderen Menschen ist. Er ist intollerant und die Armut seiner Angestellten oder ob jemand krank ist, lässt ihn völlig kalt. Viele verschließen die Augen vor dem leid anderer oder wollen nicht sehen, was ihnen unangenehm ist und weil es sie nicht selbst betrifft, denken sie, sie könnten sich aus der Verantwortung stehlen.

Mir gefällt diese Geschichte immer wieder und ich finde, wir können alle was daraus lernen und ich denke, wir alle haben auch irgendwo eine gesellschaftliche Verantwortung denen gegenübber, denen es nicht so gut geht, egal aus welchen Gründen, denen, die "anders" sind.
__________________
Tu, wo Du bist, was Du kannst, mit dem, was Du hast.

Theoder Roosevelt
Marvinkind ist gerade online   Mit Zitat antworten
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bluetomcat (24.Oktober 2009), Snagila (26.Oktober 2009), Sunshine (25.Oktober 2009)
Alt 26.Oktober 2009, 00:57   #37
Fühlt sich hier wohl
 
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Alter: 38
Forum-Beiträge: 575
AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Hey, marvinkind,

ich liebe die Weihnachtsgeschichte von Charls Dickens auch. In jeder Verfilmung (vor allem die mit den Muppets und die Disney-Version). Und so gesehen sind wir alle nicht normal. Intoleranz ist schlimmer wie AIDS und die Pest. Gegen Intoleranz gibt es leider keinen Impfstoff und auch keine wirksame Therapie. Und das ist eigentlich die schlimmste Krankheit dieser Welt: Intoleranz! Anderssein nicht zu akzeptieren, Anderssein nicht mal zu tolerieren! Alles geht mehr und mehr auf eine Globalisierung hin, aber wir sind nicht in der Lage, zu tolerieren oder nur zu akzeptieren. Alles, was uns fremd ist, wird erstmal abgelehnt: Kultur, Glauben, Lebensweise! Und viele machen sich nicht die Mühe, hinter die Kulissen zu blicken. Bestes Beispiel ist die Migrations-Debatte in Deutschland: Jeder will Pizza und Döner und Chinesisch und Grieschisch. Essen aber nur. Nur das Essen! Der Rest hat außen vor zu bleiben. Dass zu dem Essen auch die Kultur gehört, zählt für viele nicht. Zwar vertrete ich die Meinung, dass jeder, der in Deutschland lebt, auch die deutsche Sprache sprechen (nicht beherrschen, das schaffen ja die wenigsten Deutschen) sollte, und auch die Lebensweisen akzeptieren sollte. Dies heißt aber nicht, seine eigene Kultur aufzugeben. Natürlich sollen Einwanderer ihre Kultur behalten und leben dürfen! Solange diese nicht gegen das deutsche Gesetz verstößt. Dies gilt in allen anderen Ländern der Erde ebenfalls. Ich habe nichts gegen Mosheen und Synagogen. Im Gegenteil: es bereichert uns! Aber wir müssen uns die Mühe machen, die Kulturen auch zu verstehen. Wir müssen genauso Anteil am Leben der Migranten nehmen, wie wir von ihnen verlangen, sich unserem Leben und unserer Kultur anzupassen. Und erst, wenn wir es geschafft haben, tolerant zu sein, allen gegenüber, können wir alle auch "normal" sein! Jeder auf seine Weise! Ohne Zwang und ohne "Schablone"!

Leider ist dieser Weg, für die meisten Menschen dieser Erde, noch ein sehr langer und steiniger!

Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt!

LG

Snagila
__________________
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
Hinfallen ist nicht schlimm, aber Liegenbleiben!
Snagila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.Februar 2010, 23:39   #38
Bin hier neu, seid lieb zu mir
 
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Forum-Beiträge: 3
AW: Was ist eigentlich "Normal"?

also normal bin ich net ...und mir ist es auch egal ich bin crazy ...hab mich mit abgefunden und wenn die andern denken das sie normal sind bitte normal ist doch langweilig xD...
ich falle gerne auf lache viel hab spass und teilweiße geb ich ein sch...drauf was ander über mich sagen oder denken ich mein die die mich mögen mögen mich so wie ich bin wieso soll ich mich verstellen ...am ende finden sie eh raus das ich ne schraube locker hab !!!! ich bin ein stehaufmännchen oder eher frauchen... bin immer auf achse und lange allein in meinen eigenen 4 wänden halte ich es nicht aus ..ich muss raus wa smachen mit freunden party kp immer unter leute sein lieber chuillen mit freunden als allein kp is i'wie so ...
vllt geht es einigen auch hier so (bestimmt !?)...
naja ich finde dieses verhalten i'wie als hätte man eine maske auf keiner so sehn wie man wirklich is .. also bei mri ist es jedenfalls so denk ich ...immer gute laune.. und jeder denkt du bist immer gut drauf hats keine probs...aber meistens sind es die die die meisten probs haben hmm manchmal ..passirt es sogar da platzt der knoten und alles kommt raus ... hmmm komisch aber i'wie ist es amende befreiend !!!!

deshalb mein spruch : Die Starken sind die, die unter Tränen lachen,eigene
sorgen verbergen und andere Glücklich machen!!!!

lg Crazy'Ray
Crazy'Ray ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.Februar 2010, 08:11   #39
Bin hier neu, seid lieb zu mir
 
Meine Stimmung:
Forum-Mitglied seit: 16.Februar 2010
Bezug zu AD(H)S: Angehörige(r)
Weiblich
Alter: 36
Forum-Beiträge: 21
AW: Was ist eigentlich "Normal"?

ein schöner Spruch, den merk ich mir.Hut ab!
Cassandra100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.Februar 2010, 16:18   #40
Ist interessiert
 
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Forum-Mitglied seit: 25.Februar 2010
Bezug zu AD(H)S: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
Männlich
Forum-Beiträge: 53
AW: Was ist eigentlich "Normal"?

Die Mehrheit also die Gesellschaft sagt wer normal ist und wer nicht.

Es gab mal so einen Österreicher, der Braun war und der sagte wer Herrenrasse ist und wer nicht.

Hmm... Grübel... komisch das einer immer sagt was normal ist und weil soviele dem Nacheifern glauben wir anderen, das die bestimmt recht haben.

Also, dem Österreicher hat man gezeigt wo der Hammer hängt, es wird Zeit, das wir der Gesellschaft das gleiche zeigen...
metadorn ist offline   Mit Zitat antworten
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